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Posts Tagged ‘Karamell’

Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-1

Nachdem wir euch zuletzt mit unserem Rezept für Dulce de leche-Donuts schon eine der amerikanischen Süßspeisen schlechthin präsentiert haben, bleiben wir thematisch in den USA und widmen uns diesmal einer weiteren Institution der nordamerikanischen Küche: Brownies. Die quadratischen schokoladigen Glücklichmacher sind ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein Gericht über die ganze Welt verbreiten und einen Platz in den Kochbüchern und Mägen unzähliger Länder erkämpfen kann. Laut der Oxford Encyclopedia of Food and Drink in America (ja, da gibt es einen eigenen Artikel zu Brownies – hätte ich mich mal lieber auf Food bzw. Culinary History spezialisiert!!) sind Brownies gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA entstanden, und auch wenn sich die ursprünglichen Rezepte stark von den heutigen Varianten unterscheiden, so zeichneten sich die Küchlein schon damals durch viiiiiiel Schokolade und eine schlotzige Konsistenz aus. Heute ist die Zahl der Varianten unüberschaubar, und ich bin mir sicher, dass wir auch auf unserer derzeitigen Reise entlang der amerikanischen Nordostküste mehr als einmal der Versuchung nicht widerstehen können werden. Die Kombination aus noch leicht flüssigem Teig und cremiger Schokolade ist aber auch viel zu verführerisch!

Schön ist auch, dass der Brownie dank seinem simplen Grundgedanken ziemlich anpassungsfähig und offen für kulinarische Trends ist und deswegen seinen Siegeszug rund um die Welt ohne Probleme überstanden hat. So hat sich Jamie Oliver (von dem auch unser bisheriges All-time-favorite-Brownie-Rezept stammt) dann einfach den nach wie vor anhaltenden Salzkaramell-Hype geschnappt und ihn mit den kleinen Schokoküchlein vereint. Das trifft genau unseren Geschmack (und auch den unserer KollegInnen, denn die Brownies wurden uns schon mehrfach aus den Händen gerissen). Falls ihr euch also mit jemandem gut stellen wollt, schnappt euch eine Rührschüssel, rennt in die Küche und fangt an zu backen! Es lohnt sich!

Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-3

Salted Caramel Brownies (für eine 30 x 30 cm-Brownie-Backform):

Für das Salzkaramell
40 ml Schmand
Mark einer halben Vanilleschote
16 g gesalzene Butter
2 Prisen (Meer)Salz
60 g Zucker
40 g Zuckersirup oder Agavendicksaft
Ggf. etwas Puderzucker

Für den Teig
250 g dunkle Schokolade
225 g Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
180 g Zucker
4 große Eier
150 g Mehl

1. Für das Salzkaramell Schmand, Vanillemark und -schote, 8 g Butter und eine ordentliche Prise Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Mischung sollte gerade anfangen, Blasen zu werfen. Vom Herd nehmen, anschließend Zucker und Zuckersirup/Agavendicksaft in einem zweiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat und goldbraun karamellisiert. Die Vanilleschote aus dem anderen Topf entfernen. Das Karamell in die Schmand-Mischung rühren, die restliche Butter hinzufügen und alles auf dem Herd noch einmal kurz erwärmen und durchrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Einen Teller mit Backpapier auslegen, die Karamellmasse darauf gießen und glatt streichen. Das restliche Salz darüberstreuen und im Kühlschrank ca. 20 Min. fest werden lassen.

2. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Für den Teig zunächst die Schokolade grob hacken. Dann 225 g Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf zerlassen und die Schokolade einrühren und schmelzen lassen. Vom Herd nehmen. In einer Schüssel Zucker mit den Eiern mit einem Handrührer verquirlen, dann das Mehl hinzufügen und gut durchrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Jetzt die lauwarme Schokoladen-Mischung einrühren.

3. Eine Backform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit etwas Butter einfetten und den Teig hineingießen. Das Karamell aus dem Kühlschrank holen und zu ¾ löffelweise auf dem Teig verteilen und mithilfe eines Löffelstiels vorsichtig in den Teig hineindrücken. In den Ofen schieben und auf mittlerer Schiene ca. 25 Min. backen. Der Teig sollte am Rand gerade durch, aber in der Mitte noch etwas klebrig sein. In der Form abkühlen lassen, dann herausholen. Die Brownies mit dem restlichen Salzkaramell beträufeln, ggf. mit etwas Puderzucker bestäuben und in Quadrate schneiden.

Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-2

Wir versuchen in den nächsten Tagen mal herauszufinden, ob das Brownie-Gen auch den KanadierInnen vererbt wurde. Falls ihr für uns noch Tipps für Québec und Montreal habt, immer her damit!

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Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-1

Als wir am Ende des letzten Restaurant Days nach über fünf Stunden Flammkuchenteig ausrollen (wusstet ihr, dass man Muskelkater in den Fingern bekommen kann?), Schmand verstreichen und sich die Finger am heißen Ofen verbrennen, erschöpft an den nun leeren Tischen saßen, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir uns bei der Kalkulation des Belags wohl etwas vertan hatten. Warenwirtschaft scheint nicht unsere Stärke zu sein, denn obwohl die 7-8 Kilo Teig restlos verbraucht waren, stapelten sich noch immer beutelweise geschnittene Zwiebeln, gewürfelter Speck und unzählige Becher Crème Fraîche in der Küche. Trotz unserer Bemühungen, die letzten Gäste mit “Abschiedsgeschenken” (hier, ein Becher Schmand für die Kinder!) zu beschenken, blieben wir dennoch auf einigen Zutaten sitzen. In der Woche nach dem Restaurant Day wurden dementsprechend die KollegInnen mit Birnen-Schmand-Walnuss-Kuchen beglückt, Blaubeeren zu Marmelade verarbeitet, Apfelkompott eingekocht und für die Mittagspause im Büro eine Zucchinisuppe angerührt. Nach diesen Anstrengungen leerten sich langsam Keller und Kühlschränke, bis es plötzlich nur noch einige Rollen Ziegenkäse und ein paar hartnäckige Birnen waren, die ganz dringend auf ihre Verarbeitung warteten.

Zum Glück haben wir eine passende Inspiration gefunden, deren Interpretation wir euch nicht vorenthalten möchten. Die Kombination aus Karamell und Käse mag zunächst ungewöhnlich klingen, aber wir garantieren euch: das funktioniert geschmacklich wunderbar! Die Würze des Ziegenkäses und das Bittere des Radicchios werden durch den süßen und knackigen Karamell in Schach gehalten und ergeben eine köstliche Vorspeise (oder mit etwas Brot auch ein Abendessen für zwei).

Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-2

Ziegenkäsetaler mit Kürbiskernkaramell und Radicchio-Birnen-Salat (für 4-6 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise):

60 g Zucker
40 g + 10 g geröstete Kürbiskerne
1 halber Kopf Radicchio
1 große Birne
2 EL Balsamicoessig
3 EL Birnensaft
1 EL Walnussöl
2 EL Olivenöl
½ TL Senf
½ TL Honig
1 Rolle Ziegenkäse
Salz, Pfeffer

1. Für das Kürbiskernkaramell den Zucker in einer beschichteten Pfanne hellbraun karamellisieren lassen, sofort 40 g Kürbiskerne hinzufügen, vermischen und die Masse auf einem Blatt Backpapier dünn verstreichen. Vollständig abkühlen lassen und in acht Stücke brechen, die etwa dem Durchmesser der Ziegenkäserolle entsprechen.

2. Den Radicchio in Streifen schneiden, waschen und trocknen. Die Birne waschen, entkernen und in lange Spalten schneiden.

3. Für das Dressing Balsamicoessig, Birnensaft, Walnuss- und Olivenöl, Senf und Honig mit etwas Salz und Pfeffer verrühren.

4. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Ziegenkäse in acht Scheiben schneiden und nebeneinander auf ein mit Backpapier augelegtes Backblech setzen. Jeweils ein Stück Kürbiskernkaramell auf die Käsescheiben legen. Auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 8-10 Min. backen, bis der Karamell flüssig geworden ist. Währenddessen den Salat und die Birnen auf Tellern anrichten. Sobald die Ziegenkäsetaler fertig sind, diese aus dem Ofen direkt auf die Teller geben, das Dressing über Salat und Birnen verteilen, die restlichen Kürbiskerne darüberstreuen und sofort servieren.

Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-3

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Tchibo-Backwettbewerb die Dritte. Wer keinen Zucker in seinem Essen mag, sollte genau jetzt aufhören zu lesen (wir sehen uns dann nächste Woche wieder). Ich könnte mir vorstellen, dass alleine das Anschauen der Fotos zu einem Zuckerschock führt. Wen das nicht schreckt, der kann sich mit dieser Apfel-Karamell-Tarte die Zeit bis zum Frühlingsanfang versüßen. Gebratene Äpfel mit Zimt und Vanille, dazu eine cremige Karamellsoße und knusprig gebrannte Mandelsplitter – wer jetzt an Bratäpfel denkt, liegt nicht ganz falsch. Dieser Kuchen ist aber noch besser, noch apfeliger, noch süßer: death by caramel!

Apfel-Karamell-Tarte4-1

Bis Montag habt ihr übrigens noch Zeit, um auf der Tchibo-Facebook-Seite für mich und meine Schoko-Kokos-Heart-Pops abzustimmen (1000 Dank, wenn ihr das bereits getan habt – euch winken ewige Dankbarkeit und Kuchen bis zum Abwinken). Natürlich könnt ihr auch für eine der anderen Backkreationen voten, Anna im Backwahn und Alice im kulinarischen Wunderland haben sich z.B. auch mächtig ins Zeug gelegt.

Apfel-Karamell-Tarte-3

Nun zu den Tchibo-Produkten, die ich für meine Tarte verwendet habe: Die Apfelform ist zwar ganz nett anzusehen, gekauft hätte ich sie aber trotzdem nicht. Da erscheint mir eine ganz normale runde oder eckige Form irgendwie praktischer und vielseitiger. Beim Herausheben des Kuchens hat sich auch gezeigt, dass der Stiel des Apfels zum Brechen neigt, an dieser Stelle also ruhig etwas mehr Teig verwenden. Sonst gibt es aber nichts zu meckern, die Verarbeitung ist gut und der herausnehmbare Boden praktisch. Positiv überrascht hat mich dagegen der Apfelspalter (inkl. Schadstellen-Entferner). Eigentlich stehe ich ja tierisch auf vermeintlich unnötige Küchenutensilien (wenn Frau Wu nicht aufpassen würde, würde unsere Küche schon längst im Messie-Chaos versinken), doch bei diesem Gerät war ich zunächst skeptisch. Aber ganz ehrlich: das klappt wirklich! Fix die Schale ab, den Spalter mittig auf den Apfel angesetzt und tataa, ich hatte 20 gleich große Spalten (“normale” Apfelspalter schaffen übrigens gerade einmal acht, zumindest wurde mir das von der Tchibo-Frau versichert) und der Kern wurde auch sauber entfernt. Man braucht allerdings schon ordentlich Kraft, Frau Wu musste im Kampf gegen die harten Granny Smiths auf halber Strecke aufgeben. Für mich war das mit etwas Gedrücke aber machbar, der nächste Apfelkuchen kann also kommen! Da man für diese Form (sie ist etwas kleiner als eine normale Tarteform, also müsst ihr die Mengenangabe ggf. etwas nach oben korrigieren) aber nur zwei Äpfel benötigt, geht das mit dem Messer natürlich auch recht schnell.

Apfel-Karamell-Tarte-2

Apfel-Karamell-Tarte mit gebrannten Mandelsplittern (für eine Tchibo-Apfelform):

Für den Boden
170 g Mehl
80 g Puderzucker
¼ TL Salz
110 g kalte Butter
2 Eigelb

Für die gebrannten Mandeln
50 g ganze Mandeln
50 g Zucker
25 ml Wasser
etwas Sonnenblumenöl
ggf. etwas Vanille und Zimt

Für die Karamellsoße
150 g brauner Zucker
150 ml Sahne
2 EL Butter

Für die Füllung
2 säuerliche Äpfel, z.B. Granny Smith (ca. 40 Spalten)
2 TL Zimt
etwas Vanille (z.B. ein paar Umdrehungen mit der Dr.-Oetker-Vanillemühle oder das Mark einer halbe Schote)
100 g Zucker
2 EL Wasser

1. Für den Boden Mehl, Puderzucker und Salz vermischen. Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Im Mixer oder mit dem Händen vermischen, bis ein krümeliger Teig entsteht. Jetzt das Eigelb hinzufügen und vermischen, bis der feuchte Teig sich zu einem Klumpen formen lässt. Wenn der Teig zu trocken ist, vorsichtig etwas Eiswasser hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen, flachdrücken, mit Mehl bestäuben und in Frischhaltefolie wickeln. Mind. eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Für die gebrannten Mandeln Wasser und Zucker in eine beschichtete Pfanne geben, ggf. etwas Vanille und/oder Zimt hinzufügen, und alles gut vermischen. Sobald alles leicht köchelt, die Mandeln dazugeben, gut verrühren und nun einfach warten, bis das Wasser verkocht ist. Sobald sich die Konsistenz ändert (es wird sandig), rühren was das Zeug hält! Die Masse wird die Konsistenz mehrmals wechseln, also nicht wundern, ihr macht alles richtig (hier gibt es auch eine bebilderte Step-by-Step-Anleitung). Der Zucker schmilzt erneut (das Rühren nicht vergessen!) und die Mandeln werden karamellisiert. Wenn die Mandeln zu glänzen beginnen und sie kurz darauf aussehen wie “echte” gebrannte Mandeln vom Weihnachtsmarkt, die Pfanne vom Herd nehmen und die Mandeln auf zuvor eingeöltem Backpapier verteilen. Dann komplett auskühlen lassen. Zur Weiterverarbeitung die Mandeln in einen Gefrierbeutel geben und zerschlagen oder mit einem Messer hacken (ihr könnt die Mandeln natürlich auch pur snacken oder verschenken – wir hatten sie z.B. in unserem letzten Post-aus-meiner-Küche-Päckchen).

3. Für die Karamellsoße Zucker, Sahne und Butter in einem Topf zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Leicht köcheln lassen, bis sich ein dicklicher Karamellsirup gebildet hat. Das dauert etwa 10-15 Min. Überschüssige Karamellsoße kann übrigens einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

4. Für die Füllung die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden (ca. fünf pro Viertel). In einer Schüssel mit Zimt und Vanille mischen. In einer Pfanne den Zucker mit dem Wasser erhitzen und langsam schmelzen lassen. Dann die Äpfel dazugeben, alles unter Rühren karamellisieren und die Äpfel für 3-5 Min. weich kochen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

5. Ofen auf 190°C vorheizen. Die Tarteform einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5-6 cm größer als die Form ausrollen und dann vorsichtig in die Form legen. Den Teig bis oben an den Rand andrücken. Dann mit Backpapier abdecken und mit trockenen Hülsenfrüchten o.ä. beschweren. Im Ofen für 10 Min. blind backen.

6. Den vorgebackenen Teig aus dem Ofen holen und den Boden mit einer dünnen Schicht Karamellsoße bestreichen. Die Äpfel fächerförmig darauf verteilen, bis der ganze Boden bedeckt ist. Die gebrannten Mandelsplitter darüber streuen.

7. Für 20 Min. backen, dann die restliche Karamellsoße über die Äpfel gießen und weitere 10 Min. backen. Aus dem Ofen holen und nur kurz abkühlen lassen. Dann pur oder mit einer Kugel Vanilleeis genießen.

8. Aufs Sofa legen und sich glücklich den Bauch reiben.

Apfel-Karamell-Tarte-1

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Lieber Herbst,

was ist los mit Dir? Bist Du verwirrt? Nimmst Du Drogen?? Oder was soll der ganze Schnee vor meiner Tür??? Du bist kaum zwei Minuten da, schon gibst Du auf und lässt den Winter ran. Falls Du vergessen hast, was typisch für Dich ist, kann ich Dir etwas auf die Sprünge helfen: Du erweckst bei mir urplötzlich gewisse Gelüste – ich habe Heißhunger auf Kürbis, die Kombination aus Apfel und Zimt findet sich auf einmal in sämtlichen Speisen und ich werde von einer ansonsten nicht so ausgeprägten Bastellaune überrumpelt.

Genau zur richtigen Zeit landete ein Buch in meinem Briefkasten, mit dem ich meine Herbstlaune voll ausleben kann: “Die wunderbare Welt von Fräulein Klein” (Callwey). Als fleißige Leserin von Fräulein Kleins (aka Yvonne Bauers) Blog freue ich mich besonders, dass ihre tollen, kreativen Ideen und Rezepte jetzt auch in Form eines Buchs erhältlich sind. Und ich muss sagen, das Buch schafft es auf 160 Seiten, die Atmosphäre des Blogs mithilfe der liebevollen Gestaltung (angefangen beim farblich auf die Kuchendeko des Covermotivs abgestimmten Lesebändchen, bis hin zum DIY-Charme der Innenseiten), der Vielzahl an Bildern sowie der (teilweise bereits bekannten) Deko- und Backideen wirklich gut wiederzugeben. Schön ist auch die Unterteilung in Jahreszeitenkapitel, sodass zur jeweiligen Stimmung die entsprechenden Rezepte und Dekovorschläge schnell gefunden werden können. Gerade die Herbstseiten haben es mir angetan – das passt natürlich prima und so wurden meine Herbstgelüste schnell in Apfel-Karamell-Cupcakes und in fruchtigen Serviettendruck umgesetzt.

Beim Backen der kleinen Törtchen kam es aber zu leichten Irritationen: Leider fehlt in der Zutatenliste das Mehl und somit auch die komplette Grammangabe. Im Rezepttext taucht das Mehl dann plötzlich auf, aber leider auch hier ohne konkrete Angabe. Grmpf! Das ist natürlich ziemlich ärgerlich! Das Mehl habe ich dann einfach nach Gefühl dazugegeben. Blöd, dachte ich, da hatte ich mir wohl gerade das Rezept ausgesucht, bei dem die Mengenangabe fehlt. Doch bei einem genaueren Blick ins Buch fällt leider immer wieder auf, dass die Zutatenliste mit dem Rezepttext nicht übereinstimmt. Wirklich schade, hier wäre etwas mehr Gründlichkeit nötig gewesen. Geschmeckt haben die Cupcakes natürlich trotzdem – sie sind ratzfatz zubereitet und besitzen eine sehr saftige Konsistenz.

Apfel-Karamell-Cupcakes à la Fräulein Klein (für 12 Stück):

Teig:
125 g Butter
70 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
110 g Mehl (im Originalrezept nicht angegeben, mit dieser Menge hat es aber gut geklappt)
1 Pck. Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
1 EL Kakao
2 TL Zimt (da ich Zimt so sehr mag, habe ich die Menge etwas erhöht)
1 Msp. gemahlene Nelken
2 Äpfel

Frosting:
200 g Sahne (das Originalrezept sieht 400 g vor, die halbe Menge war aber auch völlig ausreichend)
1 Pck. Vanillezucker
1 TL Zimt (auch hier habe ich die Menge etwas an meinen Geschmack angepasst)

Karamellsoße:
100 g Zucker
50 g Sahne
1 EL Butter

1. Für die Karamellsoße den Zucker in einem Topf zum Schmelzen bringen (nicht umrühren!). Wenn der Zucker anfängt zu karamellisieren, die Butter einrühren und den Topf vom Herd ziehen. Die Sahne einrühren. Falls die Masse hart und klumpig ist, noch mal kurz erwärmen, bis sich der Karamell löst. Auskühlen lassen.

2. Butter mit Zucker, Vanillezucker und Eiern cremig schlagen. Mehl mit Backpulver, Mandeln, Kakao und Gewürzen mischen und unter die Eimasse heben. Äpfel schälen und grob reiben, dann ebenfalls unterheben. In Förmchen füllen und bei 180°C 20 bis 25 Min. backen, danach auskühlen lassen.

3. Für das Frosting die Sahne mit dem Zucker und dem Zimt steif schlagen und mit einem Spritzbeutel oder einem Spachtel auf den Cupcakes verteilen und mit Karamellsoße beträufeln.

Neben einigen schönen Rezepten bietet das Buch auch gleich die dazu passenden Dekorationsideen, die auch fast alle schnell und unkompliziert nachzumachen sind. Ich habe mich sofort in die Servietten mit Birnendruck verliebt und bin gleich zum Bastelladen gerannt.

Viel braucht man dafür nicht: ein paar Stoffservietten, Stoffmalfarbe, einen Pinsel, eine Birne oder einen Apfel (auch Blätter eignen sich gut). Für den Druck das Obst einfach halbieren (den Stiel nicht abschneiden!), etwas trocken tupfen, die Stoffmalfarbe mit einem Pinsel auftragen und feste auf die Servierte pressen. Danach einige Zeit trocknen lassen und zum Abschluss mit dem Bügeleisen fixieren. Voilà, fertig ist die Herbst-Serviette!

Da ich gerade so schön in Drucklaune war, habe ich noch schnell ein paar Geschenkanhänger mit Blättern bedruckt.

Jedes Mal, wenn ich das Buch zur Hand nehme, fallen mir neue, schöne Dinge auf, die ich unbedingt mal ausprobieren muss. Hier ein paar Impressionen aus dem Buch (die schönen weiß besprühten Flaschen werden demnächst in Angriff genommen!!):

Fazit: Ein schön gestaltetes Buch, das die Welt des Blogs gut eingefangen hat und sich bestens zum Verschenken oder Selbstbeschenken eignet. Kleine Abzüge gibt es für die Ungenauigkeit der Rezepte – wer etwas mitdenkt, wird aber auch daran Spaß haben! 4 von 5 Apfel-Cupcakes.

Yvonne Bauer: “Die wunderbare Welt von Fräulein Klein. Backzauber und Dekolust“. Callwey Verlag, München 2012.
€ [D] 19,95 / € [A] 20,60 / sFr. 28.50
ISBN: 978-3-7667-1981-2

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Frau Wu und ich stehen ja ziemlich auf Karamell. Karamellbonbons, Karamellkuchen, Karamelleis, Karamellaufstrich – die Liste könnte noch ewig weitergeführt werden. Kein Wunder, dass mir der letzte selbstgebackene Kuchen mit dem Pinienkernkaramellüberzug so gut geschmeckt hat…

Logischerweise war es also nicht meine Schuld, dass vor zwei Wochen eine Packung Mövenpick Feine Pâtisserie Caramel Kekse im Einkaufwagen landete. Ich konnte einfach nicht anders, von freiem Willen war da nichts zu spüren, irgendwas muss in meinem Hirn falsch gepolt sein. Regulär kostet die Packung 2€, zu meinem Glück lag sie in der “mich-will-keiner-und-ich-laufe-bald-ab-Kiste” für 1,40€. Die Inhaltsmenge ist allerdings SEHR übersichtlich – läppische 85g Kekse, das ergibt dann die schier unglaubliche Menge von 14 Stück.

Man könnte auch einfach Karamell schreiben, aber damit verführt man vermutlich keinen Connaisseur

Gestern Abend haben wir sie dann mal geöffnet und ich ärgerte mich gleich, nicht noch die anderen Packungen aus dem Resteregal gerafft zu haben. Zwischen zwei Lagen Buttergebäck befindet sich eine Karamellfüllung, beides ist sehr luftig und zerschmilzt geradezu im Mund. Der Karamellgeschmack ist schön buttrig/sahnig und die zusätzliche weiße und dunkle Schokolade harmoniert auch super mit dem Rest des Produkts. Einzige Minuspunkte: Wenn ich nicht so eine unmenschliche Selbstbeherrschung an den Tag legen würde, wäre die winzige Menge schneller leer, als unser Kater sein Trockenfutter inhaliert. Außerdem ist die Verpackung für den geringen Inhalt ziemlich überdimensioniert, und weniger goldenes Plastik im Inneren hätte es auch getan.

Die Nahaufnahme täuscht. Der Durchmesser der Kekse beträgt gerade einmal 2 cm

Fazit: Eigentlich zu teuer für diese Mini-Menge, aber jeden Krümel wert. 5 von 5 Zwergkeksen!

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