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Archiv für die Kategorie ‘Getrunken’

Als FoodbloggerIn wird man von “normalen” Menschen (also solchen ohne Blog) manchmal etwas komisch angeschaut. Das Abendessen schon mittags vorkochen, damit man es bei Tageslicht ablichten kann? Essen im Restaurant fotografieren? Ständig neue Kochbücher kaufen? Quer durch die Stadt fahren, um merkwürdige Zutaten aufzutreiben? Im Urlaub neben Museen auch Küchenfachgeschäfte und Bauernmärkte aufsuchen? Haben wir ehrlich gesagt alles schon getan und entsprechend ungläubige Blicke geerntet. Als wir also erfuhren, dass es die Möglichkeit geben würde, ein ganzes Wochenende mit Leuten zu verbringen, die genauso ticken wie wir und einen z.B. nicht komisch anschauen, wenn man mitten in der Unterhaltung anfängt, Twitternachrichten zu schreiben und mal eben dies und das bei Instagram postet, mussten wir nicht lange überlegen. Denn Anfang März fand in Reutlingen ein Foodblogger-Barcamp statt und mit uns fielen 60 weitere FoodbloggerInnen in das kleine Städtchen in Baden-Württemberg ein.

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Schon im Vorfeld stieg unsere Aufregung, denn immerhin sollte dies auch unsere Barcamp-Premiere werden. Konferenzen, Tagungen, Workshops – das kennen wir alles schon, aber was zur Hölle ist ein Barcamp??? Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen steht hier das Programm vorher noch nicht fest, sondern wird von den TeilnehmerInnen selbst vor Ort gestaltet. Zu Beginn jeden Tages setzt man sich also zusammen und jede/r kann eine “Session” vorschlagen. Finden sich genügend Interessierte, werden Ort und Zeitraum festgelegt und nach kurzer Zeit existiert ein spannendes Programm. Hört sich furchtbar chaotisch an und wir waren erst auch etwas skeptisch, ob das wirklich so funktionieren würde. Aber ja, das hat es sogar erstaunlich gut. Zu verdanken haben wir dies Jan, einem der Organisatoren, der uns mit seiner geballten Barcamp-Erfahrung während des Wochenendes an die Hand nahm und dafür sorgte, dass alles ganz geregelt ablief. Das Schöne an dieser Struktur ist, dass alles weitaus hierarchiefreier funktioniert, als bei normalen Konferenzen – jede/r kann ExpertIn sein!

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Die Schwierigkeit bei einem Foodblogger-Barcamp ist allerdings, dass nicht alles völlig spontan ablaufen kann. Schließlich soll die Praxis nicht zu kurz kommen und da ist doch einiges an Vorbereitung notwendig. Zutaten müssen gekauft, Rezepte ausprobiert und Küchengeräte bereitgestellt werden. Ich hatte mich im Vorfeld beispielsweise bereit erklärt, eine Burger-Session anzubieten und dafür um eine lange Liste an Zutaten gebeten. Netterweise hat sich mit Werner von Werner kocht Wild schon vorher ein passender Partner gefunden, sodass ich mich der Herausforderung auch nicht alleine stellen musste. Denn als ich die Session ankündigte, hoben sich nicht wie erwartet zehn Arme in die Höhe, sondern fast der ganze Raum hatte Lust auf Burger. So wurde die Session kurzerhand zu einem Teil des Abendessens gemacht. Die Brotbackgruppe unter der Leitung von Ulrike von Küchenlatein und Ina von Feinschmeckerle erklärte sich freundlicherweise bereit, dafür noch schnell eine zusätzliche Ration Brötchen zu backen und ich erhöhte einfach die Menge der vegetarischen Patties. Werner hatte außerdem noch Rehhack und Wildfleischrippen mitgebracht. Am Ende lief die Session dann zwar etwas chaotischer ab als erwartet, 30 Leute mit Aufgaben und Informationen zu versorgen, war wirklich nicht ganz einfach. Dank der vielen tollen und hilfsbereiten Menschen konnten wir am Ende aber über 40 Burger fabrizieren, und es zeigte sich, wie toll das Barcamp-Konzept funktioniert. Alle haben ihr Wissen eingebracht, schnell noch Soßen zusammengerührt und gemeinsam versucht, den perfekten Burger zu kreieren. In naher Zukunft folgt hier auch noch ein Artikel mit den Rezepten und dem geballten Wissen aus der Session.

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Aber auch die vielen anderen Sessions waren toll! Sabrina und ich konnten uns zum Glück aufteilen und so massig neue Informationen mit nach Hause nehmen. Bei Jan habe ich beispielsweise gelernt, wie man vorgeht, wenn die eigenen Bilder ungefragt verwendet werden und wie man das überhaupt herausfindet (z.B. ganz einfach über die Suche anhand von Bildern). Gemeinsam mit den Sweetup-Jungs habe ich mich eine Stunde lang durch ein Süßigkeitenbuffet probiert und bei Jessi von Luxuria gelernt, wie die Schokoladenproduktion funktioniert. Unter Leitung von Carina von … like a piece of New York Cheesecake wurde das gesammelte SEO-Wissen der SessionteilnehmerInnen aktiviert (und von uns inzwischen schon fleißig auf dem Blog angewendet). Bei der Session zu grünen Smoothies haben uns Claudia von Fool for Food und Franziska von Veggie Love am Mixer gezeigt, wie aus Blattgrün, Obst und Kräutern tolle Drinks gezaubert werden. Grundregel: Alles, was man um den Finger wickeln kann, darf rein! Die netten Damen vom Hädecke Verlag berichteten von der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Verlagen und BloggerInnen und dank Sabrina von Harr Cooking wissen wir jetzt, dass Rauchtee nach Lagerfeuer schmeckt und durften unser bisher nur sporadisch vorhandenes Wissen zu grünem Tee deutlich erweitern. In ihrer Doppelsession “Foodfotografie supergeil” teilten Julia von Chestnut & Sage und Ylva von Der Klang von Zuckerwatte wertvolle Tipps zum Thema Fototechnik und Bildkomposition. Mit Ylva ging es auch gleich weiter und wir lauschten gebannt ihrem leidenschaftlichen Plädoyer für die japanische Küche. In einer der letzten Sessions teilte Sabine von Siktwinfood ihr geballtes Wissen zum Thema “Twitter” mit uns. Seitdem wissen wir z.B., was sich genau hinter dem Kürzel MT verbirgt (nämlich ein “Modified Tweet”, also ein abgewandelter oder verkürzter Tweet). Unglaublich, was wir an den beiden Tagen in Reutlingen durch die Sessions und den Austausch mit anderen BloggerInnen lernen durften!

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Stattgefunden hat das alles übrigens in den Räumlichkeiten von Cooking Concept, einer Kochschule, deren Besitzer Markus ein wirklich cooler Typ ist, der sich das ganze Wochenende nicht einmal aus der Ruhe bringen ließ. Auch nicht, als wir anfingen, uns durch seine Schränke zu wühlen oder seine Biervorräte leer zu trinken. Stattdessen hatte er immer einen Spruch auf den Lippen oder eine Flasche Grappa in der Hinterhand. Tausend Dank für die Gastfreundschaft!

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Der Termin für das Foodbloggercamp 2015 steht bereits fest, es wird wieder bei Cooking Concept stattfinden und ist schon dick im Kalender vermerkt. Im Kopf schwirren jetzt schon massenweise Ideen für Sessions herum (ein Whisky-Tasting sollte in jedem Fall dabei sein!) und ich bin gespannt, was im nächsten Jahr noch auf uns zukommen wird. Die größte Schwierigkeit dürfte wohl sein, die Balance zwischen der Spontanität eines Barcamps und der fürs Kochen und Backen nun einmal notwendigen Vorbereitung zu halten. Wir würden uns jedenfalls freuen, wieder dabei zu sein! Vielen Dank an Jan und Mella für die tolle Organisation – wir können nur erahnen, wie viel Nerven euch das Wochenende gekostet haben muss!

Zum Abschied gab es übrigens noch eine riesige Goodie Bag mit tollen Produkten der Sponsoren, denen wir hiermit noch einmal herzlich für die Unterstützung des Foodbloggercamps 2014 danken möchten!

CookingConcept Küchen Atlas RezepteBuch.com GALERIA Kaufhof HÄDECKE CUCINIALE Kissyo Villeroy & Boch Sonnentor Eiszeitquell Lock & Lock lovechock - happiness inside Madavanilla Mindjazz Pictures GAZI DELINAT - Wein aus gesunder Natur sonntagmorgen.com - Zeit für guten Kaffee DELI CHROMA Cnife walls.io

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Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-1

Habt ihr schon mal so einen richtigen “Dinnerabend” bei euch zu Hause ausgerichtet? Ich meine, so richtig mit tagelangem Austüfteln des mehrgängigen Menüs, komplettem Tischdekopipapo und vorherigem Panikkauf beim Schweden, weil man feststellt, dass man gar nicht genügend passende Teller und Gläser im Schrank hat. Für uns was das vor zwei Wochen jedenfalls das erste Mal. Klar, hatten wir vorher schon mal Freunde und Familie zum Essen eingeladen, doch da gings vorab etwas relaxter zu: unterschiedliche Teller – ach, kein Problem, Tischdeko – naja, ein paar Kerzen tuns auch, und wenn der Nachtisch mal etwas zu flüssig geraten ist – egal, wird er eben direkt aus der Schüssel gelöffelt!

Als uns REWE Feine Welt vor ein paar Wochen dazu einlud, bei der Aktion “So inspiriert kocht Deutschland” mitzumachen, in deren Rahmen verschiedene BloggerInnen dazu aufgerufen wurden, aus REWE-Feine-Welt-Produkten ein mehrgängiges Menü zu zaubern und ein paar FreundInnen damit zu beglücken, schauten wir also einer mittelgroßen Herausforderung ins Auge.

Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-3

Um das Feine-Welt-Sortiment etwas besser kennenzulernen, folgten mehrere ausgedehnte Shoppingtouren durch die Filialen in der Umgebung. Obwohl wir dachten, eigentlich schon recht vertraut mit dem Sortiment zu sein, auch öfter schon diverse Produkte der Marke ausprobiert hatten und im Rahmen des Pasta-Workshops vor ein paar Monaten einige Feine-Welt-Neuheiten kennenlernen durften, waren wir überrascht, wie groß das Angebot doch ist. Dass auch Käse zum Sortiment zählt, war uns bislang z.B. nicht bewusst. Also landeten nach und nach die verschiedensten Produkte im Körbchen und unser vegetarisches Menü nahm Gestalt an.

Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-4

Da der Abend fotografisch begleitet werden wollte und man “normale” Freunde und Familie ja gerne mal verstört, wenn man vor dem Essen stundenlang seinen Teller fotografiert, dachten wir uns, warum nicht ein paar Foodbloggerkolleginnen einladen – die können das Geknipse ja sicher bestens nachvollziehen! Unsere vier freien Stühle (mehr haben wir in der Tat nicht!) wurden also an Karin von Wallygusto und Alice von Alice im kulinarischen Wunderland vergeben, die sich samt Anhängen auf den Weg in den Münchner Süden machten, um unser vegetarisches Menü zu verköstigen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank, dass ihr dabei wart!

Und so sah unser Menü des Abends aus:

(Die mit Sternchen* markierten Zutaten kennzeichnen Produkte aus dem Feine-Welt-Sortiment.)

Rewe_Feine_Welt_vegetarisches_Menü

Als Vorspeise servierten wir mit Spinat und Sojachunks gefüllte Wraps, Oliven (Edler Peleponnes* und Siziliens Schatz*), gefüllte Paprika (Feuriges Südafrika* und Frisches Südafrika*) und Bruschetta. Auch dafür haben wir auf die REWE-Produkte zurückgegriffen und Italiens Ringbrot* aufgeschnitten, im Ofen knusprig geröstet und mit zwei verschiedenen Bruschettasorten (Feuer Italiens* und Würze Italiens*) bestrichen. Dazu noch etwas frischer Basilikum, Pinienkerne und Parmesan und fertig war die Vorspeise. Das konnten wir alles super vorbereiten und mussten so nicht mehr viel machen, als die Gäste kamen.

Vegetarisches Menü Rewe Feine Welt-5

Soja-Spinat-Wraps mit zweierlei Soße (für 6 Wraps):

1 l sehr kräftige Gemüsebrühe
2 Handvoll Sojachunks
3-4 Handvoll frischer Babyspinat
50 g Feta
2 TL Pinienkerne
1 EL Olivenöl (Glanz der Toskana*)
Je eine Flasche Feigensoße (Göttliche Feige*) und Erdnusssoße (Aromatische Liaison*)
6 kleine Tortillafladen

1. Die Gemüsebrühe (sie sollte wirklich sehr kräftig und salzig sein) zum Kochen bringen und die Sojachunks darin für etwa 10-15 Min. kochen, bis sie weich sind. Abgießen und gut ausdrücken.

2. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern. Den Feta klein würfeln. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie goldbraun sind. Pinienkerne beiseitestellen, etwas Öl in die Pfanne geben und dann die Sojaschunks bei hoher Hitze von allen Seiten knusprig braten. Vom Herd nehmen und in zwei Portionen aufteilen.

3. Die aufgeteilten Sojachunks jeweils mit der Hälfte der Soßen vermischen. Drei Tortillafladen mit Feigensoße bestreichen, mit den entsprechenden Sojachunks, Spinat, Feta und Pinienkernen belegen und einrollen. Die restlichen drei Wraps mit Erdnussoße bestreichen, mit Spinat, Sojachunks und Pinienkernen füllen und ebenfalls einrollen. Die eingerollten Fladen in Scheiben schneiden und anrichten.

Auch beim Hauptgang haben wir darauf geachtet, dass wir einige Komponenten schon vorbereiten konnten. Als die hungrigen Gäste auftauchten, wartete z.B. der Teig für die Knödel bereits im Kühlschrank auf seine Verwendung und auch das Gemüse war schon fertig geschnitten und musste nur noch in den Ofen bzw. in die Pfanne wandern.

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Ciabatta-Möhren-Knödel (für 6 Personen):

250 g Möhren
300 g 2-3 Tage altes Ciabatta (Italiens Backkunst*)
10 EL Milch
80 g Pinienkerne
170 g Bergkäse
1 Zwiebel
Olivenöl (Glanz der Toskana*)
Salz, Pfeffer
Muskat
75 g Ricotta
5 EL gehackte Kräuter (z.B. Petersilie und Basilikum)
2 Eier
1 Eigelb
5 EL Semmelbrösel
Speisestärke

1. Die Möhren schälen und fein raspeln. Das Ciabatta in kleine Würfel schneiden, in einer Schüssel mit Milch mischen und 20 Min. ziehen lassen. Die Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten und fein hacken. Den Käse grob raspeln.

2. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in einer Pfanne in etwas Ölivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Möhren dazugeben, alles gut vermischen, einige Min. dünsten, vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und etwas frischer Muskatnuss abschmecken.

3. 1 EL Kräuter für die Deko zur Seite stellen. Die Möhren-Zwiebel-Masse mit dem Ricotta, den Eiern, Eigelb und den Semmelbröseln mischen und mit den Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 30 Min. quellen lassen.

4. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Aus der Masse 14-16 Knödel formen und diese dabei richtig fest zusammenpressen. Speisestärke auf einen Teller streuen und die Knödel einzeln darin wenden, danach etwas abklopfen. Die Knödel ins kochende Wasser geben und sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, die Herdplatte ausschalten und noch 10 Min. ziehen lassen. Dann abtropfen lassen und auf einem Teller zusammen mit den Kräutern anrichten.

Fenchel-Orangen-Gemüse aus dem Ofen (für 6 Personen als Beilage):

3 mittelgroße Fenchelknollen
300 g Kirschtomaten
6 Orangen
150 ml Olivenöl (Glanz der Toskana*)
4 EL Weißer Balsamico-Condiment (Helles Italien*)
Hawaiis Lavasalz*
Pfeffer
Petersilie

1. Fenchel und Tomaten waschen. Die Stiele und den Strunkansatz vom Fenchel abschneiden, einen Teil des Fenchelgrüns abzupfen und für die Deko zu Seite legen. Den Fenchel längs halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden. 3 der Orangen schälen und filetieren. Die restlichen Orangen auspressen und den Saft zur Seite stellen. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

2. Olivenöl, Balsamico-Condiment und Orangensaft vermischen. Fenchel und Tomaten vermengen, in eine große Auflaufform geben und mit der Flüssigkeit übergießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 30-40 Min. garen. Kurz vor Ende der Garzeit (der Fenchel sollte noch etwas Biss haben) die Orangenfilets auf dem Gemüse verteilen. Sie sollen nur warm werden, nicht zerkochen.

3. Die Auflaufform aus dem Ofen holen und die Flüssigkeit vorsichtig in einen kleinen Topf abgießen. Das Gemüse im Ofen warm halten und währenddessen die Flüssigkeit kochend 10-15 Min. reduzieren lassen, bis sie leicht dickflüssig geworden ist. Währenddessen die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Zusammen mit der eingekochten Soße unter das Gemüse mischen, auf einem Teller anrichten und mit Fenchelgrün garnieren.

Tipp: Wer es gerne etwas süßer mag, bestreut das Gemüse vor dem Garen noch mit ein wenig frischer Vanille.

Butter-Thymian-Möhren à la Heston Blumenthal (für 6 Personen als Beilage):

500 g Möhren
160 g Butter
1 EL Zucker
Salz, Pfeffer
3 EL Tymianblätter (1 EL für Deko)

1. Die Möhren schälen und schräg in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und die Möhren dazugeben. Alle Möhrenstücke sollten auf dem Pfannenboden liegen. Mit dem Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einem Deckel zudecken und bei kleiner bis mittlerer Hitze in etwa 25 Min. weich garen. Dabei immer mal wieder an der Pfanne rütteln, sodass die Möhrenstücke von allen Seiten gleichzeitig garen.

2. Die Thymianblätter abzupfen. Wenn die Möhren gar sind, die Pfanne vom Herd nehmen, die Kräuter bis auf 1 EL in die Pfanne geben und bis zum Anrichten ziehen lassen. Auf einem Teller anrichten und mit den restlichen Thymianblättern bestreuen.

Für die Nachspeise mussten wir ein wenig umdisponieren, weil ausgerechnet unsere Wunschzutat nirgendwo zu bekommen war. Also wurde schnell zu Plan B gewechselt und diese köstliche Lavendel-Honig-Crème-brûlée aus dem Ärmel Ofen gezaubert. Auch hier kann man in aller Ruhe am Vormittag in der Küche werkeln und die Schälchen mit der fertig gebackenen Crème bis zum Abend im Kühlschrank lagern. Wenn es soweit ist, muss nur noch der Zucker karamellisiert werden und schwups, hat man glückliche Gäste. Das Rezept aus dem Buch “Nachhaltig genießen” haben wir dafür leicht abgewandelt.

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Lavendel-Honig-Crème-brûlée (für 6 Personen):

150 g Sahne
350 ml Milch
60 g Lavendelhonig (Duft der Provence*)
3 TL getrocknete Lavendelblüten + ein paar Extrablüten für die Deko
1 TL Vanille (Mexikos Vanille*)
½ TL Zitronenabrieb
3 Eier
1 EL Mandelöl
Rohrzucker

1. Sahne, Milch, Honig, Lavendelblüten, Vanille und Zitronenabrieb in einem Topf verrühren. Aufkochen lassen, von der Herdplatte nehmen und zugedeckt 20 Min. ziehen lassen.

2. Die Sahne-Milch-Mischung durch ein feines Sieb abseihen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 130°C vorheizen.

3. Die Eier mit dem Mandelöl in einer Schüssel verrühren. Die Sahne-Milch-Mischung langsam und unter Rühren zu den Eiern gießen. Die Masse in 6 ofenfeste Förmchen füllen und im Ofen im Wasserbad etwa 35-40 Min. stocken lassen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und anschließend mindesten 2-3 Std. in den Kühlschrank stellen.

4. Die Crème mit Rohrucker bestreuen und mit einem Gasbrenner karamellisieren. Wer keinen Gasbrenner hat, kann die Crème auch im Ofen direkt unter den Grill stellen und warten, bis der Zucker karamellisiert. Mit Lavendelblüten bestreuen und sofort servieren.

Zum Abschluss des Abends kam noch eine Käseplatte auf den Tisch. Wie schon erwähnt, hatten wir gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass es von REWE Feine Welt auch Käse gibt, sind aber positiv überrascht worden. Sowohl der französische (Sanfte Normandie*), als auch der Schweizer (Chardonnay*) Weichkäse waren klasse, aber der 24-Monate-gereifte Gouda (Hollands Goldstück*) hat eindeutig gewonnen. Dazu gab es noch ein paar Käsecracker (Alpen-Original*), Alice hatte noch ein leckeres Apfel-Salbei-Chutney spendiert und auch unser bereits verbloggtes Trockenfrüchte-Chutney passte perfekt zum Käse.

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Ob wir unsere Gäste wohl nach diesem Menü satt nach Hause schicken konnten? Wir glauben schon! Wir konnten uns an diesem Abend jedenfalls nur noch kugelnd fortbewegen.

Vielen Dank an REWE Feine Welt und Theresa von Faktor 3 für die Unterstützung bei dieser schönen Aktion! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Die Sonne blendet mir durch die Windschutzscheibe ordentlich ins Gesicht, ich bereue jetzt schon, meine Sonnenbrille nicht mitgenommen zu haben. Hätte ja auch keiner erwartet, dass sich der Februar an diesem Samstagvormittag schon so frühlingshaft inszeniert. Wir sind auf dem Weg ins niederbayerische Bäderdreieck. Was wir da wollen? Schlemmen, schwimmen und entspannen! Das haben wir nämlich dringend nötig.

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Ein Gutschein von mydays wollte eingelöst werden. Es folgten also mehrere Abende mit lustigem Rumgeklicke auf der Website. Das “Schlemmen & träumen für zwei”-Angebot sprach uns sofort an, doch sich unter der Vielzahl an Möglichkeiten für eine zu entscheiden, fiel deutlich schwerer. Bad Füssing? Ist das nicht so ein Kur- und Rentnerstädtchen in der Nähe von Passau? Jep, ist es. Das wissen wir jetzt. Dass das aber gar nicht schlimm ist und der Entspannung vor Ort keinen Abbruch tut (im Gegenteil!), wissen wir jetzt auch.

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Schon die Fahrt von München nach Bad Füssing gestaltet sich … ähm … gemütlich. Landstraße, idyllische bayrische Dörfer, schwindende Internetverbindung … eigentlich die perfekte Einstimmung auf ein entspanntes Wochenende. In Bad Füssing angekommen, halten wir Ausschau nach unserer Bleibe. Entschieden hatten wir uns für das Hotel Mürz, das nicht nur mit einer hauseigenen Therme aufwarten kann, sondern sich auch auf regionale Wellness- und Vitalküche spezialisiert hat. Das klang gut und wurde gebucht. Im Hotel werden wir von einer äußerst freundlichen Mitarbeiterin begrüßt und darauf hingewiesen, dass für alle Neuankömmlinge in wenigen Minuten eine kleine Führung durchs Hotel stattfinden wird. Ha, super Timing! Davor gehts noch kurz aufs Zimmer, wo der freundliche Empfang per Begrüßungsschild und einem Willkommensgruß in Form von Äpfeln und einer Flasche Wasser fortgesetzt wird. Das Zimmer ist sauber und geräumig, kann aber nicht ganz den angekratzten Glanz vergangener Epochen überspielen. Hier und da bröckelt im wahrsten Sinne der (Gold)Lack ab und gerade das Bad schreit nach einer Generalüberholung. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass die in Weiß, Blau und Gold gehaltenen Zimmer Anfang der 80er voll im Trend lagen. Trotz der kleinen Schönheitsfehler fühlen wir uns aber wohl, beißen noch schnell in unsere Äpfel und spurten nach unten in die Lobby, wo bereits überraschend viele Neuankömmlinge auf den Hotelrundgang warten.

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Wir werden von einer Mitarbeiterin in das Herzstück des Hotels geführt – den Thermenbereich. Sobald wir die Treppe in der Lobby nach unten steigen, scheint sich mein körpereigener Entspannungsmodus einzuschalten – es riecht nach einem Mix aus ätherischen Ölen und Chlor, die Luftfeuchtigkeit steigt, es wird warm. Wir werden durch die verwinkelte Spa-Anlage geführt, linsen kurz in den Saunabereich, gehen mit leisen “aaahs” und “ooohs” am Themalbecken vorbei und blicken ein bisschen neiderfüllt auf die Menschen, die sich bereits im großen Whirlpool rekeln dürfen. Vorfreude geweckt, check! Die kurze Führung durchs Hotel Mürz endet im Restaurant und an der Kuchentheke. Ein Nachmittagssnack ist angesagt, wie schön, das Gourmetwochenende kann also beginnen! Kleine Stücke lecker aussehender Kuchen, Torten und anderer Teilchen warten auf uns. Irgendwas Weißes mit Kokos ist ganz besonders lecker. Dazu schlürfen wir ein Gläschen Begrüßungssekt und lassen uns auf der Terrasse die Sonne auf die winterbleichen Nasen scheinen. Fühlt sich jetzt schon an wie Urlaub, toll!

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Da man ja bekanntlich mit vollgeschlagenem Magen nicht schwimmen gehen sollte, beschließen wir kurzerhand, einen kleinen Verdauungsspaziergang zu unternehmen und uns Bad Füssing etwas näher anzuschauen. Wir laufen vorbei an weiteren Kurhotels und -appartements, Friseursalons straight from the 70s und weitläufigen Parkanlagen. Hier scheint wirklich die Zeit stehengeblieben zu sein, aber wenn man – wie wir – hierher kommt, um zu entspannen und zu genießen, ist es ja eigentlich viel sinnvoller, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, alles andere lenkt eh nur ab! Und wer sich doch nach etwas mehr Action sehnt, geht einfach ins Casino! Praktischerweise beinhaltet die Kurkarte, die man vor Ort erhält, auch gleich einen freien Eintritt in die Spielbank. Also schön noch mal an den eigenen Poker Skills feilen! Als wir am Casino vorbei in Richtung Kurpark gehen, senken wir den Altersdurchschnitt mit einem Mal erheblich. Aber von wegen gemütliche Rentner! Alle paar Meter hören wir hinter uns das sich nähernde Klacken von Nordic-Walking-Stöcken, gefolgt von einem Pulk rüstige/r Ü-70-Jährige/r, denen wir nur mit einem Sprung an den Wegesrand entkommen können. Nordic Walking ist hier wirklich DAS Ding! Wären wir nicht so faul gewesen, hätten wir uns im Hotel sogar kostenfrei mit Stöcken & Co. ausrüsten lassen können. Beim nächsten Besuch vielleicht. So, genug den Ort erkundet, wir haben Lust auf Therme und zwar sofort!

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Zurück im Hotelzimmer schnappen wir uns den Spa-Korb, der jedem Gast zur Verfügung gestellt wird und neben zwei flauschigen Bademänteln auch Badeslipper enthält. In unsere Bademäntel gehüllt und mit Relaxkörbchen am Arm, schlurfen wir durch das Hotel und bekommen eine leise Ahnung davon, wie es sich anfühlt, Hugh Hefner zu sein. Wir halten kurz beim Trinkbrunnen im Spa-Bereich an, hier kann man sich jederzeit ein Gläschen Wasser zapfen. Wer es lieber wärmer mag, findet im Wellness-Bistro um die Ecke eine kleine Tee- und Apfelbar, an der man sich kostenfrei bedienen darf. Alles ist so schön ruhig hier, tipptopp gepflegt und in sanften Tönen gehalten. Keine drei Minuten später schwimmen wir endlich im 31°C warmen Thermalbecken. Das Schwimmbad ist zwar nicht riesig, aber groß genug, um einige Bahnen zu schwimmen und sich treiben zu lassen. Hier könnte ich jetzt ewig bleiben! Aber wir wollen uns ja schließlich nichts entgehen lassen, also schnell noch mal in den blubbernden Whirlpool gehüpft, bevor es dann in die Saunalandschaft weitergeht. Dort möchten eine finnische, eine Dampf- und eine Infrarotsauna getestet werden. Nach diversen Saunagängen verschaffen wir uns (äh, ok, nur der Mann, ich war zu feige) Abkühlung im Naturpool vor dem Haus. Schlappe 10°C, lange hält er es zwar nicht aus, fühlt sich danach aber wie neugeboren.

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Genug Action für heute, zum Aufwärmen und Runterkommen suchen wir den Ruhebereich auf, einen ganz in Dunkelrot gehaltenen, abgedunkelten Raum mit fünf elektrisch verstellbaren Wärmeliegen. Ich bringe meine Liege in die richtige Position, schalte die Leselampe ein, die Sitzheizung auf Vollgas und lese und träume von Barcelona. Die Dame neben mir schnarcht leise vor sich hin. Sogar das ist irgendwie entspannend. In Bademantel und Handtücher gekuschelt, lässt es sich hier wirklich Stunden aushalten! So viel Zeit haben wir jedoch gar nicht, denn das Abendessen ruft.

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Wie unglaublich bequem so ein Kurzurlaub in einem Hotel mit eigener Therme und Restaurant ist, merken wir erst jetzt so richtig. Zack, ist man zurück auf dem Zimmer, unter der Dusche und ein Magenknurren später schon im Restaurant. In unserem “Schlemmen & träumen für zwei”-Paket enthalten ist ein 4-Gänge-Menü, dessen vegetarische Variante wir vorab schon für mich bestellt hatten. Das Restaurant atmet bayrisches Landhausflair – passt irgendwie ganz gut zum Ort. Das Menü wechselt täglich und man hat bei der Hauptspeise die Wahl zwischen Fisch, Fleisch oder einem vegetarischen Gericht. Aber ganz ehrlich: so richtig vom Hocker haut uns schon die Menükarte nicht, da hatten wir uns von einem Gourmetwochenende und einer Küche, die auf Wellness- und Vitalküche spezialisiert ist, schon etwas mehr Raffinesse versprochen. Während Steffens Vorspeise, ein Duett vom Räucherlachs mit Honig-Senf-Soße, noch ganz vielversprechend klingt und auch hübsch angerichtet an den Tisch gebracht wird, erhalte ich als vegetarische Alternative einen gemischten Salat, der an Langeweile leider kaum zu unterbieten ist. Der zweite Gang, eine Rinderkraft- bzw. Gemüsebrühe mit Pfannkuchenstreifen, ist lecker, aber ebenfalls nicht besonders aufregend.

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Zur Hauptspeise bekomme ich gefüllte Zucchini mit buntem Gemüse, nicht schlecht, aber auch hier fehlt irgendwie die besondere Note. Steffens geschmortes Rinderfilet und rosa geratenes Roastbeef in Portweinjus kann ihn leider auch nicht völlig begeistern, dafür ist sein Fleisch schlicht zu zäh. Schlecht ist das Essen zwar keineswegs, doch allen Gängen fehlt bisher das gewisse Etwas und den vegetarischen Speisen leider auch die Kreativität. Der Nachtisch stimmt uns jedoch milde – das Mousse von weißen Pfirsichen an Himbeercouli ist köstlich und löffelt sich zu den Klavierklängen, die von der Bar zu uns herübertönen, quasi wie von selbst.

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So tief und fest wie in dieser Nacht, haben wir lange nicht geschlafen – bei unserem Schwimmen-Schwitzen-Schlemmen-Knock-Out-Programm auch kein Wunder! Am nächsten Morgen erwartet uns ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Frühstücksbuffet. Besonders die vielen verschiedenen Müslikomponenten stimmen mich glücklich. Unsere vom Frühstück kugelrund gefüllten Bäuche nehmen wir zum Anlass, den Tag mit einem Workout im hauseigenen Fitnessraum zu beginnen. Der wirkt auf den ersten Blick zwar etwas übersichtlich und in die Jahre gekommen, bietet aber dennoch genügend Cardio- und Kraftgeräte, um uns gut eine Stunde zu beschäftigen. Die anschließende Abkühlung im Pool ist unbezahlbar. Obwohl heute unser Abreisetag ist, dürfen wir den Spa-Bereich im Hotel Mürz noch den gesamten Tag nutzen. Das machen wir natürlich gerne und müssen uns nach mehreren Stunden im Thermalbad, in der Sauna und im Ruheraum regelrecht dazu zwingen, uns wieder ins Auto zu setzen, so schön war es. Und so entspannend! Dass wir gerade mal zwei Tage weg vom Alltag waren, können wir gar nicht richtig glauben. Die Entspannung hält jedenfalls noch eine Weile an.

Fazit: So eine Kurzauszeit vom Alltag werden wir ab sofort definitiv öfter einplanen! Gerade die Kombination aus Hotel, Spa und Restaurant ist überaus angenehm und wahnsinnig bequem. Wären wir allein des Essens wegen hergekommen, wären wir vermutlich enttäuscht gewesen, doch in Verbindung mit dem Thermenbereich und dem netten Service im Hotel Mürz bleibt uns das Wochenende in guter Erinnerung! Die Buchung über mydays ging einfach und schnell. Möchte man eines der Angebote verschenken, hat das System wirklich seine Vorteile, gerade weil man sich als Verschenkende/r nicht auf ein konkretes Angebot festlegen muss, sondern die Beschenkten selbst entscheiden können, wo sie beispielsweise ein Gourmetwochende verbringen möchten – das Angebot auf der Webseite ist jedenfalls recht groß.

Vielen Dank an mydays, dass wir das “Schlemmen & träumen für zwei”-Angebot kostenfrei testen durften. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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FinestSpiritsMünchen2014-1

Wenn ich schon um 16 Uhr nachmittags einen sitzen habe, kann das nur eines bedeuten (nein, keine schwere Depression): die Finest Spirits beehrt München! Die Messe für Whisk(e)y und weitere harte alkoholische Getränke fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt und endlich habe ich auch mal den Weg dorthin geschafft. Seit einigen Jahren ist das MVG Museum im Osten Münchens der Veranstaltungsort, sodass man sich gepflegt zwischen alten Straßenbahnwaggons durch die Welt der Schnäpse kosten kann. Denn neben Whisk(e)ys aus aller Welt gibt es inzwischen immer mehr Stände mit Gin, Obstbränden, Rum oder Likören, was mich persönlich sehr freut. Man kommt ja viel zu selten dazu, z.B. Bergamotte-Geist zu probieren, aber dazu später mehr.

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Die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr restlos ausgebucht und dementsprechend platzte die Halle aus allen Nähten. Das wäre dann auch einer der wenigen Kritikpunkte, die es zu der Veranstaltung gäbe, auch wenn es gegen Abend schon deutlich ruhiger wurde. Ich habe zunächst einen Presserundgang mitgemacht und mich danach mit Petra von Der Mut anderer einmal quer durch die Halle getrunken, eine Master Class besucht (auch diese war ausgebucht) und so insgesamt sechs Stunden auf der Finest Spirits verbracht. Die Zeit verging wie im Flug, aber ich vermute, dass auch der Alkohol etwas damit zu tun gehabt haben könnte.

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Ich habe wirklich sehr, sehr viele Getränke probiert und gebe zu, dass ich am Ende leichter zu begeistern war als zu Beginn. Irgendwann hilft auch das Mundausspülen mit reichlich Wasser nicht mehr, denn die Geschmacksnerven sind dann einfach überlastet. Im nächsten Jahr sollte ich also am besten gleich zwei Tage vor Ort sein, genügend Stände gibt es ja …

Alles zu berücksichtigen, was ich probieren durfte, wird leider nicht möglich sein, deswegen gibt es nun ein paar meiner Favoriten der Finest Spirits 2014:

Glen Grant Five Decades

Der erste Whisky, den ich beim Rundgang probieren durfte, und leider blieb nicht allzu viel Zeit, diese seltene Abfüllung noch länger zu genießen. Es handelt sich um einen speziell vom Master Destiller Dennis Malcolm (der auch persönlich am Stand war) zusammengestellten Single Malt, mit dem der Schotte seine 50-jährige Zusammenarbeit mit Glen Grant feiert. Für uns wurde eine der limitierten Flaschen geöffnet, sonst ist der Five Decades nur noch selten (und teuer!) zu bekommen, was wirklich schade ist. Beim ersten Schluck machen sich zunächst die 46% bemerkbar, gleichzeitig verteilt er sich aber sehr sanft im Mund und glänzt mit vielen verschiedenen süßen Aromen wie Honig, Vanille oder Toffee. Der Abgang ist entsprechend lang und ich mir gefällt, dass zum Abschluss auch die fruchtigen Noten noch toll herauskommen. Wenn ihr die blaue Flasche also mal in einer Bar im Regal erblicken solltet, lasst euch sofort ein Glas davon einschenken!

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Bulleit 95 Rye

Meine Erfahrungen mit Bourbon waren bisher minimal, aber dieser Frontier Whiskey mit dem ungewöhnlich hohen Roggenanteil von 95% hat mich sofort überzeugt. Unglaublich würzig, aber nicht ganz ohne die bourbontypische Süße und vor allem ganz anders als die schottischen Whiskys, die bisher in meinem Glas gelandet sind. Wie ich erfahren konnte, ist die Flasche mit dem grünen Etikett auch bei Barkeepern sehr beliebt (vielleicht sollte ich meinen Hemingway Cocktail mal damit mischen) und wir bekamen ihn auch gleich im Mix als Kentucky Colada. Dazu wurde der 95 Rye zunächst mit Erdnussbutter gefiltert und dann mit Ananassaft und Kokosschaum serviert. Würde ich auf der Stelle wieder bestellen. Oder einfach selber mixen, denn ich konnte nicht widerstehen und habe mir gleich eine Flasche für die heimische Bar gekauft.

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Laphroaig Select & Laphroaig 18 Jahre

Bei Beam Deutschland habe ich gleich mehrmals Halt gemacht und mich über die breite Auswahl an Laphroaig- und Highland Park-Flaschen gefreut. Beim Presserundgang wurden unsere Noasinggläser mit dem Laphroaig Select gefüllt, der so brandneu ist, dass ich noch nicht einmal die Flasche fotografieren durfte. Aroma und Geschmack verraten natürlich sofort die Herkunft, viel Torf kommt da auf einen zugeflogen. Im Mund entfaltet sich dann eine angenehme Süße, irgendwie blieb er allerdings relativ flach und für meinen Geschmack unspektakulär. Später konnten Petra und ich den 18-jährigen Laphroaig probieren und waren deutlich begeisterter. Der Single Malt hat den 15-jährigen bei Laphroaig ersetzt und die drei Jahre machen sich bemerkbar – sanft und komplex ist das, was hier im Glas landet. Hier regiert nicht mehr nur der Torfkönig, sondern es kommen deutlich vielfältigere Aromen dazu, wie einige blumige Noten, und man schmeckt auch die Eiche deutlich raus. Mit etwas Wasser nimmt man den 48% ein wenig Schärfe und kitzelt auch das letzte bisschen an Geschmack heraus. Eine ganz klare Steigerung zum zehn Jahre alten und meinem bisherigen Laphroaig-Liebling, dem Quarter Cask.

Highland Park Freya 15 Jahre

Um die dritte nach nordischen GöttInnen benannte, streng limitierte Abfüllung von Highland Park zu probieren, mussten wir die sehr freundliche Mitarbeiterin am Stand von Beam ganz nett fragen, denn die grüne Flasche versteckte sich unten im Regal und sollte offensichtlich noch nicht zu offensiv beworben werden. Schön verpackt in einer Holzummantelung, die an ein Wikingerschiff erinnern soll, kommt die Dame daher und macht sich auch im Glas ganz hervorragend. Ein toller Dram, viel Vanille, aber irgendwie hatte ich mehr erwartet. Dass ich Freya als etwas flach empfunden habe, kann natürlich auch am direkten Vergleich mit dem 18-jährigen Laphroaig gelegen haben, der natürlich ein viel massiveres Kaliber darstellt. Letztendlich bin ich aber ganz froh, dass ich nicht so furchtbar begeistert war, denn mit 170€ pro Flasche ist meine persönliche Schmerzgrenze (und die der whisk(e)yverabscheuenden Frau wohl erst recht) haushoch überschritten.

Dram Regional Highland 17 Jahre

Am Stand von Andrea Caminneci gab es einen Tropfen aus der Dram-Regional-Serie, bei der nicht die Brennerei im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr versucht wird, mit einem Blended Whisky das typische einer Region einzufangen. Wir konnten die Highland Edition probieren, die 17 Jahre auf dem Buckel hat und aus zwei bis drei Glenmorangie-Fässern stammt. Zu Beginn fällt die massive Süße auf, die in die Nase steigt, ich meinte, auch Aprikose riechen zu können. Beim Geschmack dominieren dann viele Kräuter und sogar etwas Salz, der Abgang ist unverschämt lang. Hat mir hervorragend geschmeckt und die Halbliterflasche ist auch prompt auf meiner Wunschliste gelandet.

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Lost Distillery Company & Bremer Spirituosen Contor

Beim Bremer Spirituosen Contor haben Petra und ich ebenfalls eine ganze Weile verbracht und uns vom Marketingchef tief ins Sortiment einführen lassen. Wir besuchten eine der Master Classes (Seminare, bei denen in etwa 45 Minuten ein bestimmtes Thema vertieft und verkostet wird), bei der in diesem Fall die Lost Distillery Company vorgestellt wurde. Die Idee dahinter ist, dass es immer wieder Brennereien gegeben hat, die hervorragende Whiskys produziert haben, aber irgendwann schließen mussten. Die Lost Distillery Company hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Brände dieser untergegangenen Brennereien zu reproduzieren und vor allem auch weiterzuentwickeln. Man stellt sich also die Frage: Wie würde der Whisky heute wohl schmecken? Die Ergebnisse konnten wir im Workshop erschmecken und ich würde sagen: Mission geglückt! Stratheden ist ein sanfter Dram mit deutlichen Anklängen ans Sherryfass, Gerston kommt dagegen leicht torfig und mit massig Gewürzen im Aroma daher (ich musste irgendwie schon an Gin denken). Mein Favorit war allerdings die Flasche mit dem schönen Namen Auchnagie. Ganz viel Süße, ordentlich Vanille- und Karamellaromen und im Abgang noch etwas Rauch. Genau mein Ding und ebenfalls auf der Wunschliste gelandet. Zum Abschluss gab es noch die unveröffentlichte vierte Kreation in der Reihe, ein 15-jähriger Schotte mit tollen Toffee- und Haselnussaromen – deutlich weicher als die anderen drei, mit weniger Spitzen, aber komplexerem Geschmack (ich meine sogar etwas Schokolade auf der Zunge gehabt zu haben). Er ist definitiv eine Überlegung wert, wenn er euch im Laden über den Weg läuft.

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Ebenfalls Erwähnung finden sollte die 25-jährige Bruichladdich-Single-Cask-Abfüllung aus der Old-Particular-Reihe, die mir mit den Worten “der beste Whisky, den ich auf der Messe probiert habe” ins Glas geschüttet wurde. Das war für mich der bisher älteste Single Malt, den ich probieren durfte und hat mich auch nach über vier Stunden Messe noch umgehauen. Ich mag die salzige Note bei Bruichladdich, aber das hier ist ein ganz anderes Kaliber. Trotz massiver 50,01% sehr sanft, mit der perfekten Mischung aus Torf, Salz und Süße. Wenn in meinem Budget mal eben 250€ für eine Flasche drin wären, ich würde alle meine Prinzipien über Bord werfen!

Eine weitere Premiere war für mich ein japanischer Single Malt, der mich ebenfalls sehr begeistern konnte. Mein erster japanischer Whisky und dann gleich so ein Monster. Der 18 Jahre alte Togouchi war richtig scharf und hart, aber gleichzeitig auch süß, wie es für japanische Whiskys wohl üblich ist. Hier aber in einer etwas schwächeren Variante, und gerade diesen Gegensatz von hart und zart finde ich spannend.

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Säntis Dreifaltigkeit

Ein Trend der letzten Jahre, der sich 2014 eher noch verstärken wird, sind europäische Festlandwhiskys. Über 100 deutsche Whiskys gibt es inzwischen, habe ich mir erklären lassen, und auch in der Schweiz wird seit einigen Jahren hochwertiger Schnaps produziert. Die Besonderheit bei den Abfüllungen von Säntis Malt ist die Lagerung in alten Bierfässern. Ich finde es spannend, dass hier eine Brennerei einen eigenen Charakter entwickelt hat und sich mit dieser Methode auch etwas vom Rest abhebt. Petra und ich haben uns ein Glas der Edition Dreifaltigkeit gegönnt und waren beide zunächst einmal von der Rauchigkeit überrascht. Eine Jahrgangsangabe gibt es auf der Flasche nicht, fünf bis sechs Jahre sollen es wohl sein. Für dieses Alter präsentiert sich der dunkle Dram hochkomplex und würzig. Säntis ist derzeit meine erste Wahl, wenn es um Festlandwhisky geht!

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Gin, Obstbrand und mehr

Aber neben all dem Whisky gab es ja auch noch massig andere Getränke (die ich erschreckenderweise auch probiert habe …), wie z.B. Gin. An der Finest Spirits Home Bar hat uns Richi (vom Haidhausener Wasserwerk) gleich drei verschiedene Gin & Tonics gemixt, die die ganze Bandbreite dieses vermeintlich so simplen Getränks aufzeigten. Neben einem klassischen Drink mit Beefeater Gin wurde der französische Citadelle Gin mit Fever Tree Tonic gemischt und das Kräuteraroma mit einem Rosmarinzweig unterstützt. Lecker – als ob das Mittelmeer nach München gekommen wäre! Feel! Gin, der Münchner Neuzugang mit dem etwas kitschigen Namen, wurde dagegen mit Elderflower Tonic und Himbeeren kombiniert, was einen entsprechend fruchtigen Drink zur Folge hatte. Etwas entfernt vom klassischen Getränk, aber sooo lecker! Es lohnt sich also, mal etwas mit dem verfügbaren Sortiment zu experimentieren und so die eigene Spezialmischung zu finden.

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Lillet Blanc ist dagegen ein Aperitif aus Wein und Fruchtlikör. Mit den richtigen Zutaten gemischt wird daraus dann z.B. der Lillet Vive, bei dem Lillet Blanc mit Tonic, Gurke, Minze und Erdbeere kombiniert wird und dann derart frisch schmeckt, dass der Hugo sowas von einpacken kann. Im Übrigen genau das Richtige nach über zwei Stunden Whisk(e)yverkostungen.

Gar nicht auf dem Plan hatte ich vor der Messe die Obstbrände. Die hatte ich bisher unter dem Label “Großelterngetränk” abgespeichert und keines Schluckes gewürdigt. Glücklicherweise bin ich von sehr überzeugenden Menschen zum Stand der Destillerie Kohler und der Marke 1772 geschleppt worden und konnte eines Besseren belehrt werden. Bei Kohler packt die ganze Familie mit an und sorgt dafür, dass hochwertige Schnäpse in Bio-Qualität in der Flasche landen. Das Beharren auf die besten Zutaten kann dann auch mal dazu führen, dass vom Bergamotte-Geist nur 18 Liter hergestellt werden und der Nachschub ungewiss ist. Was allerdings mehr als schade wäre, denn die feinen Zitrusaromen machen sich hervorragend in flüssiger Form, genauso wie die Spirituose aus Ingwer (der vor Verwendung natürlich geschält werden muss, was eine Arbeit …), die mein persönlicher Liebling war. Nicht günstig, aber dafür etwas ganz Besonderes! Bei 1772 stehen dagegen tropische Früchte im Vordergrund, denn die Brennerei hat ihren Standort in Thailand. Alles wird direkt vor Ort verarbeitet und herauskommen dann Sorten wie Mango, Litchi oder Passionsfrucht. Zunächst etwas ungewöhnlich, aber ab dem zweiten Schluck süchtig machend.

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Fazit: Die Finest Spirits wird auch im kommenden Jahr wieder dick im Kalender markiert, dann vielleicht sogar zwei Tage lang. Ich habe in zahlreichen Gesprächen mein Wissen vervielfachen können und mehr Schnaps probiert, als sonst (gefühlt) im ganzen Jahr. Ein Highlight war für mich die Möglichkeit, auch Whiskys probieren zu können, die noch gar nicht auf dem Markt sind und auch mal Raritäten zu kosten, die sonst fernab der eigenen Preisklasse liegen. 8€ für ein Gläschen scheint zwar auf den ersten Blick ein ordentlicher Preis, ist aber eben eher zu verkraften als 200€ für eine ganze Flasche. Wer mit offenen Augen (und Mund) über die Messe geht, kann für sich zudem ganz Neues entdecken. Nicht, dass ich die Welt der schottischen Whiskys auch nur ansatzweise erfasst hätte – jetzt kommen auch noch Japan, USA und die Schweiz dazu …

Vielen Dank an storykitchen für die Presseakkreditierung und die nette Betreuung während der Messe.

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Die Dezember-Box von Brandnooz erreichte uns kurz vor Weihnachten, sodass wir fast den vollständigen Inhalt über die Weihnachtstage mit zur Familie nahmen. Mentos und Kekse wurden während der langen Autofahrt geknabbert, die Mikrowelle der Schwiegermutter musste für das Popcorn herhalten und BBQ-Soße und Gurken sollten zum Raclette auf dem Esstisch landen. Die Januar-Box fiel dagegen recht übersichtlich aus und auch der Inhalt konnte nicht so recht überzeugen. Brandnooz Box Dezember 2013 Januar 2014-1 Und das war drin in der Dezember-Box: Goldmännchen Cocktail Tea “Kir Royal” (UVP 2,49€ / o.A.): Bis heute haben wir es nicht geschafft, den Tee zu probieren. Unser Teeregal quillt ohnehin schon über, sodass wir mit dem Trinken gar nicht hinterherkommen. Seeberger Mikrowellen-Popcorn “Salz-Pfeffer” (UVP 0,99€ / Launch November 2013): Da wir selbst keine Mikrowelle besitzen, kamen die Weihnachtstage und die Küche der Schwiegermutter wie gerufen. Allerdings starrten mich fast ausnahmslos angewiderte Gesichter an, als ich die Schüssel mit dem Salz-Pfeffer-Popcorn in die Runde hielt. Ich bin ja bei sowas eher schmerzbefreit und habe natürlich probiert. Grundsätzlich ist mir süßes Popcorn zwar lieber, aber als Abwechslung zwischen den Süßattacken während der Weihnachtstage kam das würzige Popcorn gar nicht so ungelegen. John West “Thunfischfilets in Sonnenblumenöl” (UVP 1,99€ / Launch März 2013): Die Firma John West setzt auf nachhaltige Fischerei und handgeangelten Thunfisch. Auf jeder Dose findet sich zudem ein Tracker, über den sich Herkunft, Fanggebiet und Boot online zurückverfolgen lassen. Für den Preis eine faire Sache; ob die Filets auch schmecken, muss der Mann demnächst herausfinden. Löwensenf “BBQ Sauce” (UVP 2,69€ / Launch März 2013): Die Soße wurde an Weihnachten den anderen Raclettesoßen zur Seite gestellt und fand bei einigen Mitessern großen Anklang. Mir persönlich ist sie allerdings zu rauchig, aber ich bin ohnehin kein großer Fan von BBQ-Soßen. Hengstenberg “Chili-Paprika-Gurken” (UVP 1,59€ / Launch September 2013): Unser Plan, die Chili-Paprika-Gurken an Weihnachten unter die anderen Raclettezutaten zu mogeln, wurde von allen Seiten sabotiert und so fuhren wir mit einem vollen Glas Gurken wieder zurück nach München, wo die Gürkchen in der Speisekammer noch immer auf ihren großen Auftritt warten. DeBeukelaer Glückskex “Weiße Schokolade” (UVP 1,49€ / Launch Dezember 2013): Die dunklen Kekse mit Weißer-Schoko-Milchcreme-Füllung haben uns gut durch den staugeplagten Vorweihnachtsverkehr begleitet. Ach ja, und lecker waren sie auch! Mentos “Erdbeer-Mix” (UVP 0,70€ / Launch Oktober 2013): Die Rolle mit den drei Erdbeergeschmacksrichtungen süß, “original” (was auch immer das bedeuten mag …) und “sauer” fungierte ebenfalls als Fahrtproviant. Von den sauren Mentos bitte mehr! Lacroix “Gänsefond” (UVP 2,99€ / o.A.):  Darüber freute sich der Mann, zum Einsatz kam der Fond bisher allerdings nicht. Die Januar-Box – das war drin: Milford “Cherry-Kick” (UVP 1,79€ / Launch Februar): Und noch eine Packung Tee … Der “Kick”, den der Tee verspricht, bezieht sich auf die Kombination aus Früchte- und Schwarztee. Na, mal sehen, ob’s auch wirklich kickt! Bonduelle “Dunkle Champignons in Scheiben” (UVP 1,99€ / Launch Dezember 2012): Och nöö, Dosenpilze, grmpf. Mehr ist dem eigentlich nicht hinzuzufügen. Old El Paso “Fajita Kit” (UVP 3,99€ / o.A): Tatsächlich fand das Kit schon gleich bei uns Verwendung, da ca. ⅔ der benötigten Zutaten für das ursprünglich geplante Abendessen beim Einkaufen einfach vergessen worden waren. Oops. Das Kit beinhaltet neben acht Weizentortillas auch eine Würzmischung und eine milde Salsa. Für ein schnelles Notfallabendessen schon ok, aber die Soßen kann man sich auch wirklich schnell und viel leckerer selbst machen! Uncle Ben’s Express Risotto “3 Käse” (UVP 2,29€ / Launch Januar 2013): Das landet mal wieder auf dem “Notfallstapel”, den der Mann fürs Mittagessen im Büro hortet. Farmer’s Snack Schokolata “Bitter-Sweet” (UVP 2,29€ / Launch Mai 2013): Offensichtlich sind diese Nuss-Schoko-Mischungen die neuen Halsbonbons der Brandnooz Box, denn schon zum dritten Mal innerhalb weniger Monate begrüßte uns eine solche Packung beim Öffnen der Box. Etwas mehr Abwechslung wäre schon schön, zumindest bietet diese Sorte neben Zartbitterschokolade und Mandeln auch Cranberries, Ananas- und Kokoswürfel sowie schwarze Johannisbeeren und Brombeeren umhüllt mit weißer Schokolade. Gar nicht mal so schlecht, die Mischung, nur auf die Zartbitterschoki hätte ich verzichten können. Go Splash “Lightning Red” (UVP 2,99€ / Launch November 2013): Was sich dahinter genau verbirgt, habe ich bis heute noch nicht verstanden. Irgendwas mit Energy, sugar free und Wasser aromatisieren. Ich habe ein bisschen Angst!

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Wenn 2014 in China das Jahr des Pferdes ist, dann ist es in München wohl endgültig das Jahr des Burgers. Wo 2012 noch Bubble-Tea-Läden an jeder Ecke emporschossen, kann man heute keinen Schritt mehr gehen, ohne über ein neues Burgerrestaurant zu stolpern. Alleine von der Burgerkette “Hans im Glück” gibt es mittlerweile gefühlte 15 Filialen in der Stadt. Inzwischen haben wir einen guten Teil der Restaurants besucht und werden 2014 unser Bestes geben, die bestehenden Lücken zu schließen. Immerhin einen Besuch haben wir auch im Dezember noch reinquetschen können und uns kurz vor Jahresende in die Maxvorstadt begeben, um “Taste my Burger” einen Besuch abzustatten. Der Laden existiert schon eine Weile, liegt aber etwas außerhalb unserer üblichen Ausgehrouten und wurde deshalb übersehen. Höchste Zeit also, das Versäumnis nachzuholen. Der Silvesterbesuch wurde mitgeschleift und auf gings zu “Taste my Burger”.

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Von Außen wirkt das Restaurant eher unscheinbar, aber im Dunkeln kündet immerhin ein Neonschriftzug von den hier angebotenen Spezialitäten. Drinnen setzte sich das Unscheinbare fort, die Einrichtung wirkt konzeptlos zusammengewürfelt und überhaupt etwas unterkühlt. Gemütlich geht anders, gerade auch weil für einen Samstagabend nicht unbedingt viel Betrieb herrschte. Umso wärmer dann aber der Empfang durch den Besitzer, der unserer Vierergruppe gleich zwei Tische zusammenstellte und sich den ganzen Abend über mehr als freundlich zeigte. Beim Blick auf die nett gestaltete Speisekarte dann gleich die nächste Überraschung: es gibt nur alkoholfreie Getränke, vermutlich fehlt dem Wirt die entsprechende Ausschankgenehmigung. Macht aber nichts, wir sind ja wegen der Burger gekommen. 19 verschiedene Kreationen stehen zur Auswahl, wobei die Zusammenstellung durchaus Kreativität beweist und man einiges findet, was so nicht in den anderen Burgerbratereien der Stadt zu bekommen wäre. Allerdings hätte sich diese Kreativität auch ruhig etwas mehr an den vegetarischen Burgern austoben können, denn davon findet sich leider nur einer auf der Karte. Die Entscheidung dürfte VegetarierInnen dementsprechend leichtfallen.

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Ich habe mich für einen Hula Hula Burger mit gegrillter Ananas und Sweet Chili Relish (7€) mit extra Fleisch (+1€) entschieden und bestellte mein Patty ganz selbstverständlich medium-rare, was allerdings für leichte Probleme sorgte und vom Wirt nur etwas widerwillig akzeptiert wurde. Sabrina wählte den vegetarischen Vleisch-Burger mit gegrilltem Gemüse und Räuchertofu (8,50€), dazu kam jeweils eine Portion Pommes (2,50€). Warum es Probleme mit den Pattys gab, erklärte sich, als die Burger geliefert wurden. Es handelte sich nicht um pures (Rind)Fleisch, sondern um eine Annäherung an die gute alte Frikadelle. Im Fleisch fanden sich Gewürze, Zwiebeln und wahrscheinlich auch Ei und Semmelbrösel. Damit wird es natürlich deutlich schwieriger, den Burger rosa zu braten, da die zusätzlichen Zutaten eine längere Garzeit benötigen. Die Aufgabe war aber trotzdem gut gelöst und die Mischung sehr lecker und auch schön locker. Die Buns kommen aus einer Bäckerei und sind ebenfalls gut gelungen. Etwas fest vielleicht, aber immerhin können sie die saftigen Zutaten gut bändigen. Insgesamt passte die Zusammenstellung der Zutaten auf dem Burger und auch die Soße war schön würzig. Auch unserer Mitesser, die sich für Gorgonzola und Bacon Cheese Special entschieden hatten, waren mit der Wahl zufrieden.

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Der vegetarische Burger konnte dagegen nicht ganz so gut mithalten. Das gegrillte Gemüse kam zu ölig daher, die Soße etwas zu fad, hier wäre es wünschenswert, wenn an der Gesamtkonzeption noch etwas gefeilt würde. Die Größe der Beilagen-Pommes fiel recht übersichtlich aus – hier hätte man für den Preis schon eine größere Portion erwartet. Geschmeckt haben die TK-Kartoffelschnitze trotzdem, allerdings habe ich an diesem Abend gemerkt, dass man von Läden wie “Hans im Glück” oder “Rotkäppchen” schon ziemlich verwöhnt ist, was die Soßenauswahl betrifft. Ketchup und Majo sind zwar ok, aber man gewöhnt sich schnell an Besonderheiten wie Sweet Chili-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße for free.

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Alles in allem ein netter Abend, auch wenn der Laden etwas roher und unfertiger wirkt, als man das von den hippen Burgertempeln Münchens sonst gewohnt ist. Dazu passt dann auch, dass die Toiletten nur über die Küche erreichbar sind und die Getränke auf der Kühltruhe eingeschenkt werden (ja genau, so etwas sehen die Gäste dann nämlich …). Das kann durchaus auch seinen Charme haben, kommt irgendwie sympathisch rüber und man merkt dem Besitzer (einem ehemaligen Taxifahrer) auch an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Ich würde den Fleischburgern deswegen auch noch eine zweite Chance geben, wenn ich in der Gegend bin, aber in Anbetracht der großen Anzahl an durchgestylten und gut konzipierten Burgerläden in München ist zu befürchten, dass sich diese Möglichkeit nicht ewig halten wird.

Fazit: Wer also mal keine Lust auf das Studenten-/Yuppie-Publikum aus dem “Hans im Glück” hat und nach einem Pinakotheken-Besuch Burgerhunger verspürt, kann durchaus mal den Weg zur Augustenstraße auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild von den kreativen Burgerangeboten zu machen. 3 von 5 Hamburgerpatties.

Taste my Burger
Augustenstr. 16
80333 München

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Was passiert, wenn zwölf FoodbloggerInnen in einer Küche aufeinandertreffen? Ganz klar, es wird lecker! Dass es sich dabei um keine “normale” Küche handelt, sollte man vielleicht noch erwähnen. Denn Kustermann (für alle Nicht-Münchner: aka der wohl bestausgestattetste Küchenladen Münchens) lud nach Ladenschluss in die hauseigene Kochschule zum Foodbloggerstammtisch ein, spendierte feinste Zutaten und überließ Hightech-Öfen und Co. einen Abend lang der Bloggermeute.

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Dorothée, Claudia, Petra, Zava und Martin hatten sich im Vorfeld ein erstklassiges Menü überlegt, wiesen uns kurz in die Rezepte des Abends ein und schon wurde sich schnell an verschiedene Arbeitsplätze verteilt und losgeschnippelt.

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Dreierlei Crostini sollte es zur Vorspeise geben, also machten sich Petra und Harald an die Hühnerleber, Amelie und Susanne an die Zucchinicreme und wir kümmerten uns um die Tomaten-Basilikum-Bruschetta. An der gegenüberliegenden Kochstation werkelten Claudia, Florian und Zava am perfekten Safranrisotto, Dorothée nahm sich der Poulardenbrust an, während Martin (dessen Buch demnächst bei GU erscheint) und Tina das Dessert (Nougatcreme mit Kuvertüre, Pistazien, Murray River Salt und Szechuanpfeffer) in optische und essbare Hochform brachten. Und ja, das Menü war tatsächlich so lecker, wie es sich anhört!

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Zwischendurch wurde natürlich kräftig genascht, geschlürft, geknipst und geratscht. Wenn man schon mal eine so hohe Konzentration an netten FoodbloggerInnen um sich hat, muss sich natürlich auch entsprechend ausgetauscht werden. Teil der sympathischen Gesellschaft waren zudem Carolin und Gabriel der PR-Agentur Peter Sechehaye, die den wunderbaren Abend organisiert hatten, und Dominik, der den Abend fotografisch begleitete.

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Während wir an einer großen Tafel gemütlich zusammensaßen, schlemmten und an unseren Weingläsern nippten, verwischte ein netter junger Mann unsere Spuren und sorgte dafür, dass die Küche der Kochschule wieder glänzte.

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Satt, glücklich und um viele interessante Gespräche bereichert gingen wir spät am Abend wieder hinaus in die kalte Nacht. Herzlichen Dank an Kustermann und die Agentur Peter Sechehaye für die Einladung und den schönen Abend!

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Ach, war das schön, sich gerade für die Zusammenfassung unseres Blog-Events “Blogg den Suchbegriff” noch einmal durch alle Beiträge zu lesen! Herrlich! Wir sind hin und weg von euren Posts, eure verbloggten Suchbegriffe haben unsere Lachmuskeln ordentlich strapaziert und während wir das schreiben und noch einmal all die leckeren Köstlichkeiten vor Augen haben, knurrt uns kräftig der Magen! Viiiielen Dank für eure Teilnahme, euren netten Worte zu unserem Bloggeburtstag und die positive Resonanz auf unser Blog-Event! Schön, dass unsere Begeisterung für manch skurrilen Suchbegriff auf euch überschwappen konnte und ihr euch selbst in die Tiefen eurer Blogstatistik begeben habt, um dort nach den leckersten, häufigsten, lustigsten und irrsten Suchbegriffleichen zu stöbern! 38 wundervolle Beiträge sind zusammengekommen und schon nach den ersten Posts, die hier eintrudelten, war uns klar, dass das offensichtlich genau das richtige Thema für ein Blog-Event war! Das Jahr hat für uns jedenfalls sehr lustig und lecker begonnen!

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Viele teilten uns mit, dass sie noch immer ein großes Repertoire an verbloggenswürdigen Suchbegriffen auf Lager hätten oder es zeitlich einfach nicht geschafft haben. Manch eine forderte uns sogar auf, aus “Blogg den Suchbegriff” ein Dauerevent zu machen (vielen Dank, liebe Julia!). Und auch wir hätten große Lust darauf, zu diesem Thema noch einmal etwas zu machen. Also, habt ein Auge auf eure Suchbegriffe und sammelt schon mal ein bisschen vor, denn wir versprechen, dass es eine zweite Runde von “Blogg den Suchbegriff” ganz sicher geben wird!

Zusammenfassung “Blogg den Suchbegriff”

Hier kommt aber nun erst mal die Zusammenfassung aller eingereichten Beiträge und natürlich auch (ganz unten) die Verkündung der Gewinnerinnen! Alle Beiträge findet ihr übrigens auch auf unserem Pinterest-Board, das wir für dieses Event angelegt haben. Wir wünschen euch beim Durchklicken mindestens genauso viel Spaß, wie wir ihn hatten!

“Cola, Cola, ich mag Cola”: Das Verlangen ihrer LeserInnen nach klebrigem Süßgetränk stillt Conny von Moment in a jelly jar mit kleinen Colagugln.
“Vegane Birnenmuffins”: Wer bei Ela von Transglobal Pan Party genau danach sucht, findet ab sofort auch ein Rezept für leckere vegane Birnen-Schoko-Muffins.
“Selbst gemachtes Furikake”: Furi wie? Dass sich hinter Furikake so etwas Leckeres verbirgt, ahnten wir bislang nicht. Schön, dass Ylva von Der Klang von Zuckerwatte unseren Geschmackshorizont um Furikake mit Erdnüssen und Wasabi erweitert hat!
“Fauler Ninve-Kuchen”: Kuchen für Faule? Das ist in manchen Situationen genau das Richtige! Dafür, dass dieser dann auch noch schmeckt, sorgt Ninivepisces mit ihrem Schokoladen-Pinienkern-Marzipan-Kuchen.
“Wie muss ein gehäckselter Ast aussehen?”: Stephi von Stephi’s Köstlichkeiten ist überzeugt, dass da sicher ein Biber seine Finger, äh, Zähne im Spiel gehabt haben muss und hat kurzerhand diesen drolligen Biber gehäkelt.
“Pralinen selbst gemacht”: Da in der Vorweihnachtszeit fast täglich LeserInnen bei uns landeten, die nach diversen Pralinenrezepten suchten, wurde das Repertoire von Feed me up before you go-go um ein Rezept für leckere Baileys-Pralinen erweitert.
“Lebkuchen”: Peter von Aus meinem Kochtopf startete mit feinen Nürnberger Elisenlebkuchen mit Schokoglasur in die Lebkuchensaison. Da bekommt man doch fast schon wieder Lust auf Weihnachten.
“Aha, heute wieder nichts gekocht“: Wie man mit diesem Suchbegriff auf Julianes wunderbarem Blog Schöner Tag noch landet, ist eigentlich gar nicht nachvollziehbar. Und ob sie kocht! Zum Beispiel glasierte Hähnchenkeulen mit Kichererbsen-Avocado-Salat.
“Hausfrauen in High Heels”: Ob der/die Suchende wohl enttäuscht war, als er/sie bei Aylin von Zum Backen verführt auf diese wunderbaren High Heel Cupcakes stieß? Wir sind auf jeden Fall begeistert!
“Vielleicht ist dir später noch nach einem Drink” & “Hemingway Frühstück”: Solche Suchbegriffe spornen uns natürlich an. Wenn Hemingway ein Marmeladen-Fan war, hat er sie ganz bestimmt in flüssiger Form gefrühstückt! Ab sofort gibt es also Grace under pressure aka einen Apfel-Ingwer-Whisky auf Feed me up before you go-go.
“Und Saft lief ihr über die Schenkel”: Öhm, das schreit doch förmlich nach Apfelsaft, dachte sich Daniela von Leberkassemmel und mehr, die ihren etwas schlüpfrigen Suchbegriff in einen Apfelstrudel im Glas verwandelte.
“Weihnachtskekse Ofenlieblinge”: Wer Simone von Ofenlieblinge schon so nett darum bittet, wird natürlich mit leckeren Heleneschnitten von Tante Hilde belohnt!
„Mein Crystal Meth kommt mir zu feucht vor!”: Und so hat jeder mit seinen ganz persönlichen Problemen des Alltags zu kämpfen! Falls ihr mal vor einem ähnlichen Problem stehen solltet, findet ihr ganz sicher bei Ylva von Der Klang von Zuckerwatte Abhilfe. Ihr Weihnachtspunsch klingt jedenfalls so, als könne man davon süchtig werden!
“Käsespätzle gesund”: Der Frage, ob Käsespätzle wirklich gesund sein können, geht Karin von Wallygusto nach. Ihr Fazit: ob gesund oder nicht, Hauptsache lecker! Sehen wir genauso!
“Asiatisch vegan fischig”: Ob vegan und fischig wirklich miteinander vereinbar sind? Maria von In Rios Küche hat sich dieser Herausforderung jedenfalls gestellt und herausgekommen sind würzige Mie-Nudeln mit Radicchio und Pilzen.
“Farbe Pink zum Backen”: Und ob man mit Pink backen kann! Wie wunderbar das klappt, zeigt Johanna von My tasty little beauties mit ihren Schneeflocken-Kokos Cupcakes.
“Englisches Frühstück”: Wie lecker englisches Frühstück sein kann, beweist Becky von Becky’s Diner mit ihren Porridge-Varianten.
“Geburtstagstorte für Vegetarier”: Helen von Helen’s art of cooking hat diesen Begriff visuell umgesetzt – ihre großartige Torte für Vegetarier gleicht einem ganzen Gemüsebeet und überzeugt garantiert nicht nur VegetarierInnen!
“Welche Band besingt Chocolate Chip Cookies und wie lautet das Rezept dazu” & “Cynthia Barcomi Scheiße”: Leicht irritiert von diesen Suchanfragen, widmet sich Julia von Chestnut & Sage den besungenen Chocolate Chip Cookies. Inspiriert hat sie ein Rezept von Cynthia Barcomi, die sie übrigens ganz und gar nicht scheiße findet.
“Das goldene Plätzchen 2013″: Na, das klingt doch nach einer schönen Auszeichnung, die wir gerne Ilka von Die Welt der kleinen Dinge für ihre Orangenschnecken verleihen würden!
“Für Tapire Kuchen backen”: Falls ihr mal in die Verlegenheit kommen solltet, dass sich ein Tapir bei euch zum Nachmittagskaffee angekündigt hat, weiß Sabine von Wos zum Essn, was ihm schmecken könnte: Tapirkuchen.
“Die nerven alle”: Kann ja mal vorkommen! Dann sollte aber unbedingt Nervennahrung in Reichweite sein. Die leckeren Apfel-Walnuss-Scones mit Haferflocken, die Carina von …like a piece of New York cheesecake … gebacken hat, eignen sich dafür bestimmt ganz großartig.
“Ich liebe dich auch kugelrund”: Diese erfreuliche Aussage hat Ninive von Ninivepisces dazu verleitet, ein Blech leckerste kugelrunde Brötchen aus dem Ofen zu holen.
“Strudelei”: Dieser Suchbegriff und die Lust auf etwas Strudeliges konnten Ramona von Frl. Moonstruck kocht! davon überzeugen, einen orientalischen Gemüsestrudel aus Yufkateig zu backen.
“Saftiger Schocko-Kuchen”: Wer nach einem Kuchen mit Schockfaktor sucht, bekommt ihn auch! Marie von Schätze aus meiner Küche hätte da einen ganz vorzüglichen Schokokuchen mit Schockfaktor auf Lager.
“Matschiger Marmorkuchen”: Wer auf schön matschigen Kuchen steht, sollte wohl mal Carinas Mississippi Mud Pie probieren, den sie auf ihrem Blog Ina Mias Allerlei vorstellt. Lecker sieht der aus!
„Selber kochen“: Sehr spezifisch unspezifisch, dachte sich Becky von Becky’s Diner und verwöhnt uns mit selbst gemachtem Nutella.
„Kinderschokolade Brezel“: Dieser Suchbegriff ließ Jessi von Luxuria das Wasser im Mund zusammenlaufen. Nichts lag also näher, als dem Verlangen nach Brezeln mit Kinderschokolade nachzugeben.
“Kokosnuss verschenken schön verpackt”: Guten Freunden macht man “Boller”, Kokosboller, um genau zu sein! Johanna von My tasty little beauties verrät uns, womit man seinen FreundInnen garantiert eine Freude bereitet.
“Merlin knallt Spalten”: Dass daraus tatsächlich etwas Essbares kreiert wurde, verdient größten Respekt! Daniela von Leberkassemmel und mehr hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und überrascht uns mit einem besoffenen Obstsalat auf Mittelalterart.
“Werthers Karamell”: Cookies sind immer eine gute Idee! Das dachte sich auch Sandra von From-Snuggs-Kitchen und präsentiert uns köstliche Karamell-Haferflocken-Cookies.
“Ich mag kein (sic!) Kreuzkümmel!” & “Was ist in einem Curry drin?”: Ja, ja, über die kuriosen Schreibweisen, die die Suchbegriffe zutage bringen, ließe sich allein schon ein Blog-Event veranstalten. Aber, wer so vehement nach Curry schreit, wird von Julia von German Abendbrot mit einem Kundan Kaliya oder Golden Lamb Curry belohnt.
“Bounty selber backen”: Darüber, welcher Teil eines Bountys genau gebacken werden soll, ließe sich sicher streiten. Doch Viktoria von Viktoria’s [Kitchen] Secrets hat mit ihren Schoko-”Bounty”-Kokos-Cupcakes die Aufgabe bravourös gemeistert.
“Dumm gelaufen, liebes Huhn”: Etwas makaber, aber in jedem Falle lecker ist diese Zucchini-Pastinaken-Suppe mit Hühnchenspieß, die es ab sofort bei uns auf Feed me up before you go-go zu finden gibt. Lässt man den Spieß weg, verwandelt sich die Wintersuppe auch schnell in ein vegetarierInnenfreundliches “Glück gehabt, liebes Huhn”.
“How to pronounce gekochte schweinshaxe in english” & andere Suchbegriffe: Aus dem fernen China schickt uns Foodzeit zwar kein Hamsterrezept, dafür aber eine schöne Liste der lustigsten Suchbegriffe.
“Brüste – egal wie!”: Nach Brüsten in sämtlichen Variationen suchen die LeserInnen von Kristinas Blog 2 Herde, denn zwei Herde wohnen, ach, in ihrer Brust. Das nimmt sie zum Anlass, um endlich mal für Goethe zu kochen: Pasta für Goethe mit Bratwurst und Rosmarin-Sahne-Sauce.
“Grüner Schleim”: Dass grüner Schleim so lecker aussehen kann, hätten wir gar nicht für möglich gehalten. Doch Emma von Nachgekocht belehrt uns mit ihrem Matcha Jelly eines Besseren.
“Ich lieb ein Mädel, das hat die schönsten Knödel”: Wir sind uns ganz sicher, dass der/die Suchende genau diese Semmelknödel gemeint haben muss, die Elena von Heute gibt es kredenzt hat, denn sie sehen wirklich köstlich aus!

Gewinne, Gewinne!!!

Die glücklichen GewinnerInnen der tollen Preise haben wir natürlich auch ermittelt. Und gewonnen haben … Trommelwirbel …

Kuhn Rikon Colori Cucina Ceramic Pfanne_Blogg den Suchbegriff Blog-Event-1Die wunderschöne Colori Cucina Ceramic Pfanne (28 cm Durchmesser) in Pink von Kuhn Rikon geht an Sabine von Wos zum Essn

Rewe_Collage1Das prall gefüllte Paket von REWE Feine Welt mit vielen leckeren Produkten im Wert von 50€ geht an Becky von Becky’s Diner

So isst Italien_Blogg den Suchbegriff Blog-Event-1Das Jahresabo der wunderbaren Zeitschrift “So isst Italien” aus dem falkemedia Verlag geht an Elena von Heute gibt es

Käse TastyBox Oktober 2013-1

Und die KäseBox von TastyBox mit leckeren Käsespezialitäten geht an Ylva von Der Klang von Zuckerwatte!

Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit euren Preisen! Bitte schickt uns doch eure Adressen, damit ihr eure Gewinnpakete so schnell wie möglich in den Händen halten könnt. Eine E-Mail-Benachrichtigung macht sich natürlich auch noch auf den Weg zu euch.

Darüber hinaus werden alle TeilnehmerInnen, wie angekündigt, in den nächsten Tagen einen 10€-Gutschein-Code in ihren E-Mail-Fächern finden, der für die TastyBox eingelöst werden kann.

Noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Sponsoren und ganz besonders auch allen TeilnehmerInnen! Wir hoffen, ihr seid auch in der zweiten Runde von “Blogg den Suchbegriff” wieder dabei!

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Nein, dies ist kein Jahresrückblick. Zumindest keiner im klassischen Sinne. Da uns gerade in den letzten Wochen und Tagen die Zeit ein wenig davongerannt ist, folgt an dieser Stelle kein umfassender und ausführlicher Rückblick auf das Jahr 2013, wie ihr ihn hier im letzten Jahr finden konntet. Dennoch gibt es zwei Events, von denen wir euch gerne noch berichten möchten und einen kleinen Einblick in die schönsten Neuzugänge in unserem Kochbuchregal gibt es obendrauf.

Im Oktober erreichte uns herzige Post und eine Einladung zum Siemens Food-Blogger-Event, das unter dem Thema “Mia san Siemens Genießer” in der Siemens cookingLounge der Allianz Arena stattfinden sollte. Die Erinnerung an das leckere Menü, das wir dort im letzten Mai mit dem Sternekoch Bernd Werner gezaubert hatten, ließ uns keine Minute zögern, die Einladung anzunehmen. Außerdem freuten wir uns darauf, 13 weitere (Food-)Bloggerinnen kennenzulernen bzw. wiederzusehen – darunter u.a. Alice von Alice im kulinarischen Wunderland, Juliane von Schöner Tag noch, Mel von Gourmet Guerilla, Claudia von Dinner um Acht und Dorothée von bushcooks kitchen.

Siemens-Foodblogger-Event-1

Trotz fieser Erkältung und anhaltendem Regen machten wir uns schließlich an einem Samstagvormittag im November auf zum Marienplatz, wo uns gleich eine Überraschung erwartete: eine Schmankerltour über den Viktualienmarkt und durch die Schrannenhalle. Gestartet wurde mit einem zünftigen bayrischen Frühstück – Weißwurst mit Brezen (aka der VegetarierInnenschreck). Glücklicherweise fielen die nächsten beiden Stationen fleischlos aus.

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Die Schrannenhalle bot neben willkommener Wärme und Schutz vor dem Regen auch eine Vielzahl an bayrischen Bieren, die von uns verköstigt werden wollten. So eine Bierprobe morgens um 10.30 Uhr hat schon was, und so schwankten wir lustig weiter zur dritten Station, die für uns kulinarisches Neuland bereithielt. Trotz prominenter Lage am Viktualienmarkt ist das Café Frischhut von uns bislang unentdeckt geblieben. Eine Schande, bekommt man dort doch die leckersten und frischsten Schmalznudeln, Rohrnudeln und Striezel, die man sich nur vorstellen kann!

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Gut gestärkt machten wir uns auf den Marsch zur Allianz Arena, wo uns in der cookingLounge neben hübsch gedeckten Tischen, einer perfekt ausgestatteten Hightech-Küche und einem gut gelaunten Sternekoch auch personalisierte Kochschürzen erwarteten.

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Bevor es ans gemeinsame Kochen ging, sollten wir uns aber noch einer kleinen Lebkuchenherz-Challenge stellen. Unser Exemplar stammte wohl eher aus der Kategorie “nicht schön, aber selten” …

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Danach wurde geschält, geschnippelt, gerührt, gebraten und natürlich auch gequatscht, was das Zeug hält.

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Dass sich unsere “harte” Arbeit gelohnt hat (selbst das Schälen der steinharten Steinschalotten, gell Juliane? ;), könnt ihr hier erahnen. Am Ende standen Teller mit folgenden leckeren Speisen vor uns:

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Wildkräutersalat mit Blüten im Parmesankörbchen mit marinierter Wildfanggarnele // Rinderfiletsteak auf Rosmarinzweig gesteckt mit Schokoladensoße auf Portwein-Schalotten-Confit und Kräuter-Tagliatelle (als vegetarische Alternative gab es hier statt des Rinderfiletsteaks gebratenen Halloumi) // Bayrisch Creme mit Tonkabohne und luftiger Kaiserschmarren mit Bratapfelkompott. Lecker war’s!

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Begleitet wurde der ganze Tag übrigens von einem Kamerateam (oh Schreck!) – was dabei Schönes herausgekommen ist, könnt ihr euch hier ansehen.

Food & Life 2013, Hallenübersicht, Halle C3Foto: GHM

Ende November ging’s dann weiter mit kulinarischen Entdeckungen, denn da fand in München zum neunten Mal die Messe Food & Life statt, auf der wir einen netten Nachmittag verbracht haben.

Food&Life-Messe 2013-1

Die Messe fand parallel zur Heim + Handwerk in München Riem statt und war an dem Sonntagnachmittag, den wir uns ausgesucht hatten, ganz schön voll. Über 200 Aussteller präsentierten einen abwechslungsreichen Mix an kulinarischer Feinkost, wenn auch die Konzentration an Salami- und Käseständen überdurchschnittlich hoch ausfiel. Fast alle Stände luden zum Probieren ein und auch Weinproben gab es in rauen Mengen. Wer solche Menschenmengen nüchtern nicht ertragen kann, sollte also spätestens nach dem ersten Gang keine Probleme mehr damit haben. Wir haben uns dagegen eher an Gin und Wodka (der Lion’s Wodka der Münchner Duke-Destillerie ist sehr zu empfehlen – und der Gin sowieso!) gehalten.

Food&Life-Messe 2013-1Foto links: GHM

Ein deutlicher Schwerpunkt lag auch in diesem Jahr wieder auf den Produkten der Slow-Food-Bewegung. Zusammen mit “Slow Food München” wurde ein “Markt für gute Lebensmittel” präsentiert, auf dem traditionell-handwerklich hergestellte Produkte, erzeugt aus regionalen Rohstoffen, angeboten wurden. Überhaupt waren erfreulich viele Anbieter aus der Umgebung vertreten.

Food&Life-Messe 2013-3

Eine Neuerung waren die Workshops, die neben dem normalen Messeprogramm erstmals angeboten wurden. Maximal 15 BesucherInnen konnten sich hier im Rahmen von 45-60-minütigen Seminaren zu verschiedenen kulinarischen Themen fortbilden. Wir hatten uns für unseren Messetag zwei (bzw. eigentlich drei, aber einer der Workshops musste aufgrund zu geringer TeilnehmerInnenzahl leider entfallen) Workshops herausgesucht, die sich spannend anhörten: “Rohmilchkäse – traditionelle Handwerkskunst erschmecken” und “Würze des Lebens – warum ist Salz nicht gleich Salz?”. Dabei mussten wir feststellen, dass die Qualität der Vorträge doch sehr schwankt – ein Workshop konnte uns wirklich begeistern, der andere war leider ein totaler Reinfall. Der Käse-Workshop, geleitet von Susanne Hofmann vom Tölzer Kasladen, war auf jeden Fall ein absolutes Highlight. Jede/r TeilnehmerIn durfte fünf leckere Käsesorten probieren, deren Charakter besonders mit einem Schluck slowakischen Met gut zur Geltung gebracht wurde. Was zuerst komisch klang, harmonierte perfekt zueinander und ergab zusammen mit dem profunden Fachwissen und der spürbaren Begeisterung von Frau Hofmann sehr unterhaltsame und lehrreiche 60 Minuten. In Bad Tölz bietet Susanne Hofmann übrigens regelmäßig Wein + Käse-Abende an – nach dieser Vorstellung bestimmt sehr zu empfehlen. Der Salz-Workshop konnte da leider gar nicht mithalten und war für uns eine völlige Enttäuschung. Ein sehr nervöser und zu leise sprechender Seminarleiter, eine Produktauswahl, die nach Werbeveranstaltung für die eigene Marke roch, und keinerlei neue Infos über verschiedene Salzsorten führten dazu, dass einige TeilnehmerInnen den Workshop vorzeitig verließen. Grundsätzlich ist die Idee mit den Workshops jedoch super und mit im Schnitt 10€ pro Person auch preislich sehr fair gestaltet. Es wäre zu hoffen, dass das Programm nach den Erfahrungen aus dieser Messe noch einmal überarbeitet und 2014 fortgesetzt wird – dann hoffentlich auch in geschlossenen Seminarräumen, in die der Messelärm nicht allzu sehr eindringt.

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Voll bepackt u.a. mit Sojasteaks, Vanilleschoten, slowakischem Met, Käse und Dirty Harry, der leckersten BBQ-Soße überhaupt, ging es nach gut fünf Stunden Messe wieder nach Hause. Wir sind gespannt darauf, was die Food & Life in diesem Jahr zu bieten hat. War von euch auch jemand auf der Messe? Wie hat es euch denn gefallen? Habt ihr vielleicht sogar auch einen der Workshops besucht?

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Zu guter Letzt gibt es noch einen Einblick in die schönsten 2013er Neuzugänge in unserem Kochbuchregal. Tolle Jahresrückblicke in Buchform findet ihr übrigens auch bei Juliane und Maja. Die Bücher sind teilweise schon früher erschienen, haben es aber erst 2013 zu uns geschafft. Die Liste ist nicht vollständig, sondern zeigt lediglich eine Auswahl der Bücher, die uns am besten gefallen haben und aus denen wir am meisten gekocht haben (oder es noch vorhaben). Here we go (ohne bestimmte Reihenfolge):

Kochbücher2013a-2

1.  Heston Blumenthal, “Heston Blumenthal at Home” (engl.), erschienen bei Bloomsbury, 2011. Vermutlich das erste Kochbuch, das wir von der ersten bis zur letzten Seite komplett durchgelesen haben, denn neben tollen Rezepten mit dem typischen Heston-Dreh, lässt uns der englische Spitzenkoch an seinem profunden Küchenwissen teilhaben.

2. Katie Quinn Davies, “What Katie ate“, erschienen im Umschau Verlag, 2013. Tolles Essen (wenn auch sehr fleischlastig) trifft auf Food-Fotografie vom Feinsten. Wer den australischen Foodblog What Katie Ate kennt und liebt, wird sich auch in dieses schön gestaltete Buch verlieben, das die Atmosphäre des Blogs wunderbar eingefangen hat.

3. Carolyn Robb, “Königlich und Köstlich“, erschienen im Callwey Verlag, 2013. Wer schon immer mal wissen wollte, womit sich Prinz Charles, William, Harry & Co. die königlichen Wampen vollschlagen, liegt hier genau richtig. Abwechslungsreiche (nicht nur) englische Palastküche, gespickt mit netten Anekdoten. Eine ausführliche Buchvorstellung folgt hier in Kürze und das Rezept für äußerst leckere Risottobällchen findet ihr hier.

4. Maddalena Caruso, “Amore. Meine Liebe zur italienischen Küche“, erschienen im Callwey Verlag, 2013. Ein unglaublich schönes Buch, das durch abwechslungsreiche und moderne Rezepte besticht und die LeserInnen dank der opulenten Bildfülle sofort auf die Gartenfeier einer italienischen Großfamilie versetzt. Mehr Schwärmerei für “Amore” und ein Rezept für Tagliatelle mit Spargel, Mandeln und Minze gibt’s hier.

5. Katharina Seiser & Meinrad Neunkirchner, “Österreich vegetarisch“, erschienen im Brandstätter Verlag, 2012. Mit etwas Verspätung sind auch wir auf den “Österreich vegetarisch”-Hype aufgesprungen – und ja, es ist tatsächlich so toll, wie überall behauptet wird! Und wir sind uns sicher, dass in diesem Jahr auch noch “Deutschland vegetarisch” bei uns einziehen wird.

6. Yvette van Boven, “Home Made. Sommer“, erschienen im DuMont Verlag, 2013. Sympathisch, unprätentiös und lecker kommt das dritte Buch aus der “Home Made”-Reihe daher, das uns zudem das Rezept unseres Lieblingssalats 2013 beschert hat.

7. Jamie Purviance, “Weber’s Burger“, erschienen bei GU, 2013. Was ihr schon immer über Burger wissen wolltet, aber bisher nicht zu fragen wagtet, hat Jamie Purviance in seiner Burger-Bibel zusammengefasst. Übrigens enthält das Buch erfreulich viele vegetarische Burgervarianten.

8. Audrey Alsterburg & Wanda Urbanowicz, “Rebar Modern Food Cook Book” (engl.), Big Ideas Publishing, 2001. Schön, wenn die Familie von der Kochbuchleidenschaft weiß und tolle Urlaubsmitbringsel wie diese aus Kanada mitbringt! Die bunte Rebar in Victoria serviert seit 1988 hauptsächlich kreative vegetarische Speisen mit dem gewissen Etwas. Schon beim ersten Durchblättern feuert die abwechslungsreiche Rezeptauswahl den Speichelfluss an. Hieraus landen sicher bald ein paar Rezepte auf dem Blog!

9. Mia Öhrn, “Macarons, Cupcakes & Cake Pops” (engl.), erschienen bei Sterling, 2013. Und noch ein familiäres Urlaubsmitbringsel. Ein Traum in Pastell! Wenn ein Buch mit Lakritz-Cupcakes und Lakritz-Macarons daherkommt, hat es mein Herz ohnehin schon erobert!

10. Iris Lange, “Tofu küsst Steak“, erschienen im Trias Verlag, 2013. Der letzte Neuzugang in unserem Kochbuchregal ist DAS Buch für uns, denn es bringt VegetarierInnen und FleischesserInnen an einen Tisch bzw. sogar auf einen Teller. Jedes Rezept bietet sowohl eine vegetarische als auch eine fleischlastige Abwandlung.

11. Tom Vandenberghe, Jacqueline Gossens & Luk Thys, “New York Street Food“, erschienen im Hädecke Verlag, 2013. Ein toller kulinarischer Reiseführer durch den Melting Pot New York mit vielen Hintergrundinfos zur Street-Food-Szene und abwechslungsreichen Rezepten aus aller Welt. Das Buch macht Lust, sich sofort in den nächsten Flieger zu setzen und sich durch die Straßen New Yorks zu futtern. Und das Rezept für das Tempeh Sandwich ist auch nicht zu verachten.

12. Niki Segnit, “Der Geschmacksthesaurus“, erschienen bei Bloomsbury Berlin, 2011. Kein Kochbuch im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein Nachschlagewerk, das einen dazu bringt, auch ungewöhnliche Geschmackskombinationen auszuprobieren.

Hui, dieser Post ist jetzt schon heißer Anwärter für den längsten Post des Jahres. Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt, gebührt euch Hochachtung, Dank und vor allem ein gutes, glückliches und leckeres neues Jahr!

Vielen Dank an Siemens Home, Igor und die Webguerillas für die Einladung zum Food-Blogger-Event und an GHM für die Einladung zur Food & Life! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Da es im letzten Monat keinen Einblick in die Brandnooz Box gab, kommt der Dezember gleich mit einer Doppelvorstellung daher. Mit der Oktober-Box wurde die Einführung des “Nooz-Magazins” lanciert, das ab sofort jeder Box beiliegt. Dabei handelt es sich um ein kleines Werbeblättchen, das – wie die Box – verstärkt Supermarktneuheiten aufgreift und vorstellt. Dazu gesellen sich einige Rezepte, Rätsel und Berichte über Foodtrends. Wenn jedoch Cake Pops im „Neuheiten-Magazin“ einer „Neuheiten-Box“ als großer neuer Foodtrend angepriesen werden, obwohl mittlerweile schon jeder zweite Supermarkt Fertigbackmischungen im Sortiment hat, erscheint das fast schon etwas lächerlich. Darüber hinaus sorgt ein aufgedruckter Preis von 1€ auf dem Magazin für leichte Verwirrung. Soll das reine Werbemagazin ernsthaft irgendwo zum Verkauf angeboten werden? Oder dem „Noozie“ nur vor Augen führen, welch hochwertiges Magazin er/sie da vorliegen hat?

Brandnooz Box Oktober November 2013-1

Anyway … das war drin in der Oktober-Box:

Afri Cola “sugarfree” (UVP 1,29€ / Launchtermin April): Die Light-Variante schmeckt etwas lascher und weniger süß als ihre Vollversion, ist geschmacklich aber trotzdem in Ordnung.

Schokolata “Soft & Sweet” (UVP 2,29€ / Launchtermin Mai): Eine leckere Mischung aus Cashewkernen, Mandeln, Cranberries und Vollmilchschokolade, die innerhalb einer DVD-Session weggeknabbert wurde. Nachkaufen würden wir so eine Mischung jedoch trotzdem nicht.

Chiefs Milk Shake “Raspberry Falls” (UVP 2,19€ / Launchtermin tba): Ein Milkshake aus der Schweiz nach amerikanischem Vorbild, allerdings ohne Zuckerzusatz – das verspricht zumindest die Packung. Der Shake ist ziemlich cremig und leicht fruchtig nach Himbeer schmeckend. Richtig toll schmeckt’s leider nicht und wird daher auch nicht nachgekauft. Dann lieber schnell selbst einen Milchshake mixen – diesen hier zum Beispiel.

Pulmoll “Mixed Berry mit Acai” (UVP 1,29€ / Launchtermin Juni): Nachdem mehrere Monate hintereinander Hals- oder Hustenbonbons in der Box waren, konnten wir eigentlich keine Bonbons mehr sehen. Die Acai-Mischung mit Stevia kam uns Erkältungsgeplagten diesmal jedoch mehr als gelegen. Fruchtig, lecker, passt.

Erasco Kleine Mahlzeit “Bauerntopf mit Rindfleisch” (UVP 1,99€ / Launchtermin Dezember 2012): Uaaah, das ist so gar nicht unser Ding. Ich bin dank des Rindfleisches ohnehin raus, Steffen wird’s als Notfallration mit zur Arbeit nehmen.

Müller’s Mühle “Beluga Linsen” (UVP 2,49€ / Launchtermin August): Unser Highlight der Oktober-Box! Wirklich lecker, vor allem in diesem Gericht!

Livio “Natives Olivenöl Extra aus griechischen Oliven” (UVP 4,49€ / Launchtermin Januar 2009): Livio gehört normalerweise zwar nicht in unser Standard-Olivenöl-Repertoire, aber Olivenöl kann man ja eh nie genug haben.

Thomy “Gratin Sauce für Lasagne” (UVP 1,39€ / Launchtermin Oktober): Vor solchen Soßen gruselt es uns eigentlich immer und wir kämen nie auf die Idee so etwas zu kaufen. Verwendung fand sie aber dennoch letzte Woche in unserer Reste-Gemüselasagne – vermischt mit den anderen Zutaten war die Soße sogar ganz ok.

November-Box – das war drin:

Kluth “Schoko Studentenfutter” (UVP 2,29€ / Launchtermin Oktober): Huch, gab’s das nicht schon in der letzten Box? Ach nee, die hießen anders – der Inhalt war aber fast identisch. Zweimal hintereinander eine Nuss-Schoko-Mischung in der Box zu finden, ist dann doch etwas langweilig.

Krüger “Coffeecano Typ Cappuccino” (UVP 2,99€ / Launchtermin November): Der Cappuccino wurde den Instant-Cappuccino-Junkies in unserer Familie geschenkt. Bislang gab’s keine Beschwerden, das Cappuccinopulver war daher wohl ok.

Maggi “So saftig garen Rahmlendchen mit Champignons und Schalotten” (UVP 0,99€ / Launchtermin Oktober): Och nöö, nicht schon wieder dieses Maggi-Zeugs – braucht kein Mensch, als Vegetarierin sowieso nicht! Die Packung wurde verschenkt, doch auch bei den Beschenkten hielt sich die Begeisterung in Grenzen.

Maya Mate (UVP 0,79€ / Launchtermin Juli): Lustige Verpackung, leckerer Inhalt. Der Mate-Tee aus der Dose ist ein ganz leckerer Kaffeeersatz, der gut gegen die Nachmittagsmüdigkeit hilft.

Schapfenmühle “Hafer Cookies” (UVP 1,69€ / Launchtermin Juni): Eine Fertigbackmischung für Kekse kam uns bislang, glaube ich, noch nie ins Haus. Wieso auch, wenn man im Handumdrehen selbst eine leckere Keksmischung zusammenrühren kann, wie z.B. White Chocolate Almond Cookies oder Zitronenkekse mit weißer Schokolade?

DeBeukelaer “Kex Schoko-Butterkeks Vollmilch” (UVP 1,29€ / Launchtermin Oktober): Diese Butterkekse mit Schokolade sind ein tolles Beispiel, wie die Lebensmittelindustrie Bedürfnisse schafft, die es vorher (bei uns zumindest) nicht gab: Kekse, denen an einem Ende der Schokoüberzug fehlt, damit man sich die Finger nicht verschmiert. Schon nicht unpraktisch und geschmeckt haben sie auch, aber ich glaube, die Welt wäre auch ohne diese “Innovation” gut klargekommen.

Funny-frisch “Kessel Chips Sweet Chili & Red Pepper” (UVP 1,99€ / Launchtermin Mai 2012): Für Chips sind wir ja meistens zu haben, aber diese hier waren irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes – ganz schön lasch für “scharfe” Chips, keine ordentliche Würze und irgendwie etwas pappig.

Lindt “Hello Dark Chocolate Cookie” (UVP 2,20€ / Launchtermin September): Yay, über diese Tafel haben wir uns wirklich gefreut, da sie einige der wenigen Hello-Sorten ist, die wir bislang nicht probiert haben. Aufgrund der Masse an Weihnachtsgebäck und der derzeitigen Schokoüberdosis muss sie allerdings noch etwas auf ihren Einsatz warten.

Crodino (UVP 5,99/8er-Pack): Hatten wir das nicht schon einmal? Nein, dann war das wohl ein anderer Bitter. Dieser hier besteht aus über 30 Kräutern und Fruchtextrakten und schmeckt leicht orangig. Besonders mit Weißwein gemischt sehr lecker!

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Apfel-Ingwer-Whisky-Hemingway_Drink-2

“Vielleicht ist dir später noch nach einem Drink” – klar, von so einem Suchbegriff fühle ich mich natürlich sofort angesprochen und nutze die Gelegenheit, gleich noch einem anderen Rätsel auf die Spur zu gehen. Auf diese Weise kann ich gleich zwei beliebte Suchbegriffe für unser immer noch laufendes Blog-Event “Blogg den Suchbegriff” verbloggen. Denn immer wieder kommen Leute auf unseren Blog, die nach dem “Hemingway Frühstück” suchen. Wir haben zwar mal vor einiger Zeit spekuliert, dass der amerikanische Schriftsteller auch unsere Banane-Walnuss-Pancakes gemocht hätte (die machen sich übrigens auch super als Katerfrühstück!), sicher waren wir uns jedoch nicht. Aber zum Glück lebe ich mit einer anerkannten Hemingway-Expertin zusammen (da war das Studium doch zu was gut) und gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach dem wahren Frühstücksgeheimnis begeben. Fündig geworden sind wir in Hemingways Haus auf Key West, wo wir uns während der Führung im letzten Jahr davongeschlichen und heimlich in der Küche nach der Rezeptesammlung der Haushälterin gestöbert haben. Und wirklich, versteckt hinter dem Herd haben wir dann dieses bislang unveröffentlichte Geheimrezept gefunden – quasi Hemingways Marmeladenbrot, nur in flüssiger Form … äh, und ohne Brot, dafür aber mit ordentlich Whisky, wie sich das für einen virilen Schriftsteller eben gehört. Wie es dazu kommt, dass der Drink ganz schön nach Weihnachten duftet und schmeckt? Hm, also das können wir euch leider auch nicht erklären, schwören aber bei unserer Spanienkämpferehre, dass alles, was hier geschrieben wurde, wahr ist und Hemingway diese köstliche Apfel-Ingwer-Whisky-Mischung runtergekippt hat, wie unsereins den Kaffee.

Apfel-Ingwer-Whisky-Hemingway_Drink-3

Grundlage ist ein selbst aromatisierter Whisky, den ich mit einer Reihe von weihnachtlichen Gewürzen habe ziehen lassen. Ich habe dafür einen einfachen Blended Scotch benutzt, der selbst nicht allzu viel Geschmack mitbringt und die Gewürze dankbar aufnimmt. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Raucharoma eines Islay-Whiskys (z.B. ein Ardbeg oder Lagavulin) das weihnachtliche Ingwer-Apfel-Aroma um eine interessante Note ergänzt. Über die Menge des Ginger Ales kann man übrigens gut kontrollieren, wie stark der Drink nach Alkohol schmecken soll. Allerdings sorgen Gewürze, Gelee und Saft ohnehin schon dafür, dass der Alkoholgeschmack stark in den Hintergrund rückt. So lässt es sich dann auch mal zum Frühstück problemlos zwei bis drei Gläser dieses köstlichen Cocktails schlürfen. Wach ist man danach auf jeden Fall!

Apfel-Ingwer-Whisky-Hemingway_Drink-1

Weihnachtlicher Gewürzwhisky (für 300 ml):

300 ml Blended Scotch Whisky (z.B. Famous Grouse)
½ Vanilleschote
1 Zimtstange
¼ TL gemahlener Kardamom
5 Nelken
1 Stück (ca. 1,5 x 1,5 cm) Ingwer in Scheiben
2-3 Umdrehungen mit der Muskatmühle
Etwas Bio-Zitronenraspel
Etwas Bio-Orangenraspel

Den Whisky in einem Topf erhitzen (aber nicht kochen!). Die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Den Whisky vom Herd nehmen und Gewürze, Ingwer sowie Vanillemark und -schote, Zitronen- und Orangenraspel hinzufügen. Ziehen lassen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist und dann in eine verschließbare Flasche oder ein Glas mit Schraubverschluss füllen. Gut schütteln und dann mindestens fünf Tage an einem kühlen und dunklen Ort ziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder schütteln. Wenn die gewünschte Würzintensität erreicht ist, den Whisky durch ein feines Sieb abgießen – ansonsten noch ein paar Tage länger ziehen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Grace Under Pressure: Apfel-Ingwer-Whisky (für 1 Person):

3 cl Gewürz-Whisky (s.o.)
2 cl Apfelsaft
1 TL Apfel-Ingwer-Gelee (das Rezept dafür haben wir hier schon vorgestellt)
Ginger Ale

Whisky, Apfelsaft und Gelee mit ein paar Eiswürfeln in einen Shaker geben und ordentlich schütteln. Eiswürfel in ein Glas geben, den Inhalt des Shakers eingießen und mit mit Ginger Ale aufgießen. Ggf. mit dünnen Ingwerscheiben garniert servieren. Cheers!

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Einsendeschluss 18. Dezember 2013)

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Ho, ho, ho! Da ist er schon wieder, der dicke alte Mann mit dem roten Mäntelchen. Spätesten jetzt sollte auch die/der Letzte gemerkt haben, dass es steil auf Weihnachten zugeht. Höchste Zeit also, um endlich Weihnachtskugeln und Co. aus dem Keller hervorzukramen und sich mit einem Gläschen Punsch winterlich einzustimmen. Vielleicht geht es euch aber wie uns und ihr habt euch an der alten Weihnachtsdeko eigentlich schon längst satt gesehen. Etwas Neues muss her, möglichst fix! Hübsch muss es sein und den Geldbeutel sollte es natürlich auch nicht allzu sehr belasten! Geht nicht? Geht wohl! Unzählige Anregungen, wie man seine Umgebung schnell, kinderleicht und kostengünstig in ein kleines “Winter Wonderland” verwandelt, finden sich in Yvonne Bauers neuem Buch “Weihnachten mit Fräulein Klein“, das kürzlich im Callwey Verlag erschienen ist. Yvonnes schöner Blog “Fräulein Klein” dürfte mittlerweile ja fast allen ein Begriff sein. Ähnlich wie auf ihrem Blog und in ihrem ersten Buch, vereint “Weihnachten mit Fräulein Klein” hübsche kleine DIYs und leckere Rezeptideen, die auch den allergrößten Weihnachtsmuffel (ja, dazu zählen wir in diesem Jahr auch!) langsam, aber sicher in festliche Stimmung versetzen.

So finden sich darin neben allerlei Ideen für die Adventsdeko und das Basteln mit Kindern auch jede Menge Tipps zu Geschenken aus der Küche, Leckereien aus der Weihnachtsbäckerei, hübschen Verpackungen, festlicher Deko für die Weihnachstafel und Inspirationen für die Silvesterparty. Viele der Basteleien sind wirklich einfach nachzumachen, wie zum Beispiel die kleinen Bäumchenanhänger aus Zahnstochern, die mir gleich beim ersten Blättern ins Auge gestochen sind. Sehen die nicht hübsch aus?

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Wie auch schon sein Vorgänger “Die wunderbare Welt von Fräulein Klein“, kommt das Buch liebevoll gestaltet und mit einer Vielzahl an Bildern daher. Leider bin ich von der Bildqualität etwas enttäuscht, weisen doch sehr viele der schön inszenierten Fotos ein starkes Rauschen und eine (ungewollte) Unschärfe auf. Nichtsdestotrotz können die ausgefallenen Ideen überzeugen, auch wenn ich mir bei manchen Bastelanleitungen und Rezepten eine etwas ausführlichere Beschreibung gewünscht hätte. Aber ein bisschen mitdenken hat ja auch noch nie geschadet.

Besonders gut gefallen mir die abwechslungsreichen Rezepte, die sich deutlich von den ewig gleichen zur Adventszeit kursierenden Backideen unterscheiden. Da wären z.B. die winterliche Mascarpone-Panna-Cotta mit Toffee-Bratäpfeln, das Orangen-Chai-Trifle oder die megalecker klingenden Cheesecake-Cookies. Zwei Rezepte aus dem Buch haben wir bereits nachgemacht und waren von beiden begeistert: Den einfachen, aber sehr wirkungsvollen Bratapfelpunsch wird es in diesem Winter sicher noch häufiger bei uns geben, und auch das Orangen-Kardamom-Shortbread mit Rosmarin wurde viel zu schnell weggeknabbert. Unzählige Rezepte hängen noch in der Warteschleife – ob wir alles, wo ein Klebezettel dran haftet, auch wirklich noch diesen Winter schaffen, ist fraglich. Falls nicht, wird der Winter einfach noch ein bisschen verlängert!

Bratapfelpunsch_Weihnachten mit Frl Klein-2-2Den fruchtigen und nach einer ordentlichen Portion Weihnachten schmeckenden Bratapfelpunsch wollen wir euch nicht vorenthalten. Die alkoholfreie Variante mit den hübschen Apfelsternen kommt sicher auch gut bei Kindern an. Wer seinen Punsch mit etwas “Wumms” aufpimpen möchte, ersetzt die Hälfte des Apfelsafts durch Weiß- oder Apfelwein und fügt 4 cl Calvados hinzu. Alternativ kann der Bratapfelpunsch auch einfach mit einem ordentlichen Schuss Whisky “verfeinert” werden – der Mann hat’s geliebt und würde seitdem am liebsten nichts anderes mehr trinken.

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Bratapfelpunsch (für ca. 6 Gläser):

1,5 l Apfelsaft
1 Bio-Zitrone
1 Vanilleschote
4 Nelken
2 Zimtstangen
2 säuerliche Äpfel
Keksausstecher in Sternform

1. Den Apfelsaft in einen Topf schütten und langsam erwärmen. Die Zitrone heiß abwaschen, trocknen und die Schale fein abreiben. Die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Mark und Schote zusammen mit Nelken, Zimtstangen, braunem Zucker und Zitronenschale zum Apfelsaft hinzufügen und gut verrühren. Den Sud ca. 30 Min. bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel ziehen lassen.

2. Die Äpfel waschen und in dünne Scheiben schneiden. Mit einem sternförmigen Keksausstecher kleine Sterne ausstechen. 10 Min. vor Ende der Garzeit den Sud durch ein Sieb in einen anderen Topf schütten, die Apfelsterne hinzufügen und alles nochmals für 10 Min. auf den Herd stellen. Heiß servieren und warten, bis der Nikolaus an die Tür klopft!

Fazit: Die außergewöhnlichen Bastelideen und abwechslungsreichen Rezepte inspirieren zum Nachmachen und machen das Buch zum perfekten Begleiter durch die Adventszeit. Kleine Abzüge gibts für die nicht immer überzeugende Bildqualität und die manchmal etwas informationsarmen Beschreibungen. Dennoch ein schönes Buch, das sicherlich auch bei jedem Weihnachtsmuffel die Vorfreude aufs Fest weckt. 4 von 5 Weihnachtssternen.

Klein_Weihnachten_3D Yvonne Bauer

Weihnachten mit Fräulein Klein

Callwey Verlag, München 2013.

€ 24,95 / ISBN 978-3-7667-2042-9

Vielen Dank an den Callwey Verlag, der uns das Buch zur Verfügung gestellt hat. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Wenn man uns fragen würde, was wir nach drei Jahren in München aus der alten Heimat noch vermissen, stünde wohl ganz oben auf der Liste der riesige Marburger Rewe mit seinen unglaublichen Öffnungszeiten. Bis 24.00 Uhr konnte man dort die Zutaten für den spontanen Heißhunger auf Kuchen bekommen oder auch mal den ganz normalen Einkauf weit nach hinten verschieben. Die überaus geregelten Öffnungszeiten hier in Bayern, wo Supermärkte schon um 20.00 Uhr ihre Pfoten schließen, treiben uns dagegen manchmal immer noch zur Verzweiflung. Die KassiererInnen wird es freuen, aber wir vermissen unsere spätabendlichen Einkaufseskapaden schon ein wenig. Rewe sind wir trotzdem treu geblieben, immerhin liegt die nächste Filiale inzwischen keine zwei Minuten von der Haustür entfernt. Als wir dann vor Kurzem eingeladen wurden, bei einem gemütlichen Pasta-Kochabend die Produkte der Genussmarke REWE Feine Welt näher kennenzulernen, haben wir uns entsprechend gefreut und uns an einem Dienstagabend nach Haidhausen in die Genusswerkstatt aufgemacht.

Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-2

In einer Runde mit netten FoodbloggerkollegInnen und Journalistinnen sollten wir in dem kleinen Kochstudio ein Menü serviert bekommen, das auf den Rewe-Produkten basierte und vor allem die Pastapalette vorstellte. Zunächst wurde sich bei einem Gläschen Sekt beschnuppert, erste Kochtipps von den gastgebenden KöchInnen eingeholt und einen Blick auf die bereits aufgebauten Feine-Welt-Produkte geworfen. Der erste Hunger wurde schnell mit kleinen Baguettescheiben gestillt, die mit einer Artischocken-Parmesan-Paste bestrichen waren, und derart gut schmeckten, dass ich meine KollegInnen morgen zum Mittagessen mit einer eigenen Variation dieser typischen italienischen Vorspeise beglücken werde (Rezept folgt!).

Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-3

Zwischen den folgenden vier Gängen versorgte uns Pauline, Sachgebietsleiterin bei Rewe, immer wieder mit Informationen zum Konzept der Produktreihe und probieren durften wir natürlich auch (der Ingwerhonig ist köstlich!). Insgesamt legt Rewe bei der Feine-Welt-Eigenmarke viel Wert auf natürliche Zutaten. So sollen keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe verwendet werden und dementsprechend kann es auch mal zwei Jahre dauern, bis aus dem Auftrag an einen Zulieferer ein marktreifes Produkt wird. Zwar ist das Auberginenpesto von REWE Feine Welt das einzige Supermarktpesto, das es regelmäßig als Notfallreserve in unsere Speisekammer schafft, doch wie viel Zeit und Arbeit es in Anspruch nimmt, so ein “einfaches” Produkt zu entwickeln, war uns bislang nicht bewusst gewesen.

Rewe Feine Welt Pasta Workshop München-4

Entsprechend gespannt waren wir dann auch, was für ein Menü aus den vorgegebenen Grundzutaten entstehen würde. Für den ersten Gang wurde ein Salat angerichtet, der mit in Speck eingerollten Ziegenkäsetalern und einem sehr fruchtigen Traubensaftdressing daherkam. Dank der sorgsamen Blog-Recherche von Theresa von der Hamburger PR-Agentur Faktor 3 gab es für Sabrina eine vegetarische Alternative (vielen Dank noch mal an dieser Stelle!). Eigentlich hätten wir auch beim Abschmecken des Dressings helfen sollen, doch wie so oft an diesem Abend hatten wir uns (u.a. mit Alice und Christoph) festgequatscht. Geschmeckt hat die Kombination aus fruchtigem Traubensaft, deftigem Speck und Käse natürlich auch ohne unsere Hilfe hervorragend und die Teller waren blitzschnell leer gefuttert. Bei den folgenden Gängen mussten sich dann die Rewe-Pastasorten unter Beweis stellen, u.a. gab es Cappelletti (mit Trüffel gefüllt, sehr zu empfehlen!), die in einer würzigen Rinderbrühe (auf Grundlage des Fonds, den Rewe auch anbietet) schwammen und mit Trüffelspänen serviert wurden. Mein persönliches Highlight war aber eindeutig die Hauptspeise, eine Entenbrust, zu der mit Pilzen und Mascarpone gefüllte Nudeln und eine Soße zum Dahinschmelzen serviert wurden. Die Geflügelbrüste wurden kurz angebraten und dann bei 90°C im Ofen gegart, bis die Kerntemperatur 57°C im Fleisch betrug. Das Ergebnis war wunderbar zart und schmolz quasi auf der Zunge. Trotz eines Nachschlags (wäre ja auch schade um das schöne Fleisch gewesen) war für einen Nachtisch natürlich noch genügend Platz. Auch beim Dessert landeten Nudeln auf dem Teller – süße Pasta mit Aprikosen gefüllt, wunderbar angerichtet mit Mohnbutter, karamellisierten Aprikosen und Rosmarinschaum. Richtig lecker! Wenn euch die Aprikosen-Pasta also im Kühlregal mal über den Weg laufen, solltet ihr nicht lange zögern und zuschlagen.

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Zum Ausklang eines schönen, leckeren und viel zu kurzen Abends erwartete alle TeilnehmerInnen noch eine prall gefüllte Tasche mit einer tollen Auswahl an REWE-Feine-Welt-Produkten. Auf dem Heimweg mussten wir also auch nicht verhungern.

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Vielen Dank an Theresa von Faktor 3 und Pauline von Rewe für die Einladung zu diesem schönen Abend und an das Team der Genusswerkstatt (dort kann man im Übrigen auch Kochkurse buchen!) für die nette Bewirtung! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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SodaStream Crystal Premium Weiß-3

Habt ihr schon mal in einer engen Fußgängerzone gewohnt, in die man mit dem Auto nur mit einer Sondergenehmigung fahren darf? Nicht mal nur kurz, um eben schwere Einkaufstüten oder Wasserkisten auszuladen? Nein? Wir schon. Dabei hatte es durchaus auch seine Vorteile, denn einen Schritt vor die Tür gesetzt, befand man sich sofort mitten im Geschehen, konnte sich nebenan ins Café setzen, mal eben mitten in der Nacht den Dönerhunger stillen oder einfach nur die Treppe runterfallen und schon landete man in der siffigsten besten Kneipe der Stadt (an dieser Stelle viele Grüße an das Marburger Deli!). Für uns bedeutete das aber auch, acht Jahre lang in wohldosierten Mengen einzukaufen, gerade mal so viel, dass man damit noch den Berg zur Wohnung hinaufkam, und vor allem den Verzicht auf Getränkekisten. Als uns dann zufällig ein SodaStream-Sprudler über den Weg lief, schien das als eine super Lösung für unsere geplagten Wasserschlepparme. Viele Jahre sprudelte das Gerät munter in unserer Küche, doch mit dem Umzug nach München und der eigenen Tiefgarage im Haus, die das Wasserkistenproblem endgültig löste, verschwand auch langsam der Wassersprudler. Nicht etwa, weil er altersschwach geworden wäre, sondern vielmehr, weil uns die Plastikflaschen (die man leider nicht einfach zum Säubern in die Spülmaschine stecken konnte) schon länger ein Dorn im Auge waren.

SodaStream Crystal Premium Weiß-1

Als uns kürzlich der neue SodaStream Crystal Premium Weiß zum Testen angeboten wurde, wurden wir hellhörig. Mit unserem Gerät an sich waren wir immer zufrieden gewesen und das neue Modell kommt moderner, futuristischer und sogar mit einer hübschen Glasflasche daher, die auch in der Spülmaschine überlebt. Hui, klingt prima! Also höchste Zeit dem SodaStream eine zweite Chance zu geben und ihn ausgiebig zu testen. Und das Beste ist: ihr könnt ihn auch testen! Denn SodaStream hat uns freundlicherweise ein super Paket zusammengestellt, das wir an euch verlosen dürfen! Was ihr neben dem SodaStream Crystal Premium noch gewinnen könnt und was ihr tun müsst, um dieses tolle Paket abzustauben, erfahrt ihr weiter unten. Vorab aber noch ein paar unserer Eindrücke zum SodaStream.

SodaStream Crystal Premium Weiß-4

Die neue Generation des Wassersprudlers kommt nicht nur optisch in ansprechenderem Look daher, auch das Handling hat sich gegenüber den Vorgängermodellen deutlich vereinfacht. Die Flasche muss nun nicht mehr in ein Gewinde eingeschraubt werden (was früher gerne mal für kleine Überschwemmungen sorgte, hatte man das nicht fest genug getan), sondern wird einfach in die Flaschenhalterung gestellt, diese wird geschlossen und schon kann losgesprudelt werden. Ein bis drei Mal auf den Sprudelknopf gedrückt, und schon ist für leicht bis stark kohlensäurehaltiges Wasser gesorgt. Ganz easy und individuell auf die bevorzugte Sprudelstärke abstimmbar. Mit leichtem Zischen lässt sich dann der Verschlussring (der sich anfangs nur mit etwas Kraft drehen lässt) öffnen und die Halterung samt Flasche kommt einem quasi automatisch und ganz futuristisch entgegengefahren. Das hat schon ein bisschen was von Star Trek, ist aber ein nettes Gadget, das bei der ersten Betätigung für ein paar “Ooohs” sorgt. Gewünscht hätten wir uns, dass sich die Flaschenhalterung zum Säubern abnehmen lässt, da dort ab und zu etwas Restwasser von oben hineintropft und sich so in der Halterung kleine Pfützen bilden. Den Vorteil der neuen Glasflasche können wir dagegen nicht genug hervorheben. Sie nimmt weder Geruch noch Geschmack an und lässt sich in der Spülmaschine reinigen. Mit einem Fassungsvermögen von 0,6 Liter ist sie zwar eher klein geraten, für ein bis zwei Personen reicht sie aber dennoch gut aus. Eine weitere Glasflasche werden wir uns für den Fall der Fälle trotzdem dazukaufen. Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Ein CO2-Zylinder (der übrigens in zahlreichen Geschäften immer wieder gegen einen vollen getauscht werden kann) reicht für etwa 60 Liter gesprudeltes Wasser. Das heißt natürlich weniger PET-Flaschen, die produziert, gereinigt und transportiert werden müssen und weniger Plastikmüll. Dass man auf längere Zeit gesehen mit dem Wassersprudler etwas günstiger wegkommt als mit Wasserkisten, ist zudem ein netter Nebeneffekt.

Das Gewinnpaket:

SodaStream Crystal Premium Weiß-2

So, jetzt wollt ihr sicher wissen, was das Paket enthält, das ihr hier gewinnen könnt. Neben dem SodaStream Crystal Premium Weiß (inkl. einer Glaskaraffe und einem Kohlensäure-Zylinder) spendiert SodaStream die vier Cola-Sirups “Cola”, “Cola light”, “Cola+Orange” und “Cola+Orange ohne Zucker” (vielen Dank an dieser Stelle!).

Hö? Sirup? Davon war bisher gar nicht die Rede. Stimmt, wird aber sofort nachgeholt! Für diejenigen, denen Wasser auf Dauer zu langweilig ist, hält SodaStream eine Vielzahl an Sirups bereit, die aus dem gesprudelten Wasser schnell Fruchtschorlen, Limonaden, Energydrinks oder eben Cola machen. Der Vorteil dabei ist, dass man die jeweilige Sirupmenge seinen Vorlieben entsprechend dosieren kann, also mal mehr, mal weniger süß, fruchtig etc. Bis man seine persönliche Lieblingsmischung raus hat, dauert es zwar einen Moment, wir haben uns aber mittlerweile auf etwas weniger als eine halbe Kappe pro Glasflasche eingespielt, das passt bei den meisten Sorten für uns ganz gut. Obwohl wir unsere Getränke eigentlich gar nicht so süß mögen, haben die “normalen” Cola-Sorten bei uns besser abgeschnitten als ihre Light-Varianten. Am besten geschmeckt hat uns die Sorte “Cola+Orange”, auch wenn wir gestehen müssen, mit den Sirups wohl nicht die allerbesten Freunde zu werden und meist doch lieber zum Wasser greifen. Aber probiert es am besten selbst – wir sind gespannt, wie die Sirupsorten bei euch ankommen!

SodaStream Crystal Premium Weiß-5

Und so könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen:

Hinterlasst einfach bis Dienstag, 19.11.2013, 23:59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag. Wir freuen uns, wenn ihr uns auch auf Facebook ein „Like“ schenkt oder uns auf Twitter folgt – für die Teilnahme am Gewinnspiel ist das aber keine Voraussetzung.

Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Postanschrift in Deutschland. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 20.11.2013 verkünden. Mit der Teilnahme gebt ihr euer OK, dass wir Namen und Adresse im Falle des Gewinns an SodaStream weitergeben, damit sie euch das Paket schicken können. Die Daten werden natürlich nicht anderweitig genutzt. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Wir wünschen euch viel Glück und freuen uns auf eure Kommentare!

Edit (20.11.2013): Wir haben eine glückliche Gewinnerin zu verkünden! Random.org hat Julia (ohne Blog) ausgelost, die folgenden Kommentar hinterlassen hat:

“Was für ein genialer Gewinn! Vor “Urzeiten” hatte ich auch das alte Soda-Stream-Modell, das aus fast den gleichen Gründen wie eures dann irgendwann aus der Küche verbannt wurde. Aber schon des Öfteren hab ich über eine Neuanschaffung nachgedacht – da wäre der Gewinn natürlich gerade sowas von Willkommen!!!
Liebe Grüße, Julia”

Herzlichen Glückwunsch, liebe Julia! Eine E-Mail-Benachrichtigung geht gleich noch an dich raus. Wir benötigen dann nur noch deine Adresse für den Versand des Gewinns! Allen anderen vielen lieben Dank fürs Mitmachen!

Vielen Dank an Blume PR und SodaStream, die uns ein Test- und Verlosungspaket zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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Ende September haben wir uns ins Auto gesetzt und sind dem oktoberfestgeplagten München in Richtung Wien entflohen. Passend dazu gab es hier auf dem Blog eine Österreich-Themenwoche mit leckeren Rezepten und netten Gastbloggerinnen. Unsere kulinarischen Entdeckungen in der österreichischen Hauptstadt möchten wir natürlich mit euch teilen und euch ein paar Anregungen für den nächsten Trip bieten.

Der Anzahl an Food-Fotos nach zu urteilen, könnte man meinen, wir hätten vier Tage nur geschlemmt. Fast scheint es, als wäre kein Feinkostgeschäft, kein Kaffeehaus, kein Marktstand und keine Bäckerei vor uns sicher gewesen. Ganz so schlimm war es natürlich nicht, zwischendurch gab es jede Menge Kultur und Stadtspaziergänge. Aber wie bei Foodbloggern nicht anders zu erwarten, fiel es uns schon schwer, irgendwas links liegen zu lassen, was in Ansätzen nach Küchenzubehör, ausgefallenen Lebensmitteln oder gemütlichem Kaffeehaus aussah. Wien ist in dieser Hinsicht aber auch eine wahre Goldgrube. Alleine der Naschmarkt und die umliegenden Straßen bieten dem verfressenen interessierten Reisenden genug Material für einen ausgedehnten Vormittag. Hier locken unzählige Marktstände mit Gemüse, Antipasti, getrockneten Früchten, und es gibt mehr als eine Gelegenheit, den Tag mit einem umfangreichen Frühstück zu beginnen. Die Innenstadt (1. Bezirk) ist dagegen eher den hochpreisigen Läden und Traditionsgeschäften vorbehalten, wobei sich auch hier in den Seitengassen immer wieder kleine Geschäfte abseits der Touristenströme entdecken lassen. Gleiches gilt für die Einkaufsmeile Mariahilferstraße (6. Bezirk). Auch hier lohnt sich ein Bummel durch die Seitenstraßen, wo viele ausgefallene Läden zu finden sind.

Hier kommen unsere acht kulinarischen Wien-Tipps:

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{Deli} Ein perfekter Ort, um den Tag mit einem ordentlichen Frühstück zu beginnen, ist der Naschmarkt. Unter den unzähligen Möglichkeiten können wir das Deli empfehlen, das eine ganze Reihe von Frühstücksvarianten auf der Karte bereithält (vielen Dank an Ramona für den Tipp!). Das türkische Frühstück (mit frischen Börekrollen!) und das Bagelfrühstück ergänzen sich perfekt und die Melange ist ordentlich groß. Wer draußen sitzt, bekommt den Blick auf die flanierenden Marktbesucher gratis dazu. Deli // Naschmarkt, Stand 421–436, 6. Bezirk.

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{Naschmarkt} Danach bietet sich natürlich ein Bummel über den Naschmarkt an, wo der eventuelle Resthunger in jedem Fall gestillt werden sollte. An fast jedem der über 120 Stände wird man zum Probieren animiert und die köstlichen Gerüche machen es einem wirklich nicht leicht, nicht überall stehen zu bleiben. Benebeln lassen sollte man sich von den leckeren Düften allerdings nicht – die Preise schwanken stark, daher unbedingt ein bisschen mitdenken.
Naschmarkt // zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse, 6. Bezirk.

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{Café Central} Wer in Wien unterwegs ist, kommt natürlich um eine Melange nicht herum. Auch wenn die ursprüngliche Kaffeehauskultur langsam schrumpft, bietet die Stadt immer noch an jeder Ecke tolle Möglichkeiten, um zwischen Museumsbesuchen, Einkaufsbummel und Sightseeing zur Ruhe zu kommen. Ein Klassiker ist das Café Central, das mit plüschiger Einrichtung, hohen Decken im venezianisch-neugotischen Stil und geschniegelten (und entgegen aller Erwartungen sehr freundlichen) Obern alle Kaffeehausträume erfüllt. Der Apfelstrudel ist groß und lecker, die Melange dagegen klein und überteuert (4,20 €), dafür sind die Kaiserschmarrenportionen riesig und die Kuchenauslagen verlockend. Café Central // Herrengasse 14, 1. Bezirk.

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{Motto am Fluss} Den besten Kuchen haben wir allerdings in keinem der Traditionshäuser entdeckt, sondern im relativ neuen Motto am Fluss. Direkt am Schwedenplatz und am Donaukanal gelegen, ist das schiffsähnliche Gebäude kaum zu übersehen. Auf zwei Ebenen präsentiert sich dort neben einem hochpreisigen Restaurant auch ein schönes Café mit moderner, stilvoller Einrichtung und traumhafter Sonnenterrasse. Die Kuchenauswahl ist groß und modern, und noch heute schwärmen wir von der perfekten Lemon-Tartelette und dem cremigen Erdbeer-Frischkäse-Törtchen, die uns hier serviert wurden. Unbedingt empfehlenswert ist auch die erfrischende hausgemachte Limonade mit Basilikum, Limette und Granatapfel. Mit seinen hochwertigen Speisen, kreativen Drinks und charmantem Service ist das Motto am Fluss definitiv unser Café-(Geheim)-Tipp für Wien! Motto am Fluss // Schwedenplatz 2, 1. Bezirk.

Wien kulinarisch by feed me up before you go-go-8Von der göttlichen Lemon-Tartelette im Motto am Fluss träumen wir immer noch!

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{phil} Wer ausgefallene Buchhandlungen mag, sollte dem phil einen Besuch abstatten, das neben einer sehr stilsicheren Auswahl an Belletristik, Graphic Novels, Kinderbüchern und Fachliteratur auch ein sehr entspanntes Café beheimatet. Hier kann man sich wunderbar auf dem Sofa rekeln, in der Auslage der Buchhandlung schmökern und bei einem Matcha Latte an der eigenen Schriftstellerkarriere arbeiten. Die Zukunft des Wiener Kaffeehauses?
phil // Gumpendorfer Straße 10-12, 6. Bezirk.

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{Eis-Greissler} Wer Lust auf ausgefallene und vegane Eissorten hat, sollte definitiv mal beim Eis-Greissler vorbeischauen. Ziegenkäse, Sturm oder Butterkeks sind nur ein paar der regelmäßig wechselnden Sorten, die man in dem winzigen Laden in der Rotenturmstraße bekommt. Natürlich alles in Bio-Qualität und aufgrund der Schlange auf dem Bürgersteig auch einfach zu finden. Eis-Greissler //  Rotenturmstraße 14, 1. Bezirk.

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{Kent} Am ersten Abend verschlug es uns in den 16. Bezirk, wo es angeblich das authentischste türkische Essen Wiens geben sollte. Das Kent liegt auf der Brunnenstraße, wo tagsüber der letzte reine Straßenmarkt Wiens abgehalten wird, und ganz in der Nähe findet man auch den Yppenplatz, ein Sammelsurium von Cafés, Bistros und Restaurants und auch ein hervorragender Ort zum Frühstücken. Das Kent wirkt auf den ersten Blick nicht besonders einladend, aber gerade im Sommer lässt es sich schön im Innenhof sitzen. Die Karte bietet eine riesige Auswahl an Gerichten zu günstigen Preisen. Als Vorspeise empfehlen wir die hervorragenden Sigara Böregi – Schafskäse-Blätterteigrollen mit Haydari, für die alleine sich der Besuch schon lohnen würde. Die Piden sind ausladend und geschmacklich in Ordnung, kommen aber nicht an die Vorspeisen heran. Wer danach noch Hunger hat, sollte sich auf jeden Fall an der Theke etwas von den hausgemachten honigtriefenden Süßigkeiten einpacken lassen! Kent // Brunnengasse 67, 16. Bezirk.

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{Yak & Yeti} Wem türkisches Essen noch nicht exotisch genug ist, sollte sich das Yak & Yeti merken, ein nepalesisches Restaurant im 6. Bezirk (vielen Dank an Ela für den Tipp!). Ausgestattet ist das gemütliche Lokal wie der Traum aller Backpacker, inklusive Tempel im Garten und Masken, Gebetsfahnen & Co. an den Wänden. Die nepalesischen Köche am Herd sorgen dafür, dass man hier authentische Himalaya-Küche serviert bekommt. Dienstags ist Dal-Bhat-Tag, wir konnten also leider nicht die reguläre Karte testen, doch wurden mit einem tollen All-you-can-eat-Angebot des nepalesischen Nationalgerichts (mit Fleisch oder vegetarisch, man hat die Wahl) und einer Portion Momos mit Kartoffel-Spinat-Füllung entschädigt. Das Dal Bhat kommt in Form eines Tabletts voller kleiner Schälchen mit verschiedenen Gemüsesorten, Soßen und Eintöpfen und einem großen Pott Reis. Geschmeckt hat alles hervorragend, sehr würzig und besonders der eingelegte Tofu hat es uns angetan. Der Schärfegrad war angenehm, abgesehen von dem einen Moment, in dem ich auf eine ganze Chilischote gebissen habe. Zum Glück stand ein leckeres hausgemachtes Lassi auf dem Tisch! Yak & Yeti // Hofmühlgasse 21, 6. Bezirk.

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{Wrenkh} Das Wrenkh punktet seit 1982 mit Bio-Küche und hat viele vegane und vegetarische Gerichte auf der regelmäßig wechselnden und übersichtlichen Karte. Auch der modern-rustikale Gastraum des zentral gelegenen Restaurants ist nicht besonders groß, reservieren ist also angebracht. Hier haben uns besonders die Vor- und Nachspeisen begeistert. Die schwarze Oliventapenade ist ein Traum – sagt die Frau, die davon am liebsten eine weitere Portion als Hauptspeise bestellt hätte. Die Tapenade kommt zusammen mit gebratenem Gemüse und frischem Brot – eine riesige Portion Vorspeise für kleines Geld, wirklich toll! Auch die kreativen Hauptspeisen stimmen glücklich. In unserem Fall landeten Koriander-Glasnudeln mit Kürbiskernpesto und gebratenem Kürbis und gebratener Ziegenkäse auf Mango-Paprika-Quinoa auf dem Tisch. Der Nachtisch setzte dann noch ein Highlight zum Abschluss. Die Mohnnudeln auf Fruchtspiegel und Honigbutter sind zum Niederknien und der Mehlspeisenhauptstadt mehr als würdig. Wrenkh // Bauernmarkt 10, 1. Bezirk.

Wien kulinarisch by feed me up before you go-go-15Unglaublich leckere Oliventapenade meets Nachtisch deluxe.

Wir hoffen, bei unseren Wien-Tipps ist auch was für euch dabei! Wart ihr in dem einen oder anderen Lokal vielleicht sogar schon selbst? Oder habt einen ultimativen Tipp für unseren nächsten Wien-Besuch?

Da Wien zudem eine Fundgrube für den kulinarischen Einkauf ist, folgt bald noch ein zweiter Bericht, in dem wir euch mit auf einen Spaziergang durch die ganzen Geschäfte nehmen, an denen wir einfach nicht vorbeigehen konnten.

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