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Mit ‘Asiatisch’ getaggte Beiträge

1_Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell

Die liebe Ylva von Der Klang von Zuckerwatte legt eine kleine Blogpause ein und wir freuen uns sehr, sie dort heute mit einem Gastbeitrag (hoffentlich würdig) vertreten zu dürfen. Als sie uns fragte, ob wir Lust hätten, uns für ihren wunderbaren Blog ein Rezept zu überlegen, mussten wir keine Sekunde zögern. Klar hatten wir! Denn Ylva und ihr Blog sind uns schon seit längerer Zeit sehr ans Herz gewachsen. Doch was präsentiert man einer Bloggerin, die mit derart viel Einsatz bloggt, inzwischen sogar Kochvideos dreht und deren Gerichte bei uns schon einen festen Platz im Speiseplan erobert haben? Da wäre zum Beispiel Ylvas Tamagoyaki, eine Art japanisches Omelett, das bei uns inzwischen regelmäßig am Wochenende aus der Pfanne rutscht. Oder die detaillierte Videoanleitung, dank derer auch wir den Dreh mit den pochierten Eiern endlich raus haben! Also, mit was für einem Rezept können wir da noch überraschen? Angeregt durch Ylvas Vorliebe für die asiatische und vor allem japanische Küche, haben wir uns an einen japanisch inspirierten Nachtisch gewagt und hoffen, dass er euren und deinen, liebe Ylva, Geschmack trifft: ein Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell.

Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell-1-2

Klingt lecker? Ist er auch! Das Rezept dafür findet ihr hier und auf Ylvas Blog.

Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell (für 3-4 Portionen):

Für den Pudding
250 ml Milch
250 ml Kokosmilch
3 EL Zucker
3 EL Speisestärke
1 gehäuften TL Matchapulver
2 EL Kokosflocken

Für das Sesam-Karamell
1 TL neutrales Öl
50 g Zucker
1½ EL Wasser
8 g schwarze Sesamsamen
8 g helle Sesamsamen

1. Für das Sesam-Karamell ein Blech mit Backpapier auslegen und mit Öl bepinseln. Zucker und Wasser in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Die Mischung solange kochen lassen, bis sie sich leicht bräunlich verfärbt. Den Sesam unterrühren und kurz köcheln lassen, bis die Masse goldbraun ist, dann auf das vorbereitete Backpapier schütten und ggf. etwas verstreichen. Komplett abkühlen lassen und in Stücke brechen.

2. Für den Pudding in zwei kleinen Töpfen je 125 ml Milch mit 125 ml Kokosmilch mischen, jeweils ca. 3 EL davon abschöpfen. In einer kleinen Schüssel Zucker und Speisestärke vermischen und mit der abgeschöpften Milchmischung glatt anrühren.

3. Die beiden Töpfe mit den Milchmischungen erwärmen. In einen der Töpfe das Matchapulver geben und kräftig verrühren, bis sich der Tee aufgelöst hat (ggf. mit dem Pürierstab durchgehen). In den zweiten Topf die Kokosflocken geben und unterühren. Dann die beiden Milchmischungen zum Kochen bringen, die Hitze etwas reduzieren und jeweils die Hälfte der angerührten Speisestärke-Zucker-Mischung in die Töpfe geben und gut verrühren. Noch einmal kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Die beiden Puddingsorten abwechselnd in Gläser schichten und abkühlen lassen. Zusammen mit dem Sesam-Karamell servieren.

2_Matcha-Kokos-Pudding mit Sesam-Karamell

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Ende November musste ich zum dritten Mal im letzten Jahr beruflich nach Berlin fahren. Diesmal aber immerhin nur als Zuhörer auf einer Tagung, und dank genügend Überstunden konnte ich privat noch ein paar Tage dranhängen. Frau Wu wurde kurzerhand eingepackt und so konnten wir zum Abschluss des Jahres noch einen netten Kurzurlaub in der Hauptstadt verbringen. Genächtigt wurde zentral und stylish im Titanic Comfort Hotel am Spittelmarkt – für einen Kurztrip sehr zu empfehlen, wenn man bereit ist, Style gegen Zimmergröße einzutauschen. Trotz einiger beruflicher Verpflichtungen kam sogar etwas Urlaubsstimmung auf und wir hatten genügend Zeit, gemütlich durch die Stadt zu schlendern, alle zehn Meter eine Kaffee- oder Kuchenpause einzulegen und eine Ausstellung zu besuchen. Dabei haben wir für uns ein paar tolle Orte entdeckt, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten. Vielleicht steht euer nächster Berlin-Besuch ja auch schon an und damit ihr nicht hungrig in der Hauptstadt umherirren müsst, gibt’s ein paar Restauranttipps.

Berlin

Bar Raval: Tapas con Daniel Brühl
Lübbener Straße 1 / www.barraval.de

Unseren ersten Restaurantbesuch hatten wir schon seit einer ganzen Weile auf dem Plan: Spanische Tapas sollten es werden! Wer in Deutschland authentisch spanisch essen gehen will, steht vor einem Problem. Zumindest dann, wenn man erwartet, ähnliche Bedingungen wie in Spanien vorzufinden. Mal schnell auf ein paar Tapas treffen? An der Bar oder einem wackeligen Tisch sitzen und eine Portion Pimientos de Padrón mit einem schnellen Bier runterspülen? Das kann man hierzulande doch eher selten. Die spanischen Lokale, die wir bisher testen konnten, haben wenig mit dem Lebensgefühl der kleinen, unperfekten Bars zu tun, die uns in den Gassen Sevillas, den Ausgehvierteln Madrids oder in der Altstadt Barcelonas begegnen. Meist findet man große, etwas angestaubte Restaurants mit klischéebeschmückten Wänden, deren Tapasauswahl nicht über die üblichen Standards hinausreicht. Inzwischen gibt es glücklicherweise eine Generation moderner Bars, die Ambiente und spanische Tradition verbinden und dabei gleich noch neue Gerichte kreieren (in München z.B. die Bar Palau). Seit einiger Zeit sind auch Berlin-Besucher in der glücklichen Lage, ein solches Lokal finden zu können. Die Bar Raval in Kreuzberg ist mit dem Ziel gegründet worden, eine barcelonesische Tapas-Bar nach Deutschland zu transferieren. Und, das können wir gleich verraten, dieses Vorhaben ist den Besitzern – zu denen auch Schauspieler Daniel Brühl gehört – zu 100% gelungen.

Berlin Bar Raval

Die Einrichtung ist modern, schlicht, aber nicht kühl, die Wände schmücken alte spanische Werbeplakate, die Tische sind aus massivem Holz. Alles wirkt irgendwie spanisch, aber niemals kitschig, es ist gemütlich ohne überladen zu sein. Und in ähnlicher Weise präsentiert sich dann auch das Essen. Neben einer festen Karte gibt es wechselnde Tages- und Wochengerichte. Und die Besonderheit: Es werden wirklich nur Tapas angeboten. Keine Hauptgerichte, keine Raciones, kein Zugeständnis an normale Menügewohnheiten. Herrlich! Wir fühlten uns trotz der übersichtlichen (aber auch für VegetarierInnen vollkommen ausreichenden) Auswahl überfordert und hätten am liebsten die halbe Karte bestellt. Gewonnen haben schließlich eine Portion Patatas Bravas (3,80€), ein gratinierter Ziegenkäse mit Tomatenmarmelade, Honig und Kräutern (5,50€) und für den Fleischliebhaber in mir die Tostadas mit Sobrasada, Äpfeln und karamellisierten Zwiebeln (4,20€). Allzu spanisch sollte man hier allerdings auch nicht seinen Abend planen, denn als wir um 21.30 Uhr im Raval ankamen, waren verschiedene Tapas leider schon aus und die vielversprechenden Auberginen mit Honig mussten durch ein Tatar aus Avocados, Champignons und Tomaten (6,90€) ersetzt werden. Dennoch keine schlechte Wahl, wie sich herausstellte.

Das Tatar kam mit Rucolahaube und war mit Sojasoße und Sesamöl angemacht, schmeckte sehr intensiv – vielleicht ein wenig zu salzig -, aber nichtsdestotrotz köstlich. Die Kartoffeln toppten sogar fast alle Patatas Bravas, die wir bisher in Spanien probiert hatten, die Soße schön knoblauchig, die Portion ordentlich. Der intensive Geschmack der Sobrasada (eine mallorquinische Streichwurst) harmonierte toll mit der Süße von Äpfeln und Zwiebeln und der feine Ziegenkäse wurde von den begleitenden Zutaten nicht erdrückt – auch wenn ich gerne etwas mehr von der Tomatenmarmelade gehabt hätte, die war nämlich verdammt gut. Weil für Nachtisch einfach immer noch Platz ist, gab es zum Abschluss eine Crema Catalana (3,90€), die zwar schmeckte, aber in der Mitte leider kalt war.

Berlin Bar Raval

Zu viel essen sollte man allerdings nicht, sonst gestaltet sich der Gang zu den ohnehin sehr engen Toiletten vermutlich eher schwierig. Preislich ist das Raval durchaus in Ordnung, allein das Tatar war in unseren Augen etwas zu hoch angesetzt. 30€ standen am Ende auf der Rechnung, da sind wir aus München deutlich Schlimmeres gewohnt.

Fazit: Tolle, authentische spanische Bar mit angenehmem Ambiente, netter Bedienung und sehr guten Tapas! Am Wochenende unbedingt reservieren, sonst ist Warten angesagt. Daniel Brühl war übrigens auch da und ihr solltet (nicht nur deswegen) dem Raval beim nächsten Berlin-Trip definitiv einen Besuch abstatten. 4,5 von 5 cañas.

Miss Saigon: südvietnamesische Geschmackssafari
Skalitzer Straße 38 / www.miss-saigon-berlin.de

Am nächsten Abend ging es schon wieder nach Kreuzberg. Vom Hotel aus war das mit dem Bus aber auch wirklich einfach. Diesmal stand südvietnamesische Küche auf dem Programm. Vom Miss Saigon hatten wir vorher schon gelesen und waren mehr als gespannt, ob wir Unterschiede zu den Vietnamesen, die wir bereits aus München kannten, würden feststellen können. Zum Glück hatten wir auch hier reserviert, sonst hätten wir wohl (auch sonntagabends) einige Zeit an der Bar warten müssen. Das Miss Saigon ist eng und laut, man sitzt niedrig, kann mit den Gästen am Nachbartisch eigentlich auch gemeinsam in die Karte schauen, aber es riecht köstlich. Die nächste Überraschung bot dann die Karte, die zu Frau Wus großer Freude eine Vielzahl an vegetarischen und veganen Gerichten aufwies und für uns quasi nur kulinarisches Neuland beinhaltete. Ok, Sommerrollen kannten wir schon von anderen Vietnamesen, aber sonst bestellten wir eher nach dem Motto “klingt-interessant-und-könnte-schmecken”.

Berlin Miss Saigon

Unbedingt probieren sollte man auch die verschiedenen Shakes auf der Karte. Ananas-Minze & Maracuja-Banane-Minze (je 2,90€) waren köstlich und helfen auch, falls sich die Essensauswahl als zu scharf entpuppen sollte. Als Vorspeise bestellten wir Reisrollen (Goi cuon chay) gefüllt mit Tofu, Gemüse, Reisnudeln und vielen Kräutern (3€ für 2 Rollen). Dazu gab es eine Soße zum Tunken und fertig war das zufriedene Grinsen auf unseren Gesichtern. Zu unseren Hauptgerichten gab es vorweg eine fein abgeschmeckte, klare Gemüsesuppe mit Koriander. Frau Wu hatte sich für Banh khot, vegane gebratene Mini-Pfannkuchen mit Tofu, Koriander und einer würzigen Sauce (6,90 €), entschieden. Ich dagegen bekam Bun cha ga: Reisnudeln mit Gemüse und in Zitronengras marinierte Hühnchenhackspieße mit einer Chilisoße (6,50 €). Auch hier galt wieder: sehr lecker und sehr frisch (Kräuter!) – einzig mein Fleisch war etwas trocken. Ein Dessert musste trotz übervoller Bäuche natürlich trotzdem noch sein. Wir entschieden uns für Banh it la cam, warme Klebreisbällchen gefüllt mit Kokos und Erdnüssen auf Bananenblatt und mit Kokossoße (3,50€). Und schon wieder folgte eine geschmackliche Neuentdeckung, die süchtig macht und ab sofort sicherlich öfter probiert wird.

Zum Schluss noch ein Hinweis für VegetarierInnen: Beim Bestellen solltet ihr etwas aufpassen, da sich in die vegetarischen Speisen ab und zu ein paar Krabben verirrt haben. Wer sichergehen will, sollte einfach vegan bestellen.

Fazit: Ein etwas enges, aber sehr sympathisches, südvietnamesisches Restaurant mit ungewöhnlicher Speisekarte und unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind begeistert und kommen definitiv wieder! 5 von 5 Sommerrollen.

Don Sushi: solides Sushi ohne Chichi
Niederbarnimstr. 12 / www.don-restaurant.de

Am dritten Abend hatten wir Lust auf Sushi bekommen und uns auf Empfehlung einer Freundin für Don Sushi in Friedrichshain entschieden. Nachdem wir die beiden vorherigen Abende in bis zum letzten Platz vollgepackten Restaurants verbracht hatten, reservierten wir auch hier, was sich allerdings (zumindest unter der Woche) als überflüssig herausstellte. Kaum was los und freie Platzwahl – ob das ein Zeichen sein sollte? Hmm.

Berlin Don Sushi

Besonders gemütlich ist das Don Sushi nicht – die Einrichtung wirkt etwas karg und unpersönlich. Dafür wurden wir sehr freundlich und schnell bedient und entschieden uns für zwei Sushiplatten – eine vegetarische mit Avocado-, Gurke-, Rettich- und Tofu-Maki (8€) sowie eine gemischte Fischplatte mit California Rolls und Nigiri (8€). Vorab gab es zu jeder Platte eine Misosuppe. Geschmacklich waren Sushi und Suppe durchaus in Ordnung, nur irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Vielleicht sind wir aber auch mittlerweile was Sushi angeht völlig verwöhnt – wer einmal im Münchner Sushi-Himmel Sansaro gegessen hat, wird es in anderen Sushi-Restaurants schwer haben. Dafür geht es im Don Sushi preislich deutlich humaner zu: Gut 20€ für Suppe, Sushiplatte und Getränke für zwei Personen ist eigentlich kaum zu schlagen.

Fazit: Don Sushi bietet gutes, solides Sushi für wenig Geld, dem etwas Kreativität und Raffinesse sicherlich nicht schaden würden. 3 von 5 Makis.

Da wir natürlich auch tagsüber kräftig gegessen haben, werden wir uns im zweiten Teil zu unserem Berlin-Besuch den süßen Seiten der Stadt widmen. Schokolade, türkischer Honig und Cheesecake, da könnt ihr euch jetzt schon auf tausend Leckereien und Empfehlungen freuen!

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Auf unserer Facebook-Seite hatte ich letzte Woche schon ein Foto von diesem Salat gepostet. Eigentlich hatte ich ja nicht geplant, dazu einen eigenen Post zu schreiben, aber da er sooo lecker war, will ich ihn euch nicht vorenthalten. Fruchtig, scharf, salzig, knackig, süß – dieser Salat ist so viel auf einmal und auch noch schnell zubereitet. Da wir gerade 2 kg Sojaschnetzel von “Alles Vegetarisch” ins Haus geliefert bekommen haben, lag eine vegetarische Variante natürlich auf der Hand und ich sehe wirklich keinen Grund, stattdessen jemals wieder Huhn in meinen Salat zu packen. Das Rezept für die Soße stammt von Pinch of Yum (die übrigens im August unglaubliche 4102,16$ mit ihrem Blog verdient hat) und ich habe die Zusammensetzung ein wenig an meine eigenen Vorlieben angepasst.

So ist zum Beispiel unser dunkles Sesamöl sehr stark im Geschmack und würde die Soße zu sehr dominieren, wenn ich nicht noch zusätzlich ein neutrales Pflanzenöl genommen hätte. Bei der Wasabipaste habe ich mich auch etwas zurückgehalten, musste aber trotzdem ganz schön keuchen. Bei den Zutaten unten habe ich die Menge deswegen noch einmal ein wenig reduziert, wer es gerne schärfer mag, kann ja nachwürzen.

Fusion-Salat mit Sojaschnetzeln und süß-scharfer Soße (für 2 Personen):

Für die Sojaschnetzel:
100 g getrocknete Sojaschnetzel
Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Chilipulver für den Sud
Öl für die Pfanne

Für die Salatsoße:
125 ml Sweet Chili Soße
6 EL Honig
2 EL Sesamöl
3 EL Pflanzenöl
3 EL Weißweinessig
4 EL Limetten- oder Zitronensaft
1-2 TL Wasabipaste

Außerdem:
3 EL Sesamsamen
150 g kernlose Trauben
100 g Feta
1 Kopf/Packung Salat (z.B. Feldsalat)

1. In einem Topf 1 Liter Gemüsebrühe aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen. Lieber etwas zu salzig werden lassen, die Sojaschnetzel sollen ja ordentlich Geschmack annehmen. Die getrockneten Schnetzel für 10-15 Min. köcheln lassen, bis sie den gewünschten Weichheitsgrad erreicht haben. Abgießen, gut ausdrücken und zur Seite stellen.

2. Für die Salatsoße alle Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und mit Salz, Pfeffer und Wasabipaste abschmecken.

3. Den Salat waschen, die Trauben halbieren und den Feta würfeln. Alles auf zwei großen Tellern anrichten.

4. In einer Pfanne die Sesamsamen leicht anrösten und zur Seite stellen.

5. In der gleichen Pfanne die gekochten Sojaschnetzel in Öl bei hoher Hitze von allen Seiten knusprig anbraten. Herausnehmen und mit der Soße vermischen. Einen Moment lang ziehen lassen und dann auf die beiden Teller aufteilen. Die übrige Soße über den Salat träufeln. Mit den Sesamsamen bestreuen. Dazu passt frisches Baguette.

Europa meets Asien und dann auch noch vegetarisch!

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Viel zu lange ist es her, das letzte selbstgerollte Sushi. Deshalb war ein Besuch im riesigen Orient Shop am Rosenheimer Platz mehr als überfällig. Neben den üblichen Sushizutaten (oder dem, was wir eben so in die Seetangrollen stopfen) landeten diesmal auch aufregend unbekannte Asiaspezialitäten im Einkaufskörbchen.

Gefüllt wurden unsere Makis zum einen vegetarisch mit Avocado, Rucola und Bärlauch auf einer Frischkäse-Wasabi-Creme sowie mit Paprika, Möhren und Schnittlauch, zum anderen fischig mit einem Lachs-Avocado-Schnittlauch-Mix. Dazu gab es eine zweifarbige Ingwerkomposition. Der Rosafarbene war auch eine Neuentdeckung im Asiamarkt, mit Radieschen gefärbt und etwas milder im Geschmack kommt er natürlich auch optisch etwas schöner daher als sein naturblasser Freund. Mit Wasabi haben wir uns nach unserer letzten Begegnung mit einer Paste straight out of hell, deren Schärfe uns beinahe die Speiseröhre weggeätzt hätte, ziemlich zurückgehalten. Dumm nur, dass wir nicht mehr wussten, welche Höllenpaste wir damals gekauft hatten! So glich die Auswahl der neuen Paste eher einer Runde russischem Roulette und die Portionierung des Wasabis beim Röllchen belegen verlief sehr zaghaft. Naja, zumindest haben wir es so überlebt.

Zum Löschen der potenziellen Wasabiflamme wurde vorsorglich “Coco Loto”-Kokossaft gekauft. Die kleine Flasche mit der trüben Flüssigkeit und den schwebenden Fruchtfleischstückchen wirkte gleichzeitig interessant und abschreckend und passte perfekt zu den anderen Absurditäten, die außerdem in unserer Einkaufstasche landeten: “Peanut Mochi”, “Gingerbons” und “Soft Sesam Candy”. Überraschenderweise schmeckt der Kokossaft nicht so künstlich wie auf den ersten Blick vermutet. Im Gegenteil, der sanfte Kokosgeschmack gepaart mit den leicht süßlichen Stückchen kommt fast schon zu natürlich und unspektakulär daher und erinnert ein bisschen an stark verdünnte Kokosmilch. Schon ganz erfrischend und nicht schlecht, aber irgendwie etwas lahm.

Als alles andere als lahm erwiesen sich die “Gingerbons” – kleine, einzeln verpackte, gummiartige Ingwerbrocken, die beim Lutschen immer mehr an Schärfe gewinnen. Das ist definitiv was für Ingwerfans und dazu noch ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Auch toll fand ich die Sesam-Erdnuss-Quadrate, deren klebrige, zähe Konsistenz sicherlich auch für Blomben gefährlich werden könnte. Am meisten gespannt war ich auf die “Peanut Mochi”, denn darunter konnte ich mich so gar nichts vorstellen. Der Orient Shop hatte drei verschiedene Füllungen im Angebot: Erdnuss, Grüner Tee und Anko (eine rote Bohnenpaste). Wir entschieden uns für die “feige-Europäer-Variante”, aber auch mit der hatte ich so meine Probleme. Die kleinen wabbeligen Klebreisbällchen sind mit einer Erdnusscreme gefüllt, die an cremige Erdnussbutter erinnert – an sich geschmacklich ok, wenn nur die Glibberhülle drumherum nicht wäre. Uaah, ich fand’s echt eklig. Dem Mann hat’s geschmeckt – Glückwunsch, er darf gerne die restliche Packung alleine aufessen!

Fazit: Sushi super, zwei der drei “Nachtischvarianten” konnten immerhin bestehen und haben neugierig gemacht auf die unprobierten Regalmeter, die im Orient Shop der Entdeckung harren.

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Völlig genervt und gelangweilt vom üblichen Mittagsangebot der in der unmittelbaren Umgebung meines Arbeitsplatzes liegenden Imbisse, Restaurants und Bäckereien, bin ich in meiner Mittagspause immer auf der Suche nach etwas Neuem und Abwechslungsreichem. Wenn ich – wie leider viel zu selten – mal die Muße habe, 5 Schritte weiter als sonst zu gehen, um mein Mittagessen einzufangen, entdecke ich hin und wieder kleine Highlights.

Ähnlich ging es mir mit der Kaimug-Filiale in den Münchner Fünf Höfen. Die Restaurantkette, von der es in München mittlerweile 7 Filialen gibt, bietet “thailändische Garküche” mit frischen Zutaten und behauptet, “unverfälschte und echte thailändische” Speisen zu servieren. Neben einer festen Auswahl an verschiedenen Thai-Gerichten (auch einigen vegetarischen) gibt es zusätzlich wechselnde Tagesspecials. Manche Gerichte sind als kleine oder große Portion erhältlich und alle lassen sich optional als Menu wählen, bei dem man für einen Aufpreis von 70c bzw. 1€ 2 oder 4 Mini-Frühlingsröllchen als Vorspeise dazu bekommt.

Ich war mittlerweile einige Male zum Mittagessen hier, aber da um diese Zeit meist sehr viel los ist, habe ich immer To-go bestellt. Gemeinsam mit Steffen war ich vor einiger Zeit nun auch mal abends hier und tatsächlich war längst nicht so viel los wie um die Mittagszeit. Die Einrichtung finde ich, zumindest für ein Schnellrestaurant, ganz nett – alles ist asiatisch angehaucht in Rot-, Gold- und Mahagonitönen.

Steffen entschied sich für PAD THAI, gebratene Reisnudeln mit Pad Thai Soße, Tofu, Erdnüssen, Ei, Sojasprossen und Lauch (6,90€). Die Portion war für gefräßige Menschen wie ihn nicht riesig, für normale Esser aber mehr als ausreichend. Die bestimmende Geschmacksnote war definitiv Erdnuss, wer damit nichts anfangen kann, sollte besser die Finger von diesem Gericht lassen. Steffen fand es aber sehr lecker und war insbesondere von den Tofustücken sehr angetan, die vorher wohl kräftig mariniert worden waren und dementsprechend auch ordentlich Geschmack hatten.

Pad Thai, nichts für Erdnussallergiker!

Ich bestellte eine kleine Portion GEMÜSECURRY mit rotem Thaicurry, Kokosmilch, Brokkoli, Karotten, Champignons, Zuckerschoten und Duftreis (5,50 €), und war mit meiner Wahl eigentlich auch ganz zufrieden. Gut, die Portion war recht übersichtlich, aber das Gemüse war knackig und die Schärfe der Soße für mich genau richtig: nicht gerade mild, aber auch noch nicht höllenscharf. Einzig die Konsistenz der Soße hätte etwas cremiger und kokosmilchiger sein können, so war sie mir zu wässrig. Dazu gab’s ein leckeres Ananas-Kokos-Lassi für 2,90€.

Scharfes Gemüsecurry mit Erste-Hilfe-Lassi

Fazit: Zwar kein super hochwertiges thailändisches Restaurantessen, aber für mich zumindest eine nette und schnelle Alternative zur Mittagszeit! 4 von 5 Sojasprossen.

Kaimug
in den Fünf Höfen
Theatinerstr. 15
80333 München
www.kaimug.de

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