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Posts Tagged ‘Komatös’

Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-2

Zitrusfrüchte mit Salbei in Drinks zu kombinieren, scheint wohl gerade das heiße Ding zu sein. War diese Kombination in unserer heimischen “Bar” vor zwei Wochen doch eher dem Zufall geschuldet (sowohl Blutorangen als auch ein großer Topf Salbei mussten verbraucht werden), taucht sie z.B. auch bei Drinks Tube und auf anderen Blogs auf. Aber die kräuterige Würze und das Fruchtige harmonieren auch einfach zu gut miteinander! Der perfekte Begleiter ist da natürlich Gin, am besten einer, der die Kräuter- und/oder Zitrusaromen unterstützt. Wenn ihr also mal wieder Lust auf einen süßen, aber auch würzigen Cocktail habt oder eure Gäste einfach mit Kräutern im Glas beeindrucken wollt, dann ist unser Bloody Sage genau die richtige Wahl!

Bloody Sage – ein Blutorange-Gin-Cocktail mit Salbei (1 Tumbler):

6 cl Gin
6 cl Blutorangensaft
2 cl Vanillesirup (Wasser und Zucker zu gleichen Teilen mit einer aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen, bis der Zucker sich auflöst. Anschließend mehrere Stunden ziehen lassen, dann Vanilleschote herausnehmen, den Sirup in ein Fläschchen füllen und im Kühlschrank lagern)
ca. 12 Salbeiblätter
Eiswürfel
+ eine Blutorgangenscheibe und ein Salbeiblatt zum Garnieren

Alle Zutaten in einem Shaker auf Eis shaken und doppelt abgießen (also nicht nur durch ein Barsieb, sondern auch noch durch ein feines Küchensieb). In einem Tumbler auf Eis servieren und mit einem Salbeiblatt und einer Scheibe Blutorange garnieren.

Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-1

Da es mittlerweile offensichtlich kein allzu großes Geheimnis mehr ist, dass wir alkoholischen Getränken nicht ganz abgeneigt sind, hat uns Heimo, unser Restaurant-Day-Drinks-Spezialist, ein Blogstöckchen ins Glas geworfen, um sich nach unseren Trinkgewohnheiten zu erkundigen. Die beiden Jungs von Bildungstrinken haben sich den charmanten Fragebogen ausgedacht, den wir nach Beantwortung natürlich pflichtbewusst an andere Hobby-AlkoholikerInnen und -MixerInnen weitergeben. Jetzt erst mal die ungeschönte Wahrheit:

Was ist dein liebster Drink?

Steffen: Das kann ich nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass es noch so viel zu entdecken gibt, dass ich mich nicht auf irgendwas festlegen kann. Aber mit einem guten Gin Tonic, einem rauchigen Single Malt oder einem kühlen IPA kann man bei mir aktuell nicht viel falsch machen.

Sabrina: Puuh, schwierig! Ich bin was Drinks angeht ziemlich experimentierfreudig und probiere gerne neue Kombinationen, daher bin ich nicht auf einen bestimmten Drink festgelegt. Bei einem Moscow Mule oder Gin Tonic sage ich aber dennoch nie Nein!

Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

Steffen: Ich hatte mit elf oder zwölf mal eine Phase, in der ich immer alkoholfreies Bier getrunken habe. Ernsthaftere Kontakte (zumeist mit Bier und Apfelwein) kamen aber erst nach der Konfirmation.

Sabrina: Wenn ich als Kind bei meinen Großeltern zu Abend gegessen habe, hat mich mein Opa öfter mal an seinem Bier nippen lassen. Fand ich ganz furchtbar, habe es aber immer wieder probiert. Das erste Mal betrunken war ich mit 13 auf einer Silvesterparty. Es gab zu viel zu süßen, zu billigen Sekt. Uäääh! Später bin ich dann, wie es sich für eine hessische Teenagerin gehört, dem Apfelwein verfallen.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Steffen: Zuletzt einen schlechten Gin-Pistazien-Cocktail im Hans im Glück, bei dem der Limettensaft aus der Flasche derart penetrant war, dass jeder andere Geschmack überdeckt wurde. Ansonsten denke ich mit Schrecken an zu viele Wodka-O auf einer Abifeier, an ein paar Weizenkorn zu viel bei einem Grünkohlessen oder die Party, bei der wir anstelle von Tequila irgendwann auf Wodka mit Zitrone und Salz umgestiegen sind. Das ist zum Glück alles sehr lange her und so schlimm wurde es seitdem nicht mehr.

Sabrina: Jep, da kann ich Steffen zustimmen, denn ich habe ebenfalls den wirklich schlechten Gin-Pistazien-Cocktail probiert. Ansonsten erinnere ich mich an viele rote Körner während des Studiums, die ich spätestens in der Vorlesung am nächsten Morgen bereut habe.

Bar oder Kneipe?

Steffen: Als jemand, der vier Jahre in einer Kneipe hinter der Theke stand und vor allem Bier vom Fass und günstigen Schnaps verkauft hat, kann ich nichts Schlechtes über Kneipen sagen. Es kommt wohl auf die Situation an, auch wenn sich das Gleichgewicht inzwischen deutlich in Richtung Bar verschoben hat (man wird halt doch älter).

Sabrina: Beides zu seiner Zeit!

Champagner oder Schaumwein?

Steffen & Sabrina: Öhhhm, Gin? Bier? Wir sind beide keine großen Fans von Champagner, Sekt & Co. Ab und an mal ein Gläschen, mehr muss nicht sein. Aber glücklicherweise lassen sich damit auch tolle Drinks mixen.

Mit wem würdest du gerne trinken?

Steffen: Ich hätte wirklich gerne mit Jason Molina getrunken. Allerdings mit dem Ziel, ihn vom Trinken abzubringen, um so zu verhindern, dass er sich zu Tode säuft und dann weiterhin tolle Musik veröffentlicht.

Sabrina: Mit Ernest Hemingway. Ich hätte da noch ein, zwei Fragen zu seinen Romanen, die sich sicherlich gut bei einem Drink klären ließen.

Bei wem würdest du gerne trinken?

Steffen: Bei Simone Caporale in der Artesian Bar in London würde ich gerne mal an der Theke sitzen.

Sabrina: Nachdem Steffen so davon geschwärmt hat, gerne in Atalay Aktas Schwarzer Traube in Berlin. Ansonsten auch gerne noch mal im The Ides, der Rooftop-Bar des New Yorker Wythe Hotels. Tolle Aussicht, tolle Drinks, tolles Ambiente!

Wie sieht deine Home Bar aus?

Steffen & Sabrina: Voll. Unübersichtlich. Die meisten Flaschen drängen sich auf einem Regal im Flur. Whisky und Gin sind eigentlich Stammgäste, sonst variieren die Flaschen nach Gusto. Derzeit wohnen dort elf verschiedene (Single) Malts, vier Sorten Gin, einzelne Flaschen Rum, Grand Marnier, Wermut, Sherry, Kräuter- und Haselnussschnaps sowie einige Bitters. Das sonstige Barzubehör ist über die ganze Wohnung verteilt – wir brauchen dringend eine größere Küche (oder gleich ein ganzes Bar-Zimmer)!

Beschreib deine Eiswürfel.

Steffen & Sabrina: Von Ananas bis T-Rex-Knochen ist da so ziemlich alles dabei. Wenn der Drink mal nicht nach Kindergeburtstag im Glas aussehen soll, wartet im Keller noch ein riesiger Sack Eiswürfel von der Tanke. Und ganz neu dazugekommen sind die 6-cm-Kugelformen, die jedem Drink sofort die nötige Seriosität verleihen.

Ice ice baby-1

Was ist deine Gin-&-Tonic Empfehlung?

Steffen: Ich mag Gins, die einen eigenen Charakter haben, wie z.B. die auf Traubenbasis. Sehr erfrischend finde in dieser Richtung die Kombination aus G’vine Floraison und Fentimans Tonic Water.

Sabrina: Bloß nicht zu süß! Mit den ganzen Elderflower-Tonics kann ich z.B. nichts anfangen. Zu blumig, zu kitschig irgendwie. Ich mag ihn herb und zitruslastig. Als Basis finde ich den Botanic Gin ganz großartig, der mit Botanicals wie Buddhas Hand, Orange, Thymian und Anis aufwarten kann. Dazu etwas Grapefruitzeste und ein herbes Tonic, dann bin ich glücklich!

Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Steffen & Sabrina: Mit einem umfangreichen und deftigen Frühstück! Huevos Rancheros eignen sich dafür ganz hervorragend. Dazu viel Wasser, ein Sofa und haufenweise DVDs.

So, und jetzt ihr!:

Karin & Torsten von Wallygusto

Julia von Chestnut & Sage

Ylva von Der Klang von Zuckerwatte

Britta von Glasgeflüster

Petra von Der Mut Anderer

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Rum Amaretto Weihnachts Nogg Cocktail-1

Es gibt vermutlich kaum ein konservativeres Fest als Weihnachten. Traditionen werden von Generation zu Generation weitergegeben und Veränderungen müssen oftmals gegen harte Widerstände erkämpft werden. Es gab doch schließlich schon immer Kartoffelsalat/Fondue/Raclette/Karpfen/beliebiges Weihnachtsessen einfach hier einsetzen…! Wer hier neue Akzente setzen will, muss entweder harte Nerven beweisen oder so gute Ideen vorbringen, dass der Rest der Familie von jetzt auf sofort vergisst, was die Jahre zuvor angesagt war. So oder so, um die Stimmung gegebenenfalls etwas aufzulockern, sollte man als Weihnachtsrevoluzzer ein paar Geheimwaffen in der Hinterhand bzw. im Cocktailshaker haben. So wie unseren zimtigen Weihnachtscocktail, der jede Mutter vergessen lässt, dass sie eigentlich keine Neuerungen mag, mit dem der Bruder das ungeliebte Gemüse runterspülen kann und der die abtrünnige Schwester aus der Ferne neidisch werden lässt. Das Vanilleeis versorgt den Drink mit einer unglaublichen Cremigkeit, die außerdem die unzähligen Umdrehungen versteckt, die der Cocktail intus hat (wir übernehmen keine Garantie für umstürzende Weihnachtsbäume!). Also ran an den Shaker und schöne Feiertage!

Rum Amaretto Weihnachts Nogg Cocktail-2

Zimtiger Amaretto-Rum-Nog (für eine 300-ml-Cocktailschale):

4-6 cl Spiced Rum (z.B. Sailor Jerry oder Captain Morgan)
4-6 cl Amaretto
12 cl Milch
3 große Kugeln Vanilleeis
1 Messerspitze Zimt + etwas mehr für die Deko
1 Prise Muskatnuss
Eiswürfel
Zimt-und-Zucker-Mischung

1. Die Zimt-und-Zucker-Mischung auf einen Teller geben. Eine gekühlte Cocktailschale am Rand anfeuchten und durch den Zucker ziehen, sodass der Glasrand gleichmäßig bedeckt ist.

2. Spirituosen, Milch, Gewürze und Vanilleeis mit ein paar Eiswürfeln in einen Shaker geben und für 10 Sekunden sehr kräftig schütteln. Durch ein Barsieb in die Cocktailschale abgießen, nach Belieben mit ein wenig Zimt betreuen und sofort servieren.

Tipp: Wer eine größere und sehr durstige Weihnachtsgesellschaft zu versorgen hat, kann den Drink auch im Mixer zubereiten. Einfach die Menge entsprechend erhöhen und eine Handvoll Eiswürfel hinzufügen. Nur so lange mixen, bis die Eiswürfel gerade so zerkleinert sind.

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Glenmorangie Lasanta Singe Malt Whisky-2

Der Whiskymarkt ist in ständiger Bewegung und ich komme derzeit kaum hinterher, die ganzen Neuerscheinungen im Auge zu behalten, geschweige denn zu probieren. Besonders hektisch wird es immer im Mai, viele Brennereien stellen dann z.B. im Zuge des Islay Festivals ihre neuen Kreationen vor. Ich hatte in den letzten zwei Wochen glücklicherweise die Gelegenheit, zwei Neuerungen aus dem Portfolio des Moët-Hennessy-Konzerns probieren zu dürfen, zu dem u.a. die bekannten Brennereien Glenmorangie und Ardbeg gehören.

Glenmorangie Lasanta

Glenmorangie Lasanta Singe Malt Whisky-3

Am ersten Abend war ich deswegen zusammen mit einer Gruppe JournalistInnen, BloggerInnen und Whiskyinteressierten in Charles Schuhmanns Zweitbar Les Fleurs du Mal eingeladen, um dort den Relaunch des Glenmorangie Lasanta zu verkosten. Der Lasanta ist zwar erst vor knapp fünf Jahren auf den Markt gekommen, konnte aber in dieser Zeit die Erwartungen der Brennerei nicht erfüllen und wurde deshalb von Grund auf überarbeitet. Aus diesem Grund ist auch Karen Fullerton nach Deutschland gereist, die als Global Brand Ambassador von Glenmorangie und Ardbeg an der Entwicklung beteiligt war und außerdem die Entscheidung für den Relaunch bis ins kleinste Detail und mit erstaunlicher Offenheit erklären kann.

Glenmorangie Lasanta Singe Malt Whisky-1

Um einen Vergleich zu haben und ein Gefühl für die grundsätzlichen Merkmale der Brennerei (immerhin ist sie die Destillerie mit den höchsten Brennblasen in Schottland!) zu bekommen, verkosten wir zunächst den zehnjährigen Glenmorangie Original. Dieser milde, leicht florale, fruchtige und malzige Single Malt aus Ex-Bourbon-Fässern bildet die Grundlage, auf der die weiteren Abfüllungen des Konzerns entwickelt werden. Im Falle des Lasanta waren es etwa 50 verschiedene Variationen, die von der Entwicklungsabteilung der Brennerei und dem Master Distiller gemischt wurden, bis sich schließlich ein Mix aus Pedro-Ximénez- und Oloroso-Sherry-Fässern als Favorit herauskristallisierte. Im Vergleich zum ursprünglichen Lasanta ist die neue Variante deutlich weicher und runder geworden. Wo der alte Lasanta sehr würzig, wärmend und mit Aromen wie Zimt daherkam, dominieren beim neuen Lasanta zunächst Ingwer, Marzipan und Trockenobst in der Nase. Auch beim Alkoholgehalt hat sich was geändert, statt 46% sind es jetzt nur noch 43%. Durch die Pedro-Ximénez-Fässer ist beim Geschmack mehr Süße hinzugekommen und die Kanten sind etwas abgeschliffen worden. Mir gefällt die Entwicklung allerdings und ich kann mir gut vorstellen, in Zukunft öfter mal eine Flasche im Regal stehen zu haben.

Glenmorangie Lasanta Singe Malt Whisky-4

Zum Abschluss dürfen wir uns noch selbst als Master Blender versuchen und jeweils aus einer Pedro-Ximénez- und Oloroso-Abfüllung in Fassstärke unseren eigenen Lasanta herstellen. Das ist schwerer als erwartet, und ich bin ganz froh, dass diese Aufgabe sonst von den Damen und Herren in Schottland übernommen wird. Anschließend nimmt sich Karen Fullerton noch die Zeit, sich mit uns über die Erfolgsaussichten deutschen Whiskys, NAS-Abfüllungen (No Age Statements, d.h. Whiskys ohne Altersangabe) und die Entwicklung von Whiskyleidenschaft im Studium auszutauschen. So endet ein schöner Abend und ich freue mich schon, den neuen Lasanta in Zukunft öfter mal im Glas haben zu können.

Ardbeg Auriverdes

Ardbeg Auriverdes Single Malt Whisky-2

Der zweite Pflichttermin im Mai war das Pre-Tasting der diesjährigen limitierten Ardbeg-Abfüllung. Ich habe ja bereits im vergangenen Jahr begeistert über den Ardbog geschrieben, und auch diesmal hat das Ardbeg-Team um Bill Lumsden hervorragende Arbeit geleistet. Passend zur WM in Brasilien hat sich das Marketingteam außerdem eine Fußballkampagne einfallen lassen und sogar den Whisky entsprechend benannt: Auriverdes – das steht zum einen für das Gold des Whiskys und das Grün der Insel Islay und ist “zufälligerweise” auch der Name der brasilianischen Nationalelf. Auf jeden Fall schön stimmig und Ardbeg hat definitiv ein Händchen dafür, sich auch über den Geschmack seiner Abfüllungen hinaus interessant zu machen. Aber hier soll es natürlich ganz objektiv um das gehen, was vom Glas in den Mund wandert, und ich hatte zum Glück mehr als genügend Zeit, den Auriverdes ausführlich zu probieren.

Ardbeg Auriverdes Single Malt Whisky-1

Natürlich beginnt auch das Pre-Tasting im Schummerlicht der Münchner Bar Gabanyi nicht sofort mit dem Highlight des Abends, sondern zunächst erzählt Thomas Zilm, Brand Ambassador von Ardbeg, etwas mehr über die Destillerie an sich. Während wir ihm lauschen, können wir noch einmal die Single Malts der Core Range probieren. Alle Ardbeg-Whiskys basieren auf dem gleichen New Make Spirit, einem Destillat von 69% (das übrigens nach Bamberger Rauchbier riecht, wenn man es sich auf die Haut reibt), das erst durch die unterschiedliche Fasslagerung seinen individuellen Charakter entwickelt. 60-70% seines Geschmacks erhält ein Whisky aus dem Fass, und so ist klar, dass bei Ardbeg viel Wert auf das richtige Holz gelegt wird. Für den Einsteigerwhisky, den Ardbeg TEN, kommen z.B. hochwertige 1st- und 2nd-Fill-Bourbon-Fässer aus amerikanischer Weißeiche zum Einsatz, die für eine knackige Schärfe sorgen. Beim Uigeadail sind es dagegen Sherry-Fässer, deren Weinaromen (bei einem Weinfass stecken bis zu zehn Liter Flüssigkeit im Holz!) die Torfigkeit dämpfen und den Uigeadail deutlich weicher und süßer werden lassen. Wer auf Winteraromen steht, sollte hier mal eine Nase riskieren! Bei meinem Favoriten, dem Corryvreckan, ist dagegen wenig gedämpft. Neben den bekannten Bourbon-Fässern sind Fässer aus französischer Eiche am Geschmack beteiligt und das Tanin dieses Holzes sorgt für deutlich mehr Würze. Die 57.1% tun ihr Übriges, sodass man es hier eher mit einem stürmischen Herbstnachmittag, als mit einem gemütlichen Winterabend zu tun hat. Kein Whisky für jeden Tag, aber einer mit viel Charakter.

Ardbeg Auriverdes Single Malt Whisky-2-2

Dann endlich kommt der Star des Abends ins Glas. Ardbeg hat es geschafft, die jährlichen Abfüllungen zu einem weltweiten Spektakel werden zu lassen, bei dem der Ausverkauf am ersten Tag schon garantiert ist. Ich bin also gespannt, ob diesmal die vorher schon kursierenden Gerüchte über die hohe Qualität des Auriverdes gerechtfertig sind. Im Glas schimmert er wirklich schön golden und nicht besonders dunkel. Gelagert wurde das Destillat in 1st- und 2nd-Fill Bourbon-Fässern, doch anders als beim TEN kamen zusätzlich noch Fässer mit speziell getoasteten (also angekohlten) Deckeln zum Einsatz. In der Nase gibt er sich zunächst erstaunlich unspektakulär, sehr zurückhaltend, mit Anklängen von Honig und Karamell. Im Mund entfaltet der Single Malt allerdings eine ganz eigene Kraft. Der erste Schluck ist richtig süß, die Vanille der Bourbon-Fässer kommt zum Vorschein, und vor allem ist er ziemlich vollmundig. Irgendwie auch saftig, man hat regelrecht das Gefühl, in ihn reinbeißen zu können, fast ist man versucht, auf der Flüssigkeit herumzukauen. Nach einem Moment im Mund kommen die von Ardbeg gewohnten Torf- und Salz-Aromen zum Vorschein, drängen sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Nach einer Weile an der Luft wird der Auriverdes schließlich rauchiger, die Kohle der gerösteten Deckel macht sich jetzt stärker bemerkbar und auch im Mund breitet sich nach einiger Zeit eine gewisse kohlige Trockenheit aus. Das ist gar nicht so unangenehm wie man zunächst  denken mag, sondern eher spannend und macht Lust auf ein ordentliches BBQ. Der Abgang ist schön lang und die ordentlichen 49.9% rinnen erstaunlich sanft die Kehle herunter. Zusammenfassend also ein verdammt gut ausbalancierter Singe Malt, der dem Arbdeg-Portfolio eine neue, etwas sanftere Note hinzufügt, ohne zu gefällig zu sein. In jedem Fall ein Whisky, von dem man gerne mehr als nur ein Dram trinken will und den ich mir toll an einem warmen Sommerabend auf dem Balkon (oder einer Dachterrasse in Sevilla) vorstellen kann.

Ardbeg Auriverdes Single Malt Whisky-1-2

Wer bisher noch nie einen Ardbeg probiert hat, am 31.5. – dem Ardbeg Day 2015 – bereit ist, sich in eine lange Schlange einzureihen und 72€ übrig hat, sollte auf jeden Fall zuschlagen! Alle Ardbeg-Fans wissen eh, dass sich der Weg zum Spirituosenhändler ihres Vertrauens (in München wird z.B. der Whisky-Shop Tara einen limitierten Vorrat haben) lohnt. Ich selbst muss am Ardbeg Day arbeiten, in mein Regal wird es also leider keine Flasche schaffen. Schade eigentlich, denn ich hätte den Auriverdes gerne noch etwas näher kennengelernt.

Vielen Dank an Tobias von Moët Hennessy für die Einladungen zu den beiden Whisky-Tastings. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-1-2

Auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen habe ich (wie bereits berichtet) eine Burger-Session angeboten. Da ich nicht nur über Fleisch-Burger reden wollte, hatte ich im Vorfeld ein wenig herumexperimentiert und unser altes Rezept für vegetarische Patties (Achtung, Gruselfotos!) optimiert. Während beim Standardpatty der Geschmack idealerweise direkt aus dem Fleisch kommen sollte und man nur ein wenig Salz und Pfeffer fürs Feintunig benötigt, muss man bei veganen und vegetarischen Bratlingen für eine ordentliche Geschmacksexplosion etwas tiefer in die kulinarische Trickkiste greifen. Ich habe als Basis also eine kräftige Zwiebelsuppe gekocht und zudem eine halbe Aubergine mit Pilzen im Ofen gegrillt. Überhaupt ist es wichtig, bei der Auswahl der Zutaten darauf zu achten, dass am Ende auch eine ansprechende Textur entsteht. Zusätzlich wurden also Walnüsse, eine geraspelte Möhre und grob zerdrückte Kichererbsen zur Burger-Masse gegeben, was einen guten Kontrast zur weichen Konsistenz der Aubergine bildet. Haferflocken, Semmelbrösel und Hartweizengrieß dienen als Bindemittel, sollten aber nicht dominieren, da sonst das Patty zu trocken wird. Die fertige Mischung hält super zusammen, hat ordentlich Biss und ist schön saftig!

Mithilfe von Kräutern oder Gewürzmischungen kann jetzt noch an der Geschmacksschraube gedreht werden, je nachdem, wie der Belag für die Burger aussehen soll. Bei uns kam eine Mango-Tomaten-Koriander-Salsa zum Einsatz, die man eigentlich am liebsten pur aus der Schüssel löffeln würde und auch schon beim Foodbloggercamp gut ankam. Als Soße eignet sich in diesem Fall der Klassiker Tomatenketchup oder eine schnelle Guacamole – beides passt prima zur Salsa. Am Ende noch ein wenig Salat dazu, und fertig ist ein saftiger, fruchtig-exotischer vegetarischer Burger.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-3

Vegane Burger-Patties (für 4 Stück):

½ Aubergine (ca. 160 g)
100 g Pilze
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 ml Weißwein
50 ml Gemüsebrühe
1 kleine Möhre (ca. 80 g)
70 g Kichererbsen
40 g Walnüsse
2 EL gehackte Kräuter (z.B. Koriander, Minze, Petersilie)
35 g Haferflocken
25 g Hartweizengrieß
2 EL Semmselbrösel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Aubergine waschen und halbieren, die Pilze putzen, beides großzügig mit Olivenöl bestreichen und im Ofen ca. 30 Min. garen.

2. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, die Zwiebel in dünne Viertelringe schneiden und den Knoblauch hacken. Reichlich Olivenöl in einem kleinen Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze braten, bis sie Farbe angenommen haben (ca. 8-10 Min.). Mit ½ TL Salz bestreuen, mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann die Gemüsebrühe dazuschütten. Etwa 15 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist.

3. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken, Walnüsse und Kräuter hacken. Zusammen mit den Haferflocken und dem Hartweizengrieß in eine Schüssel geben.

4. Aubergine und Pilze aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen. Die Pilze klein schneiden. Die Aubergine häuten und klein hacken, sodass sie schön matschig wird. Alles zusammen mit den Semmelbröseln zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

5. Aus der Masse 4 Patties formen (nicht zu dünn, sonst fallen sie auseinander) und in einer beschichteten Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzen. Die Patties von jeder Seite ca. 4 Min. anbraten. Ggf. nach dem Wenden mit einer Scheibe Käse belegen.

Tipp: Der Geschmack der Patties kann zum Schluss ganz einfach an den jeweiligen Burger-Belag und den eigenen Geschmack angepasst werden. Mit etwas Zatar oder Harissa bekommt die Masse z.B. eine nordafrikanische Note, mit Sojasoße nähert man sich der asiatischen Küche an.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-1

Mango-Tomaten-Koriander-Salsa (für 4-6 Burger):

½ geschälte Mango
1 kleine rote Zwiebel
2 mittelgroße Tomaten
ca. ½ frische rote Chili
Saft von einer Limette
1 große Handvoll Koriander
Salz, Pfeffer

Mango, Zwiebel und Tomaten klein schneiden und in eine Schüssel geben. Je nach gewünschtem Schärfegrad Chili fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft unterrühren. Den Koriander waschen, hacken und zur Salsa geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Brötchen kamen diesmal die Brioche-Buns von HighFoodality zum Einsatz, für die Uwe ein Rezept von Smitten Kitchen adaptiert hat. Die Brötchen haben einen feinen, leicht süßlichen Geschmack, sind fest genug, um die ganzen Soßen und Säfte eines Burgers aufzunehmen und lassen sich im Übrigen auch noch super einfrieren.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-4

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle FreundInnen der Burger-Kultur in München: Blog’n’Burger kommt an die Isar und am 27. Mai findet im Hard Rock Cafe die Premiere statt. Wer auch in Zukunft informiert bleiben und sich seinen Platz sichern möchte, sollte den Twitter-Kanal gut im Auge behalten, denn in wenigen Tagen geht es los mit der Platzvergabe!

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Der ganz große Aha-Moment kam für mich gegen Ende des Rundgangs durch die Slyrs-Destillerie am Schliersee. Der Moment, in dem ich durch die Tür ins Fasslager eintrat und mir dieser unglaubliche Geruch in die Nase stieg. Hunderte von Fässern voller Single Malt lagern dort und aus jedem verdunsten pro Jahr etwa 2% Whisky. Diesen Verlust durch Verdunstung nennt man Angels’ share und glaubt mir, es riecht wirklich himmlisch. Die ganze Luft ist erfüllt von diesem süßlichen, warmen, holzigen und leicht alkoholischen Aroma, und ich hätte einfach stundenlang dort stehen und ihn einatmen können.

Slyrs_Whisky_Destillerie_Besichtigung-2

Aber mal von vorne. München liegt ja bekanntlich ganz nah an den Bergen, und bei warmem Wetter überkommt uns öfter mal so was wie Wanderlust. Insbesondere die Seen haben es uns angetan und bald sollten wir auch alle größeren der Umgebung umlaufen (und teilweise auch durchschwommen) haben. Der Schliersee fehlte allerdings noch auf der Liste und nachdem ich die Frau mit der wunderschönen Natur zu einem Ausflug überredet hatte, erwähnte ich ganz nebenbei, dass es am Schliersee zufälligerweise auch eine Whiskybrennerei gäbe, die man unter Umständen besichtigten könne. Zurückrudern konnte sie jetzt ja nicht mehr und so machten wir uns an einem etwas diesigen Karfreitag gemeinsam mit meiner Mutter auf zum Schliersee. Nach gut zwei Stunden Herumkraxelei an den Josefstaler Wasserfällen, trieb uns der Regen direkt in die Arme der Whiskydestillerie Slyrs.

Slyrs_Whisky_Destillerie_Besichtigung-3

Slyrs ist einer der bekanntesten deutschen Single Malts. Die ersten Whiskyexperimente fanden in den 1990er Jahren statt. Das Standardprodukt ist ein sehr junger, dreijähriger Whisky, der immer wieder durch Sonderabfüllungen ergänzt wird. Seit einigen Jahren ist die Whiskyproduktion in einen eigenen Gebäudekomplex umgezogen, und wie in vielen schottischen Brennereien üblich, gibt es auch hier ein kleines Besucherzentrum. Im hübsch eingerichteten Laden kann man sowohl die aktuell verfügbaren Slyrs-Abfüllungen als auch die Produkte der Destillerie Lattenhammer erwerben, aus deren Familie der Slyrs ursprünglich stammt. Für 6 € darf man außerdem die Brennerei besichtigen und am Ende an einer Verkostung teilnehmen. Haben wir natürlich gemacht und bekamen erst einmal einen kleinen Film präsentiert. Dieser verklärt erzählt die Geschichte der Brennerei (mit viel bayrischem Lokalkolorit) und gibt einen ersten Einblick in die Kunst der Whiskyproduktion. Im Anschluss wird man dazu eingeladen, sich in der kleinen Produktionshalle umzusehen, in der anhand von Tafeln der Brennprozess noch einmal genauer erklärt wird. Hier war für mich einiges sehr erhellend, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch ein paar mehr Details erhofft hätte. Außerdem wünschte ich mir, ich hätte damals im Chemieunterricht besser aufgepasst und mich noch einigermaßen an die Grundlagen des Ganzen erinnern können. Im Anschluss ging es dann ins bereits erwähnte Fasslager. Hier lernt man nicht nur einiges über Fassherstellung und -lagerung, sondern erhält nebenbei auch die Möglichkeit, an den verschiedenen Stadien der Whiskyproduktion zu schnuppern. Dabei wird ganz deutlich, dass schon eine kurze Lagerzeit von nur drei Jahren das Aroma des Rohbrands verändert und das typische Whiskyaroma entstehen lässt. Überrascht hat mich auch die Menge der dort lagernden Fässer, und ich habe erfahren, dass es zukünftig (ca. 2015) auch einen zwölfjährigen Slyrs geben wird. Ich bin schon sehr gespannt, was uns dann erwarten wird!

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Für die Gegenwart muss man sich allerdings noch mit dem jüngeren Angebot zufriedengeben. Normalerweise beinhaltet der Tasting-Gutschein je ein Gläschen der Standardabfüllung und des Whiskylikörs, auf Nachfrage bekam ich jedoch stattdessen die beiden brandneuen Sherryfassabfüllungen eingeschenkt. Die erst im März 2014 erschienenen Sonderabfüllungen basieren auf dem dreijährigen Slyrs, haben im Anschluss aber noch einige Monate in Sherryfässern spendiert bekommen – zum einen in Oloroso-, zum anderen in Pedro-Ximénez-Fässern. Hinter Pedro Ximénez verbirgt sich übrigens ein köstlicher spanischer Süßwein, den man hierzulande leider nur schwer bekommt. Dabei ist er der perfekte Abschluss eines Menüs. Gleichzeitig sind die verwendeten Fässer ein beliebtes Hilfsmittel für die Whiskyveredelung und verleihen den so verfeinerten Tropfen ein deutlich süßeres Aroma. Also, auch wenn ihr das übliche Slyrs-Sortiment schon kennt, lohnt sich ein Besuch am Schliersee allemal und wer nett fragt, darf vielleicht auch etwas Besonderes probieren! Sláinte!

Slyrs_Whisky_Destillerie_Besichtigung-6

Hier aber nun meine Verkostungsnotizen:

Slyrs Single Malt mit Oloroso-Finish (2014, 46%)

Aroma: Der erste Eindruck in der Nase ist voller Getreide- und Fruchtaromen, aber gleich dahinter kommt der scharfe Alkohol zum Vorschein und auch die 60 Jahre alten Sherryfässer sind nicht zu verleugnen.

Geschmack: Auch im Mund ist eine deutliche Schärfe der erste Eindruck, da ist noch nichts abgeschliffen und die 46% machen sich ordentlich bemerkbar. Darauf kommt dann aber der typische Slyrs-Geschmack zum Vorschein sowie ein angenehmer Hauch von Schokolade und die schon im Aroma vorhandenen Fruchtnoten (vor allem Zitrus und Orange). Vom Sherryfass schmeckt man leider nicht so viel, da waren meine Erwartungen höher.

Abgang: Im kurzen Abgang dominieren wieder die Fruchtnoten, aber auch die sind recht schnell verschwunden.

Mit etwas Wasser wird der Single Malt weicher, die Schärfe tritt nach hinten und sowohl in der Nase wie auch im Mund machen sich deutliche Toffee- oder Karamellnoten bemerkbar.

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Slyrs Single Malt mit Pedro Ximénez-Finish (2014, 46%)

Aroma: Gleich zu Beginn ist hier ganz viel Süße in der Nase, es riecht sehr angenehm weich nach getrocknetem Obst, Rosinen und frischem Holz, und ich bekomme sofort noch mehr Lust auf den ersten Schluck.

Geschmack: Von Beginn an macht dieser Whisky deutlich, dass mehr zu erwarten ist, als vom Bruder aus dem Oloroso-Fass. Es entfalten sich komplexere Geschmacksnoten wie nussige Elemente, Rosinen, etwas Zitrus, auf der Zunge wechseln sich süße und herbe Nuancen ab und lassen die Verkostung zu einem echten Erlebnis werden. Der Whiskycharakter ist immer noch deutlich, die Schärfe spürbar, aber längst nicht so dominant wie bei der vorherigen Probe.

Abgang: Auch wenn der tolle Geschmack das junge Alter schnell vergessen lässt, beim Abgang wird man dann doch wieder von der Wirklichkeit eingeholt. Es bleibt nur kurz etwas hängen, vor allem die typischen trockenen Noten des Sherryfasses und etwas dunkle Schokolade, dann ist auch schnell wieder alles vorbei. Aber letztendlich ist das ja eine super Ausrede, sich sofort das nächste Glas einzuschenken …

Fazit: Der Slyrs mit dem Oloroso-Finish ist ein interessanter Single Malt mit viel Frucht, der aber leider den Erwartungen an ein Finish im Sherryfass nur bedingt gerecht wird. Der Kollege aus dem Pedro Ximénez-Fass hat da ganz klar die Nase vorn. Etwas dunkler in der Färbung und deutlich komplexer in Aroma und Geschmack, lässt er auch den schwachen Abgang schnell vergessen. Der einzige Wermutstropfen ist wie immer der Preis, der mit gut 67 € für einen nicht einmal vier Jahre alten Single Malt natürlich recht hoch liegt. Andererseits ist die kleine Familienbrennerei vom Schliersee natürlich äußerst unterstützenswert und sollte noch eine Weile bestehen bleiben, damit wir in Zukunft vielleicht auch einen 16-jährigen Slyrs aus dem Pedro-Ximénez-Fass kosten können. Da verspreche ich mir einiges von!

Slyrs Destillerie GmbH & Co. KG
Bayrischzeller Straße 13
83727 Schliersee
Täglich von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet (auch an Sonn- und Feiertagen)
www.slyrs.de

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Veggie_Burger_Aubergine_Rucola_Champignons-1

Der Mai ist im Mutterland des Burgers traditionell der National Burger Month. Das darf an diesem Blog natürlich nicht unbemerkt vorübergehen, und so gibt es zum hoffentlich bald kommenden Beginn der Grillsaison ein neues Rezept für das beste Fast Food der Welt. Inspiration kam diesmal von einer TV-Show, die seit einiger Zeit in den USA auf dem Travel Channel läuft. In “Burger Land” reist Hamburgerexperte (hallo Traumjob!) George Motz kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach den besten Burgern des Landes. Die dritte Folge führte ihn nach New Orleans, wo er neben französisch angehauchten Burgern auch dem Mushroom Burger im “Port of Call” begegnete. Die Leute standen Schlange vor der Tür und auch ich habe auf dem Sofa zu sabbern begonnen. Wirklich, ich musste mich beherrschen, nicht sofort einen Flug in die Südstaaten zu buchen. Die Kombination aus geschmorten Pilzen und frisch geriebenem Cheddar war so verlockend, dass klar war: das muss nachgekocht werden!

Hamburger-Pilz-Cheddar-1

Unsere Version hat mit den der spanischen Küche entlehnten Knoblauch-Sherry-Pilzen und einer Knoblauchmayonnaise einen mediterranen Dreh erhalten, und eine vegetarische Option gab es natürlich auch. Wobei “Option” diesem Gemüseburgermonster eigentlich nicht gerecht wird, denn laut Frau Wu war es der beste selbst gemachte Burger ever. Das lag mit Sicherheit auch an den Hamburgerbrötchen, für die ich endlich ein gutes Rezept gefunden habe. Nicht zu aufwendig, fein im Geschmack, luftig, aber doch fest genug, um die Füllung zu halten – die wird es bei uns bestimmt noch öfter geben. Ihr merkt schon, wir sprechen hier definitiv von Burgern, die eines Festmonats würdig sind, und allein der Gedanke daran lässt den Speichel schon wieder laufen. Also, heizt den Grill oder die Pfanne an, lasst die Küchenmaschine rotieren und kocht bzw. bratet euch glücklich!

Burger_Pilze_Cheddar_Rucola-1Veggie vs. meat

(Vegetarische) Burger mit Sherry-Pilzen, Cheddar und Rucola (für je 2 vegetarische und fleischige Hamburger):

Hamburger-Buns nach dem Rezept von Bonjour Alsace
Die Buns nach dem Rezept von Bonjour Alsace zubereiten, aber nur vier Brötchen aus dem Teig formen.

Gegrillte Paprika
1 rote Paprika
3-4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Paprika schälen, vierteln, von den Kernen befreien und die Viertel noch einmal halbieren. Zusammen mit 3-4 EL Olivenöl in eine kleine Auflaufform setzen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und bei 220°C für 30-40 Min. in den Backofen schieben. Zwischendurch mal wenden. Aus dem Ofen holen, wenn sie schön weich sind und die Schale leicht schwarz geworden ist.

Knoblauchmayonnaise
100 ml neutrales Pflanzenöl
50 ml kalte Milch
1 TL Zitronensaft
½ Knoblauchzehe
1-2 TL süßer Senf
Salz, Pfeffer

1. Die Milch zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Pfeffer in ein hohes Rührgefäß geben. Die Zutaten mit einem Stabmixer verrühren. Weiterrühren und das Öl in einem dünnen Strahl dazugeben, währenddessen den Mixer leicht schräg halten. Normalerweise sollte sich jetzt schon eine feste Mayonnaise bilden, wenn das nicht der Fall ist, einfach weiterrühren, es kann manchmal auch etwas länger dauern.

2. Wenn die Masse die gewünschte Konsistenz erreicht hat, die Knoblauchzehe hacken und kurz untermixen. Den süßen Senf unterrühren und mit Salz abschmecken.

Sherry-Knoblauch-Pilze
300 g Pilze (z.B. braune Champignons)
3 Knoblauchzehen
5 EL Sherry
2 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl

Die Pilze in Scheiben schneiden und den Knoblauch fein würfeln. In einem kleinen Topf das Öl erhitzen und die Pilze unter ständigem Rühren anbraten, bis sie leicht angebräunt sind. Den Knoblauch dazugeben, kurz mitbraten und mit Sherry und Zitronensaft ablöschen. Bei niedriger Hitze 3-5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Panierte Auberginen
½ dicke Aubergine
Salz
Mehl
1 Ei
Paniermehl
Olivenöl

1. Die halbe Aubergine in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit Salz bestreuen. Warten bis Wasser austritt und das dann mit einem Küchentuch abtupfen.

2. Drei tiefe Teller zum Panieren bereitstellen. In den ersten Teller etwas Mehl geben, in den zweiten ein verquirltes Ei und in den dritten Semmelbrösel. Die Auberginenscheiben der Reihe nach von beiden Seiten durch die drei Teller ziehen und zur Seite stellen.

3. In einer Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen – es sollte den Boden mind. 0,5 Zentimeter bedecken – und die Auberginenscheiben von jeder Seite goldbraun ausbacken.

Was ihr sonst noch braucht:
250 g Rindfleisch
4 Handvoll geriebener Cheddar
2 mittelgroße Tomaten
4 Handvoll Rucola
Ketchup

Ihr merkt schon, Fast Food ist das nicht gerade, man muss schon etwas Zeit einplanen, wenn man in den Genuss dieser köstlichen Burger kommen will. Die Brötchen kann man aber auch gut schon mittags backen und dann bis zum Abend stehen lassen, und auch die gegrillte Paprika und die Mayonnaise lassen sich gut vorbereiten. Wenn es ans Eingemachte geht, sollten Brötchen, Mayonnaise, Pilze und Paprika schon fertig bereitstehen. Die Auberginen sollten paniert sein und der Cheddar gerieben. Dann kann es losgehen:

1. Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und trocken schleudern. Zur Seite stellen.

2. Die Brötchen aufschneiden und entweder im Ofen oder auf dem Grill kurz anrösten. Beide Brötchenhälften mit der Mayonnaise und ggf. etwas Ketchup bestreichen, auf die obere Hälfte Tomatenscheiben und Rucola legen.

3. Das Rindfleisch mit der Hand oder einer Hamburgerpresse in zwei Patties formen und von beiden Seiten leicht salzen und pfeffern. In einer Pfanne oder auf dem Grill von beiden Seiten anbraten. Das Fleisch nicht ganz durchbraten – die Mitte sollte noch rosa sein. Eine ausführlichere Anleitung findet ihr hier.

4. Für die vegetarischen Burger in einer zweiten Pfanne die Auberginenscheiben wie oben beschrieben ausbacken. Die Pilze noch einmal heiß werden lassen.

5. Zum Anrichten die Rindfleischpatties bzw. für den vegetarischen Burger die Auberginenscheiben und die Paprika auf die untere Brötchenhälfte legen, eine Handvoll Cheddar darauf verteilen und einen großen Löffel Pilze auf den geriebenen Käse setzen. Am besten kurz andrücken, damit der Käse zu schmelzen beginnt. Die obere Brötchenhälfte mit den Tomaten und dem Rucola auflegen und sofort reinbeißen.

Wer will, kann natürlich die beiden Versionen auch kombinieren, also Paprika und/oder Auberginen zum Rindfleischburger hinzufügen. Vorausgesetzt, man bekommt das Monster dann noch in den Mund …

Burger_Champignons_Cheddar_Rucola-1

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Ende November musste ich zum dritten Mal im letzten Jahr beruflich nach Berlin fahren. Diesmal aber immerhin nur als Zuhörer auf einer Tagung, und dank genügend Überstunden konnte ich privat noch ein paar Tage dranhängen. Frau Wu wurde kurzerhand eingepackt und so konnten wir zum Abschluss des Jahres noch einen netten Kurzurlaub in der Hauptstadt verbringen. Genächtigt wurde zentral und stylish im Titanic Comfort Hotel am Spittelmarkt – für einen Kurztrip sehr zu empfehlen, wenn man bereit ist, Style gegen Zimmergröße einzutauschen. Trotz einiger beruflicher Verpflichtungen kam sogar etwas Urlaubsstimmung auf und wir hatten genügend Zeit, gemütlich durch die Stadt zu schlendern, alle zehn Meter eine Kaffee- oder Kuchenpause einzulegen und eine Ausstellung zu besuchen. Dabei haben wir für uns ein paar tolle Orte entdeckt, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten. Vielleicht steht euer nächster Berlin-Besuch ja auch schon an und damit ihr nicht hungrig in der Hauptstadt umherirren müsst, gibt’s ein paar Restauranttipps.

Berlin

Bar Raval: Tapas con Daniel Brühl
Lübbener Straße 1 / www.barraval.de

Unseren ersten Restaurantbesuch hatten wir schon seit einer ganzen Weile auf dem Plan: Spanische Tapas sollten es werden! Wer in Deutschland authentisch spanisch essen gehen will, steht vor einem Problem. Zumindest dann, wenn man erwartet, ähnliche Bedingungen wie in Spanien vorzufinden. Mal schnell auf ein paar Tapas treffen? An der Bar oder einem wackeligen Tisch sitzen und eine Portion Pimientos de Padrón mit einem schnellen Bier runterspülen? Das kann man hierzulande doch eher selten. Die spanischen Lokale, die wir bisher testen konnten, haben wenig mit dem Lebensgefühl der kleinen, unperfekten Bars zu tun, die uns in den Gassen Sevillas, den Ausgehvierteln Madrids oder in der Altstadt Barcelonas begegnen. Meist findet man große, etwas angestaubte Restaurants mit klischéebeschmückten Wänden, deren Tapasauswahl nicht über die üblichen Standards hinausreicht. Inzwischen gibt es glücklicherweise eine Generation moderner Bars, die Ambiente und spanische Tradition verbinden und dabei gleich noch neue Gerichte kreieren (in München z.B. die Bar Palau). Seit einiger Zeit sind auch Berlin-Besucher in der glücklichen Lage, ein solches Lokal finden zu können. Die Bar Raval in Kreuzberg ist mit dem Ziel gegründet worden, eine barcelonesische Tapas-Bar nach Deutschland zu transferieren. Und, das können wir gleich verraten, dieses Vorhaben ist den Besitzern – zu denen auch Schauspieler Daniel Brühl gehört – zu 100% gelungen.

Berlin Bar Raval

Die Einrichtung ist modern, schlicht, aber nicht kühl, die Wände schmücken alte spanische Werbeplakate, die Tische sind aus massivem Holz. Alles wirkt irgendwie spanisch, aber niemals kitschig, es ist gemütlich ohne überladen zu sein. Und in ähnlicher Weise präsentiert sich dann auch das Essen. Neben einer festen Karte gibt es wechselnde Tages- und Wochengerichte. Und die Besonderheit: Es werden wirklich nur Tapas angeboten. Keine Hauptgerichte, keine Raciones, kein Zugeständnis an normale Menügewohnheiten. Herrlich! Wir fühlten uns trotz der übersichtlichen (aber auch für VegetarierInnen vollkommen ausreichenden) Auswahl überfordert und hätten am liebsten die halbe Karte bestellt. Gewonnen haben schließlich eine Portion Patatas Bravas (3,80€), ein gratinierter Ziegenkäse mit Tomatenmarmelade, Honig und Kräutern (5,50€) und für den Fleischliebhaber in mir die Tostadas mit Sobrasada, Äpfeln und karamellisierten Zwiebeln (4,20€). Allzu spanisch sollte man hier allerdings auch nicht seinen Abend planen, denn als wir um 21.30 Uhr im Raval ankamen, waren verschiedene Tapas leider schon aus und die vielversprechenden Auberginen mit Honig mussten durch ein Tatar aus Avocados, Champignons und Tomaten (6,90€) ersetzt werden. Dennoch keine schlechte Wahl, wie sich herausstellte.

Das Tatar kam mit Rucolahaube und war mit Sojasoße und Sesamöl angemacht, schmeckte sehr intensiv – vielleicht ein wenig zu salzig -, aber nichtsdestotrotz köstlich. Die Kartoffeln toppten sogar fast alle Patatas Bravas, die wir bisher in Spanien probiert hatten, die Soße schön knoblauchig, die Portion ordentlich. Der intensive Geschmack der Sobrasada (eine mallorquinische Streichwurst) harmonierte toll mit der Süße von Äpfeln und Zwiebeln und der feine Ziegenkäse wurde von den begleitenden Zutaten nicht erdrückt – auch wenn ich gerne etwas mehr von der Tomatenmarmelade gehabt hätte, die war nämlich verdammt gut. Weil für Nachtisch einfach immer noch Platz ist, gab es zum Abschluss eine Crema Catalana (3,90€), die zwar schmeckte, aber in der Mitte leider kalt war.

Berlin Bar Raval

Zu viel essen sollte man allerdings nicht, sonst gestaltet sich der Gang zu den ohnehin sehr engen Toiletten vermutlich eher schwierig. Preislich ist das Raval durchaus in Ordnung, allein das Tatar war in unseren Augen etwas zu hoch angesetzt. 30€ standen am Ende auf der Rechnung, da sind wir aus München deutlich Schlimmeres gewohnt.

Fazit: Tolle, authentische spanische Bar mit angenehmem Ambiente, netter Bedienung und sehr guten Tapas! Am Wochenende unbedingt reservieren, sonst ist Warten angesagt. Daniel Brühl war übrigens auch da und ihr solltet (nicht nur deswegen) dem Raval beim nächsten Berlin-Trip definitiv einen Besuch abstatten. 4,5 von 5 cañas.

Miss Saigon: südvietnamesische Geschmackssafari
Skalitzer Straße 38 / www.miss-saigon-berlin.de

Am nächsten Abend ging es schon wieder nach Kreuzberg. Vom Hotel aus war das mit dem Bus aber auch wirklich einfach. Diesmal stand südvietnamesische Küche auf dem Programm. Vom Miss Saigon hatten wir vorher schon gelesen und waren mehr als gespannt, ob wir Unterschiede zu den Vietnamesen, die wir bereits aus München kannten, würden feststellen können. Zum Glück hatten wir auch hier reserviert, sonst hätten wir wohl (auch sonntagabends) einige Zeit an der Bar warten müssen. Das Miss Saigon ist eng und laut, man sitzt niedrig, kann mit den Gästen am Nachbartisch eigentlich auch gemeinsam in die Karte schauen, aber es riecht köstlich. Die nächste Überraschung bot dann die Karte, die zu Frau Wus großer Freude eine Vielzahl an vegetarischen und veganen Gerichten aufwies und für uns quasi nur kulinarisches Neuland beinhaltete. Ok, Sommerrollen kannten wir schon von anderen Vietnamesen, aber sonst bestellten wir eher nach dem Motto “klingt-interessant-und-könnte-schmecken”.

Berlin Miss Saigon

Unbedingt probieren sollte man auch die verschiedenen Shakes auf der Karte. Ananas-Minze & Maracuja-Banane-Minze (je 2,90€) waren köstlich und helfen auch, falls sich die Essensauswahl als zu scharf entpuppen sollte. Als Vorspeise bestellten wir Reisrollen (Goi cuon chay) gefüllt mit Tofu, Gemüse, Reisnudeln und vielen Kräutern (3€ für 2 Rollen). Dazu gab es eine Soße zum Tunken und fertig war das zufriedene Grinsen auf unseren Gesichtern. Zu unseren Hauptgerichten gab es vorweg eine fein abgeschmeckte, klare Gemüsesuppe mit Koriander. Frau Wu hatte sich für Banh khot, vegane gebratene Mini-Pfannkuchen mit Tofu, Koriander und einer würzigen Sauce (6,90 €), entschieden. Ich dagegen bekam Bun cha ga: Reisnudeln mit Gemüse und in Zitronengras marinierte Hühnchenhackspieße mit einer Chilisoße (6,50 €). Auch hier galt wieder: sehr lecker und sehr frisch (Kräuter!) – einzig mein Fleisch war etwas trocken. Ein Dessert musste trotz übervoller Bäuche natürlich trotzdem noch sein. Wir entschieden uns für Banh it la cam, warme Klebreisbällchen gefüllt mit Kokos und Erdnüssen auf Bananenblatt und mit Kokossoße (3,50€). Und schon wieder folgte eine geschmackliche Neuentdeckung, die süchtig macht und ab sofort sicherlich öfter probiert wird.

Zum Schluss noch ein Hinweis für VegetarierInnen: Beim Bestellen solltet ihr etwas aufpassen, da sich in die vegetarischen Speisen ab und zu ein paar Krabben verirrt haben. Wer sichergehen will, sollte einfach vegan bestellen.

Fazit: Ein etwas enges, aber sehr sympathisches, südvietnamesisches Restaurant mit ungewöhnlicher Speisekarte und unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind begeistert und kommen definitiv wieder! 5 von 5 Sommerrollen.

Don Sushi: solides Sushi ohne Chichi
Niederbarnimstr. 12 / www.don-restaurant.de

Am dritten Abend hatten wir Lust auf Sushi bekommen und uns auf Empfehlung einer Freundin für Don Sushi in Friedrichshain entschieden. Nachdem wir die beiden vorherigen Abende in bis zum letzten Platz vollgepackten Restaurants verbracht hatten, reservierten wir auch hier, was sich allerdings (zumindest unter der Woche) als überflüssig herausstellte. Kaum was los und freie Platzwahl – ob das ein Zeichen sein sollte? Hmm.

Berlin Don Sushi

Besonders gemütlich ist das Don Sushi nicht – die Einrichtung wirkt etwas karg und unpersönlich. Dafür wurden wir sehr freundlich und schnell bedient und entschieden uns für zwei Sushiplatten – eine vegetarische mit Avocado-, Gurke-, Rettich- und Tofu-Maki (8€) sowie eine gemischte Fischplatte mit California Rolls und Nigiri (8€). Vorab gab es zu jeder Platte eine Misosuppe. Geschmacklich waren Sushi und Suppe durchaus in Ordnung, nur irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Vielleicht sind wir aber auch mittlerweile was Sushi angeht völlig verwöhnt – wer einmal im Münchner Sushi-Himmel Sansaro gegessen hat, wird es in anderen Sushi-Restaurants schwer haben. Dafür geht es im Don Sushi preislich deutlich humaner zu: Gut 20€ für Suppe, Sushiplatte und Getränke für zwei Personen ist eigentlich kaum zu schlagen.

Fazit: Don Sushi bietet gutes, solides Sushi für wenig Geld, dem etwas Kreativität und Raffinesse sicherlich nicht schaden würden. 3 von 5 Makis.

Da wir natürlich auch tagsüber kräftig gegessen haben, werden wir uns im zweiten Teil zu unserem Berlin-Besuch den süßen Seiten der Stadt widmen. Schokolade, türkischer Honig und Cheesecake, da könnt ihr euch jetzt schon auf tausend Leckereien und Empfehlungen freuen!

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Ich weiß, der Sommer ist endgültig vorbei und damit eigentlich auch die Eissaison. Aber manche Dinge sind einfach zu gut, die kann man nicht nur sechs Monate in Jahr zu sich nehmen. Dazu zählt ein unglaublich leckerer Milchshake mit Vanilleeis und Oreo-Keksen. Als wir das Rezept bei Julie von Table for Two entdeckt haben, saßen wir sofort sabbernd vor dem Bildschirm. Dank unserem neuen Mixer geht die Zubereitung ratzfatz, funktioniert aber bestimmt auch mit einem Pürierstab.

Seit den Blueberrymilchshakes haben wir übrigens aufgerüstet und uns zwei Milchshakepokale besorgt. Die heben das authentische “American Diner”-Gefühl natürlich enorm.

Oreo-Milkshake (für 2-3 Personen)

400 ml Vanilleeis
225 ml Milch
4-5 Oreos
1 TL Vanilleextrakt (z.B. von Dr. Oetker)

1. In einem Mixer alle Zutaten gut verrühren. Wer es lieber etwas dickflüssiger mag, nimmt weniger Milch, sonst einfach etwas mehr dazugeben

2. Auf zwei bis drei Gläser verteilen, genießen und nach mehr verlangen!

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Was schenkt man einem Foodblogger, in dessen Küche kein Platz für weitere Geräte, Messer, Pfannen und Töpfe zu finden ist und dessen Kochbuchregal auch schon kurz vorm Zusammenbruch steht (ca. 100 Stück nach gestriger Zählung o_o)? Natürlich etwas Essbares und in diesem Fall hat Frau Wu einen besonderen Fund gemacht: eine Food Tour durch South Beach, Miami. Drei Stunden zu Fuß die Stadt erkunden und dabei immer mal anhalten, um die verbrannten Kalorien mit Südfloridas Leckereien wieder reinzuholen – das hörte sich für mich nach der perfekten Stadtführung an.

Ausgangspunkt war ein Café in der Lincoln Road, der Fußgängerzone von South Beach. Dort trafen wir auf Kelly, Gründerin von Miami Food Tours und unsere Expertin für die kulinarischen Geheimnisse der Stadt. Kelly ist eigentlich Architektin, wie sie uns erzählte, hatte aber irgendwann genug von ihrem Bürojob und beschloss, ihre zwei Vorlieben – Architektur und gutes Essen – mit der Möglichkeit zu verbinden, an der frischen Luft zu arbeiten. Diese Kombination hat die Führung dann auch zu weit mehr als nur einem Fressmarathon gemacht, denn Kelly ist ein wandelndes Lexikon zur architektonischen Geschichte von South Beach und konnte uns in den drei Stunden einen tiefen Einblick in die Art Déco-Landschaft Miamis vermitteln.

Dreierlei Dip: Fisch mit Koriander, Black-Bean-Humus und Mais-Avocado-Salsa

Aber natürlich startete die Tour erst einmal mit etwas zum Essen. Beim Café at Books and Books handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um einen tollen unabhängigen Buchladen mit eigenem Bistro, dessen Fokus auf vegetarischen/veganen Gerichten liegt. Seit 2005 kreiert der Koch Bernie Matz hier seine Interpretation von moderner, frischer “Florida cuisine”, die man in netter Atmosphäre zwischen Zeitschriften, Büchern und Pflanzen am nördlichen Ende der Lincoln Road genießen kann. Für uns gab es zwei riesige Platten mit kalten Dips: eine mexikanisch angehauchte Mais-Avocado-Chili-Salsa, Black-Bean-Humus und Fisch mit Koriander. Dazu Tacos und geröstete Bagelscheiben. Alles seeehr lecker und fein mit Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt. Die anderen Gerichte auf der Karte hörten sich ebenfalls toll an und so wird das Café ein definitiver Pflichttermin für den nächsten Besuch in Miami.

Cuban Lunch

Danach ging es weiter in den Melting Mot von Miami – in das kubanische David’s Cafe II, das 24 Stunden geöffnet hat. Was ursprünglich einmal als Maßnahme gegen Einbrüche begann (Miami muss in den 80ern wirklich so schlimm gewesen sein, wie Miami Vice vermuten lässt), ist inzwischen zu einer städtischen Institution geworden. Polizisten, Arbeiter, Krankenschwestern und normale Büroangestellte kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit her, um sich mit kubanischem Frühstück oder Sandwiches zu versorgen. Leider schlägt auch in South Beach die Gentrifizierung zu. Gegenüber hat ein H&M eröffnet, die Mieten sind gestiegen und in Kürze werden die Besitzer des Cafés sich einen neuen Standort suchen müssen. Hoffentlich ändert das nichts an der Qualität der Speisen. Wir bekamen Cuban coffee – sehr, sehr stark und unglaublich süß – und Cuban sandwiches. Eine gegrillte Geschmacksexplosion mit Schinken, Käse, Gurken und Senf. Für Frau Wu gab es als vegetarische Alternative gefüllte Teigtaschen mit Ziegenkäse und Marmelade. Dazu von Kelly wieder massig Infos zur kubanischen Küche, der Geschichte der kubanischen Einwanderer in Florida und den Hinweis auf J.Los lustige 80er Frise an der “Hall of fame” des Cafés.

Sich fühlen wie ein Künstler in Frankreich? In Miami kein Problem!

Der nächste Stopp führte uns nach Frankreich. Zumindest im kulinarischen Sinne. In ein französisches Bistro, um genau zu sein. Im A la Folie gab es hauchdünne, knusprige Crêpes, gefüllt mit Käse, karamelisierten Birnen und Walnüssen. Himmlisch ist gar kein Ausdruck und beim Blick aus dem Fenster glaubte ich fast, den Montmartre vor mir aufsteigen zu sehen. Weiter durch die spanische Straße, den Española Way, rollten wir zur nächsten Station. Jetzt stand Brasilien auf der Speisekarte und wer an riesige Fleischspieße dachte, lag falsch. Im Boteco Copacabana servierte man uns zunächst einen leckeren, erfrischenden und nussigen Cashewsaft, dann folgten Coxinha de Frango, Hühnerkroketten mit Frischkäse, die zwar geschmacklich super, allerdings etwas trocken waren.

Öfter mal was Neues: brasilianischer Cashewsaft

Vor der letzten Station führte uns Kelly zum legendären Ocean Drive, wo sich ein Art Déco-Gebäude an das andere reiht. In Anbetracht dessen, was wir bis zu diesem Zeitpunkt schon verdrückt hatten, war die längere Laufstrecke, die wir danach zur Frieze Ice Cream Factory zurücklegen mussten, dringend notwendig, um etwas Platz im Magen zu schaffen. Aufgrund der Hitze an diesem Tag, war das auch genau der richtige Abschluss. Eine große Kugel Vanilla Toffee Crunch oder S’mores (aka roasted marshmallow) verschaffte Abkühlung und ließ uns glücklich schleckend auf eine Bank sinken.

Koscheres Eis zum Abschluss

Fazit: Die Tour kostet 55$ p.P. und kann ohne Einschränkungen empfohlen werden. Vegetarier erhalten nach Voranmeldung bei jeder Station eine fleisch- und fischlose Variante. Neben tiefen Einblicken in Küche und Architektur der Stadt bekommt man ein reichliches (Mittag-)Essen und von netten Stadtführerinnen jede Menge Insidertipps zu Miami.

Mehr Infos: www.miamifoodtours.com

In ice cream we trust!

The Café at Books & Books
 927 Lincoln Road
Miami Beach, FL 33139
http://www.booksandbooks.com/storeinfo/304265
 
David’s Cafe II
1654 Meridian Avenue
Miami Beach, FL 33139
http://www.davidscafe.com
 
A La Folie
516 Espanola Way
Miami Beach, FL 33139
http://www.alafoliecafe.com
 
Boteco Copacabana
437 Espanola Way
Miami Beach, FL 33139
https://www.facebook.com/pages/Boteco-Copacabana-Restaurante/114069991957667
 
The Frieze Ice Cream Factory
1626 Michigan Ave
Miami Beach, FL 33139
http://www.thefrieze.com

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Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms “Debby” (aka “Debby-the-bitch”) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Foodfotos und -eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Shake it, baby!

Als eifriger Leser von A Hamburger Today (ja, das ist eine Seite, die sich ausschließlich mit Hamburgern beschäftigt) hatte ich schon oft Lobeshymnen auf die aus New York stammende Kette “Shake Shack” gelesen. Neben den kalifornischen “In-N-Out”-Läden sollte dies der Heilige Gral des Fast-Food-Burgers sein. Zum Glück expandiert Shake Shack gerade unaufhaltsam und hat auch Miami schon erreicht (die Filiale in South Beach hatte ich bereits Wochen vor dem Urlaub auf Google Maps markiert). Schon der erste Eindruck macht klar, dass man es nicht mit einem Burger-King-Abklatsch zu tun hat. Die ganze Einrichtung ist liebevoll und detailverliebt, es gibt viel Holz, eine übersichtliche Karte und auf Bestellung frisch zubereitete Burger. Ich entschied mich für den Single ShackBurger mit Salat, Tomate, Käse und der berühmten Shacksoße (4,80$). Dazu eine Portion French Fries (2,70$) für Frau Wu und zwei riesige Becher Zitronenlimonade mit viel Eis (3,05$). Nach einem halben Tag Art-Deco-Gebäude bewundern in South Beach, war das auch dringend notwendig.

Ich kriege schon wieder Hunger…

Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, bekommt man einen “Shaker” in die Hand gedrückt, der zu vibrieren anfängt, wenn man seinen Burger an der Theke abholen kann. Schließlich vibrierte und zitterte es in unseren Händen und wir konnten das Tablett frisch zubereiteter Köstlichkeiten in Empfang nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der Burger war sehr gut, aber am Ende eben auch nur ein Fast-Food-Burger. Aber wahrscheinlich der beste, den ich je gegessen habe. Das Brötchen war schön knatschig, die Zutaten reichlich und frisch und die Soße (erinnert etwas an Thousand Island Dressing) super lecker. Das Fleisch kam mit einer ordentlichen Kruste, war aber leider zu gar für meinen Geschmack und dadurch etwas trocken. Es hat leider bis zum Ende des Urlaubs gedauert, bis ich raus hatte, dass ich meine Burger wirklich “rare” bestellen muss, damit das Patty in der Mitte noch etwas rosa ist. Die Pommes kamen geriffelt, heiß und knusprig. Die Limo kalt, riesig, nicht zu süß, value for money sagt man wohl dazu. Lustig ist außerdem, dass es auf der Speisekarte eine Rubrik “For Dogs” gibt und als Merchandise Babystrampler mit der Aufschrift “If crying … insert Burger” angeboten werden. Mein Fazit? Gäbe es in München qualitativ ähnlich hochwertige Fast-Food-Burger, würde es um meine Figur wohl endgültig düster bestellt sein!

In der Folge habe ich zahlreiche Burger gegessen oder zumindest bei anderen probiert. Aber meine hohen Erwartungen konnten ehrlich gesagt nie so richtig erfüllt werden. Der Burger, dessen Resten ich mich bei “Bubba Gump” erbarmt hatte, war eigentlich ganz gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Dagegen war ich dort von meinem Salat mit Himbeeren, Schafskäse und Gambas ziemlich überrascht. Der war richtig gut und eine willkommenen Abwechslung zur sonst recht fleischlastigen Ernährung während dieser zwei Wochen. Im schon von der New York Times gefeaturten “Red Light Little River” in Miami dagegen saß man auf einer bezaubernden Terrasse, konnte vorbeischwimmende Manatees beobachten, sich von der hauseigenen Katze die Beine umschmusen lassen und sich wie am Mississippi fühlen. Der Burger (9$) war jedoch etwas enttäuschend. Zu trocken, ein komisches Brötchen, zu wenig Soße. Dafür aber sehr leckere Beilagen (Bratkartoffeln, Pilze mit Speck sowie leicht säuerliche Linsen) und herrlich erfrischende Apfel-Ingwer-Limonade. Solange man nicht den Burger bestellt, ist dieses kleine Restaurant also eine absolute Empfehlung, denn die River Smoked Ribs (12 Stück für 21$), die einer meiner Mitesser bestellt hatte, waren zum Dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fleisch war so zart, dass es fast von den Kochen fiel, und auch die das Fleisch umhüllende Marinade war himmlisch. Zum Glück war die Portion riesig und ich durfte mehr als nur probieren.

Ein leider nicht ganz so perfekter Burger in umso tollerer Atmosphäre (“Red Light Little River”, Miami)

Ich musste trotzdem bis Orlando warten, um einen richtig tollen Burger essen zu können. Und dann ausgerechnet noch bei einer Kette in Downtown Disney. Wobei, eigentlich geht es ja schon gar nicht amerikanischer. Gelandet sind wir im “House of Blues“, in dem die Hamburger zu den “Signature Dishes” gehören und man laut Karte seinen eigenen Burger zusammenstellen konnte. Das habe ich allerdings nicht gemacht, denn der Smoked BBQ Bacon Burger hörte sich so schon gut genug an. Neben dem Bacon waren noch geschmorte Zwiebeln, Käse und natürlich viel Soße auf dem Patty, das ich diesmal “rare” bestellt hatte, verteilt. Das 15$ teure Monster kam zusätzlich mit reichlich frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken und noch mehr Soße, sodass man selbst den Burger nach Belieben aufpimpen konnte. Das Fleisch war genau auf dem Punkt gebraten, innen noch saftig, von guter Qualität und köstlich bis zum letzten Bissen. Auch der Bacon war schön knusprig und hatte ein tolles Raucharoma. Dank free refill habe ich bestimmt einen Liter Cola dazu getrunken, und es dauerte am nächsten Tag eine ganze Weile, bis sich mein Hungergefühl wieder meldete. Fazit: Der Preis ist zwar happig, aber ich habe einen perfekt gegarten Burger mit tollen Zutaten bekommen. Was will man mehr?

Leider nur ein Handyfoto, das den positiven Eindruck nicht ganz korrekt vermitteln kann

Shake Shack Miami
1111 Lincoln Rd.
Miami Beach, FL 33139
www.shakeshack.com/location/south-beach
 
Red Light Little River
7700 Biscayne Blvd,
Miami, FL 33138
www.redlightmiami.com
 
House Of Blues Orlando
1490 E. Buena Vista Dr.
Lake Buena Vista, FL 32830
www.houseofblues.com/venues/clubvenues/orlando

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Das aktuelle Zeitmagazin widmet sich diesmal zu großen Teilen dem Thema “Süßes”. Von Kuchen bis Cocktails gibt es jede Menge Rezepte und Bilder zu entdecken, die mich schon beim Lesen zum Sabbern bringen. Unter anderem findet sich dort auch ein zweiseitiger Artikel von Christian Stolz über Käsekuchen. Um genau zu sein, über seine Suche nach dem perfekten Käsekuchen. Offensichtlich fehlt mir ein ähnliches Erweckungserlebnis, wie dem in jungen Jahren von seinem Großvater zu diesem Backwerk bekehrten Autor, aber ich konnte mit dem deutschen Käsekuchen (der ja aus Quark besteht) noch nie etwas anfangen. Ich habe Käsekuchen erst mit dem Auftauchen der amerikanischen Variante (die aus Frischkäse besteht) für mich entdeckt. Laut dem Artikel aus dem Zeitmagazin scheine ich nicht der Einzige zu sein, dem es so geht, denn so würden z.B. von einem Konditor wöchentlich “150 amerikanische und 80 klassische Käsekuchen […] an Berliner Cafés” ausgeliefert. Ich kann das gut verstehen, mir ist die deutsche Variante einfach zu trocken. Aber vielleicht habe ich ja auch einfach noch nicht den richtigen, den wahren deutschen Käsekuchen gegessen.

Understatement liegt den Inhabern wohl nicht gerade

Bis es soweit ist, werde ich mich auf jeden Fall weiter dem Genuss des American Cheesecake widmen, zum Beispiel bei Muffins ‘n’ More in der Nähe des Rotkreuzplatzes. Man sollte sich nicht vom unscheinbaren Äußeren und dem dunklen, mit Absurditäten vollgestopften Innenraum abschrecken lassen. Gäbe es einen Preis für die merkwürdigste Ladeneinrichtung, der erste Platz würde in die Volkartstraße gehen. Nach eigener Aussage gibt es dort jedoch den besten Cheesecake jenseits von Brooklyn und bisher muss ich ihnen voll und ganz zustimmen. Es gibt ein Dutzend verschiedener Sorten (2,50-3,00€ pro Stück), von denen wir bisher Weiße Schokolade und Kokos probiert haben. Beide unglaublich mächtig und unglaublich gut. Cremig, süß, sahnig – dafür lohnt sich auch der Weg ans andere Ende der Stadt! Man sollte sich den Kuchen allerdings unbedingt zum Mitnehmen einpacken lassen – länger als die 3 Minuten, die es zum Bestellen des Cheesecakes braucht, will man hier wirklich nicht verweilen.

Der Kuchen schmeckt so gut, dass ich ihn schon fast aufgegessen hatte, als ich auf die Idee mit dem Foto kam …

Muffins ‘n’ More
Volkartstraße 25
80634 München
http://www.muffins-n-more.de

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Nach der Salzburger Cupcake-Katastrophe war es an der Zeit, mal wieder jenen magischen Ort aufzusuchen, der die wohl leckersten und hübschesten Cupcakes Münchens im Angebot hat: Wir machen Cupcakes in der Utzschneiderstraße. Noch schöner ist der Weg dorthin mit einem Groupon-Gutschein in der Tasche, der eine 6er-Box Cupcakes im Wert von 21 € für nur 10€ verspricht. Yum!

Von außen fast unscheinbar liegt das kleine Café in der Nähe des Viktualienmarktes. Drinnen erwartet einen dann jedoch das reinste Cupcake-Wonderland: Pastellfarbene Etageren, zuckersüßer Deko-Kitsch, Cake-Pops, Cookies und natürlich jede Menge Cupcakes in sämtlichen Farb- und Geschmacksvarianten.

Vom “Vanilla Wölkchen” bis zum “Fat Elvis”… eigentlich möchte man hier alles probieren!

Ganz billig sind die Mini-Törtchen allerdings nicht, 2,70€ bis 3,50€ muss man pro Cupcake investieren – bei diesen liebevoll gestalteten Kunstwerken geht das aber in Ordnung, denke ich. In unserer vorbestellten 6er-Box landeten schließlich “Vanilla Wölkchen”, “Chocolate Decadence”, “Erdbeer Küsschen”,”Disco”, “Karamell” und “Baileys Cream”. Das Wochenende war also gerettet!

Im Uhrzeigersinn ab links vorne: “Karamell”, “Chocolate Decadence”, “Baileys Cream”, “Disco”, “Erdbeer Küsschen” und in der Mitte “Vanilla Wölkchen”.

Zuhause ging’s dann ans Probieren:

“Baileys Cream”: Ein saftiger, fluffiger Schokokuchen, der in seiner Mitte einen leicht flüssigen Baileys-Kern versteckt, dazu eine dezent karamellig schmeckende Creme on top.

“Erdbeer Küsschen”: Super-saftiger, fruchtiger, heller Teig mit Erdbeermark, dazu ein Topping, das zwar an sich nur einen leichten Erdbeergeschmack aufweist, aber in der Kombi mit dem Kuchen perfekt harmoniert. Hmmm, mehr davon!

“Disco”: Optisch schon ein glitzerndes Highlight, lässt der süße, vanillige Teig auch geschmacklich keine Wünsche offen und die Discokügelchen knuspern lustig im Mund.

“Chocolate Decadence”: Die pure Schokobombe – allerdings für meinen Geschmack schon etwas zu kakaolastig und bitter. Der Teig ist leider nicht ganz so fluffig wie bei den anderen Küchlein. Hm, muss nicht noch mal sein.

“Karamell”: Ein Schokokuchen mit einem flüssigen Karamell-Sirup-Kern in der Mitte. Lecker, aber mit hellem Teig bestimmt noch besser.

“Vanilla Wölkchen”: Sehr fluffiger, süßer Teig mit Kokos und Vanille, noch dazu mit schicker Marshmallow-Deko.

Die Platzierungen:

Nach langen Diskussionen mit meinem Mitesser wurde “Erdbeer Küsschen” als eindeutiger Favorit gekürt,  Platz zwei müssen sich “Vanilla Wölkchen” und “Disco” teilen. Insgesamt konnten die Cupcakes mit hellem Teig besser punkten, die schokoladigen Kuchen war meist etwas bitter, aber das ist wohl Geschmackssache. Sicher ist, der Shop “Wir machen Cupcakes” wird jetzt noch öfter frequentiert!

Wir machen Cupcakes
Utzschneiderstrasse 12
80469 München
 

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Da noch so viele Zutaten übrig waren, gab es am Tag drauf gleich noch einmal Burger. Einen Doubleveggiburger mit Zwiebeln und Tomaten und einen Doublefleischburger mit zweifach Camembert. Für mich. Alleine. Komatös beschreibt den Zustand danach wohl am besten. Aber glücklich!

Der Monsterburger!

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