Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Salzig’

Lammkarree-2

Leider hatten wir gerade zum letzten Mal das Glück, unser Abendessen direkt an die Haustür geliefert zu bekommen. Der dritte Teil der Staatl. Fachingen-Foodbox (hier geht es zu Teil 1 und Teil 2) stand an und eigentlich hätte das ruhig noch eine Weile so weitergehen können. Regelmäßig sein Abendessen angekarrrt zu bekommen, das Rezept gleich dazu, war eigentlich ganz angenehm. Zudem hatte man das Beste (für mich – Frau Wu als Vegetarierin sieht das natürlich anders) bis zum Schluss aufgespart und mit Lammkarree ein kulinarisches Schwergewicht aus dem Ärmel gezaubert. Ich bin kein großer Fleischkocher und so stellte das Rezept in vielerlei Hinsicht eine Premiere für mich dar. Zum ersten Mal Lamm selbst zubereiten, zum ersten Mal Fleisch im Ofen fertig garen und dicke weiße Bohnen waren mir vorher auch noch nie in die Pfanne gehüpft. Aber es hat alles super geklappt und herausgekommen ist ein derart leckeres Gericht, dass ich am gleichen Abend noch massig Fotos an Familie und Freunde geschickt habe, um mit meinen Kochkünsten zu prahlen. Ziemlich peinlich, ich weiß, aber das war wirklich von vorne bis hinten so lecker, dass mir gerade schon wieder das Wasser im Mund zusammenläuft. Dabei war ich nicht der Einzige, der derartig aus dem Häuschen geriet. Unser sonst recht gut erzogener Kater war vom Geruch des Lamms derart angetan, dass er mir regelrecht auf den Teller sprang und nur mit Mühe davon abgehalten werden konnte, sich seinen Anteil zu erkämpfen.

Lammkarree-4

Das Lammkarree habe ich nach etwas Rumtelefoniererei sogar ohne Vorbestellung beim Metzger in Dachau bekommen, sonst war außer Zuckerrübensirup alles in der Box enthalten. Das zugehörige Rezept stammt aus dem ersten Kochbuch von Staatl. Fachingen und natürlich wurde uns wieder ein Kochvideo mit Matthias Ruta an die Seite gestellt. Das ist diesmal allerdings etwas chaotisch und vom Rezept im Kochbuch abweichend, da es wohl während eines Live-Kochevents im letzten Jahr gedreht wurde. Ich habe mich am Ende für eine Mischung aus Kochbuch, Video und Bauchgefühl entschieden und das Endergebnis hat mir recht gegeben. Inzwischen sind übrigens auch noch ein paar weitere Berichte zur Foodbox erschienen und auch dort herrscht einhellige Begeisterung beim Thema Lamm.

Wichtig ist in jedem Fall eine gute, hoch erhitzbare Pfanne zum Anbraten des Lamms. Ich beispielsweise habe eine schwere Grillpfanne benutzt. Ansonsten passiert eigentlich viel von alleine und selbst ich als Lammneuling habe ein auf den Punkt gegartes, köstliches Stück Fleisch hinbekommen.

Lammkarree-3

Lammkarree mit Bohnen-Schalotten-Gemüse und Rosmarin-Knoblauch-Kartoffeln (für 2 Personen):

500 g Kartoffeln
2 EL Olivenöl
2 EL frischer Rosmarin
3 Knoblauchzehen
500 g Lammkarree
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
1 Glas dicke (weiße) Bohnen
400 g Schalotten
3 EL Zuckerrübensirup
400 ml Lammfond
150 ml Rotwein
Olivenöl, Salz, Pfeffer

1. Ofen auf 220°C vorheizen. Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. Mit Olivenöl, zwei halbierten Knoblauchzehen, Rosmarin, Salz und Pfeffer vermischen. Auf ein Backblech geben und im Ofen auf der mittleren Schiene für 20 Min. garen lassen.

2. Eine kleine Schalotte fein würfeln, in einem kleinen Topf in 1 EL Olivenöl glasig anbraten, mit 200 ml Lammfond ablöschen und bei kleiner Hitze auf ⅓ einköcheln lassen.

3. Die restlichen Schalotten länglich vierteln, eine Knoblauchzehe fein hacken. Zur Seite stellen.

4. Ofen auf 80°C runterschalten. Das Lammkarree so teilen, dass es in die Pfanne passt. Sehnen entfernen, das Fett kreuzförmig einschneiden. In einer Pfanne Olivenöl stark erhitzen und das Fleisch dann bei hoher Hitze von beiden Seiten scharf und knusprig anbraten. Etwa 60 Sekunden pro Seite, dabei salzen und pfeffern. Nach dem ersten 60 Sekunden einige Zweige Thymian und Rosmarin dazugeben und kurz durchschwenken. Dann den Inhalt der Pfanne in die Mitte des Backblechs zu den Kartoffeln geben. Für 20 Min. in der Mitte des Ofen bei 80°C garen. Danach den Grill einschalten und Fleisch und Kartoffeln für 8 Min. direkt unter dem Grill fertiggaren. Die Kartoffeln sollten dann knusprig und das Fleisch butterzart sein.

5.  In der Pfanne, in der das Fleisch angebraten wurde, nun bei mittlerer Hitze die Schalotten und den Knoblauch in etwas Öl anbraten. Die abgegossenen Bohnen hinzufügen, kurz schwenken und dann 3 EL Zuckerrübensirup in die Pfanne geben. Gut verrühren und kurz aufkochen lassen. Dann mit 150 ml Rotwein, 200 ml Lammfond und einem kräftigen Schluck Balsamico ablöschen und alles bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Zum Schluss den eingekochten Lammfond dazugeben und alles mit Salz, Pfeffer und Balsamicoessig abschmecken.

6. Das Lamm entlang der Knochen in einzelne Stücke schneiden und mit Kartoffelwürfeln (wer nicht so sehr auf Knoblauch steht, sollte hier etwas aufpassen und die halben Zehen aussortieren) und Bohnen-Schalotten-Gemüse servieren.

Lammkarree-1

 

Read Full Post »

Irgendwie ist die Grillsaison in diesem Jahr spurlos an uns vorübergezogen und so finden sich noch keine Grillrezepte auf dem Blog. Der Rest der Foodbloggersphäre quillt dafür regelrecht über von Salaten, Marinaden und Soßen. Kurz bevor der Sommer nun zu Ende geht, hatte ich aber doch noch die Gelegenheit, mich auf diesem Feld etwas auszutoben. Eine Kollegin hatte ihren letzten Arbeitstag und zum Abschied wurde ein Grillfest veranstaltet. Da sich bereits genügend Freiwillige für Salate und Desserts angekündigt hatten, beschloss ich, Soßen zum Buffet beizusteuern. Ich habe also Kochbücher, Zeitschriften und Bookmarks gewälzt und stand am Ende mit etwa einem Dutzend möglicher Grillsoßen da. Entschieden habe ich mich für die hier vorgestellte Steaksoße von Smitten Kitchen, die Paprika-Aprikosen-Salsa von Juliane aka Schöner Tag noch und ein Tomaten-Mango-Chutney. Letzteres ist leider vollkommen missglückt und landete traurigerweise im Mülleimer. Aber da bin ich eigentlich sehenden Auges hineingerannt, denn mit einer unreifen Mango konnte das ja nichts werden. Die Steaksoße hingegen ist vollends geglückt und wirklich köstlich geworden. Ein wenig zu süß vielleicht, aber trotzdem sehr lecker. Sie passt natürlich auch zu Gemüse, Brot, Sojasteaks und gegrilltem Käse.

Ich habe das Rezept ein wenig angepasst und auf deutsche Zutaten zugeschnitten.

Wenn die Paprika zusammenfallen, sind sie genau richtig.

Steaksoße aus gegrillten Paprika (für 3 Gläser):

2 rote Paprika
300 ml passierte Tomaten
100 ml Orangensaft
4 EL Worcestershiresoße
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamicoessig
1½ EL Zuckerrübensirup (wer es weniger süß mag, sollte weniger nehmen)
1½ EL Salz
2 TL gemahlene Senfkörner
1 TL geriebener Ingwer
½ TL Pfeffer
¼ TL Piment

1. Ofen auf 200°C (Elektro) vorheizen. Paprika waschen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech in der oberen Backofenhälfte grillen. Ab und zu drehen, bis alle Seiten leicht geschwärzt sind. Bei mir hat es etwa 30 Min. gedauert.

2. Aus dem Ofen holen und 15 Min. abkühlen lassen. Stiel und Kerne entfernen und den Rest (inklusive der Haut) in einem Mixer geben. Die anderen Zutaten dazugeben und alles so glatt wie möglich pürieren.

3. Die Soße in einen kleinen Topf geben und etwa 15-20 Min. köcheln lassen. Dann wieder zurück in den Mixer und noch einmal durchpürieren. So wird die Konsistenz der Soße richtig fein.

4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in Schraubgläser oder Flaschen füllen. Die Soße hält sich im Kühlschrank mindestens 1-2 Wochen.

Reicht auch für mehrere Grillabende.

Read Full Post »

Draußen brennt die Sonne und ich muss am Schreibtisch sitzen und mich mit sevillanischer Erinnerungskultur beschäftigen. Kein Wunder, dass ich beim Überlegen, was es denn zum Abendessen geben soll, ratzfatz beim Thema Tapas lande. Bei Salmorejo, um genau zu sein, einer kalten andalusischen Suppe. Und was könnte dazu passen? Tortilla española natürlich – von der Lieblings-Aioli ist ja auch noch was im Kühlschrank – und frisches Baguette. Also auf in den Supermarkt, 1 Kilo Tomaten eingekauft (bitte nicht die billigsten, hier braucht man die volle Tomatendröhnung), Nueva Volcano auf den Plattenteller geworfen, die Kochschürze umgebunden und ab in die Küche.

Frisch aus der spanischen Markthalle … äääh, dem Supermarkt um die Ecke

Salmorejo ist quasi der dicke Bruder der Gazpacho, aber ohne Gurken und mit ordentlich Weißbrot auf den Hüften. Dadurch bekommt man weniger eine Suppe, sondern fast schon ein Mus. Gerade in Sevilla findet man diese Spezialität in jeder Bar und dort habe ich sie auch kennengelernt. Bei meinem ersten Forschungsaufenthalt in Sevilla hat mich ein junger Geschichtsstudent namens Pablo auf seiner Couch surfen lassen und mich gleich am ersten Abend mit dieser Köstlichkeit bekannt gemacht. Er hatte noch Spitzpaprika in den Mixer geworfen, aber ich habe mich hier für die ganz klassische Variante entschieden. Das Besondere an der Salmorejo ist, dass man sie beliebig mit Einlagen pimpen kann. Ganz typisch sind hart gekochte Eier und eingelegter Thunfisch. Aber da sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt; rein kommt, was schmeckt und satt macht!

Von der spanischen Tortilla gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es Tapasbars in Spanien gibt. Bei mir müssen auf jeden Fall immer Zwiebeln mit rein, in Spanien findet man sie oft auch mit Spinat, Schinken, Tomaten oder roter Paprika. Auch bei der Zubereitungsart scheiden sich die Geister. Kartoffeln vorkochen? Wie groß sollen die Stücke sein? In der Pfanne oder im Ofen garen? Meine Variante eignet sich vor allem für kleinere Mengen und ich mag die Röstaromen der in der Pfanne gegarten Kartoffel- und Zwiebelwürfel.

Die Kartoffeln so lange anbraten, bis sie von allen Seiten gebräunt sind

Mit diesen beiden Gerichten hat man eine solide Grundlage für einen spanischen Abend auf dem Balkon und kann nun beliebig ergänzen: Manchego, Serrano, Oliven, Chorizo, Pimientos de Padron

Salmorejo für 4 Portionen

1 kg Tomaten
3-4 Knoblauchzehen
2 EL Weißweinessig
1 halbes Baguette (ruhig vom Vortrag)
6-8 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Die Tomaten grob würfeln, den Knoblauch schälen und grob zerteilen. Beides zusammen mit  Salz und Essig im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer feinen Soße pürieren.

2. Das Baguette in Stücke reißen und fünf Minuten in der Tomatensoße einweichen lassen. Danach noch einmal pürieren und gegebenenfalls etwas mehr Weißbrot hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

3. Das Olivenöl nach und nach dazugeben und untermixen. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Essig abschmecken.

4. Bis zum Servieren im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Servieren in kleine Schüsseln füllen und mit den Einlagen zusammen auf den Tisch stellen. Die Salmorejo eignet sich auch hervorragend, um Tortilla oder Käse zu tunken.

Tortilla española con cebolla (2 Stück)

500 g geschälte Kartoffeln
1 große Zwiebel
4 Eier
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Kartoffeln und Zwiebel in ca. 1 x 1 cm große Würfel schneiden und mit reichlich Olivenöl in eine große Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze und unter regelmäßigem Wenden 15-20 Minuten braten, bis die Kartoffeln gar sind. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und die Kartoffel-Zwiebel-Mischung dazugeben, gut vermischen und dann die Hälfte der Masse in eine kleinere geölte Pfanne (16-18 cm) geben.

3. Wenn die Eiermasse auf der Oberseite zu stocken beginnt, die Tortilla auf einen Teller oder einen Tortillawender gleiten lassen und umdrehen. Fertig braten, bis die Eiermasse komplett fest ist.

Die Tortilla kann sofort heiß gegessen, aber auch im Kühlschrank aufbewahrt oder mit zum Picknick genommen werden. Aus den Resten kann man sich ein herrliches Bocadillo de Tortilla machen. Dafür einfach ein Stück Baguette beidseitig mit Aioli bestreichen und mit kalter Tortilla belegen. Definitiv nichts für Leute, die gerade auf Diät sind, aber absolut köstlich.

Sommer, Sonne, Salmorejo

Read Full Post »

Viel zu lange ist es her, das letzte selbstgerollte Sushi. Deshalb war ein Besuch im riesigen Orient Shop am Rosenheimer Platz mehr als überfällig. Neben den üblichen Sushizutaten (oder dem, was wir eben so in die Seetangrollen stopfen) landeten diesmal auch aufregend unbekannte Asiaspezialitäten im Einkaufskörbchen.

Gefüllt wurden unsere Makis zum einen vegetarisch mit Avocado, Rucola und Bärlauch auf einer Frischkäse-Wasabi-Creme sowie mit Paprika, Möhren und Schnittlauch, zum anderen fischig mit einem Lachs-Avocado-Schnittlauch-Mix. Dazu gab es eine zweifarbige Ingwerkomposition. Der Rosafarbene war auch eine Neuentdeckung im Asiamarkt, mit Radieschen gefärbt und etwas milder im Geschmack kommt er natürlich auch optisch etwas schöner daher als sein naturblasser Freund. Mit Wasabi haben wir uns nach unserer letzten Begegnung mit einer Paste straight out of hell, deren Schärfe uns beinahe die Speiseröhre weggeätzt hätte, ziemlich zurückgehalten. Dumm nur, dass wir nicht mehr wussten, welche Höllenpaste wir damals gekauft hatten! So glich die Auswahl der neuen Paste eher einer Runde russischem Roulette und die Portionierung des Wasabis beim Röllchen belegen verlief sehr zaghaft. Naja, zumindest haben wir es so überlebt.

Zum Löschen der potenziellen Wasabiflamme wurde vorsorglich “Coco Loto”-Kokossaft gekauft. Die kleine Flasche mit der trüben Flüssigkeit und den schwebenden Fruchtfleischstückchen wirkte gleichzeitig interessant und abschreckend und passte perfekt zu den anderen Absurditäten, die außerdem in unserer Einkaufstasche landeten: “Peanut Mochi”, “Gingerbons” und “Soft Sesam Candy”. Überraschenderweise schmeckt der Kokossaft nicht so künstlich wie auf den ersten Blick vermutet. Im Gegenteil, der sanfte Kokosgeschmack gepaart mit den leicht süßlichen Stückchen kommt fast schon zu natürlich und unspektakulär daher und erinnert ein bisschen an stark verdünnte Kokosmilch. Schon ganz erfrischend und nicht schlecht, aber irgendwie etwas lahm.

Als alles andere als lahm erwiesen sich die “Gingerbons” – kleine, einzeln verpackte, gummiartige Ingwerbrocken, die beim Lutschen immer mehr an Schärfe gewinnen. Das ist definitiv was für Ingwerfans und dazu noch ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Auch toll fand ich die Sesam-Erdnuss-Quadrate, deren klebrige, zähe Konsistenz sicherlich auch für Blomben gefährlich werden könnte. Am meisten gespannt war ich auf die “Peanut Mochi”, denn darunter konnte ich mich so gar nichts vorstellen. Der Orient Shop hatte drei verschiedene Füllungen im Angebot: Erdnuss, Grüner Tee und Anko (eine rote Bohnenpaste). Wir entschieden uns für die “feige-Europäer-Variante”, aber auch mit der hatte ich so meine Probleme. Die kleinen wabbeligen Klebreisbällchen sind mit einer Erdnusscreme gefüllt, die an cremige Erdnussbutter erinnert – an sich geschmacklich ok, wenn nur die Glibberhülle drumherum nicht wäre. Uaah, ich fand’s echt eklig. Dem Mann hat’s geschmeckt – Glückwunsch, er darf gerne die restliche Packung alleine aufessen!

Fazit: Sushi super, zwei der drei “Nachtischvarianten” konnten immerhin bestehen und haben neugierig gemacht auf die unprobierten Regalmeter, die im Orient Shop der Entdeckung harren.

Read Full Post »

Passend zum Frühsommer gibt es heute eine kalte Suppe, für die man nicht einmal den Herd anschmeißen muss. Sobald das Wetter wieder besser wird und diese furchtbaren Wolkenbrüche aufhören, eignet sich das hier ganz hervorragend als Vorspeise für ein Abendessen auf dem Balkon. Wir haben die Suppe an Ostern bei meiner Mutter kennengelernt, die damit den Sonntagsbruch bereichert hat. Durch Tomaten- und Gurkenstückchen erinnert sie ein bisschen an die spanische Gazpacho, die ja ebenfalls ein exzellentes Sommergericht ist. Damit die Suppe auch richtig intensiv schmeckt, sollte man nur sehr reife Avocados kaufen oder notfalls zu Hause eingewickelt in Zeitungspapier noch ein wenig nachreifen lassen. Dies ist gleichzeitig unser Beitrag zum Blogevent Cookbook of Colors bei High Foodality, wo jeden Monat eine andere Farbe auf dem Speiseplan steht. Gerade noch rechtzeitig schafft es unser Rezept in den Monat Mai, der der Farbe Hellgrün gewidmet ist.

Avocado-Kokos-Suppe für vier Personen

2 Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Knoblauchzehe
2 reife Avocados
500 ml Brühe
200 ml Kokosmilch
Saft von 2 Zitronen
Salz, Pfeffer

1. Die Tomaten einritzen und mit kochendem Wasser übergießen, dann schälen. Die Tomaten entkernen und fein würfeln. Die Gurken ebenfalls schälen, entkernen und würfeln und alles in eine Schüssel geben.

2. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Avocados schälen und in grobe Stücke schneiden. Beides mit Brühe, Kokosmilch und Zitronensaft fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Suppe auf Teller oder – wie hier –  in kleine Gläser verteilen und mit den Gemüsewürfeln dekorieren. Nach Belieben mit Petersilie oder Koriander dekorieren.

Read Full Post »

Das folgende Rezept habe ich, wie vieles in letzter Zeit, aus dem tollen goldenen vegetarischen GU Kochbuch, das Frau Wu im vergangenen Jahr zu Weihnachten bekommen hat. Ich entdecke bei jedem Blättern neue leckere Rezepte, die mich sofort ekstatische Geräusche ausstoßen lassen – bei über 500 Seiten wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben. Dieses Rezept hatte ich rausgesucht, weil ich etwas haben wollte, das schnell geht und für das ich nur wenige Zutaten einkaufen muss. Die Zubereitung ging dann auch wirklich ratzfatz und nach weniger als 20 Min. standen zwei dampfende Teller mit super leckerer Pasta auf dem Tisch. So haben wir dann auch noch die S-Bahn erwischt und kamen rechtzeitig ins Kino, um uns – den zugegebenermaßen eher durchschnittlichen – “Dark Shadows” anzuschauen. Thematisch war das auf jeden Fall passend, denn die Knoblauchnote des Gerichts ist nicht zu unterschätzen, hält aber zumindest Vampire fern …

Für zwei Personen

250-280 g Nudeln
50 g + einige Blätter Rucola
1 Knoblauchzehe
100 g Ricotta
50 g Parmesan
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen.

2. Rucola waschen und bis auf eine kleine Portion mit dem Messer fein hacken, Knoblauch ebenfalls fein hacken oder einfach beides kurz in den Kräuterhäcksler geben. Parmesan fein reiben.

3. Ricotta in einer Schüssel mit den anderen Zutaten vermischen und mit Öl, Salz und Pfeffer abschmecken. Ich hatte zudem noch angebrochene Saure Sahne im Kühlschrank, die kam kurzerhand auch noch mit rein.

4.  Die Nudeln auf einen Teller geben, Ricottamasse darauf verteilen und mit dem restlichen Rucola dekorieren.

5. Vor dem Kinobesuch noch einmal Zähne putzen!

Read Full Post »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.355 Followern an