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Burger bestellen in München feed me up before you go-go-1

Ihr kennt das bestimmt: Da sitzt man abends zu Hause, der Magen knurrt und ganz plötzlich überkommen einen unstillbare Gelüste. Doch der Kühlschrank ist leer (oder nur gelüsteunlustig befüllt). Außerdem wohnt man in Bayern und hat die Rechnung ohne die Ladenöffnungszeiten gemacht. Vielleicht regnet es draußen aber auch in Strömen oder man ist nach einem anstrengenden Tag einfach nicht mehr in der Lage, sich vom Sofa zu erheben.

Der beste Zeitpunkt also, die Essenszubereitung auszulagern und einen Lieferdienst zu bemühen. In der Regel fällt unsere Wahl dann auf Pizza – doch was ist, wenn der Heißhunger nach Burgern verlangt? Aber Burger vom Lieferdienst – ob das so eine gute Idee ist?? Bis vor Kurzem hatten wir diesen Schritt noch nicht gewagt, doch für Lieferheld haben wir drei Burgerlieferdienste in München getestet und nach strengen Kriterien bewertet.

Unsere Voraussetzungen für die Auswahl der Lieferdienste waren: Das Burgerangebot sollte ein zentraler Bestandteil der Speisekarte sein und neben klassischen Burgern auch vegetarische Burger beinhalten. Wir erhofften uns, dadurch die etwas hochwertigeren Angebote zu finden und so Anbieter zu umgehen, bei denen neben Pizza, Döner, Schnitzel, Sushi und Curry auch noch ein Chicken Burger für 3,99€ auf der Karte steht.

Bewertet haben wir Pünktlichkeit der Lieferung, Temperatur des Essens, Optik, Geschmack sowie Qualität und Frische der verwendeten Zutaten.

1. Restaurant Bürger’s

Burger bestellen München Lieferheld-1

Bei Bürger’s handelt es sich um ein Restaurant in Sendling, das auch einen Lieferservice betreibt. Schon mal keine so schlechte Voraussetzung. Wir entscheiden uns für den Veggie Chili Cheese Burger mit Wedges (10,20 €) und den Bacon Cheese Burger mit Pommes (10,80 €) und geben unsere Bestellung über die Lieferhelden-App auf. Praktisch ist, dass man bei Bestellungen immer einen Lieferzeitpunkt angeben kann. So kann man die Bestellung schon nachmittags absenden und pünktlich zum Abendessen steht die Lieferung vor der Tür. So auch hier, es klingelt sogar ein paar Minuten früher als vereinbart. Das Essen kommt warm, aber auf den ersten Blick wird klar, dass zumindest die Buns übliche Massenware sind und auch die Patties sehen nicht gerade selbst gemacht aus. Beim Fleisch bestätigt sich der Verdacht, denn das Patty hat die übliche feine, sehr dichte Konsistenz von TK-Ware. Die Soße ist ok, aber kein Highlight, und leider kann auch die Tatsache, dass das Gemüse immerhin frisch und der Bacon krosser als erwartet ist, es dennoch nicht mehr rausreißen. Auch beim vegetarischen Burger sind wir nicht völlig begeistert. An sich ist der Burger gut mit Salat, Gurken und Chilis belegt. Doch das Brötchenproblem bleibt und beim Patty dominiert vor allem der Chilipart. Der Burger ist scharf – richtig, richtig scharf. So scharf sogar, dass alles andere überdeckt wird und wir den Burger nicht aufessen können. Alles in allem erinnern die Burger ein wenig an das, was wir in unserer Studentenzeit verbrochen haben – irgendwie schon ok, aber eben nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügend. Die Wedges sind allerdings gut gelungen – außen knusprig, innen weich und passend gewürzt – und der mitgelieferte Cole Slaw ist auch genießbar.

2. My Stolz – The Burger Boss

Burger bestellen München Lieferheld-3

Ok, definitiv der Lieferdienst mit dem merkwürdigsten Namen. Wir sind gespannt, ob der Burger Boss wirklich stolz auf seine Burger sein kann. Nachdem wir uns durch die reichhaltige Auswahl geklickt haben (es gibt erfreulicherweise sogar mehr als eine vegetarische Option), klingelt es auch hier zur vereinbarten Zeit an der Tür. Die Lieferung ist warm und schon beim Auspacken wird klar, dass wir heute Abend wohl nicht hungrig ins Bett gehen müssen. Die beiden Burger sind riesig und on top gibt es Cole Slaw und Pommes – das entschädigt für die 2 € Liefergebühr. Im Gegensatz zur ersten Bestellung scheinen Brötchen und Patties tatsächlich selbst gemacht zu sein und auch der Krautsalat schmeckt besser als die übliche Massenware. Beide Burger kommen mit ordentlich Soße und auch bei den übrigen, recht frisch wirkenden Zutaten wurde nicht gespart. Beim Presley Beef Big Burger (11,90 €) ist es sogar etwas zu viel des Guten, denn das eigentlich ganz gute Fleisch geht in der Masse der Zutaten leider etwas unter. Der vegetarische Big Bean BBQ Big Cheeseburger (10,90 €) kommt ganz schön rauchig daher, auch hier ertränkt die Vielzahl der Soßen die übrigen Zutaten ein wenig. Doch Geschmacklich ist der Burger gar nicht mal so schlecht. Das vegetarische Patty recht kross, der Burger mit frischen Zutaten belegt und auch die Pommes sind in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Beide Burger würden wir gerne noch mal ganz frisch aus der Küche probieren.

3. Munich Burger Service

Burger bestellen München Lieferheld-2

Die letzte Station unserer Reise durch Münchens Burgerlieferdienste ist der Munich Burger Service. Hier bekommen wir am meisten für unser Geld. Für rund 25 € erhalten wir neben zwei Burgern mit Pommes und Cole Slaw auch noch eine kleine Packung Eis und ein Getränk. Wieder kommt alles pünktlich und warm bzw. gekühlt bei uns an. Leider bekommen wir nicht das Eis, das wir bestellt hatten, da die Sorte wohl aus war. Stattdessen wird uns eine Ersatzsorte angeboten, die wir aber nicht annehmen müssen. Wollen wir aber, denn immerhin kommt das Eis trotz Hitzewelle noch gefroren bei uns an und zum Glück mögen wir ja fast alle Ben & Jerry’s-Sorten. Damit endet der positive Eindruck des Munich Burger Service allerdings schon, denn gleich beim Auspacken wir klar, dass die Burger eher spärlich und lieblos belegt sind – ganz flach und eingefallen liegen sie da. Ein Blick unter die (Standardsupermarkt-)Buns bestätigt diesen Eindruck: der Vegetable Burger (9,20 €) besteht lediglich aus zwei labbrigen Salatblättern, einem schlechten Fertigpatty und “Spezialsoße”, die zudem nur sehr bescheiden und lieblos auf dem Burger verteilt wurde. Das macht die Sache zu einer mehr als trockenen Angelegenheit. Pappig, muffig und langweilig lautet hier das Fazit – von frischen Zutaten keine Spur. Der Hot Pepper Burger (9,20 €) legt die Latte ähnlich tief: auch hier ein Fertigpatty, dazu immerhin Tomate, Gurke und Jalapeños (aus dem Glas). Auch dieser Burger ist keine Offenbarung. Wir behaupten mal, dass die Burger der gängigen Fast Food-Ketten sogar die bessere Wahl gewesen wären. Ganz schlimm sind allerdings die Pommes – superpappig und von labbriger Konsistenz; geschmacklich dominiert altes Frittierfett. Da kann auch der wohlwollendste Lieferdienstbonus nichts mehr retten. Der Fertig-Cole-Slaw ist dagegen wirklich ok, aber auch keine Wucht. Neee, das war nix! Hier sollte man wirklich nicht bestellen!

Fazit: In München Burger nach Hause zu bestellen, stellt einen vor eine ganz schöne Herausforderung. Man sollte genau auswählen, wo man seine Bestellung aufgibt, denn die Nietenquote scheint recht hoch zu sein. Beim Burger Boss würden wir an einem hungrigen Abend, der nach fettigem Essen, Bier und Actionfilmen schreit, eventuell noch einmal bestellen, die beiden anderen Läden können wir leider nicht empfehlen. Wunderbar funktioniert hat aber die Bestellung über die Lieferhelden-App. Die Bedienung war einfach und übersichtlich und auch bei Zahlung und Lieferung lief alles hervorragend!

Werbung: Vielen Dank an Lieferheld für die ungewöhnliche Aufgabe und die Unterstützung bei diesem Artikel. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

PS: Wer eher Lust hat, seine Burger weiterhin selbst zu machen, kann ja mal in einige unserer Rezepte reinschauen: Sherry-Pilz-Burger, Knödel-Burger, Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa oder North African-style Burger.

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Nordafrikanischer Burger mit Couscous- und Hühnchen-Patty Rezept Feed me up before you go-go-1

Die Idee zu diesem Burger spukte schon eine ganze Zeit in meinem Kopf herum. Ein Burger, der Geschmacksrichtungen und Zutaten der nordafrikanischen Küche aufnimmt und zwischen zwei Brötchenhälften presst, Gewürze wie Zimt und Kreuzkümmel integriert, Kräuter wie Minze und Petersilie unterbringt und natürlich die würzige Schärfe von Harissa mit dem typischen Burgergefühl verbindet. Auch Salzzitronen haben wir versucht unterzubringen, jedoch konnten sie uns beim Experimentieren nicht ganz als Belag überzeugen. Herausgekommen ist am Ende jedoch ein köstlicher Burger, der sowohl in der Variante mit Hühnchen als auch mit den veganen Couscous-Kichererbsen-Patties ganz hervorragend schmeckt. Wenn ihr die restlichen Kichererbsen gleich verwenden wollt, könnt ihr außerdem noch eine kleine Portion Hummus machen und diese ebenfalls auf den Burger streichen.

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-1

Der nordafrikanisch angehauchte Burger ist für mich auch eine gute Gelegenheit, um über das Kochen im 21. Jahrhundert nachzudenken. Nicht dass die Globalisierung der Küche eine Erfindung der letzten 20 Jahre wäre – der Buchtipp von mir als Historiker dazu ist Jürgen Osterhammels überwältigende 1200-Seiten-Globalgeschichte des langen 19. Jahrhunderts -, aber der Siegeszug des Internets hat nationale Grenzen in kulinarischer Hinsicht noch einmal durchlässiger werden lassen. Auch ohne eine riesige Kochbuchsammlung habe ich heute Zugriff auf die Geheimnisse indischen Currys, kann mir anlesen, welche Gerichte für Ecuador typisch sind oder wie in Südafrika gegrillt wird. Auch der kleine Hype um die peruanische Küche im vergangenen Jahr ist ohne diese digitale Entgrenzung kaum vorstellbar.

Während die kulinarischen Geschmäcke offener werden, bestürzt es mich zu sehen, dass diese Offenheit oftmals nicht für die Menschen hinter den Gerichten gilt. Döner ja, aber bitte ohne türkische Einwanderer (dass es sich bei den Menschen hinter der Theke um deutsche Staatsbürger handeln könnte, kommt manchem auch nicht in den Sinn). Asiatische Fusion-Küche? Klar, aber bitte nur von perfekt deutschsprechenden und arbeitstüchtigen Musterimmigranten zubereitet. Wer also meint, Deutschland werde von einer “Flutwelle” bedroht, glaubt die eigene Existenz sei durch “Wirtschaftsflüchtlinge” gefährdet oder behauptet, dass sich hinter jedem muslimischen Asylantrag ein frauenhassender Terrorist verbirgt, sollte auch kein Anrecht auf eine internationale Küche haben! Bleibt doch bei Klößen, esst euren Schweinebraten (wahrscheinlich wird der eh bald verboten, oder?) und freut euch über das gute “deutsche” Schwarzbrot. Wir dagegen hoffen, dass unsere Gesellschaft sich auch in Zukunft verändert und sie so abwechslungsreich und global wird, wie es unsere Essgewohnheiten meist schon sind!

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-2

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-5

Nordafrikanische Burger mit Couscous-Kichererbsen- oder Hühnchen-Patties (für 4 vegetarische oder 4 Hühnchen-Burger):

Für die Soße:
6 EL Tomatenmark
1 EL Sherry
Saft von einer ½ Zitrone
1 EL Honig
2-3 TL Harissa
½ TL Zimt
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
2 EL Wasser
Ggf. 1-2 Tropfen Liquid Smoke
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer möchte, erhöht einfach die Harissamenge.

Für die veganen Couscous-Kichererbsen-Patties:
125 g Coucous
250 ml Gemüsebrühe
1 kleine rote Zwiebel
150 g gekochte Kichererbsen (Dose oder selbst gekocht)
2 EL Tahinpaste
1 EL Semmelbrösel
Gewürze nach Geschmack (z.B. Kreuzkümmel, Zimt, Paprika, Koriander, Ingwer)
Salz, Pfeffer

Den Couscous in einer Schüssel mit der heißen Gemüsebrühe übergießen, verrühren und 5 Min. quellen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel sehr fein würfeln. Die Kichererbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken (es sollten noch Stücke erkennbar sein). Zusammen mit den restlichen Zutaten unter den fertig gequollenen Couscous mischen, mit Gewürzen, Salz und Pfeffer abschmecken und zu einer formbaren Masse kneten. Bis zum Anbraten in den Kühlschrank stellen.

Für die Hühnchen-Patties:
480 g Bio-Hühnerbrust
1 Knoblauchzehe
12 Blätter Minze
12 Blätter Petersilie
¾ TL Harissa
Salz, Pfeffer

Das Fleisch grob würfeln, dann mit einer Küchenmaschine klein hacken (oder einfach durch den Fleischwolf jagen). Knoblauch und Kräuter sehr fein hacken und zusammen mit Harissa und etwas Salz und Pfeffer gründlich mit dem Fleisch vermischen. Aus der Masse vier Patties formen und diese bis zum Anbraten im Kühlschrank lagern.

Für den Rest:
4 Burgerbrötchen (wir vertrauen immer noch auf die großartigen Brioche-Buns von HighFoodality, die sich übrigens auch hervorragend einfrieren lassen!)
½ Zucchini
½ Aubergine
Olivenöl
Salz, Pfeffer
¼ Kopf Salat
Jeweils eine Handvoll Minze und Petersilie
1 rote Zwiebel
100 g Feta

1. Den Ofen auf Grillfunktion stellen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Zucchini längs in dünne Streifen schneiden. Die Aubergine in runde, dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse auf dem Blech verteilen, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Unter dem Grill ca. 10 Min. (bis das Gemüse gut gebräunt ist) garen. Bis zur Verarbeitung im Ofen warm halten.

2. Salat und Kräuter waschen, trocken schütteln. Salatblätter grob zerpflücken und mit den Kräutern vermischen. Die Zwiebel in Ringe schneiden. Den Feta längs teilen und dann vierteln.

3. Für den vegetarischen Burger aus der gekühlten Couscous-Masse vier Patties formen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Patties von beiden Seiten knusprig anbraten. Für die fleischige Variante die Hühnchen-Patties aus dem Kühlschrank holen und in einer Pfanne mit Olivenöl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten. Währenddessen die Buns aufschneiden (wer mag, toastet sie vorher noch kurz an) und auf beiden Seiten mit der Harissasoße bestreichen.

4. Die Burger mit Zwiebelringen, Patty, Feta, gegrilltem Gemüse und Salat belegen. Reinbeißen und debil grinsend in den Burgerhimmel abheben!

Nordafrikanischer Burger mit Couscous- und Hühnchen-Patty Rezept Feed me up before you go-go-3

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Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die “KnödelexpertInnen” bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-4

Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! ;-)

Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
Speiseöl
1 Apfel
½ Kopf Radicchio
4 EL Gorgonzola
360 g Rinderhack
4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Rezept_Veggie-Burger_Portobellopilz_Ziegenkäse_Pesto_Rosso-3

Im vergangenen März waren wir auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen und konnten dort viele liebe BloggerkollegInnen persönlich kennenlernen, die wir bislang nur virtuell getroffen hatten. Eine davon war Britta vom schönen Blog Glasgeflüster, die sich als genauso sympathisch, hilfsbereit und unkompliziert entpuppte, wie ihr Blog vermuten ließ. Umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, dass sie uns in die Riege ihrer Urlaubsvertretungen aufgenommen hat. Heute sind wir deswegen bei Glasgeflüster zu Gast. Da Britta sich ein Rezept gewünscht hatte, das sich auch zum Campen eignet, lag unsere Wahl nahe, denn Burger sind unkompliziert in der Vorbereitung und lassen sich zudem auch wunderbar aus der Hand essen, ohne dass man dabei einen Teller auf den Knien balancieren muss.

Rezept_Veggie-Burger_Portobellopilz_Ziegenkäse_Pesto_Rosso-2

Statt eines Bratlings, dessen Herstellung in der Natur oder auf dem Campingplatz viel zu aufwendig wäre, haben wir uns für einen Belag aus Portobellopilzen, Ziegenkäse und Pesto Rosso entschieden. Das Gemüse kann ganz simpel auf dem Grill zubereitet werden und das Pesto lässt sich bequem zu Hause vorbereiten und im Gläschen mitnehmen. Unseren ganzen Post könnt ihr übrigens hier bei Britta nachlesen. Darin erfahrt ihr nicht nur das Rezept, sondern auch ein wenig über unsere persönliche Campingerfahrungen. Also klickt mal rüber!

Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Ziegenkäse und Pesto Rosso

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Rezept_Veggie-Burger_Portobellopilz_Ziegenkäse_Pesto_Rosso-4

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Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-1-2

Auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen habe ich (wie bereits berichtet) eine Burger-Session angeboten. Da ich nicht nur über Fleisch-Burger reden wollte, hatte ich im Vorfeld ein wenig herumexperimentiert und unser altes Rezept für vegetarische Patties (Achtung, Gruselfotos!) optimiert. Während beim Standardpatty der Geschmack idealerweise direkt aus dem Fleisch kommen sollte und man nur ein wenig Salz und Pfeffer fürs Feintunig benötigt, muss man bei veganen und vegetarischen Bratlingen für eine ordentliche Geschmacksexplosion etwas tiefer in die kulinarische Trickkiste greifen. Ich habe als Basis also eine kräftige Zwiebelsuppe gekocht und zudem eine halbe Aubergine mit Pilzen im Ofen gegrillt. Überhaupt ist es wichtig, bei der Auswahl der Zutaten darauf zu achten, dass am Ende auch eine ansprechende Textur entsteht. Zusätzlich wurden also Walnüsse, eine geraspelte Möhre und grob zerdrückte Kichererbsen zur Burger-Masse gegeben, was einen guten Kontrast zur weichen Konsistenz der Aubergine bildet. Haferflocken, Semmelbrösel und Hartweizengrieß dienen als Bindemittel, sollten aber nicht dominieren, da sonst das Patty zu trocken wird. Die fertige Mischung hält super zusammen, hat ordentlich Biss und ist schön saftig!

Mithilfe von Kräutern oder Gewürzmischungen kann jetzt noch an der Geschmacksschraube gedreht werden, je nachdem, wie der Belag für die Burger aussehen soll. Bei uns kam eine Mango-Tomaten-Koriander-Salsa zum Einsatz, die man eigentlich am liebsten pur aus der Schüssel löffeln würde und auch schon beim Foodbloggercamp gut ankam. Als Soße eignet sich in diesem Fall der Klassiker Tomatenketchup oder eine schnelle Guacamole – beides passt prima zur Salsa. Am Ende noch ein wenig Salat dazu, und fertig ist ein saftiger, fruchtig-exotischer vegetarischer Burger.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-3

Vegane Burger-Patties (für 4 Stück):

½ Aubergine (ca. 160 g)
100 g Pilze
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 ml Weißwein
50 ml Gemüsebrühe
1 kleine Möhre (ca. 80 g)
70 g Kichererbsen
40 g Walnüsse
2 EL gehackte Kräuter (z.B. Koriander, Minze, Petersilie)
35 g Haferflocken
25 g Hartweizengrieß
2 EL Semmselbrösel
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Aubergine waschen und halbieren, die Pilze putzen, beides großzügig mit Olivenöl bestreichen und im Ofen ca. 30 Min. garen.

2. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, die Zwiebel in dünne Viertelringe schneiden und den Knoblauch hacken. Reichlich Olivenöl in einem kleinen Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze braten, bis sie Farbe angenommen haben (ca. 8-10 Min.). Mit ½ TL Salz bestreuen, mit Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und dann die Gemüsebrühe dazuschütten. Etwa 15 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist.

3. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken, Walnüsse und Kräuter hacken. Zusammen mit den Haferflocken und dem Hartweizengrieß in eine Schüssel geben.

4. Aubergine und Pilze aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen. Die Pilze klein schneiden. Die Aubergine häuten und klein hacken, sodass sie schön matschig wird. Alles zusammen mit den Semmelbröseln zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

5. Aus der Masse 4 Patties formen (nicht zu dünn, sonst fallen sie auseinander) und in einer beschichteten Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzen. Die Patties von jeder Seite ca. 4 Min. anbraten. Ggf. nach dem Wenden mit einer Scheibe Käse belegen.

Tipp: Der Geschmack der Patties kann zum Schluss ganz einfach an den jeweiligen Burger-Belag und den eigenen Geschmack angepasst werden. Mit etwas Zatar oder Harissa bekommt die Masse z.B. eine nordafrikanische Note, mit Sojasoße nähert man sich der asiatischen Küche an.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-1

Mango-Tomaten-Koriander-Salsa (für 4-6 Burger):

½ geschälte Mango
1 kleine rote Zwiebel
2 mittelgroße Tomaten
ca. ½ frische rote Chili
Saft von einer Limette
1 große Handvoll Koriander
Salz, Pfeffer

Mango, Zwiebel und Tomaten klein schneiden und in eine Schüssel geben. Je nach gewünschtem Schärfegrad Chili fein hacken und zusammen mit dem Limettensaft unterrühren. Den Koriander waschen, hacken und zur Salsa geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Brötchen kamen diesmal die Brioche-Buns von HighFoodality zum Einsatz, für die Uwe ein Rezept von Smitten Kitchen adaptiert hat. Die Brötchen haben einen feinen, leicht süßlichen Geschmack, sind fest genug, um die ganzen Soßen und Säfte eines Burgers aufzunehmen und lassen sich im Übrigen auch noch super einfrieren.

Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa-4

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle FreundInnen der Burger-Kultur in München: Blog’n’Burger kommt an die Isar und am 27. Mai findet im Hard Rock Cafe die Premiere statt. Wer auch in Zukunft informiert bleiben und sich seinen Platz sichern möchte, sollte den Twitter-Kanal gut im Auge behalten, denn in wenigen Tagen geht es los mit der Platzvergabe!

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Wenn 2014 in China das Jahr des Pferdes ist, dann ist es in München wohl endgültig das Jahr des Burgers. Wo 2012 noch Bubble-Tea-Läden an jeder Ecke emporschossen, kann man heute keinen Schritt mehr gehen, ohne über ein neues Burgerrestaurant zu stolpern. Alleine von der Burgerkette “Hans im Glück” gibt es mittlerweile gefühlte 15 Filialen in der Stadt. Inzwischen haben wir einen guten Teil der Restaurants besucht und werden 2014 unser Bestes geben, die bestehenden Lücken zu schließen. Immerhin einen Besuch haben wir auch im Dezember noch reinquetschen können und uns kurz vor Jahresende in die Maxvorstadt begeben, um “Taste my Burger” einen Besuch abzustatten. Der Laden existiert schon eine Weile, liegt aber etwas außerhalb unserer üblichen Ausgehrouten und wurde deshalb übersehen. Höchste Zeit also, das Versäumnis nachzuholen. Der Silvesterbesuch wurde mitgeschleift und auf gings zu “Taste my Burger”.

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Von Außen wirkt das Restaurant eher unscheinbar, aber im Dunkeln kündet immerhin ein Neonschriftzug von den hier angebotenen Spezialitäten. Drinnen setzte sich das Unscheinbare fort, die Einrichtung wirkt konzeptlos zusammengewürfelt und überhaupt etwas unterkühlt. Gemütlich geht anders, gerade auch weil für einen Samstagabend nicht unbedingt viel Betrieb herrschte. Umso wärmer dann aber der Empfang durch den Besitzer, der unserer Vierergruppe gleich zwei Tische zusammenstellte und sich den ganzen Abend über mehr als freundlich zeigte. Beim Blick auf die nett gestaltete Speisekarte dann gleich die nächste Überraschung: es gibt nur alkoholfreie Getränke, vermutlich fehlt dem Wirt die entsprechende Ausschankgenehmigung. Macht aber nichts, wir sind ja wegen der Burger gekommen. 19 verschiedene Kreationen stehen zur Auswahl, wobei die Zusammenstellung durchaus Kreativität beweist und man einiges findet, was so nicht in den anderen Burgerbratereien der Stadt zu bekommen wäre. Allerdings hätte sich diese Kreativität auch ruhig etwas mehr an den vegetarischen Burgern austoben können, denn davon findet sich leider nur einer auf der Karte. Die Entscheidung dürfte VegetarierInnen dementsprechend leichtfallen.

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Ich habe mich für einen Hula Hula Burger mit gegrillter Ananas und Sweet Chili Relish (7€) mit extra Fleisch (+1€) entschieden und bestellte mein Patty ganz selbstverständlich medium-rare, was allerdings für leichte Probleme sorgte und vom Wirt nur etwas widerwillig akzeptiert wurde. Sabrina wählte den vegetarischen Vleisch-Burger mit gegrilltem Gemüse und Räuchertofu (8,50€), dazu kam jeweils eine Portion Pommes (2,50€). Warum es Probleme mit den Pattys gab, erklärte sich, als die Burger geliefert wurden. Es handelte sich nicht um pures (Rind)Fleisch, sondern um eine Annäherung an die gute alte Frikadelle. Im Fleisch fanden sich Gewürze, Zwiebeln und wahrscheinlich auch Ei und Semmelbrösel. Damit wird es natürlich deutlich schwieriger, den Burger rosa zu braten, da die zusätzlichen Zutaten eine längere Garzeit benötigen. Die Aufgabe war aber trotzdem gut gelöst und die Mischung sehr lecker und auch schön locker. Die Buns kommen aus einer Bäckerei und sind ebenfalls gut gelungen. Etwas fest vielleicht, aber immerhin können sie die saftigen Zutaten gut bändigen. Insgesamt passte die Zusammenstellung der Zutaten auf dem Burger und auch die Soße war schön würzig. Auch unserer Mitesser, die sich für Gorgonzola und Bacon Cheese Special entschieden hatten, waren mit der Wahl zufrieden.

Taste My Burger München-4

Der vegetarische Burger konnte dagegen nicht ganz so gut mithalten. Das gegrillte Gemüse kam zu ölig daher, die Soße etwas zu fad, hier wäre es wünschenswert, wenn an der Gesamtkonzeption noch etwas gefeilt würde. Die Größe der Beilagen-Pommes fiel recht übersichtlich aus – hier hätte man für den Preis schon eine größere Portion erwartet. Geschmeckt haben die TK-Kartoffelschnitze trotzdem, allerdings habe ich an diesem Abend gemerkt, dass man von Läden wie “Hans im Glück” oder “Rotkäppchen” schon ziemlich verwöhnt ist, was die Soßenauswahl betrifft. Ketchup und Majo sind zwar ok, aber man gewöhnt sich schnell an Besonderheiten wie Sweet Chili-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße for free.

Taste My Burger München-1

Alles in allem ein netter Abend, auch wenn der Laden etwas roher und unfertiger wirkt, als man das von den hippen Burgertempeln Münchens sonst gewohnt ist. Dazu passt dann auch, dass die Toiletten nur über die Küche erreichbar sind und die Getränke auf der Kühltruhe eingeschenkt werden (ja genau, so etwas sehen die Gäste dann nämlich …). Das kann durchaus auch seinen Charme haben, kommt irgendwie sympathisch rüber und man merkt dem Besitzer (einem ehemaligen Taxifahrer) auch an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Ich würde den Fleischburgern deswegen auch noch eine zweite Chance geben, wenn ich in der Gegend bin, aber in Anbetracht der großen Anzahl an durchgestylten und gut konzipierten Burgerläden in München ist zu befürchten, dass sich diese Möglichkeit nicht ewig halten wird.

Fazit: Wer also mal keine Lust auf das Studenten-/Yuppie-Publikum aus dem “Hans im Glück” hat und nach einem Pinakotheken-Besuch Burgerhunger verspürt, kann durchaus mal den Weg zur Augustenstraße auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild von den kreativen Burgerangeboten zu machen. 3 von 5 Hamburgerpatties.

Taste my Burger
Augustenstr. 16
80333 München

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Hard-Rock-Cafe-München-Burger-Workshop-2

In letzter Zeit hat das Bloggen bei mir nur unter Druck geklappt. Sommer, Jobstress und eine allgemeine Unlust haben dazu geführt, dass Frau Wu mich ganz schön triezen musste, damit überhaupt was passierte. Und so kommt es, dass dieser Bericht um einen Monat verspätet erscheint – dabei hat selten eine Einladung zu einem Event bei mir solch einen Begeisterungssturm ausgelöst wie diese. Ein Burger-Workshop im Hard Rock Cafe! Ich habe tagelang nicht schlafen können und auch danach noch nachts im Traum in imaginäre Burger gebissen, in der Hoffnung, dass das Event noch nicht vorbei wäre. War es aber leider doch, aber immerhin sind die Erinnerungen noch sehr lebendig und unsere nächsten Besucher werden ganz bestimmt ans Platzl geschleift, wo die Münchner Filiale der Kette ihren Sitz hat.

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Aber der Reihe nach. Das Hard Rock Cafe München hatte sieben BloggerInnen eingeladen, um den perfekten Burger zu kreieren und das reguläre Angebot kennenzulernen. Dazu wurde für uns ein Nebenraum reserviert, in dem mir beim Eintreten erst einmal die Kinnlade ins Bodenlose klappte. Auf zwei Tischen waren gefühlte 200 Zutaten aufgereiht, die darauf warteten, von uns zu DEM Burger addiert zu werden, der dann für eine Woche auf der Karte des Hard Rock Cafes landen würde. Auf den Schock gab es erst einmal einen großen und sehr leckeren Cocktail und eine Begrüßung durch das sympathische Hard-Rock-Cafe-Team. Neben dem Marketing-Team waren das Küchenchef Douglas und Vibe Host (quasi “Oberkellnerin”) Dani. Sie erzählten uns ein wenig vom Konzept und so erfuhren wir, dass die Zutaten fast alle frisch sind und das Meiste im Haus zubereitet wird (z.B. auch die BBQ-Soße). Allerdings werden die Rezepte weltweit aus den USA vorgegeben, was bedeutet, dass der Burger aus München idealerweise genauso schmeckt, wie der aus Hongkong oder Las Vegas.

Und dann ging es auch schon los. Zunächst durften wir uns durch die gesamte Burgerkarte futtern. Ich gebe zu, ich habe vorab große Töne gespuckt: dass sieben Viertel Burger ja quasi nichts wären, dass ich das ohne Probleme schaffen würde etc. Bei 285g-Patties musste ich mein Vorhaben aber schnell aufgeben und konnte am Ende eigentlich nur noch einzelne Bissen probieren. Das lag aber definitiv nicht am Geschmack. Die Patties werden zwar tiefgefroren aus England geliefert, sind aber von hoher Qualität. Etwas zu dicht gepresst für meinen Geschmack, aber sonst wirklich gut. Das Fleisch wird gegrillt und bekommt so eine schöne knusprige Kruste und ist innen idealerweise noch rosa. Damit wäre dann auch der einzige Schwachpunkt identifiziert, denn man sollte sein Fleisch in jedem Fall rare bis medium rare bestellen, da ich auch einen Burger hatte, der komplett durchgebraten war und damit deutlich zu trocken wurde und an Geschmack einbüßte. Also bei der Bestellung einfach darauf achten, dass man seine Vorlieben äußert.

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Gehalten wird jeder Burger von einem saftigen Potato-Bun und dazwischen verbergen sich neun verschiedene Burger-Variationen, von denen wir sieben probieren durften. Geschmeckt haben eigentlich alle auch wenn der Veggie Leggie (das vegetarische Patty war nicht so meins) und der Red, White & Blue Burger (zu viel Blauschimmelkäse) nicht ganz meinen Geschmack trafen. Erneut bestellen würde ich aber den Hickory BBQ Bacon Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln, den California Burger mit frischer Guacamole und vor allem den S.O.B. Hamburger. Letzter kam ebenfalls mit Guacamole daher, bot aber zudem eine würzige und scharfe Chipotle-Paprika-Soße und gegrillte Zwiebeln. Damit hätte ich mich in jedem Fall ins Koma essen können! Die zugehörigen Pommes waren klasse und auch alle Drinks, die ich probieren durfte (z.B. Erbeer-Basilikum-Limonade!!!), konnten überzeugen.

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Zum Schluss durften wir uns dann noch selbst an einer eigenen Burgerkreation versuchen. Trotz der riesigen Auswahl an Zutaten hatte der Herr natürlich Sonderwünsche. Doch das nette Team vom Hard Rock Cafe hat mir tatsächlich den Wunsch nach einer gegrillten Banane erfüllt, sodass ich meinen “Herzinfarkt in München” zusammenstellen konnte. Neben den Bananen habe ich Chipotle-Paprika-Soße, karamellisierte Zwiebeln, Käse, Bacon und Erdnusssoße zusammen mit dem Fleisch zwischen die Brötchenhälften gequetscht. Schön sah das nicht aus und das hat leider auch die Jury so gesehen. Die bestand aus Küchenchef Douglas, Vibe Host Dani und dem Münchner Food-Journalisten Amadeus Danesitz, die jeden Burger probierten und ein ausführliches Feedback abgaben. Bei meinem Hamburger haben sie das Fehlen von frischen Zutaten bemängelt, was ich im Nachhinein bestens nachvollziehen kann. Da muss ich wohl zu Hause noch ein wenig experimentieren. Verdient gewonnen haben übrigens Sabine von Siktwin und Sabrina von Prostmahlzeit, deren Burger super aussahen und auch bei mir ganz schnell im Magen gelandet wären. Aber da ich perverserweise noch die Nachspeisen probieren wollte, wäre dafür sicher kein Platz mehr gewesen. Apple Cobbler und Hot Fudge Brownie kamen auf den Tisch, und ganz ehrlich, davon hätte man eine ganze Familie satt bekommen. Unglaublich lecker waren sie dennoch, und so habe ich immer wieder wie ferngesteuert zum Löffel gegriffen, obwohl mein Magen eigentlich schon längst überquoll. Ein größeres Kompliment kann man einer Küche eigentlich nicht machen, oder?

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Wer also (wie ich) den Plan hat, alle Burger-Restaurants in München durchzuprobieren, der kommt am Hard Rock Cafe einfach nicht vorbei – Kette hin oder her. Die Preise sind zwar ordentlich (12-16 € für einen Burger mit Pommes), aber die Portionen und die Qualität rechtfertigen das durchaus. Dazu kommt eine nette Betreuung, die offen für Sonderwünsche ist und auch die Cocktails sind wirklich empfehlenswert. Spätestens wenn die Burger der beiden Gewinnerinnen auf der Karte stehen, kommen wir bestimmt wieder!

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Vielen Dank an Freddy und Andrea vom Hard Rock Cafe München für die nette Einladung und dem ganzen Hard-Rock-Cafe-Team für den schönen Abend. Meine Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt. Weitere Fotos vom Abend gibt es übrigens hier und bei Petra und Sabrina zu sehen.

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Hui, das war eine ereignisreiche Woche mit einigen holprigen Ups and Downs. Da man aber von den unschönen Dingen in der Regel nur selten Fotos schießt, gibt es heute beim Frage-Foto-Freitag von Ohhh…Mhhh… die volle Dröhnung Glückshormone.

1. Immer wieder gern?

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Ab sofort Bloggerbrunch! Letzten Sonntag luden Julia von Chestnut & Sage und Ramona von Frl. Moonstruck kocht! zum Bloggerbrunch nach Augsburg ein und ein lustiger Haufen koch- und backsüchtiger BloggerInnen folgte ihrem Aufruf. Wenn so viele Gleichgesinnte aufeinandertreffen, dauert es natürlich nicht lange, bis erste Rezepte, Hosting-Tipps und Bildbearbeitungsfachwissen ausgetauscht werden. Bei so viel Gequatsche wurde das Essen selbst fast vergessen und die Tatsache, dass wir gerade mal zehn Fotos auf unserer Speicherkarte vorfanden, spricht dafür, dass die Menschen und die Gespräche einfach viel interessanter waren. Eine unglaublich sympathische Runde, die in dieser Konstellation (und gerne auch erweitert) unbedingt wieder zusammenfinden sollte! Dazu gab’s prall gefüllte Goody Bags (vielen Dank an die Schönhaberei, 5 cups and some sugar und deli für den tollen Inhalt!).

Mit dabei waren übrigens Ylva von Der Klang von Zuckerwatte, Simone von Ofenlieblinge, Jessi von Luxuria Food, Ilka von Die Welt der kleinen Dinge, Carina von InaMias Allerlei, Marie von Schätze aus meiner Küche, Daniel von Prinz Leinad, Nina von Schokobeeri, Johanna von My tasty little beauties, Julia und Nicole von JuNi Lifestyle, Tammy von Miss Tammy, Angelina von Teigfabrik, Sarah von StilKüche, Anna von Annas Backwelt und Patch “Moonstruck” (ohne Blog, aber dafür unglaublich niedlich). An dieser Stelle noch einmal tausend Dank an Julia und Ramona, die diesen großartigen Tag auf die Beine gestellt haben! Das habt ihr toll gemacht!!

2. Immer samstags?

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Wird der Mixer angeschmissen. Meist kommt etwas Fruchtiges heraus, und lecker ist es eigentlich immer. Letzten Samstag wurde es ein Erdbeer-Bananen-Milchshake. Yum!

3. Immer wieder schön?

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Daran erinnert zu werden, dass man von Bergen und Seen umzingelt ist, die innerhalb kürzester Zeit erreichbar sind.

4. Immer ‘ne gute Idee?

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Hier lasse ich Steffen mal antworten: Buuuuurger! Wie zum Beispiel letzten Dienstag beim Burger-Workshop im Münchner Hard Rock Café, bei dem ich mich einmal durch die Speisekarte testen durfte.

5. Einfach immer?

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Große Kartonliebe! Sobald in unserer Wohnung ein Karton auftaucht, dauert es keine zwei Minuten, bis unser Kater darin verschwunden ist. Haben eure Katzen auch so eine Macke?

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Der Mai ist im Mutterland des Burgers traditionell der National Burger Month. Das darf an diesem Blog natürlich nicht unbemerkt vorübergehen, und so gibt es zum hoffentlich bald kommenden Beginn der Grillsaison ein neues Rezept für das beste Fast Food der Welt. Inspiration kam diesmal von einer TV-Show, die seit einiger Zeit in den USA auf dem Travel Channel läuft. In “Burger Land” reist Hamburgerexperte (hallo Traumjob!) George Motz kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach den besten Burgern des Landes. Die dritte Folge führte ihn nach New Orleans, wo er neben französisch angehauchten Burgern auch dem Mushroom Burger im “Port of Call” begegnete. Die Leute standen Schlange vor der Tür und auch ich habe auf dem Sofa zu sabbern begonnen. Wirklich, ich musste mich beherrschen, nicht sofort einen Flug in die Südstaaten zu buchen. Die Kombination aus geschmorten Pilzen und frisch geriebenem Cheddar war so verlockend, dass klar war: das muss nachgekocht werden!

Hamburger-Pilz-Cheddar-1

Unsere Version hat mit den der spanischen Küche entlehnten Knoblauch-Sherry-Pilzen und einer Knoblauchmayonnaise einen mediterranen Dreh erhalten, und eine vegetarische Option gab es natürlich auch. Wobei “Option” diesem Gemüseburgermonster eigentlich nicht gerecht wird, denn laut Frau Wu war es der beste selbst gemachte Burger ever. Das lag mit Sicherheit auch an den Hamburgerbrötchen, für die ich endlich ein gutes Rezept gefunden habe. Nicht zu aufwendig, fein im Geschmack, luftig, aber doch fest genug, um die Füllung zu halten – die wird es bei uns bestimmt noch öfter geben. Ihr merkt schon, wir sprechen hier definitiv von Burgern, die eines Festmonats würdig sind, und allein der Gedanke daran lässt den Speichel schon wieder laufen. Also, heizt den Grill oder die Pfanne an, lasst die Küchenmaschine rotieren und kocht bzw. bratet euch glücklich!

Burger_Pilze_Cheddar_Rucola-1Veggie vs. meat

(Vegetarische) Burger mit Sherry-Pilzen, Cheddar und Rucola (für je 2 vegetarische und fleischige Hamburger):

Hamburger-Buns nach dem Rezept von Bonjour Alsace
Die Buns nach dem Rezept von Bonjour Alsace zubereiten, aber nur vier Brötchen aus dem Teig formen.

Gegrillte Paprika
1 rote Paprika
3-4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Paprika schälen, vierteln, von den Kernen befreien und die Viertel noch einmal halbieren. Zusammen mit 3-4 EL Olivenöl in eine kleine Auflaufform setzen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und bei 220°C für 30-40 Min. in den Backofen schieben. Zwischendurch mal wenden. Aus dem Ofen holen, wenn sie schön weich sind und die Schale leicht schwarz geworden ist.

Knoblauchmayonnaise
100 ml neutrales Pflanzenöl
50 ml kalte Milch
1 TL Zitronensaft
½ Knoblauchzehe
1-2 TL süßer Senf
Salz, Pfeffer

1. Die Milch zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Pfeffer in ein hohes Rührgefäß geben. Die Zutaten mit einem Stabmixer verrühren. Weiterrühren und das Öl in einem dünnen Strahl dazugeben, währenddessen den Mixer leicht schräg halten. Normalerweise sollte sich jetzt schon eine feste Mayonnaise bilden, wenn das nicht der Fall ist, einfach weiterrühren, es kann manchmal auch etwas länger dauern.

2. Wenn die Masse die gewünschte Konsistenz erreicht hat, die Knoblauchzehe hacken und kurz untermixen. Den süßen Senf unterrühren und mit Salz abschmecken.

Sherry-Knoblauch-Pilze
300 g Pilze (z.B. braune Champignons)
3 Knoblauchzehen
5 EL Sherry
2 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl

Die Pilze in Scheiben schneiden und den Knoblauch fein würfeln. In einem kleinen Topf das Öl erhitzen und die Pilze unter ständigem Rühren anbraten, bis sie leicht angebräunt sind. Den Knoblauch dazugeben, kurz mitbraten und mit Sherry und Zitronensaft ablöschen. Bei niedriger Hitze 3-5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Panierte Auberginen
½ dicke Aubergine
Salz
Mehl
1 Ei
Paniermehl
Olivenöl

1. Die halbe Aubergine in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit Salz bestreuen. Warten bis Wasser austritt und das dann mit einem Küchentuch abtupfen.

2. Drei tiefe Teller zum Panieren bereitstellen. In den ersten Teller etwas Mehl geben, in den zweiten ein verquirltes Ei und in den dritten Semmelbrösel. Die Auberginenscheiben der Reihe nach von beiden Seiten durch die drei Teller ziehen und zur Seite stellen.

3. In einer Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen – es sollte den Boden mind. 0,5 Zentimeter bedecken – und die Auberginenscheiben von jeder Seite goldbraun ausbacken.

Was ihr sonst noch braucht:
250 g Rindfleisch
4 Handvoll geriebener Cheddar
2 mittelgroße Tomaten
4 Handvoll Rucola
Ketchup

Ihr merkt schon, Fast Food ist das nicht gerade, man muss schon etwas Zeit einplanen, wenn man in den Genuss dieser köstlichen Burger kommen will. Die Brötchen kann man aber auch gut schon mittags backen und dann bis zum Abend stehen lassen, und auch die gegrillte Paprika und die Mayonnaise lassen sich gut vorbereiten. Wenn es ans Eingemachte geht, sollten Brötchen, Mayonnaise, Pilze und Paprika schon fertig bereitstehen. Die Auberginen sollten paniert sein und der Cheddar gerieben. Dann kann es losgehen:

1. Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und trocken schleudern. Zur Seite stellen.

2. Die Brötchen aufschneiden und entweder im Ofen oder auf dem Grill kurz anrösten. Beide Brötchenhälften mit der Mayonnaise und ggf. etwas Ketchup bestreichen, auf die obere Hälfte Tomatenscheiben und Rucola legen.

3. Das Rindfleisch mit der Hand oder einer Hamburgerpresse in zwei Patties formen und von beiden Seiten leicht salzen und pfeffern. In einer Pfanne oder auf dem Grill von beiden Seiten anbraten. Das Fleisch nicht ganz durchbraten – die Mitte sollte noch rosa sein. Eine ausführlichere Anleitung findet ihr hier.

4. Für die vegetarischen Burger in einer zweiten Pfanne die Auberginenscheiben wie oben beschrieben ausbacken. Die Pilze noch einmal heiß werden lassen.

5. Zum Anrichten die Rindfleischpatties bzw. für den vegetarischen Burger die Auberginenscheiben und die Paprika auf die untere Brötchenhälfte legen, eine Handvoll Cheddar darauf verteilen und einen großen Löffel Pilze auf den geriebenen Käse setzen. Am besten kurz andrücken, damit der Käse zu schmelzen beginnt. Die obere Brötchenhälfte mit den Tomaten und dem Rucola auflegen und sofort reinbeißen.

Wer will, kann natürlich die beiden Versionen auch kombinieren, also Paprika und/oder Auberginen zum Rindfleischburger hinzufügen. Vorausgesetzt, man bekommt das Monster dann noch in den Mund …

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In Sachen Hamburgerkultur hat sich in den letzten Jahren in Deutschland einiges getan, sowohl im Netz als auch in den Küchen der hiesigen Metropolen. Gerade in München kann man sich vor guten Hamburgerrestaurants kaum noch retten und der Aufsteiger des letzten Jahres, das Hans im Glück, hat kürzlich eine zweite Filiale in der Türkenstraße eröffnet. Eine mir bis vor Kurzem noch unbekannte Perle der Burgerkultur verbirgt sich dagegen im Lehel. Das Ca-Ba-Lu, zwischen Englischem Garten und Maximilianstraße gelegen, ist ein kleines Lokal, in dem Burger ganz oben auf der Speisekarte stehen. Mike und Beate Petersen kümmern sich dort um das Wohl der Gäste und bieten jeden Montagmittag ein Burger-all-you-can-eat an. Frische Hamburger? So viel ich will?? Das musste ich natürlich ausprobieren und habe letzte Woche meinen Besuch dorthin geschleppt. Widerstand zwecklos!

Wir hatten reserviert (da das Ca-Ba-Lu selbst mit Außenbereich sehr klein ist, sollte man das auf jeden Fall machen) und saßen in der Septembersonne auf der Terrasse am Thierschplatz. Es standen drei Burger zur Auswahl (Normal, Cheeseburger & Hawaiburger [sic!]) und ein großes alkoholfreies Getränk ist auch im Preis (11,10€) inbegriffen. Alle Burger werden frisch zubereitet und sind von der Größe her so bemessen, dass man sich ohne Probleme durch alle drei Sorten durchprobieren kann. Um genau zu sein, sind sie sogar so klein, dass ich mich bei den ersten beiden Portionen ziemlich zurücknehmen musste, um sie nicht mit zwei-drei Happen zu verschlingen. Ich wollte ja nicht sofort als burgervernichtendes Monster entlarft werden.

Oft bekommt man bei solchen Angeboten ja minderwertige Qualität aufgetischt, nicht aber so im Ca-Ba-Lu. Alle Zutaten waren frisch (Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Japaleños), der Salat kein 08/15 Eisbergsalat und das Fleisch von guter Konsistenz. Ich mag es ja normalerweise eher rosa gebraten, aber da die Patties hier ziemlich dünn sind, ist das vermutlich schwer machbar. Hat dem Geschmack aber auch keinen Abbruch getan. Die Brötchen waren richtig knusprig geröstet und somit in der Lage, die Welle aus leckerer Spezialsoße und Fleischsaft aufzuhalten. Überhaupt war die Komposition der Burger sehr ausgewogen, nicht zu überladen, sodass alle Zutaten ihre Aromen entfalten konnten. Mein Favorit war der Hawai(i)burger, garniert mit einer dünnen Scheibe Ananas und Käse. Ich liebe Ananas im Essen! Am Ende sind es bei mir fünf Hamburger geworden, mein Mitesser, Herr K., hat schon nach vier Portionen kapituliert. Ich hätte mit genügend Zeit auch noch einen sechsten Burger geschafft, aber dann wohl den Nachmittag stöhnend und auf dem Rücken liegend im Englischen Garten verbringen müssen und wäre bestimmt nicht mehr in der Lage gewesen, bis sieben Uhr in der Staatsbibliothek an meinen Texten zu arbeiten.

Herr K. kämpft mit Hamburger Nr. 4

Fazit: Ein Lokal, das mit dem Spruch “Best Burgers in Town” wirbt, legt die Latte natürlich hoch. Allerdings wurde die Höhe im ersten Versuch ohne Probleme genommen und ich werde bestimmt noch einmal zurückkehren und die reguläre Hamburgerkarte auf die Probe stellen. 5 von 5 Burgerpatties!

CA-BA-LU
Thierschplatz 5
80538 München
http://www.ca-ba-lu.de

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Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms “Debby” (aka “Debby-the-bitch”) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Foodfotos und -eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Shake it, baby!

Als eifriger Leser von A Hamburger Today (ja, das ist eine Seite, die sich ausschließlich mit Hamburgern beschäftigt) hatte ich schon oft Lobeshymnen auf die aus New York stammende Kette “Shake Shack” gelesen. Neben den kalifornischen “In-N-Out”-Läden sollte dies der Heilige Gral des Fast-Food-Burgers sein. Zum Glück expandiert Shake Shack gerade unaufhaltsam und hat auch Miami schon erreicht (die Filiale in South Beach hatte ich bereits Wochen vor dem Urlaub auf Google Maps markiert). Schon der erste Eindruck macht klar, dass man es nicht mit einem Burger-King-Abklatsch zu tun hat. Die ganze Einrichtung ist liebevoll und detailverliebt, es gibt viel Holz, eine übersichtliche Karte und auf Bestellung frisch zubereitete Burger. Ich entschied mich für den Single ShackBurger mit Salat, Tomate, Käse und der berühmten Shacksoße (4,80$). Dazu eine Portion French Fries (2,70$) für Frau Wu und zwei riesige Becher Zitronenlimonade mit viel Eis (3,05$). Nach einem halben Tag Art-Deco-Gebäude bewundern in South Beach, war das auch dringend notwendig.

Ich kriege schon wieder Hunger…

Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, bekommt man einen “Shaker” in die Hand gedrückt, der zu vibrieren anfängt, wenn man seinen Burger an der Theke abholen kann. Schließlich vibrierte und zitterte es in unseren Händen und wir konnten das Tablett frisch zubereiteter Köstlichkeiten in Empfang nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der Burger war sehr gut, aber am Ende eben auch nur ein Fast-Food-Burger. Aber wahrscheinlich der beste, den ich je gegessen habe. Das Brötchen war schön knatschig, die Zutaten reichlich und frisch und die Soße (erinnert etwas an Thousand Island Dressing) super lecker. Das Fleisch kam mit einer ordentlichen Kruste, war aber leider zu gar für meinen Geschmack und dadurch etwas trocken. Es hat leider bis zum Ende des Urlaubs gedauert, bis ich raus hatte, dass ich meine Burger wirklich “rare” bestellen muss, damit das Patty in der Mitte noch etwas rosa ist. Die Pommes kamen geriffelt, heiß und knusprig. Die Limo kalt, riesig, nicht zu süß, value for money sagt man wohl dazu. Lustig ist außerdem, dass es auf der Speisekarte eine Rubrik “For Dogs” gibt und als Merchandise Babystrampler mit der Aufschrift “If crying … insert Burger” angeboten werden. Mein Fazit? Gäbe es in München qualitativ ähnlich hochwertige Fast-Food-Burger, würde es um meine Figur wohl endgültig düster bestellt sein!

In der Folge habe ich zahlreiche Burger gegessen oder zumindest bei anderen probiert. Aber meine hohen Erwartungen konnten ehrlich gesagt nie so richtig erfüllt werden. Der Burger, dessen Resten ich mich bei “Bubba Gump” erbarmt hatte, war eigentlich ganz gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Dagegen war ich dort von meinem Salat mit Himbeeren, Schafskäse und Gambas ziemlich überrascht. Der war richtig gut und eine willkommenen Abwechslung zur sonst recht fleischlastigen Ernährung während dieser zwei Wochen. Im schon von der New York Times gefeaturten “Red Light Little River” in Miami dagegen saß man auf einer bezaubernden Terrasse, konnte vorbeischwimmende Manatees beobachten, sich von der hauseigenen Katze die Beine umschmusen lassen und sich wie am Mississippi fühlen. Der Burger (9$) war jedoch etwas enttäuschend. Zu trocken, ein komisches Brötchen, zu wenig Soße. Dafür aber sehr leckere Beilagen (Bratkartoffeln, Pilze mit Speck sowie leicht säuerliche Linsen) und herrlich erfrischende Apfel-Ingwer-Limonade. Solange man nicht den Burger bestellt, ist dieses kleine Restaurant also eine absolute Empfehlung, denn die River Smoked Ribs (12 Stück für 21$), die einer meiner Mitesser bestellt hatte, waren zum Dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fleisch war so zart, dass es fast von den Kochen fiel, und auch die das Fleisch umhüllende Marinade war himmlisch. Zum Glück war die Portion riesig und ich durfte mehr als nur probieren.

Ein leider nicht ganz so perfekter Burger in umso tollerer Atmosphäre (“Red Light Little River”, Miami)

Ich musste trotzdem bis Orlando warten, um einen richtig tollen Burger essen zu können. Und dann ausgerechnet noch bei einer Kette in Downtown Disney. Wobei, eigentlich geht es ja schon gar nicht amerikanischer. Gelandet sind wir im “House of Blues“, in dem die Hamburger zu den “Signature Dishes” gehören und man laut Karte seinen eigenen Burger zusammenstellen konnte. Das habe ich allerdings nicht gemacht, denn der Smoked BBQ Bacon Burger hörte sich so schon gut genug an. Neben dem Bacon waren noch geschmorte Zwiebeln, Käse und natürlich viel Soße auf dem Patty, das ich diesmal “rare” bestellt hatte, verteilt. Das 15$ teure Monster kam zusätzlich mit reichlich frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken und noch mehr Soße, sodass man selbst den Burger nach Belieben aufpimpen konnte. Das Fleisch war genau auf dem Punkt gebraten, innen noch saftig, von guter Qualität und köstlich bis zum letzten Bissen. Auch der Bacon war schön knusprig und hatte ein tolles Raucharoma. Dank free refill habe ich bestimmt einen Liter Cola dazu getrunken, und es dauerte am nächsten Tag eine ganze Weile, bis sich mein Hungergefühl wieder meldete. Fazit: Der Preis ist zwar happig, aber ich habe einen perfekt gegarten Burger mit tollen Zutaten bekommen. Was will man mehr?

Leider nur ein Handyfoto, das den positiven Eindruck nicht ganz korrekt vermitteln kann

Shake Shack Miami
1111 Lincoln Rd.
Miami Beach, FL 33139
www.shakeshack.com/location/south-beach
 
Red Light Little River
7700 Biscayne Blvd,
Miami, FL 33138
www.redlightmiami.com
 
House Of Blues Orlando
1490 E. Buena Vista Dr.
Lake Buena Vista, FL 32830
www.houseofblues.com/venues/clubvenues/orlando

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Burgermeister, Burgeramt, Marienburger, Kreuzburger, Burgerium … liebe Berliner Jungunternehmer, ein bisschen mehr Einfallsreichtum wäre schön! Das hier erinnert an die schreckliche Unsitte seinem Lokal einen lustigen Namen zu geben, der mit dem Wort “Bar” spielt … Kostbar, Wunderbar, Unsichtbar – das ist in erster Linie furchtBAR und nein, nicht im Geringsten kreativ.

Warum ich mich über so etwas echauffiere? Ich war während meines Berlinaufenthalts vor zwei Wochen zu Besuch bei Freunden, die zu meiner großen Freude vorschlugen, Hamburger essen zu gehen. Glücklicherweise schaltet mein Körper bei der Erwähnung des Wortes Hamburger auf Autopilot, da kann mich dann auch kein noch so dämlicher Name aufhalten; ich wurde wie magisch hin zum Boxhagener Platz gezogen. Gut, dass ich nachmittags den Kuchen ausgelassen hatte und somit trotz des reichlichen Mittagessens (Spargel, Kartoffeln, Putenschnitzel und Sauce Hollandaise) wieder Platz für ein ganzes Menü war.

Ziel war das Burgeramt in Friedrichshain, das sowohl ein Lokal zum Sitzen als auch einen Imbiss zum Mitnehmen bietet. Wir hatten einen Tisch drinnen bekommen, der sogar genügend Platz für den Kinderwagen bot, aber leider direkt unter den Lautsprecherboxen stand. Zusammen mit den Geräuschen aus der Küche, dem Mixer an der Bar und den anderen Gästen ergab das eine eindrucksvolle Geräuschkulisse, die gegen Ende der Mahlzeit aber zumindest übertönte, dass unsere 9 Monate alte Begleitung lieber ins Bett als ins Burgeramt wollte.

Die Karte im Burgeramt bietet auch für den verwöhnten Burgerliebhaber eine breite Palette, man kann aus etwa 20 verschiedenen Varianten wählen. Sowohl mit Fleisch, als auch vegetarisch, z. B. mit Halloumi. Ich entschied mich für den Teriyakiburger, bei dem das Fleisch in der japanischen Soße mariniert sein sollte, zusammen mit Pommes und Krautsalat (ca. 7€). Dazu ein großes Radler, dessen Preis von unter 3€ mir wieder einmal schmerzhaft deutlich machte, wie billig Berlin im Vergleich zu München doch ist. Bis die Hamburger zu uns an den Tisch kamen, verging kaum eine Viertelstunde und angesichts der Portion war ich dann doch nicht mehr so sicher, ob das mit den Pommes eine so gute Idee gewesen war.

Wenn die Pommes fast vom Teller fallen, hat die Portion die richtige Größe!

Nun aber zum Burger: Leider wird man in Deutschland fast nie gefragt, wie man sein Fleisch gebraten haben möchte und ich habe auch vergessen von mir aus etwas zu sagen. Ich, zum Beispiel, hätte meine Frikadelle gerne noch etwas rosa gehabt, wohingegen das Fleisch auf diesem Burger komplett durch und deswegen logischerweise leicht trocken war. Zum Glück hielt die Soße kräftig dagegen und gab dem Burger die verlorene Saftigkeit zurück. Als Brötchen dienten durchschnittliche Hamburgerbuns, die aber kross genug waren, um der Soßenflut standzuhalten. Die restlichen Zutaten (Salat, Zwiebeln, Tomaten) waren frisch und passten gut zur Würze der Teriyakisoße. Die Pommes kamen leicht gesalzen und schön knusprig auf den Tisch. Die Krautsalatbeilage wirkte dagegen etwas lächerlich und bestand aus etwa drei Gabeln. Das Kraut hatte die Küche mit getrockneten Cranberries und Erdnüssen gepimpt, was sich zunächst einmal toll anhörte, aber im Mund ziemlich unspektakulär rüberkam. Dann doch lieber eine große Portion triefenden Salats ohne fancy Beilagen. Mein besonderer Dank gilt übrigens der Familie R., die mich an diesem Abend eingeladen hat! :-)

Mit genügend Donuts lassen sich auch sechs Stunden Zugfahrt überleben

Für Nachtisch war nach diesem lukullischen Tag natürlich kein Platz mehr, ich musste sogar die Schokolade von Herrn und Frau R. ablehnen (wirklich!). Aber am nächsten Tag hatte sich mein Magen wieder erholt und glücklicherweise gibt es in Berlin am Hauptbahnhof eine Filiale von Dunkin Donuts. In weiser Voraussicht hatte ich genügend Zeit für den Wechsel von der S-Bahn in den ICE eingeplant. Auch wenn ich inzwischen die Münchner Boogie Donuts besser finde, sind die klebrigen Varianten von Dunkin Donuts immer noch lecker genug, um mich bei jedem Berlinbesuch sabbernd zur nächsten Filiale rennen zu lassen. Diesmal hatte ich mir allerdings einen fiesen Fehlgriff geleistet, denn die Füllung des neuen “Flower Power: Blue Passion”-Donuts (im Bild an den Marshmallows zu erkennen) schmeckte nach einer Mischung aus künstlichem Kaugummi und dem Inhalt eines ganzen Apothekerschranks. Nicht lecker und auf keinen Fall zu empfehlen! Boston Cream, Blueberry und Frosted Coconut dagegen umso mehr!

Fazit: Auch wenn das Fleisch zu lange auf dem Grill lag, war die Kombination mit Teriyakisoße eine tolle Idee, die ich mit Sicherheit zu Hause mal nachkochen werde. 4 von 5 Burgerpatties.

Burgeramt
Krossener Straße 22
10245 Berlin
http://www.burgeramt.com

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Slider selbstgemacht

Unter einem Slider versteht man einen Hamburger, der bei relativ niedriger Temperatur auf einem Zwiebelbett gegart wird. Idealerweise benötigt man dafür eine Grillplatte, aber eine normale Pfanne tut es auch. Die Zubereitung ist denkbar simpel. Aus Hackfleisch (oder irgendeiner vegetarischen Masse) einen Burger formen, Zwiebeln in dünne Ringe oder Würfel schneiden, Pfanne vorheizen und den Bratling von einer Seite kurz anbraten. Währenddessen auf die Oberseite die Zwiebeln türmen und etwas in die Masse eindrücken. Dann den Burger wenden, eine Scheibe Käse drauf und ein kleines Hamburgerbrötchen aufgeschnitten auflegen. Dabei die untere Hälfte mit der Schnittfläche auf den Käse legen (ich habe noch einen Klecks Hunts BBQ Soße drauf verteilt)  und die obere Hälfte auch noch auf den Burgerturm. Der Dampf der Zwiebeln durchdringt jetzt den Burger und die Brötchen und sorgt für ein herrliches Aroma (in der ganzen Wohnung…). Ich habe die Pfanne zudem mit Küchentuch abgedeckt, damit der Dampf besser erhalten bleibt. Eine Zwiebelsauna für den Burger. Ein Geschirrhandtuch geht bestimmt auch, aber das würde ich danach nicht mehr für irgendwas anderes benutzen wollen. Wenn die Zwiebeln weich geschmort sind, nimmt man die obere Brötchenhälfte ab, und versucht die Brötchen/Zwiebel/Burger-Masse mit einem Pfannenwender aus der Pfanne zu holen und ohne größere Sauerei darauf zu legen. Ich habe zudem noch Tomaten hinzugefügt. Schmeckt original wie in einem siffigen Diner irgendwo im Mittleren Westen.

Die Zwiebelringe ruhig dünner schneiden, als hier bei mir geschehen

120g Patties, mit der Hamburgerpresse geformt

Noch ohne Käse

Idealerweise sollte das Fleisch in der Mitte noch leicht rosa sein

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Da noch so viele Zutaten übrig waren, gab es am Tag drauf gleich noch einmal Burger. Einen Doubleveggiburger mit Zwiebeln und Tomaten und einen Doublefleischburger mit zweifach Camembert. Für mich. Alleine. Komatös beschreibt den Zustand danach wohl am besten. Aber glücklich!

Der Monsterburger!

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Camemburger!

Heute auf der Karte: Rindfleischburger mit Camembert und Preiselbeer-Chillisoße & vegetarischer Burger mit Pilzen und karamellisierten Zwiebeln.

Rindfleischburger (für 2 Hamburger):

240 g Rinderhack
Eine Packung Camembert
2 Handvoll Rucula
4 EL Preiselbeeren
Etwas Chili
Eine Messerspitze Ingwer
Salz
Pfeffer

2 Hamburgerbrötchen
Evtl. Ketchup, BBQ-Soße, Hamburgersoße, Senf etc.

1. Für die Soße zunächst die Preiselbeeren aus dem Glas (die mit Gelee) in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Wenn das Gelee flüssig wird, Chili (ich benutze so ein kleines Glas eingelegter und gehackter roter Chilis) und ganz wenig Ingwer (auch aus dem Glas, bekommt man im Asia-Laden) hinzufügen und bis zum gewünschten Schärfegrad nachwürzen. Kurz köcheln lassen und bis zur Zubereitung des Burgers zur Seite stellen. Bis dahin wird die Masse auch wieder fest. Den Rucola waschen und vom Camembert ca. 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Den Grill im Backofen vorheizen.

2. Bei der Zubereitung des Burgers habe ich mich teilweise an die Grundsätze von A Hamburger Today gehalten. Das bedeutete in diesem Fall: Fleisch kaltstellen und erst kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen, NUR Fleisch verwenden (keine Eier, Semmelbrösel, Zwiebeln etc.), Fleischmenge wiegen, erst die fertigen Patties salzen und pfeffern und die Temperatur des Fleisches mit dem Thermometer kontrollieren. Bisher habe ich meine Burger eher wie deutsche Frikadellen zubereitet, aber mit gutem Fleisch ist der ganze Schnickschnack gar nicht nötig. Die Rohlinge habe ich mit meiner neuen Hamburgerpresse (danke an meine Geschwister!) hergestellt, was ganz gut funktionierte, aber ich glaube ich muss die Form in Zukunft fetten, damit sich das Fleisch leichter lösen lässt.

120 g sind eine gute Menge zum befüllen der Hamburgerpresse. Das Wiegen garantiert, dass alle Burger die gleiche Garzeit haben.

Die fertigen Patties. 100% Rind, nur mit Salz und Peffer gewürzt.

Das Fleisch in einer Pfanne (oder noch besser auf dem Grill) in Öl oder z.B. Schweineschmalz anbraten. Dabei häufiger wenden und mit dem Thermometer die Temperatur im Burger kontrollieren. Die Temperatur sollte 55°C nicht übersteigen, besser schon bei 50°C aus der Pfanne nehmen und mit dem Käse belegt in den Ofen unter den Grill schieben. Wenn der Käse bis zum gewünschten Punkt geschmolzen ist, sollte das Fleisch für mich innen noch leicht rosa (medium-rare) sein.

Ich habe die Burgerbrötchen getoastet und mit einer Mischung aus Hamburgersoße und Hunts BBQ Soße bestrichen. Danach Burger mit Käse, Preiselbeersoße, Rucola und wieder Brötchen. Beim zweiten Durchgang kamen noch die restlichen karamellisierten Zwiebeln von Frau Wu mit drauf.

Das fertige Meisterwerk

FAZIT: Hamharjamharrrrr … 5 von 5 Burgerpatties. Viel besser als die aktuelle McDonalds-Variante und nicht ganz so fies wie der Elvisburger, zum Glück sind noch Fleisch, Käse und Brötchen für morgen übrig.

Vegetarische Hamburger (Zutaten für 4 Hamburger):

Für die Burgermasse
100g Haferflocken
75g Hartweizengrieß
Eine Möhre
Eine Zwiebel
Eine Knoblauchzehe
Ein Schuss Weißwein
150-200ml Gemüsebrühe
Olivenöl

Für den Belag
2 große Zwiebeln
Honig
6-7 Champignons
Rucola
Käse

4 Hamburgerbrötchen
Evtl. Ketchup, BBQ-Soße, Senf etc.

Für die Burgermasse zunächst eine sehr kräftige Zwiebelsuppe kochen. Dazu die Zwiebeln und den Knoblauch kleinschneiden und in einem Topf mit Olivenöl kräftig anbräunen. Mit Weißwein ablöschen und kurz einköcheln lassen. Mit Gemüsebrühe aufgießen und 20 Min. vor sich hin kochen lassen, bis die Zwiebeln weich sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, dabei ruhig großzügig sein, das wird schließlich die Geschmacksgrundlage für die Burgerrohlinge. Während die Suppe köchelt, die Möhre klein raspeln. Grieß und Haferflocken in einer Schüssel mischen und mit der Zwiebelsuppe und einem Schuss Olivenöl verrühren. Nicht sofort die ganze Suppe dazu geben, sondern nach und nach, bis die passende Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte sich gut formen lassen und nicht zu sehr an den Händen kleben. Die Möhren dazu und gut untermischen. Abschmecken und bis zum Anbraten kaltstellen. Die Masse kann natürlich nach Belieben erweitert werden, z.B. mit Gewürzen oder Gemüse.

Für die Hamburgerpresse war die vegetarische Masse leider zu klebrig.

Als nächstes die Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne weich und braun braten. Währenddessen die Pilze in Scheiben schneiden. Wenn die Zwiebeln fertig geschmort sind, etwas Honig in die Pfanne geben und alles kurz karamellisieren lassen. Die Zwiebeln im Ofen warm halten und die Champignons ebenfalls anbraten, würzen und in den Ofen stellen.

Aus der Masse vier flache Bratlinge formen und in einer Pfanne in reichlich Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Wenn gewünscht noch mit Käse belegen und direkt in der Pfanne oder im Ofen unter dem Grill schmelzen lassen. Dann die Brötchen mit Soße bestreichen und mit Bratling, Zwiebeln, Pilzen, Tomaten und Salat belegen.

Die Masse hat eine perfekte Konsistenz und wird in der Pfanne super knusprig!

Das ist nicht etwa Schimmel, sondern türkiser Trabi-Senf von der Schwiegermutter.

Ich habe nur eine kleine Ecke vom vegetarischen Burger bekommen, aber Frau Wu war begeistert (und gleichzeitig neidisch auf meine zartschmelzende Camemburger-Kreation).

Frau Wus FAZIT: Kann man schon machen (lassen), nächstes Mal aber doch lieber mit Camembert …

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