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Mit ‘Skurril’ getaggte Beiträge

And the raven, never flitting, still is sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon’s that is dreaming,
And the lamp-light o’er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
Shall be lifted – nevermore!

- “The Raven”, Edgar Allan Poe

Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting by feed me up before you go-go-1

Halloween ist da, und womit könnte man sich besser auf die Gruselnacht einstimmen, als mit den Kurzgeschichten und Gedichten Edgar Allan Poes? Vor ein paar Tagen verspürte ich plötzlich das Bedürfnis, noch einmal all die unheimlich unheimlichen Geschichten zu lesen, die ich während des Studiums fest in mein Literaturherz geschlossen hatte. Ich hatte allerdings gar nicht mehr in Erinnerung, wie gruselig die Geschichten sein können, wenn man sie nachts alleine im Bett liest. Der psychotische Roderick und seine lebendig begrabene Schwester Madeline, das pochende Herz, das einen Mann in den Wahnsinn treibt und der schwarze Kater Pluto, der sein Herrchen nach dem Tod heimsucht – sie alle versetzen einen beim leisesten Knarzen der Bodendielen schon mal in leichte Panik.

Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting by feed me up before you go-go-2

Da Halloween wortwörtlich vor der Tür steht, ist ein bisschen Grusel natürlich durchaus angebracht. Für all die Angsthasen und Nervenschwachen habe ich aber einen Spitzentipp, der garantiert gegen die Angst hilft: ZUCKER! Unmengen davon! Gute Abhilfe leisten zum Beispiel unsere Splatter Cookies und Devil’s Food Cupcakes vom letzten Jahr. Aber auch dieses Halloween soll natürlich nicht rezeptlos auf dem Blog vorübergehen. Etwas weniger blutig, dafür höllisch gut sind die Kürbis-Buttermilch-Cupcakes nach einem Rezept aus diesem Buch. Die kleinen Cupcakes sind so saftig, herbstlich und lecker, dass die ganzen Monster, Vampire und Zombies da draußen mit jedem Bissen etwas mehr in Vergessenheit geraten.

Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting by feed me up before you go-go-4

Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting (für ca. 15 Cupcakes):

Für den Teig
230 g Mehl
30 g Speisestärke
½ TL Natron
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlener Ingwer
½ TL gemahlener Muskat
1 Prise gemahlene Nelken
115 g Butter (Zimmertemperatur)
180 g brauner Zucker
2 Eier
140 ml Buttermilch
150 g Kürbispüree

Für das Frosting
75 g Butter (Zimmertemperatur)
110 g Frischkäse
½ TL Vanilleextrakt
160 g Puderzucker

Für die Kürbisse
150 g Marzipan (ergibt ca. 15 Kürbisse)
Orange und grüne Lebensmittelfarbe
Zahnstocher

1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Mehl, Speisestärke, Natron, Backpulver, Salz und Gewürze in einer Schüssel vermischen.

2. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker mit dem Handrührer cremig schlagen. Die Eier nacheinander unterrühren. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Buttermilch hinzufügen und gut verrühren. Das Kürbispüree unterrühren.

3. Die Förmchen zu ⅔ mit Teig füllen und 15-18 Min. im Ofen backen, dann abkühlen lassen.

4. Für das Frosting Butter, Frischkäse und Vanilleextrakt mit dem Handrührer in einer Schüssel cremig schlagen. Den Puderzucker durch ein Sieb einrieseln lassen und unterrühren. Die Cupcakes damit bestreichen oder mittels einer Spritztüte damit verzieren.

5. Für die Kürbisse etwa ¾ der Marzipanmasse mit oranger Lebensmittelfarbe, ¼ mit grüner Lebensmittelfarbe mischen und gut verkneten. Aus der orangen Masse 15 kleine Kugeln formen, leicht flach drücken. Mit einem Zahnstocher Rillen in die Kürbisse drücken. Aus der grünen Marzipanmasse 15 kurze Stiele formen, auf die Kürbisse setzen und leicht andrücken.

Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting by feed me up before you go-go-3

Apropos gruseln … eigentlich hatten wir geplant, euch an dieser Stelle etwas ganz anderes zu präsentieren, doch unsere prähalloween’schen Backversuche gingen gehörig in die Hose. Spooky Cake Pops sollten es werden, doch offensichtlich hat mich mein Cake-Pop-Mojo nun endgültig verlassen. Nach mehreren geglückten Versuchen, folgte nun das absolute Cake-Pop-Massaker. Herauskamen jede Menge geplatzte Schokolade, glitschige Glasur und unförmige Knubbel mit mieser Schminke. Zu Halloween ja irgendwie auch ganz passend. Deswegen gibts zur allgemeinen Erheiterung einen kleinen Einblick in unsere “Outtakes” (das Rezept ersparen wir euch lieber) und ein freudiges HAPPY HALLOWEEN!

Halloween Cake Pops-1

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Über die letzten Brandnooz-Boxen habe ich ganz schön geflucht. Immer wieder fanden sich ähnliche Produkte in der Box, die Zusammenstellungen waren langweilig und unkreativ, viele der Produkte waren schon länger auf dem Markt und hatten eigentlich nichts in einer Neuheitenbox zu suchen. Doch ich muss sagen, die Juli-Box versöhnt mich ein wenig. Ich finde die Auswahl recht gelungen, auch wenn ich mit ein paar Produkten nur wenig anfangen kann.

Brandnooz_Box_Juli_2013-1

Und das war drin:

Wasa Delicate Thin Crackers “Black & Green Olives” (1,99€ / Launchtermin Mai): Knabbert sich ganz gut weg, der Olivengeschmack könnte aber viel deutlicher hervortreten. Er ist sogar so dezent, dass selbst Steffen, der beim leisesten Olivenaroma sofort kreischend die Flucht ergreift, nichts davon bemerkt hat. Trotzdem zum Gläschen Wein ganz ok.

Bärenmarke “Der Kakao” (0,89€ / Launchtermin April): Sehr unaufregend und vor allem ziemlich wässrig, der Geschmack war dementsprechend auch nicht überzeugend. Kleine Pluspunkte gibts für das Zurück-in-die-Kindheit-Gefühl. Noch mal brauche ich den Drink allerdings nicht.

Haribo “Happy Cola gefüllt” (0,99€ / Launch Mai): Colaflaschen mit flüssigem Colakern = leeecker! Kannte ich aber schon. Da ich aber zugegebenermaßen eine Schwäche für solche Gummisachen habe, war das kein Problem. Die Colaflaschen kamen auf jeden Fall bei uns beiden super an.

Je eine Dose Valensina Saft-Limonade der Sorten “Orange” und “Zitrone” (0,99€ / Launchtermin Juni): Interessanter Geschmack, da vor allem die Sorte “Orange” wirklich wie süßer Saft mit Kohlensäure schmeckt. Oder eben wie stark bizzelige Saftschorle. Irgendwie ganz interessant und bei den sommerlichen Temperaturen auch schnell weggeschlürft.

N.A! Nature Addicts Frucht Snack “Erdbeere” (0,99€ / Launchtermin Mai): Über ein Jahr ist es her, dass ich mich schon mal an einen Beutel N.A! Nature Addicts herangewagt hatte. Damals war ich davon eher semibegeistert. Diese Sorte finde ich zwar deutlich besser, aber die geleeartige Konsistenz stört mich nach wie vor.

Aoste “Kordelsalami” (3,99€ / Launchtermin Mai): Nix für mich, der Mann schien aber durchaus interessiert. Probiert hat er sie allerdings noch nicht. Er knabbert sich gerade noch durch den Speck, den wir aus Südtirol mitgebracht haben.

Jive “Holunderblüte” (1,19€ / Launchtermin Juni): ein “Cocktail” aus Holunderaroma und entalkoholisiertem Wein (wieso um Himmels willen tut man Wein das an??) für die autofahrende Prosecco-Fraktion. Nichts für mich – zu süß, zu künstlich, zu holundrig, und auch Steffen hat nach einem Schluck dankend abgelehnt.

funny-frisch Natürlich “Honig & Senf” (1,59€ / Launchtermin Februar): Die Chips hatten wir schon vorher gekauft, da sich die Sorte so interessant anhörte. Geschmacklich konnten sie mit unseren Erwartungen allerdings nicht mithalten. Zu viel Senf, der eher nach Wasabi schmeckt, zu wenig Honiggeschmack. Kann man schon mal knabbern, aber noch mal kaufen würden wir sie nicht.

Maggi “So saftig braten im Papyrus Würzpapier” (0,99€ / Launchtermin Juli): Äh, bitte waaas? Ich bin völlig perplex vom Erfindungsreichtum (oder besser dem Drang nach unnötigen Innovationen) der Lebensmittelindustrie. Damit soll man Hähnchenfilets einwickeln und in der Pfanne braten. Äh ja, ist klar. Und wer bitte kauft sowas??

Warsteiner “Premium Herb” (12,49€ pro Kasten / Launchtermin Januar): Ich bin kein Fan von herbem Bier. Der Mann aber umso mehr, und so nahm er sich der Flasche aufopferungsvoll an. Scheint wohl geschmeckt zu haben, denn gemeckert hat er nicht.

Vom absoluten Lowlight der Box (hallo Maggi!) mal abgesehen, fand ich die Mischung eigentlich ganz nett. Oder was meint ihr?

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Brandnooz Box März

Kurz vor Ostern erreichte uns die neue Brandnooz Box, deren Inhalt wir aufgrund der Ostervöllerei noch nicht vollständig probieren konnten. Nachdem frühere Boxen immer mal wieder Produkte enthielten, die schon längere Zeit auf dem Markt waren und es für mich nicht ganz nachvollziehbar war, was diese eigentlich in einer Neuheiten-Box verloren hatten, überrascht die März-Box (fast) ausschließlich mit tatsächlichen Produktneuheiten aus dem Supermarktregal. Eine ganz gelungene Mischung, wie ich finde, auch wenn ich einige Produkte nicht nachkaufen würde.

Brandnooz Box März 2013-1

Und das war drin:

belVita Frühstückskeks “Honig & Nüsse mit Schokoladenstückchen” (UVP 2,89€ / Launchtermin April): Also dieses Frühstückskeksding habe ich bis heute nicht verstanden. Die Kekse an sich sind lecker – schön knusprig, nicht zu süß, mit gemahlenen Nüssen und leichtem Honiggeschmack – aber will ich die wirklich zum Frühstück essen? Hm, ich glaube nicht.

Fanta Beaches of the World “Pfirsich Mix ohne Zucker” (UVP 0,89€ / Launchtermin März): Steffens Augen leuchteten beim Anblick der Pfirsich-Fanta, ich war dagegen skeptisch. Schon frühere “Spezialsorten” lösten bei mir eher Ekelgefühle aus. Leider auch diese – für mich geht der Geschmack gar nicht, viel zu künstlich-fruchtig und zu süß. Ich brauche sie definitiv nicht, aber Steffen schien ganz angetan.

Heinz Hot Sauce “Chipotle & Garlic” (UVP 2,99€ / Launchtermin Februar): Och nöö, schon wieder eine Hot Sauce?? Über die Chilisoße aus der letzten Box haben wir uns ja noch gefreut, aber sooo hoch ist unser Verbrauch nun wirklich nicht. Naja, zumindest ist der Jahresvorrat damit gesichert.

Pulmoll “Ingwer-Zitrone” (UVP 1,49€ / Launchtermin Januar): Da ich ohnehin großer Fan der Kombi Ingwer-Zitrone bin, kommen auch diese Drops ganz gut bei mir an. Ich mag den säuerlichen Geschmack und die leichte Schärfe – für mich die bisher beste Pulmoll-Sorte.

Seeberger “Ananas ungezuckert” (UVP 2,99€ / Launchtermin Oktober 2012): Das Päckchen getrocknete Ananas kam gerade recht, denn für den Piña-Colada-Milchreis (Rezept folgt im Laufe der Woche) aus unserem “Post-aus-meiner-Küche”-Paket benötigten wir sie ohnehin gerade. Und da der tropische Milchreis so lecker ist und er zukünftig wohl häufiger gemacht wird, kommen die Ananas sicher bald wieder zum Einsatz.

Je ein Päckchen Lambertz American Cookie Kuchen der Sorten “Double Choc” und “Weiße Schokolade-Haselnuss” (UVP 1,99€ / Launchtermin April): Der Name alleine hätte mich stutzig machen sollen: “Cookie Kuchen”? Nicht euer Ernst, oder?? Ich stehe ja sehr auf amerikanische Cookies und war zunächst ganz begeistert, gleich zwei Packungen davon in der Box zu finden. Doch mit dem ersten Bissen stellte sich gleichzeitig ein spontanes Sättigungsgefühl ein, so mächtig, süß und schwer sind diese Keks-Kuchen. Puuuh, nicht unlecker, aber wohl eher als Notration für die nächste achtwöchige Antarktisexpedition gedacht.

Todd’s Push & Chill “Swimming Pool” (UVP 2,99€ / Launchtermin August 2012): Hui, was ist das denn lustiges? Ein Cocktail im Plastikpäckchen zum selber mixen, inklusive “Fruchtdepot” zum Aufdrücken? Klingt abenteuerlich und spannend. Bin dabei!

Köllnflocken & Frucht (UVP 1,89€ / Launchtermin Februar): Für mich eindeutig das Highlight der Box! Haferflocken gehen immer und wenn, wie in diesem Fall, noch Äpfel, Rosinen und Bananen untergemischt wurden, kann das eigentlich nur schmecken. Wobei mich die Sorte mit Krokant auch sehr interessiert hätte.

Na, wäre auch was für euch dabei gewesen?

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Im Vergleich zur Januar-Box fällt die neue Brandnooz Box etwas unspektakulär aus. Insgesamt finde ich den Inhalt zwar nicht schlecht, aber bis auf zwei, drei Ausnahmen sind leider keine großen Highlights darin zu finden. Steffen kann dagegen mehr damit anfangen, die Auswahl trifft seinen Geschmack diesmal eindeutig besser.

Brandnooz Box Februar 2013

Und das war drin:

Louisiana Gold (UVP 1,99€ / Launchtermin Oktober 2012): Eine scharf-fruchtige rote Chilisoße aus Cayenne-, Habanero- und Tabasco-Schoten aus den Südstaaten – klingt wie für Steffen gemacht. Schon im letzten Florida-Urlaub wanderten sämtliche Hot Sauces ins Gepäck und seitdem auch regelmäßig in unser Essen. Ich stehe eigentlich nicht besonders auf diese Soßen, Steffen dagegen umso mehr, und so funkelten seine Augen auch beim Anblick der Louisiana Gold. Probiert haben wir sie jedoch noch nicht, da sich in unserem Kühlschrank noch ca. 215 andere angebrochene Chilisoßen befinden. Dass die “Pepper Sauce” auf dem Brandnooz-Beipackzettel als “Pfeffer-Soße” angepriesen wird, tut allerdings ein bisschen weh!

Arizona “Half & Half Lemon” (UVP 0,89€ / Launchtermin Februar 2013): Da ich die Arizona Iced Teas (vor allem den grünen Tee mit Honig) ganz gerne mag, war ich gespannt auf die neue Eistee-trifft-Limonade-Sorte. Obwohl es sich um eine kalorienreduzierte Variante handelt, schmeckt die Tee-Limo-Mischung zwar zitronig-frisch, aber leider viel zu süß. Da liegt auch irgendwie das Problem des Getränks. Für einen Eistee ist das Zeug zu süß, für eine Limo schmeckt es zu abgestanden, da die Kohlensäure fehlt. Geschmacklich erinnert mich Half & Half an dieses Instant-Tee-Granulat aus den großen Plastikdosen mit Schraubverschluss, das es früher einmal gab. Kennt ihr das noch? Vielleicht gibt es das ja noch immer, ich habe es aber bestimmt seit 15 Jahren nicht mehr gesehen (und auch nicht vermisst).

Bonduelle “Rote Bete gewürfelt” (UVP 0,99€ / Launchtermin November 2012): Ich bin zur Zeit irgendwie auf einem Rote-Bete-Trip. Gestern Abend gab’s oberleckere Rote-Bete-Gnocchi mit Ziegenkäse in der Goldmarie, Rote-Bete-Ravioli stehen schon seit einiger Zeit auf unserer Kochliste und das Rezept für ein Rote-Bete-Birnen-Carpaccio folgt sicherlich bald auf dem Blog. Allerdings habe ich ein kleines Problem mit vorbereiteter Roter Bete und deren eigenwilligem Geschmack, weshalb ich sie am liebsten frisch verwende. Aus der Dose habe ich sie bisher zwar nicht probiert, vermute aber stark, dass dieser merkwürdige Beigeschmack auch hier zu finden ist.

Larsen Pure “Hering in Tomaten-Sauce mit Tomaten-Stückchen” (UVP 1,69€ / Launchtermin Oktober 2012): Uääh, nichts für mich, die Dose wurde direkt an Steffen weitergegeben, der Folgendes dazu schreibt: Fisch kommt im Hause feed me up nur sehr selten auf den Tisch – eigentlich nur, wenn wir Sushi machen und ich dann nicht nur Lust auf vegetarische Röllchen habe – und Dosenfisch noch viel seltener. Ich glaube, ich habe seit meiner Studentenzeit keinen mehr gegessen. Früher, während meiner Zeit als Pfadfinder, fand ich den aber eigentlich ganz lecker, besonders die Sorten mit Currysoße. Diese Variante kommt mit Tomaten und Hering (aus nachhaltiger Fischerei, wobei der Hering derzeit grundsätzlich nicht besonders bedroht ist) daher und wirbt damit, frei von allem zu sein, was Allergiker, Laktoseintolerante und Geschmacksverstärkerfeinde stören könnte. Ich freue mich schon!

Komet Sauerkirsch-Mousse (UVP 0,89€ / Launchtermin Mai 2012): Ok, dann gibt es wohl heute Abend zur Abwechslung mal ein Fertigdessert. Das Anrühren geht fix und unproblematisch, die Mousse ist luftig und cremig, der Kirschgeschmack intensiv und für meinen Geschmack etwas zu künstlich. Trotzdem ok, vor allem, wenn es mal turboschnell gehen soll.

Komet Mini-Pancakes (UVP 0,79€ / Launchtermin Januar 2013): Da Steffen bei uns eindeutig der Pfannkuchen-Master ist, überlasse ich ihm das Wort: Uhhh, Pfannkuchen! Die sind mir natürlich sofort ins Auge gesprungen. Früher habe ich von Menschen, die um meine Pfannkuchenabhängigkeit wussten, öfter mal Pfannkuchenteig in der Schüttelflasche geschenkt bekommen. Da gab man einfach Milch dazu, verschloss die Flasche gut (ganz wichtig, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung) und wenige Sekunden später konnte es losgehen. In diesem Fall gibt’s die Mischung in der Tüte, außer Milch muss ich auch noch ein Ei dazugeben. Zeitersparnis ist also nicht zu erwarten, aber hey, Pfannkuchen aus der Tüte sind immer noch besser als gar keine Pfannkuchen!

Kalfany Playboy “Cola-Bonbons” (UVP 1,49€ / Launchtermin Januar 2013): Ähh, Playboy-Bonbons? Wer braucht denn so was? Ich zumindest nicht! Geschmacklich sind die zuckerfreien Cola-Bonbons mit Stevia zwar in Ordnung, aber zum Mitnehmen eignen sie sich nur bedingt. Mir wäre es zumindest etwas zu peinlich, meine Bonbons aus einer Bunny-Dose zu fischen.

Palmin “Junge Küche Pflanzencreme” (UVP 1,89€ / Launchtermin November 2012): Pflanzencreme mit Kokosfett für die „Junge Küche“? Hm, wir gehören inzwischen wohl eher zur „nicht-mehr-ganz-so-jungen Küche“. Solche Pflanzencremes habe ich aber früher (jaja, damals!) wirklich ganz gerne als vegane Butter-Alternative beim Anbraten genutzt und war damit eigentlich immer ganz zufrieden. Auch zum Einfetten von Backformen bestimmt ganz praktisch.

Kölln “Smelk Haferdrink Classic” (UVP 2,19€ / Launchtermin 2010): Huch, bei der Smelk liegt der Launchtermin schon einige Jahre zurück und trotzdem habe ich sie noch nie im Supermarktregal entdeckt. Dabei klingt der laktosefreie und vegane Haferdrink gar nicht mal so schlecht und ist für mich das spannendste Produkt der Februar-Box. Neben der Natursorte gibt es Smelk auch mit Vanille- und Schokoladengeschmack. Ich bin gespannt und werde bald probieren.

Rausch Plantagen-Schokolade “Grenada Edel-Bitter-Rezeptur 65%” (UVP 1,10€ für die 50g-Tafel / Launchtermin Februar 2012): Och nö, nicht schon wieder dunkle Schoki. Ich bin raus und gebe auch hier an Steffen weiter: Bitterschokolade ist zwar nicht zu 100% mein Ding, aber ab und zu esse ich schon ganz gerne mal ein Stück. Da kommt diese kleine Tafel gerade recht, 50g sind ja auch sehr überschaubar und ein Kakaoanteil von 65% ist auch noch gut zu ertragen. Also flugs die Tafel aufgerissen und einen Schluck Single Malt ins Glas gegossen (es ist ja auch schon kurz nach 18 Uhr …), denn dazu esse ich dunkle Schokolade am liebsten. Diese hier wurde aus Kakao von der Insel Grenada hergestellt und ist erstaunlich mild und schmelzend im Geschmack. Finde ich ziemlich gut und würde ich auch durchaus noch einmal kaufen.

Gut, dass Steffen und ich so unterschiedliche Geschmäcker haben und damit alle Produkte aus der neuen Box eine/n Abnehmer/in finden. Ist in der Box denn auch was für euch dabei?

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Huch, vor lauter beruflichem Veränderungsstress habe ich doch fast Halloween verpasst. Zum Glück blieb noch Zeit für eine very-last-minute-Backrunde. Herausgekommen sind unschuldige Vanille-Zitronen-Kekse, die ein Blutbad durchlebt haben, und teuflisch gute Schoko-Cupcakes à la Martha Stewart.

Die Splatter-Cookies, die ich bei Annie entdeckt habe, erweckten sofort den Patrick Bateman in mir! Zack wurde in der Küche eine blutspritzsichere Splatter-Zone errichtet und mit debilem Grinsen im Gesicht und einer Gabel in der Hand losgemordet.

DIY-Splatter-Zone

Splatter-Cookies (für ca. 2 Bleche):

Für den Keksteig:
115 g Butter (Raumtemperatur)
110 g Puderzucker
1 kleines Ei
2 TL Vanillearoma
Die abgehobelte Schale einer halben Zitrone
170 g Mehl
1 Prise Salz

Für das Royal Icing:
1 Eiweiß
1 + 2 TL Zitronensaft
170 g + 50 g Puderzucker (gesiebt)
rote Lebensmittelfarbe

1. Für den Keksteig die Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Das Ei unterrühren und Vanillearoma und Zitronenschale hinzufügen.

2. Das Mehl mit dem Salz vermischen, in die Buttermasse einrühren und alles gut verkneten, bis eine formbare Masse entsteht. Falls der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl dazugeben. Eine große Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt ca. 1 Std. im Kühlschrank lagern.

3. Den Backofen auf 190°C vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und nach Belieben mit Förmchen ausstechen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im Backofen auf mittlerer Schiene 8 bis 10 Min. backen; die Kekse sollten dabei nicht braun werden. Die Cookies auskühlen lassen.

4. Für die verschiedenen Icing-Schritte werden drei unterschiedliche Konsistenzen benötigt, die alle leicht aus dem Basisrezept angemischt werden können. Dafür das Eiweiß mit 1 TL Zitronensaft kurz verrühren. 170 g Puderzucker nach und nach auf niedriger Stufe unterrühren. Von der Puderzuckermasse ⅔ zur Seite stellen und mit Folie abdecken.

5. Das übrige Icing weiter zu einer dickflüssigeren Masse verarbeiten, die für die Umrandung der Kekse eine feste Konsistenz benötigt. Dazu noch einmal 50 g Puderzucker unterrühren, ggf. noch etwas mehr, falls die Masse noch zu flüssig wirkt.

6. Das Icing für die Umrandung in einen Spritzbeutel mit kleiner Öffnung füllen. Die Kekse dünn umranden und ca. 30 Min. trocknen lassen. Die Umrandung soll als Damm dienen und verhindern, dass das flüssige Icing aus dem nächsten Schritt über den Rand hinausläuft.

7. Mit einem kleinen Löffel die Kekse mit dem Icing, das zuvor zur Seite gestellt wurde, ausfüllen und am besten über Nacht trocknen lassen. Das übrige Icing abgedeckt für die Weiterverarbeitung zur Seite stellen.

8. Let the splatter begin: Zum “Splattern” das Icing mit roter Lebensmittelfarbe und 2 TL Zitronensaft verrühren, bis eine recht flüssige Konsistenz erreicht ist (ggf. noch etwas Zitronensaft oder Wasser hinzufügen). Jetzt selbst zum Massenmörder werden und die Kekse mit einer Gabel oder einem Pinsel rot bespritzen (am besten vorher die Küche gut abdecken, sonst sieht es tatsächlich aus, als würde man gerade den neuesten “Saw”-Teil drehen). Trocknen lassen und zum Krümelmonster werden!

Ob Dexter wohl analysieren könnte, dass die Mordwaffe eine Gabel war?

Und weil’s so schön war, wurde gleich die zweite Backrunde eingeläutet: Devil’s Food Cupcakes.

Devil’s Food Cupcakes (ca. 15 Stück):

Teig:
45 g ungesüßtes Kakaopulver
100 ml heißes Wasser
170 g Mehl
½ TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL Salz
170 g Butter
225 g Zucker
2 große Eier
1 TL Vanillearoma
110 g Schmand

Frosting:
100 g Butter (Raumtemperatur)
100 g Puderzucker
175 g Frischkäse
1 TL Vanillearoma
rote Lebensmittelfarbe

1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Kakaopulver mit heißem Wasser verrühren. In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen.

2. Die Butter mit dem Zucker in einem Topf zum Schmelzen bringen. In eine andere Schüssel geben und mit dem Handrührer so lange rühren, bis die Butter abgekühlt ist (ca. 5 Min.). Die Eier nacheinander zur die Buttermasse geben und verrühren. Vanillearoma, dann Kakaomasse dazugeben und verrühren. Auf niedriger Stufe das Mehl abwechselnd mit dem Schmand unterrühren.

3. Cupcake-Förmchen zu ⅔ mit dem Teig befüllen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Min. im Ofen backen, dann abkühlen lassen.

4. Für das Frosting die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Den Frischkäse und das Vanillearoma dazugeben und alles gut vermischen. Zum Schluß die rote Lebensmittelfarbe einrühren und die Masse mit einem Spritzbeutel auf den Cupcakes verzieren.

Mit Gebäck bewaffnet lauere ich jetzt an der Tür und warte, bis sich ein paar Kinder trauen, auf die Klingel zu drücken … muahahaha! Happy Halloween!

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Brandnooz Box Juli

Hui, ich bin ganz hibbelig – meine erste Brandnooz Box ist angekommen. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem momentanen Boxenwahnsinn, bin ich meiner eigenen Neugier nun doch erlegen. Vorerst zumindest auf Probe, denn ich habe mich erstmal nur an das Brandnooz-Box-Schnupperabo (3 Monate für 25€) herangewagt. Wie der Name bereits vermuten lässt, verspricht die Box brandneue oder bald erscheinende Lebensmittel. Für einen Produktneuheitenjunkie wie mich also genau das Richtige.

Beim Öffnen der Box fühlte ich mich gleich fast wie unter dem Weihnachtsbaum … Hochspannung pur! Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Ich finde den Inhalt meiner ersten Box ziemlich super! Sie enthält einige Produkte, über die ich vorab schon gelesen hatte und die ich ohnehin probieren wollte :-)

Nun zum Inhalt:

“Gerolsteiner Linée Guave-Rhabarber” (UVP 0,99€ / Launchdatum Juli):

Mit 18,4 kcal pro 100 ml kommt das Gerolsteiner Fruchtwasser nicht gerade kalorienarm daher, dafür aber fruchtig erfrischend. Ohne den Hinweis auf der Flasche hätte ich Guave und Rhabarber jedoch niemals erkannt, der Geschmack erinnert eher an die Tropenfrüchte von Katjes, aber die sind ja auch lecker.

3er-Packung “Mentos Mintensity” (UVP 0,70€ / Launchtermin März):

Vier verschiedene Minzintensitäten in einer Packung, von Mint Soft über Spearmint Fresh, Strong Mint bis Air Action Extra Strong – an sich eine ganz witzige Idee, komisch ist allerdings, dass von jeder Sorte eine unterschiedliche Anzahl an Drops enthalten ist. Die beiden schwächeren Sorten finde ich persönlich besser, aber ich stehe ohnehin eher auf die fruchtigeren Sorten von Mentos.

“Gaea Snack Pack schwarze Kalamata Oliven” (UVP 1,49€ / Launchtermin Juni):

Huch, ist das ölig! Schon beim vorsichtigen Hineingreifen besudelt man sich ziemlich mit Öl, wenn man dann noch etwas tiefer in die Tüte eintaucht, ist alles nur noch glibberig. Geschmacklich natürlich olivig, allerdings ziemlich bitter, was keinen so angenehmen Geschmack hinterlässt. Die Oliven sind überraschend fleischig, irgendwie hatte ich getrocknete Oliven erwartet. Obwohl ich Oliven eigentlich sehr mag, würde ich das “Gaea Snack Pack” nicht nachkaufen, da mich der Geschmack zum einen nicht überzeugt und sich mir zum anderen Sinn und Zweck nicht richtig erschließen – für unterwegs definitiv zu ölig, für zu Hause brauche ich keinen Snack Pack, sondern würde frische Oliven vorziehen.

Je ein 4er-Pack “Corny nussvoll” der Sorten “Nuss-Quartett & Traube” und “Dreierlei Nuss & Karamell” (UVP je 1,69€ / Launchtermin Juni):

Die schicken schwarzen Packungen enthalten vier relativ kleine Riegel, vollgepackt mit verschiedenen Nussvarationen und Karamelstückchen bzw. Trauben. Einen großen Unterschied kann ich zwischen den beiden Sorten nicht ausmachen – beide sind süß, klebrig, mega nussig und unheimlich lecker! Trauben und Karamell halten sich ziemlich im Hintergrund, gerade beim Karamellriegel hätte ich mir einen dominanteren Geschmack gewünscht. Trotzdem sehr lecker und wird bestimmt wieder gekauft.

3er-Packung “Kluth Mikrowellen Popcorn karamell” (UVP 2,49€ / Launchtermin Januar):

Klingt sehr spannend – bei Popcorn und Karamell alleine werde ich schon hellhörig -, doch leider besitzen wir keine Mikrowelle, daher muss der Test wohl noch warten, bis mir jemand Mikrowellenasyl gewährt.

“Sulá Lakritz” (UVP 1,29€ / Launchtermin Juli):

Lakritze geht immer, egal in welcher Form! Auf das Fleur de Sel war ich sehr gespannt, man schmeckt es allerdings gar nicht heraus. Die Lakritzintensität der leicht klebrigen Bonbons ist dagegen genau richtig – nicht zu stark, nicht zu schwach, ich hätte sie mir eben nur noch etwas salziger gewünscht.

Je eine “Livio” Würzsauce der Sorten “BBQ” und “Knoblauch” (UVP je 0,99€ / Launchtermin April):

Eigentlich bin ich gar kein Fan von BBQ-Saucen – als Vegetarierin stört mich meistens der rauchige Grillgeschmack, was so eine BBQ-Sauce natürlich im Wesentlichen ausmacht. Daher war ich ganz überrascht, dass die Livio-Sauce gar nicht so grillig schmeckt, sondern eher an Gewürzketchup erinnert. Mir ist das ganz recht, so kann ich die Sauce auch gut zu Gemüse essen, aber Leute, die sich die Sauce extra kaufen, weil sie eine richtige BBQ-Sauce erwarten, werden sicherlich enttäuscht sein. Die Knoblauchsauce inklusive kleiner Zwiebelstückchen ist ebenfalls lecker, aber auch sie gleicht eher einer Remouladensauce mit Knoblauchgeschmack als einer klassischen Knoblauchsauce. Beide Saucen also eigentlich ganz lecker, nur zweimal irgendwie am Thema vorbei.

Etwas irritiert hat mich an der Boxauswahl, dass drei der Produkte mittlerweile doch schon etwas länger auf dem Markt sind. Ich hatte eigentlich angenommen, die Boxen würden nur Lebensmittel enthalten, die erst seit Kurzem oder noch gar nicht im Supermarkt erhältlich sind. Da ich bisher aber noch keines der Produkte probiert hatte, ist das zu verschmerzen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die August-Box, die angeblich unter dem Motto “italienische Spezialitäten” stehen soll.

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Manche Gerichte und Lebensmittel assoziiere ich unweigerlich mit meiner Kindheit. Oft sind es Gerichte, die bei meinen Großeltern oder Eltern ab und zu auf den Tisch kamen, die ich aber selbst, obwohl sie damals so lecker waren, noch nie nachgekocht oder -gebacken habe. Das liegt weniger daran, dass ich keinen Appetit darauf hätte oder diese Rezepte besonders aufwendig wären – ganz im Gegenteil sind es eigentlich gerade die besonders einfachen Gerichte, die mir in Erinnerung geblieben sind -, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ich sie im Laufe der Zeit einfach vergessen oder verdrängt habe. Scheinbar tummelt sich in der hintersten Ecke meines Gehirns eine Blase mit solchen Essenserinnerungen, die erst durch ein bestimmtes Erlebnis zum Platzen gebracht werden muss und dann eine Vielzahl von fast vergessenen Leckereien wieder ins Gedächtnis ruft. Diese Blase ist gestern geplatzt und evozierte bei mir einen plötzlichen Heißhunger auf Schokokussbrötchen.

Mhhh, ewig nicht gegessen, aber immer noch so gut wie früher!

Eigentlich kaum zu glauben, dass mal irgendjemand auf die Idee kam, einen Schokokuss zwischen zwei Brötchenhälften zu quetschen, etwas abartig ist das ja schon. Aber lecker! Neben den Schokokussbrötchen, die ich irgendwie mit meiner Mutter (ich glaube, die Vorliebe dafür habe ich von ihr) und der Schulcafeteria, die die Brötchen in der Pause vertickte, in Verbindung bringe, holte die geplatzte Food-Blase aber auch noch andere Speisen meiner Kindheit in meine Erinnerung zurück: die unglaublich leckeren (und auch wieder etwas merkwürdig klingenden) Nudeln mit Krumen (Nudeln mit angebratenen Semmelbröseln und Apfelmus), das “Pop Orange”-Eis mit dem roten Stiel und dem unverwechselbar orangig-sahnigen Geschmack, die Markklößchensuppe meiner Oma (für mich heute eigentlich unfassbar, dass ich früher so darauf abgefahren bin), den Mattekuchen (Käsekuchen vom Blech) meiner anderen Oma sowie den Lohplatz (Schmandkuchen mit Mohn), mit dem sie immer das halbe Dorf versorgte. Mhhh, davon wird sicherlich bald mal was nachgekocht/-gebacken. Mal sehen, ob meine Erinnerungen mit meinen heutigen Geschmacksnerven übereinstimmen …

Welche Gerichte Eurer Kindheit sind Euch denn besonders in Erinnerung geblieben?

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N. A! Nature Addicts

Meine Schwäche für neue und absurde Lebensmittel lässt mich manchmal schon merkwürdige Dinge in den Einkaufswagen legen. Ganz nach dem Motto “es ist neu, es ist ekelig, ich muss es haben!” greife ich wie ferngesteuert ins Supermarktregal und wundere mich dann zu Hause, dass ich tatsächlich wieder einmal auf die Marketingstrategien der Lebensmittelundustrie reingefallen bin. Bei einem unserer letzten Einkäufe landete schließlich eine Tüte N. A! Nature Addicts “Schwarze Johannisbeere” im Einkaufswagen. Schon öfter hatte ich die merkwürdigen Tütchen im Regal gesehen, konnte mich aber nie wirklich dazu durchringen, sie auch zu kaufen … irgendwie waren sie mir zu ekelig, obwohl es sich um ein 100% natürliches Produkt handeln soll. Mein erster Instinkt hätte mich misstrauisch werden lassen sollen, aber als ich dann ein Päckchen “Schwarze Johannisbeere” auf einem Supermarktwühltisch für heruntergesetzte 0,78€ entdeckte, konnte ich doch nicht anders.

Irgendwann traute ich mich dann auch mal, die Tüte zu öffnen. Mir strömte ein Geruch von Trockenobst entgegen, naja, ist ja eigentlich auch nichts anderes. Die kleinen flachen Quadrate aus zusammengepressten Fruchtsaft und -mus sehen nicht unbedingt appetitlich aus, dafür sollen sie jedoch ohne künstliche Zusatzstoffe sein, also 100% purer Fruchtgenuss. Fragt sich nur, wieso man dann nicht gleich zu richtigem Obst greift, aber offensichtlich soll der “gesunde Snack” eine unkomplizierte Alternative zu Gummibären, Chips & Co. darstellen. Die “soften Stückchen” sind tatsächlich sehr fruchtig und süß und lassen den Geschmack von Johannisbeere trotz der unverhältnismäßigen Mischung mit Äpfeln (7g Johannisbeeren auf 2 Äpfel) gut hervortreten. Was mich allerdings ziemlich stört, ist die gelleeartige Konsistenz, die dem eigentlich natürlichen Produkt etwas sehr Künstliches verleiht. Geschmacklich sind die kleinen Dinger zwar ok, aber nicht so überzeugend, dass ich noch große Lust hätte, eine der anderen Geschmacksrichtungen zu probieren. Auch wenn es neben Himbeer und Erdbeer neuerdings auch den bisher am spannendsten klingenden “Crispy Fuit”-Mix aus Erdbeere, Brombeere, rote Johannisbeere, Apfel und Cerealien gibt.

Fazit: Ich bleibe dabei, wenn ich Obst essen will, greife ich lieber zum Original! N.A. steht bei mir wohl eher für “not addicted”! 2 von 5 trockenen Johannisbeeren.

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Der Versuch, sich im urbanen Essensdschungel abzuheben und von anderen Imbissen zu unterscheiden, trägt manchmal schon merkwürdige Blüten. Ganz vorne dabei sind für mich auf jeden Fall die Sushi-Wrap-Buden, die es seit einiger Zeit in München gibt. Ich hatte mich bisher nicht näher mit deren Konzept beschäftigt und mir deswegen vor unserem ersten Besuch in der Filiale im Tal einen Wrap mit sushiüblichen Komponenten vorgestellt. Mexiko meets Japan, oder so ähnlich. Letzendlich handelt es sich bei den Wraps aber doch nur um lange Sushirollen, die man eben – wie einen Wrap – aus der Hand essen kann.

Viel Sushi – wenig Wrap

In der Füllung unterscheiden sich die Rollen dann allerdings doch noch etwas vom normalen Sushi, traditionell sind die Zusammenstellungen zumindest nicht gerade. Erfreulich ist das recht große Angebot an vegetarischen Rollen und ungewöhnlichen Kombinationen. Wir entschieden uns für das drei-Rollen-für-5€-Paket und die Sorten “Erdnuss, Wasabi, Gurke”, “Mango, Frischkäse, Rucola” und “Feta, Minze, Spinat”. Dazu gab’s noch ein paar kleine Plastikflaschen in Fischform mit Sojasoße. Wenn man sich allerdings wie wir an einen der vier Tische setzt, kann man auch auf Sojasoße aus Flaschen zurückgreifen. Ingwer gehört nicht zum Paket, kann aber – wie auch eine Extraportion Wasabi – für 20 Cent dazugekauft werden.

Links mit Feta und Spinat, rechts Mango und Frischkäse. Im Vordergrund piscis sojasaucus.

Geschmacklich waren die Rollen ganz in Ordnung, aufgrund des Preises darf man da aber auch nicht zu viel erwarten. Insgesamt waren alle Sorten etwas zu fad und brauchten vor dem Verzehr ein ordentliches Bad in der Sojasoße. Die einzelnen Bestandteile waren leider auch nicht immer gut rauszuschmecken. Der Reis war ok, wenn auch etwas zu kühl, was wohl daran liegt, dass die Rollen in der Kühltheke aufbewahrt und nicht für jeden Gast frisch zubereitet werden. Aber es ist ja auch Fast Food und keine Sterneküche. Ich hatte nach 1 ½ Rollen noch Hunger und habe mir für 2€ noch eine einzelne Rolle mit Garnele geholt, die sich auf dem gleichen Niveau wie die anderen “Wraps” bewegte. Für Menschen mit ordentlichem Appetit ist also das drei-Rollen-Angebot zu empfehlen, womit man auch nicht viel teurer wegkommt als bei einem Döner.

Fazit: Der Unterschied zum normalen Sushi ist geringer als erwartet und aufgrund des günstigen Preises und trotz der kleinen Abstriche bei der Qualität der Zutaten eine nette Alternative zum üblichen Fast Food. “Richtiges” Sushi können die Wraps aber natürlich nicht ersetzen. 3 von 5 Makiröllchen.

Sushi Wrap
Im Tal 32
80331 München
http://www.sushi-wrap.de

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Extra Dessert Delights

Ein netter Mensch, wohl wissend, dass ich eine Schwäche für Kaugummi, Minze und die Farbe Türkis habe, brachte mir kürzlich von seinem Einkaufstrip in den Norden Münchens zum neu eröffneten amerikanischen Lebensmittelladen USA World ein Päckchen Kaugummi aus der Reihe “Extra Dessert Delights” mit. Offensichtlich versucht sich Wrigley’s nun daran, beliebte amerikanische Desserts in Kaugummiform zu pressen – hört sich etwas ekelig an, trifft aber leider genau meinen verkorksten Konsumnerv. Zu meiner großen Freude erhielt ich eine Packung der Sorte “Mint Chocolate Chip”, die an die gleichnamige Eissorte erinnern soll. Klang schon mal spannend, aber ich war skeptisch.

Als totaler Kaugummijunkie habe ich mich schon durch so einige Sorten probiert, ärgere mich aber immer, dass gerade bei den Gums mit ausgefallenen Geschmacksrichtungen oftmals schon nach wenigen Minuten jegliches Aroma flöten geht und sich der Kaugummi viel zu schnell in sämtliche Bestandteile auflöst. Ist es denn tatsächlich so schwer, Kaugummis mit beständigem Geschmack und anhaltender Konsistenz herzustellen? Die einzigen Kaugummis, die das meiner Meinung nach vereinen, sind Airwaves, aber die könnten auch langsam mal wieder eine neue Geschmacksrichtung auf den Markt bringen.

Erstaunlicherweise können die “Extra Dessert Delights” in dieser Hinsicht absolut punkten. Schon beim Öffnen der Packung kommt mir ein angenehm minziger Geruch entgegen, sofort entfaltet sich auch im Mund ein kräftiger minzig-schokoladiger Geschmack, der stark an After Eight erinnert. Lecker! Die Stärke des Geschmacks lässt zwar nach mehrmaligem Kauen etwas nach, dennoch bleibt der Kaugummi überraschend frisch und hält ziemlich lange. Hätte ich nicht gedacht.

Ein Blick auf die Wrigley’s Website offenbart weitere Geschmacksrichtungen der “Dessert Delights”-Reihe: Strawberry Shortcake, Orange Crème Pop, Apple Pie und Key Lime Pie. Ich sollte auf jeden Fall bald selbst mal dem amerikanischen Shop einen Besuch abstatten. Apple und Key Lime Pie MÜSSEN probiert werden!

USA World
Korbinianstr. 50
80807 München

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Tea Time

Die „Szene Kolumne“ in der Süddeutschen berichtete kürzlich, dass nun die Bubble-Tea-Welle auch München erreicht hätte. Schon drei Bubble-Tea-Läden in München und ich habe nichts davon mitbekommen? Unfassbar! Aber was zur Hölle ist Bubble Tea?? Ein Blick in die Google-Bildersuche lässt Schlimmes vermuten, mein Unterbewusstsein sendet mir aber schon nach dem zweiten Bild unüberhörbare Signale: MUSS probiert werden!

Ein Wochenende später kann ich meinen Besuch aus der hessischen Provinz schnell davon überzeugen, das vermeintliche In-Getränk zu testen. Auf geht’s zum Meito Bubble Tea am Rindermarkt 6. Der Laden ist klein, die Schlange davor lang. Leicht beschämt, aber auch irgendwie erleichtert stellen wir fest, dass wir nicht ganz der Zielgruppe entsprechen, die den asiatischen Trendtee bereits lange Zeit vor uns für sich entdeckt hat. Um uns herum hauptsächlich 15-19-Jährige, die routiniert und ohne den fragenden Blick, den wir der Bedienung entgegenwerfen, ihre Teas-to-go bestellen. Und so geht’s: Man wählt eine Basic-Teesorte (schwarz, grün oder Jasmin) und die gewünschte Temperatur (heiß, kalt oder frappé). Dann wird es kompliziert – eine Fülle an unterschiedlichsten  “Flavours” und “Toppings” löst spontane Überforderungszustände bei mir aus; sämtliche Geschmacksrichtungen und “Kugeln” können miteinander kombiniert werden. Im Grundpreis (3,20€ klein / 4,20€ groß) enthalten sind je ein Flavour und ein Topping. Ich entscheide mich nach 10 Minuten spontan für einen warmen Jasmintee mit Coconut-Flavour und Passion-Fruit-Boba (kleine Kugeln mit sirupartiger Füllung). Hinter der Theke wirbeln fünf junge, hippe Menschen mit Bechern, Flaschen und glibbrigen Inhalten umher, fünf Minuten später erhalte ich meine Teekreation samt extra-dickem Strohhalm (damit die Kugeln auch durchpassen). Schnell die zugeschweißte Plastikhaube des Bechers mit dem Strohhalm deflorieren und bereit machen für ein neues Geschmackserlebnis!

Der Tee ist sehr süß, der Kokosgeschmack intensiv, die Konsistenz der kleinen Kugeln – ähm – interessant. Die Passionsfrucht-Bobas, die sich am Boden des Bechers abgesetzt haben, zerplatzen tatsächlich erst im Mund und lassen eine sirupartige Flüssigkeit austreten. Übrig bleibt eine klebrige Hülse, die sich zwar nach ein paar Sekunden auflöst, aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Bis zum letzten Schluck schwanke ich zwischen “ganz lecker” und “irgendwie abartig”, entschließe dann aber doch, dem Bubble Tea in ferner Zukunft noch mal eine Chance zu geben …falls der Trend es bis dahin überlebt.

meito
Rindermarkt 6
80331 München

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