Feeds:
Beiträge
Kommentare

Mit ‘Fettig’ getaggte Beiträge

Wenn 2014 in China das Jahr des Pferdes ist, dann ist es in München wohl endgültig das Jahr des Burgers. Wo 2012 noch Bubble-Tea-Läden an jeder Ecke emporschossen, kann man heute keinen Schritt mehr gehen, ohne über ein neues Burgerrestaurant zu stolpern. Alleine von der Burgerkette “Hans im Glück” gibt es mittlerweile gefühlte 15 Filialen in der Stadt. Inzwischen haben wir einen guten Teil der Restaurants besucht und werden 2014 unser Bestes geben, die bestehenden Lücken zu schließen. Immerhin einen Besuch haben wir auch im Dezember noch reinquetschen können und uns kurz vor Jahresende in die Maxvorstadt begeben, um “Taste my Burger” einen Besuch abzustatten. Der Laden existiert schon eine Weile, liegt aber etwas außerhalb unserer üblichen Ausgehrouten und wurde deshalb übersehen. Höchste Zeit also, das Versäumnis nachzuholen. Der Silvesterbesuch wurde mitgeschleift und auf gings zu “Taste my Burger”.

Taste My Burger München-2

Von Außen wirkt das Restaurant eher unscheinbar, aber im Dunkeln kündet immerhin ein Neonschriftzug von den hier angebotenen Spezialitäten. Drinnen setzte sich das Unscheinbare fort, die Einrichtung wirkt konzeptlos zusammengewürfelt und überhaupt etwas unterkühlt. Gemütlich geht anders, gerade auch weil für einen Samstagabend nicht unbedingt viel Betrieb herrschte. Umso wärmer dann aber der Empfang durch den Besitzer, der unserer Vierergruppe gleich zwei Tische zusammenstellte und sich den ganzen Abend über mehr als freundlich zeigte. Beim Blick auf die nett gestaltete Speisekarte dann gleich die nächste Überraschung: es gibt nur alkoholfreie Getränke, vermutlich fehlt dem Wirt die entsprechende Ausschankgenehmigung. Macht aber nichts, wir sind ja wegen der Burger gekommen. 19 verschiedene Kreationen stehen zur Auswahl, wobei die Zusammenstellung durchaus Kreativität beweist und man einiges findet, was so nicht in den anderen Burgerbratereien der Stadt zu bekommen wäre. Allerdings hätte sich diese Kreativität auch ruhig etwas mehr an den vegetarischen Burgern austoben können, denn davon findet sich leider nur einer auf der Karte. Die Entscheidung dürfte VegetarierInnen dementsprechend leichtfallen.

Taste My Burger München-3

Ich habe mich für einen Hula Hula Burger mit gegrillter Ananas und Sweet Chili Relish (7€) mit extra Fleisch (+1€) entschieden und bestellte mein Patty ganz selbstverständlich medium-rare, was allerdings für leichte Probleme sorgte und vom Wirt nur etwas widerwillig akzeptiert wurde. Sabrina wählte den vegetarischen Vleisch-Burger mit gegrilltem Gemüse und Räuchertofu (8,50€), dazu kam jeweils eine Portion Pommes (2,50€). Warum es Probleme mit den Pattys gab, erklärte sich, als die Burger geliefert wurden. Es handelte sich nicht um pures (Rind)Fleisch, sondern um eine Annäherung an die gute alte Frikadelle. Im Fleisch fanden sich Gewürze, Zwiebeln und wahrscheinlich auch Ei und Semmelbrösel. Damit wird es natürlich deutlich schwieriger, den Burger rosa zu braten, da die zusätzlichen Zutaten eine längere Garzeit benötigen. Die Aufgabe war aber trotzdem gut gelöst und die Mischung sehr lecker und auch schön locker. Die Buns kommen aus einer Bäckerei und sind ebenfalls gut gelungen. Etwas fest vielleicht, aber immerhin können sie die saftigen Zutaten gut bändigen. Insgesamt passte die Zusammenstellung der Zutaten auf dem Burger und auch die Soße war schön würzig. Auch unserer Mitesser, die sich für Gorgonzola und Bacon Cheese Special entschieden hatten, waren mit der Wahl zufrieden.

Taste My Burger München-4

Der vegetarische Burger konnte dagegen nicht ganz so gut mithalten. Das gegrillte Gemüse kam zu ölig daher, die Soße etwas zu fad, hier wäre es wünschenswert, wenn an der Gesamtkonzeption noch etwas gefeilt würde. Die Größe der Beilagen-Pommes fiel recht übersichtlich aus – hier hätte man für den Preis schon eine größere Portion erwartet. Geschmeckt haben die TK-Kartoffelschnitze trotzdem, allerdings habe ich an diesem Abend gemerkt, dass man von Läden wie “Hans im Glück” oder “Rotkäppchen” schon ziemlich verwöhnt ist, was die Soßenauswahl betrifft. Ketchup und Majo sind zwar ok, aber man gewöhnt sich schnell an Besonderheiten wie Sweet Chili-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße for free.

Taste My Burger München-1

Alles in allem ein netter Abend, auch wenn der Laden etwas roher und unfertiger wirkt, als man das von den hippen Burgertempeln Münchens sonst gewohnt ist. Dazu passt dann auch, dass die Toiletten nur über die Küche erreichbar sind und die Getränke auf der Kühltruhe eingeschenkt werden (ja genau, so etwas sehen die Gäste dann nämlich …). Das kann durchaus auch seinen Charme haben, kommt irgendwie sympathisch rüber und man merkt dem Besitzer (einem ehemaligen Taxifahrer) auch an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Ich würde den Fleischburgern deswegen auch noch eine zweite Chance geben, wenn ich in der Gegend bin, aber in Anbetracht der großen Anzahl an durchgestylten und gut konzipierten Burgerläden in München ist zu befürchten, dass sich diese Möglichkeit nicht ewig halten wird.

Fazit: Wer also mal keine Lust auf das Studenten-/Yuppie-Publikum aus dem “Hans im Glück” hat und nach einem Pinakotheken-Besuch Burgerhunger verspürt, kann durchaus mal den Weg zur Augustenstraße auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild von den kreativen Burgerangeboten zu machen. 3 von 5 Hamburgerpatties.

Taste my Burger
Augustenstr. 16
80333 München

Read Full Post »

Apfel-Zimt_Donuts-mit-Cidre-Glasur-4

Vor einigen Wochen startete Nina auf Ninas kleinem Foodblog eine musikalische Gastbeitragsreihe – die Foodblogger-Charts. Verschiedene Foodblogger bekommen von ihr einen Song vorgegeben und sollen daraus ein passendes Rezept kreieren. Als völlige Musiknerds und Fans von Ninas Blog haben wir uns wahnsinnig gefreut, als sie auch uns fragte, ob wir nicht ein durch ein Lied inspiriertes Rezept beisteuern möchten. Und jaaa, wir wollten! Einen kleinen fotografischen Vorgeschmack auf das Resultat unserer musikalischen Backorgie seht ihr hier schon mal. Wenn ihr neugierig seid, welchen Song wir da verbacken haben, dann schaut doch mal auf Ninas Blog vorbei. Dort gibt’s den Artikel in voller Länge, natürlich samt Rezept für oberleckere Apfel-Zimt-Donuts mit Cidre-Glasur. Yum!

Apfel-Zimt_Donuts-mit-Cidre-Glasur-2

Read Full Post »

Chorizo con garbanzos

Vor Kurzem habe ich in der Metro Chorizo, eine scharfe spanische Paprikawurst, im Angebot bekommen und die erste Hälfte letzte Woche schon mit Hackfleisch in einen Hamburger verwandelt. Die beiden übrigen Würste wollte ich in einem meiner spanischen Lieblingsgerichte verwenden und bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen passt das ja ganz gut. Auch wenn es sich eigentlich um einen Eintopf handelt, wie man ihn in vielen spanischen Bars in kleinen Tonschälchen als Tapa vorgesetzt bekommt. In diesem Fall treffen sich süße Kirschtomaten mit der Schärfe der Wurst und einigen Kichererbsen zu einem mediterranen Stelldichein. Dazu passt Baguette zum Auftunken der Soße oder – wie in diesem Fall – auch mal ein Focaccia. Dieses runde Wunder habe ich bei der Bäckerei Kistenpfennig entdeckt (3,50€) und kann es nur weiterempfehlen. Schön fluffig mit leicht öliger Note und kleinen Tomaten, die im Teig Verstecken spielen.

Für zwei Personen

2 kleine Chorizowürste (ca. 12 cm)
1 Dose (400g) Kichererbsen
250 g Kirschtomaten
3 Knoblauchzehen
1-2 EL Limettensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie oder Basilikum)
1 Baguette, Focaccia, Ciabatta o.ä.

1. Die Wurst in Scheiben schneiden und den Knoblauch grob hacken. Die Kichererbsen abgießen. Die Kirschtomaten entweder kurz mit der flachen Seite eines Messers andrücken oder einfach ein wenig anschneiden.

2. Die Wurst in einer Pfanne mit ein wenig Olivenöl von beiden Seiten knusprig braten, den Knoblauch hinzufügen, kurz durchschwenken. Dann die Tomaten und die Kichererbsen dazugeben und alles 5-10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

3. Den Limettensaft einrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. Heiß servieren.

Read Full Post »

Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms “Debby” (aka “Debby-the-bitch”) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Foodfotos und -eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Shake it, baby!

Als eifriger Leser von A Hamburger Today (ja, das ist eine Seite, die sich ausschließlich mit Hamburgern beschäftigt) hatte ich schon oft Lobeshymnen auf die aus New York stammende Kette “Shake Shack” gelesen. Neben den kalifornischen “In-N-Out”-Läden sollte dies der Heilige Gral des Fast-Food-Burgers sein. Zum Glück expandiert Shake Shack gerade unaufhaltsam und hat auch Miami schon erreicht (die Filiale in South Beach hatte ich bereits Wochen vor dem Urlaub auf Google Maps markiert). Schon der erste Eindruck macht klar, dass man es nicht mit einem Burger-King-Abklatsch zu tun hat. Die ganze Einrichtung ist liebevoll und detailverliebt, es gibt viel Holz, eine übersichtliche Karte und auf Bestellung frisch zubereitete Burger. Ich entschied mich für den Single ShackBurger mit Salat, Tomate, Käse und der berühmten Shacksoße (4,80$). Dazu eine Portion French Fries (2,70$) für Frau Wu und zwei riesige Becher Zitronenlimonade mit viel Eis (3,05$). Nach einem halben Tag Art-Deco-Gebäude bewundern in South Beach, war das auch dringend notwendig.

Ich kriege schon wieder Hunger…

Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, bekommt man einen “Shaker” in die Hand gedrückt, der zu vibrieren anfängt, wenn man seinen Burger an der Theke abholen kann. Schließlich vibrierte und zitterte es in unseren Händen und wir konnten das Tablett frisch zubereiteter Köstlichkeiten in Empfang nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der Burger war sehr gut, aber am Ende eben auch nur ein Fast-Food-Burger. Aber wahrscheinlich der beste, den ich je gegessen habe. Das Brötchen war schön knatschig, die Zutaten reichlich und frisch und die Soße (erinnert etwas an Thousand Island Dressing) super lecker. Das Fleisch kam mit einer ordentlichen Kruste, war aber leider zu gar für meinen Geschmack und dadurch etwas trocken. Es hat leider bis zum Ende des Urlaubs gedauert, bis ich raus hatte, dass ich meine Burger wirklich “rare” bestellen muss, damit das Patty in der Mitte noch etwas rosa ist. Die Pommes kamen geriffelt, heiß und knusprig. Die Limo kalt, riesig, nicht zu süß, value for money sagt man wohl dazu. Lustig ist außerdem, dass es auf der Speisekarte eine Rubrik “For Dogs” gibt und als Merchandise Babystrampler mit der Aufschrift “If crying … insert Burger” angeboten werden. Mein Fazit? Gäbe es in München qualitativ ähnlich hochwertige Fast-Food-Burger, würde es um meine Figur wohl endgültig düster bestellt sein!

In der Folge habe ich zahlreiche Burger gegessen oder zumindest bei anderen probiert. Aber meine hohen Erwartungen konnten ehrlich gesagt nie so richtig erfüllt werden. Der Burger, dessen Resten ich mich bei “Bubba Gump” erbarmt hatte, war eigentlich ganz gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Dagegen war ich dort von meinem Salat mit Himbeeren, Schafskäse und Gambas ziemlich überrascht. Der war richtig gut und eine willkommenen Abwechslung zur sonst recht fleischlastigen Ernährung während dieser zwei Wochen. Im schon von der New York Times gefeaturten “Red Light Little River” in Miami dagegen saß man auf einer bezaubernden Terrasse, konnte vorbeischwimmende Manatees beobachten, sich von der hauseigenen Katze die Beine umschmusen lassen und sich wie am Mississippi fühlen. Der Burger (9$) war jedoch etwas enttäuschend. Zu trocken, ein komisches Brötchen, zu wenig Soße. Dafür aber sehr leckere Beilagen (Bratkartoffeln, Pilze mit Speck sowie leicht säuerliche Linsen) und herrlich erfrischende Apfel-Ingwer-Limonade. Solange man nicht den Burger bestellt, ist dieses kleine Restaurant also eine absolute Empfehlung, denn die River Smoked Ribs (12 Stück für 21$), die einer meiner Mitesser bestellt hatte, waren zum Dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fleisch war so zart, dass es fast von den Kochen fiel, und auch die das Fleisch umhüllende Marinade war himmlisch. Zum Glück war die Portion riesig und ich durfte mehr als nur probieren.

Ein leider nicht ganz so perfekter Burger in umso tollerer Atmosphäre (“Red Light Little River”, Miami)

Ich musste trotzdem bis Orlando warten, um einen richtig tollen Burger essen zu können. Und dann ausgerechnet noch bei einer Kette in Downtown Disney. Wobei, eigentlich geht es ja schon gar nicht amerikanischer. Gelandet sind wir im “House of Blues“, in dem die Hamburger zu den “Signature Dishes” gehören und man laut Karte seinen eigenen Burger zusammenstellen konnte. Das habe ich allerdings nicht gemacht, denn der Smoked BBQ Bacon Burger hörte sich so schon gut genug an. Neben dem Bacon waren noch geschmorte Zwiebeln, Käse und natürlich viel Soße auf dem Patty, das ich diesmal “rare” bestellt hatte, verteilt. Das 15$ teure Monster kam zusätzlich mit reichlich frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken und noch mehr Soße, sodass man selbst den Burger nach Belieben aufpimpen konnte. Das Fleisch war genau auf dem Punkt gebraten, innen noch saftig, von guter Qualität und köstlich bis zum letzten Bissen. Auch der Bacon war schön knusprig und hatte ein tolles Raucharoma. Dank free refill habe ich bestimmt einen Liter Cola dazu getrunken, und es dauerte am nächsten Tag eine ganze Weile, bis sich mein Hungergefühl wieder meldete. Fazit: Der Preis ist zwar happig, aber ich habe einen perfekt gegarten Burger mit tollen Zutaten bekommen. Was will man mehr?

Leider nur ein Handyfoto, das den positiven Eindruck nicht ganz korrekt vermitteln kann

Shake Shack Miami
1111 Lincoln Rd.
Miami Beach, FL 33139
www.shakeshack.com/location/south-beach
 
Red Light Little River
7700 Biscayne Blvd,
Miami, FL 33138
www.redlightmiami.com
 
House Of Blues Orlando
1490 E. Buena Vista Dr.
Lake Buena Vista, FL 32830
www.houseofblues.com/venues/clubvenues/orlando

Read Full Post »

Burgermeister, Burgeramt, Marienburger, Kreuzburger, Burgerium … liebe Berliner Jungunternehmer, ein bisschen mehr Einfallsreichtum wäre schön! Das hier erinnert an die schreckliche Unsitte seinem Lokal einen lustigen Namen zu geben, der mit dem Wort “Bar” spielt … Kostbar, Wunderbar, Unsichtbar – das ist in erster Linie furchtBAR und nein, nicht im Geringsten kreativ.

Warum ich mich über so etwas echauffiere? Ich war während meines Berlinaufenthalts vor zwei Wochen zu Besuch bei Freunden, die zu meiner großen Freude vorschlugen, Hamburger essen zu gehen. Glücklicherweise schaltet mein Körper bei der Erwähnung des Wortes Hamburger auf Autopilot, da kann mich dann auch kein noch so dämlicher Name aufhalten; ich wurde wie magisch hin zum Boxhagener Platz gezogen. Gut, dass ich nachmittags den Kuchen ausgelassen hatte und somit trotz des reichlichen Mittagessens (Spargel, Kartoffeln, Putenschnitzel und Sauce Hollandaise) wieder Platz für ein ganzes Menü war.

Ziel war das Burgeramt in Friedrichshain, das sowohl ein Lokal zum Sitzen als auch einen Imbiss zum Mitnehmen bietet. Wir hatten einen Tisch drinnen bekommen, der sogar genügend Platz für den Kinderwagen bot, aber leider direkt unter den Lautsprecherboxen stand. Zusammen mit den Geräuschen aus der Küche, dem Mixer an der Bar und den anderen Gästen ergab das eine eindrucksvolle Geräuschkulisse, die gegen Ende der Mahlzeit aber zumindest übertönte, dass unsere 9 Monate alte Begleitung lieber ins Bett als ins Burgeramt wollte.

Die Karte im Burgeramt bietet auch für den verwöhnten Burgerliebhaber eine breite Palette, man kann aus etwa 20 verschiedenen Varianten wählen. Sowohl mit Fleisch, als auch vegetarisch, z. B. mit Halloumi. Ich entschied mich für den Teriyakiburger, bei dem das Fleisch in der japanischen Soße mariniert sein sollte, zusammen mit Pommes und Krautsalat (ca. 7€). Dazu ein großes Radler, dessen Preis von unter 3€ mir wieder einmal schmerzhaft deutlich machte, wie billig Berlin im Vergleich zu München doch ist. Bis die Hamburger zu uns an den Tisch kamen, verging kaum eine Viertelstunde und angesichts der Portion war ich dann doch nicht mehr so sicher, ob das mit den Pommes eine so gute Idee gewesen war.

Wenn die Pommes fast vom Teller fallen, hat die Portion die richtige Größe!

Nun aber zum Burger: Leider wird man in Deutschland fast nie gefragt, wie man sein Fleisch gebraten haben möchte und ich habe auch vergessen von mir aus etwas zu sagen. Ich, zum Beispiel, hätte meine Frikadelle gerne noch etwas rosa gehabt, wohingegen das Fleisch auf diesem Burger komplett durch und deswegen logischerweise leicht trocken war. Zum Glück hielt die Soße kräftig dagegen und gab dem Burger die verlorene Saftigkeit zurück. Als Brötchen dienten durchschnittliche Hamburgerbuns, die aber kross genug waren, um der Soßenflut standzuhalten. Die restlichen Zutaten (Salat, Zwiebeln, Tomaten) waren frisch und passten gut zur Würze der Teriyakisoße. Die Pommes kamen leicht gesalzen und schön knusprig auf den Tisch. Die Krautsalatbeilage wirkte dagegen etwas lächerlich und bestand aus etwa drei Gabeln. Das Kraut hatte die Küche mit getrockneten Cranberries und Erdnüssen gepimpt, was sich zunächst einmal toll anhörte, aber im Mund ziemlich unspektakulär rüberkam. Dann doch lieber eine große Portion triefenden Salats ohne fancy Beilagen. Mein besonderer Dank gilt übrigens der Familie R., die mich an diesem Abend eingeladen hat! :-)

Mit genügend Donuts lassen sich auch sechs Stunden Zugfahrt überleben

Für Nachtisch war nach diesem lukullischen Tag natürlich kein Platz mehr, ich musste sogar die Schokolade von Herrn und Frau R. ablehnen (wirklich!). Aber am nächsten Tag hatte sich mein Magen wieder erholt und glücklicherweise gibt es in Berlin am Hauptbahnhof eine Filiale von Dunkin Donuts. In weiser Voraussicht hatte ich genügend Zeit für den Wechsel von der S-Bahn in den ICE eingeplant. Auch wenn ich inzwischen die Münchner Boogie Donuts besser finde, sind die klebrigen Varianten von Dunkin Donuts immer noch lecker genug, um mich bei jedem Berlinbesuch sabbernd zur nächsten Filiale rennen zu lassen. Diesmal hatte ich mir allerdings einen fiesen Fehlgriff geleistet, denn die Füllung des neuen “Flower Power: Blue Passion”-Donuts (im Bild an den Marshmallows zu erkennen) schmeckte nach einer Mischung aus künstlichem Kaugummi und dem Inhalt eines ganzen Apothekerschranks. Nicht lecker und auf keinen Fall zu empfehlen! Boston Cream, Blueberry und Frosted Coconut dagegen umso mehr!

Fazit: Auch wenn das Fleisch zu lange auf dem Grill lag, war die Kombination mit Teriyakisoße eine tolle Idee, die ich mit Sicherheit zu Hause mal nachkochen werde. 4 von 5 Burgerpatties.

Burgeramt
Krossener Straße 22
10245 Berlin
http://www.burgeramt.com

Read Full Post »

Ich kann wirklich nicht verstehen, warum sich viele Leute immer beschweren, dass es beispielsweise in den USA kein vernünftiges Brot zum Frühstück gäbe und sie sich nach dem Urlaub als Erstes ein “ordentliches deutsches” Schwarzbrot besorgen müssen. Ich liebe nämlich amerikanisches Frühstück: Bagels, Rührei, Breakfastmuffins und natürlich Pancakes! Über meine Liebe zur deutschen Variante habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausgelassen und die kleineren amerikanischen Geschwister mag ich ebenso gerne. Der Teig ist eine Mischung aus deutschen Pfannkuchen und französischen Crêpes, und zudem wird noch Backpulver untergerührt. Man bekommt die kleinen Teigfladen in den USA ganz klassisch mit Blaubeeren oder einfach pur in Ahornsirup ertränkt. Ich dagegen habe mich heute morgen für die Restverwertung entschieden und so eine Verwendung für die überreife Banane (ich bin da sehr empfindlich und esse Bananen pur eigentlich nur, wenn sie noch grün sind) gefunden. Ahornsirup war leider keins im Haus, deswegen mussten Dulce de Leche sowie Zucker und Zimt herhalten. Das Ergebnis war dennoch so lecker, dass ich mich nicht beherrschen konnte und mich ganz schön überfressen habe. Das Mittagessen kann muss ich heute wohl ausfallen lassen …

Pancakes mit Banane und Walnüssen

Für 4 Personen

175 g Mehl
1 Prise Salz
4 EL (Puder)Zucker
1-2 TL Backpulver
4 EL Butter
2 Eier
200 ml Milch
1 sehr reife Banane
70 g Walnüsse
Pflanzenöl

Leider werden sie bei mir nie so schön rund wie in einem amerikanischen Diner

1. Das Mehl mit Salz, Backpulver und Zucker in einer Rührschüssel vermischen. Butter zerlassen, leicht abkühlen lassen und zusammen mit den Eiern und der Milch aufschlagen. Die Milchmischung zum Mehl geben und alles glattrühren. Den Teig im Kühlschrank mindestens 15 Minuten, ruhig auch länger, ruhen lassen. Er sollte am Ende ziemlich dickflüssig sein.

2. Die Walnüsse grob hacken, die Banane mit einer Gabel zerdrücken und beides unter den Teig rühren.

3. In einer Pfanne etwas Öl bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Mit einer Schöpfkelle drei Teigportionen in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun backen. Die fertigen Pfannkuchen ggf. im Backofen warm halten.

4. Wer am Tag vorher zum Beispiel einen Marathon gelaufen ist, kann es sich jetzt richtig dreckig geben und jeweils drei Pfannkuchen auf einen Teller stapeln und Butterflöckchen zwischen die einzelnen Pfannkuchen geben. Alle anderen greifen einfach nur nach dem Ahornsirup.

Das Grundrezept kann natürlich beliebig variiert werden, beispielsweise mit anderen Früchten.

Hemingway hätte das bestimmt auch für ein gutes Frühstück nach einer durchsoffenen Nacht gehalten

Dieses leckere Frühstück ist gleichzeitig auch unser Beitrag zur Initiative Sonntagssüß.

Read Full Post »

Slider selbstgemacht

Unter einem Slider versteht man einen Hamburger, der bei relativ niedriger Temperatur auf einem Zwiebelbett gegart wird. Idealerweise benötigt man dafür eine Grillplatte, aber eine normale Pfanne tut es auch. Die Zubereitung ist denkbar simpel. Aus Hackfleisch (oder irgendeiner vegetarischen Masse) einen Burger formen, Zwiebeln in dünne Ringe oder Würfel schneiden, Pfanne vorheizen und den Bratling von einer Seite kurz anbraten. Währenddessen auf die Oberseite die Zwiebeln türmen und etwas in die Masse eindrücken. Dann den Burger wenden, eine Scheibe Käse drauf und ein kleines Hamburgerbrötchen aufgeschnitten auflegen. Dabei die untere Hälfte mit der Schnittfläche auf den Käse legen (ich habe noch einen Klecks Hunts BBQ Soße drauf verteilt)  und die obere Hälfte auch noch auf den Burgerturm. Der Dampf der Zwiebeln durchdringt jetzt den Burger und die Brötchen und sorgt für ein herrliches Aroma (in der ganzen Wohnung…). Ich habe die Pfanne zudem mit Küchentuch abgedeckt, damit der Dampf besser erhalten bleibt. Eine Zwiebelsauna für den Burger. Ein Geschirrhandtuch geht bestimmt auch, aber das würde ich danach nicht mehr für irgendwas anderes benutzen wollen. Wenn die Zwiebeln weich geschmort sind, nimmt man die obere Brötchenhälfte ab, und versucht die Brötchen/Zwiebel/Burger-Masse mit einem Pfannenwender aus der Pfanne zu holen und ohne größere Sauerei darauf zu legen. Ich habe zudem noch Tomaten hinzugefügt. Schmeckt original wie in einem siffigen Diner irgendwo im Mittleren Westen.

Die Zwiebelringe ruhig dünner schneiden, als hier bei mir geschehen

120g Patties, mit der Hamburgerpresse geformt

Noch ohne Käse

Idealerweise sollte das Fleisch in der Mitte noch leicht rosa sein

Read Full Post »

Ich gebe es ja zu, eine gewisse Skepsis gegenüber München war vor dem Umzug durchaus vorhanden, aber nach fast zwei Jahren habe ich mich doch irgendwie mit der Stadt angefreundet. Einen guten Anteil daran haben natürlich die kulinarischen Schmanklern, wie z. B. Boogie Donuts, das tolle Sushi bei Sansaro oder zuletzt die Burger bei Hans im Glück. Mit Fasching dagegen konnte ich mich bis heute nicht anfreunden und habe das aufgrund dessen, was man in Faschingskreisen als Humor versteht, auch nicht vor. Aber die Kombination München+Fasching hat dann doch ihre guten Seiten. Schon seit 3-4 Wochen gibt es an jeder Ecke Kreppel (hier sagt man Krapfen…) und zwar immer in mindestens 6-8 verschiedenen Varianten. Bisher habe ich bestimmt schon ein Dutzend Füllungen durch und von den normalen Kreppeln hat mir besonders der Schokokrapfen von Kistenpfennig zugesagt, auch wenn dieser mit Füllung und dickem Überzug mehr als schwer im Magen liegt.

Noch viel toller als die normalen Füllungen sind allerdings die Kreationen, die es bei Rischart gibt und die mehr mit Torten als mit Kreppeln zu tun haben. Die Teiglinge sind alle aufgeschnitten und mit verschiedenen Füllungen und Toppings versehen. Unter anderem Tiramisu, Bienenstich, Him-burger und ………… das absolute Meisterwerk: der Germknödelkrapfen. Das ist ungelogen der beste Kreppel, den ich jemals gegessen habe (und wahrscheinlich auch der kalorienreichste). Zwischen den sehr leckeren Teighälften befindet sich eine süße Sahne-/Mohncreme mit einem dicken Klecks Pflaumenmus und obendrauf eine Zucker-Mohnpanade. Das hört sich zwar erstmal unspektakulär an, aber ich könnte von den Dingern wirklich 3-4 Stück essen, naja, zumindest würde ich es gerne können wollen. Ich hoffe mal, dass Rischart nicht sofort nach der Faschingszeit die Kreppelproduktion einstellt und ich die restlichen Sorten auch noch probieren kann. Zum Beispiel den Schoko-Bananen-Krapfen, zu dem man auf der Facebookseite eine appetitanregende Fotostrecke bewundern kann.

Ich könnte schon wieder einen essen….

Das Innere des Meisterwerks

Fazit: mit 2,40€ sind die Krapfen zwar kein Schnäppchen, aber zumindest der Germknödelkrapfen ist es mehr als wert. 10 von 10 Kreppeln!

Read Full Post »

Auf Mozarts kulinarischen Spuren

Das vorletzte Wochenende hat uns nach Salzburg geführt. Das Mozarthaus haben wir zwar nur von außen gesehen, aber uns dafür einmal durch das Mozart-Merchandiseprogramm gefuttert: Mozartkugeln, Mozartkaffee, Mozartkuchen, Mozartnachtisch… und ich bin mir sicher, dass es noch einige “Mozartspezialitäten” mehr gegeben hätte.

Leider haben wir uns jedoch nicht konsequent genug an die “einheimischen Bräuche” gehalten, sondern ließen uns von hippen Foodtrends verführen. Zumindest steht jetzt fest: Die wohl schlechtesten Cupcakes der Welt gibt es in Salzburg! Ein Schild lockte uns von der Einkaufsstraße in eine Nebengasse, in der ein neu eröffneter Laden auf hungrige Menschen wie uns lauerte. Das Café/Geschäft von Original Salzburger Becher Küchle (jaja, dieses Dialektding hätte uns schon misstrauisch werden lassen sollen) wirkt als Shop zwar ganz nett, als Café ist es allerdings viel zu kahl und ungemütlich eingerichtet. Zwei kleine Tische, von denen einer von der Besitzerin + Anhang okkupiert war, stehen ziemlich verloren im großen Raum und laden nicht wirklich zum Verweilen ein.  Die Einrichtung dieser Läden ähnelt sich aber auch immer sehr; Pastell-Kitsch meets Landhaus meets Apple Store. Die Auswahl der Cupcakes war einigermaßen groß, sie sahen – zumindest auf den ersten Blick – gut aus  und so entschieden wir uns für einen mit Maronen- und einen mit Kokostopping für jeweils 3€. Verpackt wurden sie in einem sehr schicken to-go-Karton. Am Fluss setzten wir uns trotz der Kälte auf eine Bank, betrachteten die vom Schloss gekrönte Altstadt und freuten uns auf fluffige, pappige Kuchen. Tja, war wohl nichts. Fluffig war am Teig gar nichts, nur furchtbar fest und trocken, mit Cupcakes hatte das so viel zu tun wie die Münchener Mensa mit Sterneküche. Die Toppings waren sogar noch schlimmer und geradezu – es tut mir wirklich leid – ekelhaft. Statt klassischem Frosting gab es reine, viel zu fette Buttercreme und der Maronen- bzw. Kokosgeschmack kam leider gar nicht raus. Um noch einmal zu verdeutlichen WIE schlecht diese Cupcakes wirklich waren: Wir haben sie nach der Hälfte im Müll entsorgt. Ja, genau, ich (!!), obwohl ich doch normalerweise fast alles esse, habe kapituliert. Nein, das ging gar nicht und wenn wir im Laden gegessen hätten, wäre das ziemlich peinlich geworden (Cupcake-Frau: Und, schmeckt es euch?, Steffen & Frau Wu: Würg, nee, das ist das ekelhafteste Gebäck, was wir seit langen bekommen haben…). Wir mussten uns dann im tollen Swedish Candyshop mit Veilchen-Lakritz und Gummibärchen den Mund auswaschen…

Etwas überdimensioniert für zwei Cupcakes, aber hübsch anzuschauen und leider das Beste, was der Laden zu bieten hatte

Kokos-Cupcake – Sieht besser aus als er schmeckt

Nach dem Cupcake-Reinfall war dann auch fürs Abendessen wieder genügend Platz im Magen und gemeinsam mit meinem Vater wandten wir uns diesmal der einheimischen Küche zu. Der Alte Fuchs ist ein Traditionslokal mit leicht modernisierter österreichischer Küche und rustikaler Einrichtung. Offensichtlich ist das Lokal gerade deshalb bei Touristen recht beliebt und stark frequentiert. Da es ziemlich voll war, ließ unser Essen etwas auf sich warten und die Bedienungen schienen mit dem Ansturm hungriger Touris offensichtlich auch etwas überfordert. Bestellt hatte ich ein Cordon Bleu mit einer Füllung aus Gemüse und Feta (11,90€) und Frau Wu die Kasnockerl (10,50€), beides sehr deftig, aber lecker und portionsmäßig kaum zu bewältigen. Eigentlich hätten wir danach stoppen müssen, aber die Nachtischkarte war einfach viel zu verlockend und so entschieden wir uns für drei verschiedene Spezialitäten: Apfelstrudel, Mozartknödel und Kaiserschmarrn. Letzter war unglaublich gut und hätte von der Menge her auch als Hauptspeise durchgehen können. Mit 7,50€ für einen Nachtisch auch nicht ganz billig, aber geschmacklich auf jeden Fall sein Geld wert. Ich muss schließlich irgendwann ins Fresskoma gefallen sein, denn am Ende war der Teller doch fast leer und ich nur noch zu undefinierbaren Grunzlauten fähig.

Eingang zum Alten Fuchs

Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster

Die letzte Station der kulinarischen Salzburgtour war am nächsten Tag das Café Mozart in der Fußgängerzone der Altstadt. Roter Plüsch, österreichelnde Kellner, fette Torten – so müssen die feuchten Träume aller (Rentner-)Touristen aussehen. Noch gesättigt vom Frühstückbuffet im Hotel teilten wir uns ein Stück Mozarttorte – was sonst? Natürlich war auch die Torte (Stück 3,30€) eine Kombination der Mozartkugelzutaten: Marzipandecke, Schokoboden, Nugatsahnecreme, Pistaziensahnecreme – yum! Das Mozart-Thema wird hier übrigens bis in letzte Detail durchgezogen – selbst auf der Toilette wird man mit Mozart beschallt. Beim nächsten Salzburg-Ausflug werden wir noch mal hierhin zurückkommen und die unglaublich lecker aussehenden und köstlich duftenden Salzburger Nockerl testen, die die Kellner mehrmals an unserem Tisch vorbei getragen haben.

Kein Peter Pan Kuchen, sondern eine Mozarttorte

Zum Kuchen gab es auf einem silbernen Tablett serviert einen Mozart Café (4,90€) mit Sahne und Mozartlikör – ganz lecker, aber irgendwie etwas zu bitter!

Fazit: Wer plant, die österreichische Küche in ihrer vollen Breite kennenzulernen, der ist mit einem Wochenende in Salzburg mehr als bedient. Das Museum für Moderne Kunst auf dem Mönchsberg bietet Raum für einen intellektuellen Verdauungsspaziergang und die Salzburger sind nicht ganz so schlimm wie Thomas Bernhard sie beschrieben hat. 8 von 10 Mozartkugeln.

Cup Cakes Original Salzburger Becher Küchle
Bergstraße 10
5020 Salzburg
www.original-cupcakes.at
 
Alter Fuchs – Das Stadtwirtshaus
Linzergasse 47-49
5020 Salzburg
www.alterfuchs.at
 
Café Mozart Salzburg
Getreidegasse 22  
5020 Salzburg
www.cafemozartsalzburg.at
 

Read Full Post »

Da noch so viele Zutaten übrig waren, gab es am Tag drauf gleich noch einmal Burger. Einen Doubleveggiburger mit Zwiebeln und Tomaten und einen Doublefleischburger mit zweifach Camembert. Für mich. Alleine. Komatös beschreibt den Zustand danach wohl am besten. Aber glücklich!

Der Monsterburger!

Read Full Post »

Camemburger!

Heute auf der Karte: Rindfleischburger mit Camembert und Preiselbeer-Chillisoße & Vegetarischer Burger mit Pilzen und karamellisierten Zwiebeln

Rindfleischburger (für 2 Hamburger):

240 g Rinderhack
Eine Packung Camembert
2 Handvoll Rucula
4 EL Preiselbeeren
Etwas Chili
Eine Messerspitze Ingwer
Salz
Pfeffer

2 Hamburgerbrötchen
Eventuell Ketchup, BBQ-Soße, Hamburgersoße, Senf etc.

1. Für die Soße zunächst die Preiselbeeren aus dem Glas (die mit Gelee) in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Wenn das Gelee flüssig wird, Chili (ich benutze so ein kleines Glas eingelegter und gehackter roter Chilis) und ganz wenig Ingwer (auch aus dem Glas, bekommt man im Asia-Laden) hinzufügen und bis zum gewünschten Schärfegrad nachwürzen. Kurz köcheln lassen und bis zur Zubereitung des Burgers zur Seite stellen. Bis dahin wird die Masse auch wieder fest. Den Rucola waschen und vom Camembert ca. 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Den Grill im Backofen vorheizen.

2. Bei der Zubereitung des Burgers habe ich mich teilweise an die Grundsätze von A Hamburger Today gehalten. Das bedeutete in diesem Fall: Fleisch kaltstellen und erst kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen, NUR Fleisch verwenden (keine Eier, Semmelbrösel, Zwiebeln etc.), Fleischmenge wiegen, erst die fertigen Patties salzen und pfeffern und die Temperatur des Fleisches mit dem Thermometer kontrollieren. Bisher habe ich meine Burger eher wie deutsche Frikadellen zubereitet, aber mit gutem Fleisch ist der ganze Schnickschnack gar nicht nötig. Die Rohlinge habe ich mit meiner neuen Hamburgerpresse (danke an meine Geschwister!) hergestellt, was ganz gut funktionierte, aber ich glaube ich muss die Form in Zukunft fetten, damit sich das Fleisch leichter lösen lässt.

120g sind eine gute Menge zum befüllen der Hamburgerpresse. Das Wiegen garantiert, dass alle Burger die gleiche Garzeit haben

Die fertigen Patties. 100% Rind, nur mit Salz und Peffer gewürzt

Das Fleisch in einer Pfanne (oder noch besser auf dem Grill) in Öl oder z.B. Schweineschmalz anbraten. Dabei häufiger wenden und mit dem Thermometer die Temperatur im Burger kontrollieren. Die Temperatur sollte 55°C nicht übersteigen, besser schon bei 50°C aus der Pfanne nehmen und mit dem Käse belegt in den Ofen unter den Grill schieben. Wenn der Käse bis zum gewünschten Punkt geschmolzen ist, sollte das Fleisch für mich innen noch leicht rosa (medium-rare) sein.

Ich habe die Burgerbrötchen getoastet und mit einer Mischung aus Hamburgersoße und Hunts BBQ Soße bestrichen. Danach Burger mit Käse, Preiselbeersoße, Rucola und wieder Brötchen. Beim zweiten Durchgang kamen noch die restlichen karamellisierten Zwiebeln von Frau Wu mit drauf.

Das fertige Meisterwerk

FAZIT: Hamharjamharrrrr…..5 von 5 Burgerpatties. Viel besser als die aktuelle McDonalds-Variante und nicht ganz so fies wie der Elvisburger, zum Glück sind noch Fleisch, Käse und Brötchen für morgen übrig.

Vegetarische Hamburger (Zutaten für vier Hamburger)

Burgermasse
100g Haferflocken
75g Hartweizengries
Eine Möhre
Eine Zwiebel
Eine Knoblauchzehe
Ein Schuss Weißwein
150-200ml Gemüsebrühe
Olivenöl

Belag
2 große Zwiebeln
Honig
6-7 Champignons
Rucola
Käse

4 Hamburgerbrötchen
Eventuell Ketchup, BBQ-Soße, Senf etc.

Für die Burgermasse zunächst eine sehr kräftige Zwiebelsuppe kochen. Dazu die Zwiebeln und den Knoblauch kleinschneiden und in einem Topf mit Olivenöl kräftig anbräunen. Mit Weißwein ablöschen und kurz einköcheln lassen. Mit Gemüsebrühe aufgießen und 20 min. vor sich hin kochen lassen, bis die Zwiebeln weich sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, dabei ruhig großzügig sein, das wird schließlich die Geschmacksgrundlage für die Burgerrohlinge. Während die Suppe köchelt, die Möhre klein raspeln. Gries und Haferflocken in einer Schüssel mischen und mit der Zwiebelsuppe und einem Schuss Olivenöl verrühren. Nicht sofort die ganze Suppe dazu geben, sondern nach und nach, bis die passende Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte sich gut formen lassen und nicht zu sehr an den Händen kleben. Die Möhren dazu und gut untermischen. Abschmecken und bis zum Anbraten kaltstellen. Die Masse kann natürlich nach Belieben erweitert werden, z.B. mit Gewürzen oder Gemüse.

Für die Hamburgerpresse war die vegetarische Masse leider zu klebrig

Als nächstes die Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne weich und braun braten. Währenddessen die Pilze in Scheiben schneiden. Wenn die Zwiebeln fertig geschmort sind, etwas Honig in die Pfanne geben und alles kurz karamellisieren lassen. Die Zwiebeln im Ofen warm halten und die Champignons ebenfalls anbraten, würzen und in den Ofen stellen.

Aus der Masse vier flache Bratlinge formen und in einer Pfanne in reichlich Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Wenn gewünscht noch mit Käse belegen und direkt in der Pfanne oder im Ofen unter dem Grill schmelzen lassen. Dann die Brötchen mit Soße bestreichen und mit Bratling, Zwiebeln, Pilzen, Tomaten und Salat belegen.

Die Masse hat eine perfekte Konsistenz und wird in der Pfanne super knusprig!

Das ist nicht etwa Schimmel, sondern türkiser Trabi-Senf von der Schwiegermutter

Ich habe nur eine kleine Ecke vom vegetarischen Burger bekommen, aber Frau Wu war begeistert (und gleichzeitig neidisch auf meine zartschmelzende Camemburgerkreation).

Frau Wus FAZIT: Kann man schon machen (lassen), nächstes Mal aber doch mit Camembert…

Read Full Post »

Es donutet sehr

Münchens bester Donutshop und gleichzeitig mein Lieblingsladen – Boogie Donuts – hat wieder Donuts mit Winter- und Weihnachtsfüllungen im Angebot. Ich hatte am Samstag einen “Adventsdonut” mit Zimtschokoladenüberzug und Pflaumenmusfüllung. Die Schokolade war super, schön dick und knackig und nicht so eine billige Fettglasur wie bei Supermarktdonuts. Allerdings passte das nicht so richtig mit dem Pflaumenmus zusammen. Also nicht falsch verstehen: Das war natürlich immer noch besser als 99% von dem, was man sonst so als Süßspeise konsumiert, aber so richtig überzeugt war ich nicht. Der zweite Donut mit Erdnussbutterfüllung war dafür umso besser, das leicht Salzige der Füllung harmonierte perfekt mit der Süße von Überzug und Teig…

FAZIT: 8 von 10 Donutringen und beim nächsten Mal probiere ich die Bratapfelfüllung!

Boogie Donuts
Blumenstraße 1
80331 München
 

Der Adventsdonut mit Pflaumenmusfüllung

Read Full Post »

Steffen im Glück im Hans im Glück

Das Hans im Glück ist ein “Burgergrill”, der diesen Herbst in der Nymphenburger (sic!) Straße aufgemacht hat. Es handelt sich offensichtlich um eine Kette, eine weitere Filiale gibt es auch in Köln. Die Nachricht von der Eröffnung sorgte bei mir als Burgerenthusiasten natürlich für homerartige Zustände und letzte Woche kam ich dann endlich einmal dazu, dort zu essen. Ich kam leider 45min später als meine Mitesser, aber laut ihnen war der Service sehr aufmerksam und besorgte uns sogar trotz fehlender Reservierung einen Tisch. Wir waren übrigens an einem Sonntagabend um halb sieben da und der Laden war voll. Da scheint sich der nächste München-Hipsterspot anzukündigen.

Der Appetit war zu groß, um vorher an ein Foto zu denken

Ich hatte (leider) einen Tag mit Pizza und viel Kuchen hinter mir, so dass nur noch Platz für einen Burger war (siehe auch First World Problems). Ich versuchte mich schon in der S-Bahn anhand der Karte auf der Homepage zu entscheiden, welcher es denn sein sollte – was habe ich eigentlich ohne mein Smartphone gemacht??? Ich habe mich dann für einen Aioli-Burger entschieden mit – man kann es sich denken – Knoblauchsoße und Rucola. Die anderen zwangen (!) mich noch zu einer gemeinsamen Portion Pommes mit Chilisoße, aber die hätte ich nicht mehr wirklich gebraucht. Der Burger war sehr gut, großes Brötchen, viel Soße, saftiges Fleisch (man kann alle Burger mit Fleisch oder Gemüsebratling bekommen), auch wenn die Frikadelle ruhig etwas größer hätte sein könnte. Immerhin kosten die Dinger zwischen 6 und 7€ (ohne Beilagen wohlgemerkt). Aber dafür gibt es bis 20 Uhr alle Cocktails für 5€ und diese sind nicht gerade klein. Die Pommes waren auch super, schön dick und knusprig, aber die Chilisoße war selbst mir etwas zu scharf. Da es aber auf jedem Tisch Mayonnaise und Ketchup gibt, war das nicht weiter schlimm.

FAZIT: Ich würde werde wieder hingehen, am besten verbunden mit einem Film im benachbarten Cinema.

Hans im Glück
Nymphenburger Strasse 69
80335 München

Read Full Post »

Frühstück in Spanien

Das schöne an Spanien ist, dass man dort für wenig Geld und sehr unkompliziert außer Haus frühstücken kann. Den frischen Kaffee aus der Profimaschine gibt es normalerweise schon für 1,20€ und was Schnelles zum Beißen ist auch nicht viel teurer.

Normalerweise gibt es überall auch eine Auswahl an Stückchen, aber ich würde immer zur Tostada greifen. Das ist einfach ein getoastetes Stück Baguette oder ein Brötchen, das man mit verschiedenen Belägen bekommen kann. Olivenöl und Knoblauchzehen zum Einreiben sind zwar keine angenehme Wahl für meine Mitmenschen, aber schweinelecker. Normalerweise greife ich aber zur “Tostada con tomate y aceite”, also mit kleingeschnittenen Tomaten und Olivenöl. Daneben habe ich aber während meines letzten Aufenthaltes in Andalusien auch noch viel tollere Dinge gegessen, wie zum Beispiel diese unglaublich gute Variante mit Tomate und einem Omelett mit Schinkenwürfeln.

Tostada in Almeria (irgendwo an der Rambla del Obisbo Obrera)

Noch viel toller und fettiger ist allerdings die süße Variante des spanischen Frühstücks: chocolate con churros! Es handelt sich dabei um lange Stücke frittierten Brandteigs, die in dickflüssige, heiße Schokolade getaucht oder auch einfach nur mit Zucker bestreut gegessen werden. Nebenbei auch der perfekte Hangoverkiller! Während meiner Studienzeit in Madrid bin ich mehr als einmal nach einer langen Nacht in die berühmte Chocolatería San Ginés gegangen und nie habe ich den Laden so voll erlebt, wie samstags oder sonntags zwischen 5 und 7 Uhr morgens. In Sevilla habe ich ganz in der Nähe meiner Wohnung einen zwar nicht ganz so schönen, dafür aber um so spanischeren Laden entdeckt, der hervorragende selbst gemachte Churros anbietet. Alutische, diese furchtbaren dünnen Plastikservietten und jeden Morgen und Abend frische Churros. Zusammen mit Orangensaft, Kaffee und einer Zeitung die perfekte Frühstücksvariante für einen warmem Sonntagmorgen. Die Churros in der Cafeteria Imagen (Calle Imagen, Sevilla) sind zwar nicht sternförmig, aber dafür immer frisch aus dem Frittierfett, yummy! Die Schokolade wird im Glas serviert, was sich gegen Ende als etwas unpraktisch erwies: schmales Glas, fast leer + dicke Finger mit kurzen Churros = Sauerei. Aber ich hatte ja einen schier unerschöpflichen Vorrat an Plastikservietten…

Churros in der Cafeteria Imagen (Sevilla)

FAZIT:  Ich brauche einen kleinen Ofen, um die Tostada auch hier so knusprig zu bekommen und muss dringend mal selber Churros machen!

Read Full Post »

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 582 Followern an