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Archive for the ‘Gekocht’ Category

Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-4-2

Der folgende Salat brauchte ganze fünf Anläufe. Nicht etwa, weil er so schwierig zuzubereiten oder das Rezept nicht stimmig wäre, sondern weil die Kombination aus Fenchel, Blutorangen, Avocado, Granatapfel und Dill so lecker ist, dass wir ihn unbedingt mit euch teilen wollten. Mit Fotos versteht sich. Doch genau da lag das Problem. Nach dem ersten Probeessen und den Salat für gut befinden (an mehr als ein farblich fragwürdiges Instagram-Bildchen war spät abends nicht zu denken), folgten vier weitere Einkäufe, mit der Absicht, den Fenchel-Blutorangen-Salat blogtauglich zu fotografieren. Doch sämtliche Versuche scheiterten – von fehlender “Ach, jetzt isses doch schon wieder 20.30 Uhr, dunkel draußen, stürmt und schneit”-Lichtquelle bis mangelnder Selbstbeherrschung (“Boah, ich bin so hungrig und sterbe, wenn ich nicht sofort die ganze Schüssel aufesse!”) und sich erst sonntags bemerkbar machender Einkaufsdemenz (“Ich könnte schwören, dass ich einen Granatapfel gekauft habe!!!”) war so ziemlich alles dabei.

Gut, dass es uns nicht mit allen Gerichten so geht, das würde die (ohnehin gerade etwas leidende) Blogpostfrequenz doch deutlich verringern. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich fünf! Und obwohl uns der nordafrikanisch anmutende Salat nun mehrere Wochen begleitet hat, haben wir ihn auch nach dem fünften Mal noch nicht über und werden ihn sicher schon bald wieder kredenzen. Ich denke, das spricht eindeutig für den Salat!

Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-1

Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel und Dill (als Hauptspeise für 2 Personen):

1 Fenchelknolle
5 Radieschen
3 Blutorangen
1 Avocado
½ Granatapfel
2-3 Zweige Dill

Für das Dressing:
2 EL frisch gespresster Blutorangensaft
2 EL Olivenöl
1 TL Dijonsenf
Meersalz, Pfeffer

1. Den Fenchel waschen, längs halbieren, den Strunk entfernen und in schmale Streifen schneiden. Die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Blutorangen schälen, ringsum das Weiß entfernen und die Orangen in Scheiben schneiden. Die Avocado schälen und in Spalten schneiden. Die Kerne des Granatapfels auslösen. Den Dill waschen, trocken schütteln und die Spitzen abzupfen.

2. Für das Dressing alle Zutaten in einer kleinen Schüssel miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die geschnittenen Zutaten für den Salat in eine große Schüssel geben, das Dressing darübergießen und vorsichtig durchheben.

Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-2-2

Das Rezept für den Fenchel-Blutorangen-Salat stammt übrigens aus dem ganz wunderbaren Buch “Zu Gast in Marokko. Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise“, das vor Kurzem im Callwey Verlag erschienen ist. Eine ausführliche Buchvorstellung folgt hier in der kommenden Woche. Heute verraten wir euch jedoch schon, dass ihr das Buch ab nächsten Donnerstag sogar gewinnen könnt. Am 23.04. ist Welttag des Buches und auch in diesem Jahr nehmen wir wieder an der schönen Aktion “Blogger schenken Lesefreude” teil, in deren Rahmen wir diesmal ein Exemplar von “Zu Gast in Marokko” verlosen. Alle Infos dazu findet ihr hier ab dem 23.04. – wir freuen uns natürlich, wenn ihr uns dann wieder besucht!

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Nordafrikanischer Burger mit Couscous- und Hühnchen-Patty Rezept Feed me up before you go-go-1

Die Idee zu diesem Burger spukte schon eine ganze Zeit in meinem Kopf herum. Ein Burger, der Geschmacksrichtungen und Zutaten der nordafrikanischen Küche aufnimmt und zwischen zwei Brötchenhälften presst, Gewürze wie Zimt und Kreuzkümmel integriert, Kräuter wie Minze und Petersilie unterbringt und natürlich die würzige Schärfe von Harissa mit dem typischen Burgergefühl verbindet. Auch Salzzitronen haben wir versucht unterzubringen, jedoch konnten sie uns beim Experimentieren nicht ganz als Belag überzeugen. Herausgekommen ist am Ende jedoch ein köstlicher Burger, der sowohl in der Variante mit Hühnchen als auch mit den veganen Couscous-Kichererbsen-Patties ganz hervorragend schmeckt. Wenn ihr die restlichen Kichererbsen gleich verwenden wollt, könnt ihr außerdem noch eine kleine Portion Hummus machen und diese ebenfalls auf den Burger streichen.

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-1

Der nordafrikanisch angehauchte Burger ist für mich auch eine gute Gelegenheit, um über das Kochen im 21. Jahrhundert nachzudenken. Nicht dass die Globalisierung der Küche eine Erfindung der letzten 20 Jahre wäre – der Buchtipp von mir als Historiker dazu ist Jürgen Osterhammels überwältigende 1200-Seiten-Globalgeschichte des langen 19. Jahrhunderts -, aber der Siegeszug des Internets hat nationale Grenzen in kulinarischer Hinsicht noch einmal durchlässiger werden lassen. Auch ohne eine riesige Kochbuchsammlung habe ich heute Zugriff auf die Geheimnisse indischen Currys, kann mir anlesen, welche Gerichte für Ecuador typisch sind oder wie in Südafrika gegrillt wird. Auch der kleine Hype um die peruanische Küche im vergangenen Jahr ist ohne diese digitale Entgrenzung kaum vorstellbar.

Während die kulinarischen Geschmäcke offener werden, bestürzt es mich zu sehen, dass diese Offenheit oftmals nicht für die Menschen hinter den Gerichten gilt. Döner ja, aber bitte ohne türkische Einwanderer (dass es sich bei den Menschen hinter der Theke um deutsche Staatsbürger handeln könnte, kommt manchem auch nicht in den Sinn). Asiatische Fusion-Küche? Klar, aber bitte nur von perfekt deutschsprechenden und arbeitstüchtigen Musterimmigranten zubereitet. Wer also meint, Deutschland werde von einer “Flutwelle” bedroht, glaubt die eigene Existenz sei durch “Wirtschaftsflüchtlinge” gefährdet oder behauptet, dass sich hinter jedem muslimischen Asylantrag ein frauenhassender Terrorist verbirgt, sollte auch kein Anrecht auf eine internationale Küche haben! Bleibt doch bei Klößen, esst euren Schweinebraten (wahrscheinlich wird der eh bald verboten, oder?) und freut euch über das gute “deutsche” Schwarzbrot. Wir dagegen hoffen, dass unsere Gesellschaft sich auch in Zukunft verändert und sie so abwechslungsreich und global wird, wie es unsere Essgewohnheiten meist schon sind!

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-2

Nordafrikanischer Burger mit Couscous-Patty und Hühnchen Rezept Feed me up before you go-go-5

Nordafrikanische Burger mit Couscous-Kichererbsen- oder Hühnchen-Patties (für 4 vegetarische oder 4 Hühnchen-Burger):

Für die Soße:
6 EL Tomatenmark
1 EL Sherry
Saft von einer ½ Zitrone
1 EL Honig
2-3 TL Harissa
½ TL Zimt
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
2 EL Wasser
Ggf. 1-2 Tropfen Liquid Smoke
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer möchte, erhöht einfach die Harissamenge.

Für die veganen Couscous-Kichererbsen-Patties:
125 g Coucous
250 ml Gemüsebrühe
1 kleine rote Zwiebel
150 g gekochte Kichererbsen (Dose oder selbst gekocht)
2 EL Tahinpaste
1 EL Semmelbrösel
Gewürze nach Geschmack (z.B. Kreuzkümmel, Zimt, Paprika, Koriander, Ingwer)
Salz, Pfeffer

Den Couscous in einer Schüssel mit der heißen Gemüsebrühe übergießen, verrühren und 5 Min. quellen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel sehr fein würfeln. Die Kichererbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken (es sollten noch Stücke erkennbar sein). Zusammen mit den restlichen Zutaten unter den fertig gequollenen Couscous mischen, mit Gewürzen, Salz und Pfeffer abschmecken und zu einer formbaren Masse kneten. Bis zum Anbraten in den Kühlschrank stellen.

Für die Hühnchen-Patties:
480 g Bio-Hühnerbrust
1 Knoblauchzehe
12 Blätter Minze
12 Blätter Petersilie
¾ TL Harissa
Salz, Pfeffer

Das Fleisch grob würfeln, dann mit einer Küchenmaschine klein hacken (oder einfach durch den Fleischwolf jagen). Knoblauch und Kräuter sehr fein hacken und zusammen mit Harissa und etwas Salz und Pfeffer gründlich mit dem Fleisch vermischen. Aus der Masse vier Patties formen und diese bis zum Anbraten im Kühlschrank lagern.

Für den Rest:
4 Burgerbrötchen (wir vertrauen immer noch auf die großartigen Brioche-Buns von HighFoodality, die sich übrigens auch hervorragend einfrieren lassen!)
½ Zucchini
½ Aubergine
Olivenöl
Salz, Pfeffer
¼ Kopf Salat
Jeweils eine Handvoll Minze und Petersilie
1 rote Zwiebel
100 g Feta

1. Den Ofen auf Grillfunktion stellen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Zucchini längs in dünne Streifen schneiden. Die Aubergine in runde, dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse auf dem Blech verteilen, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Unter dem Grill ca. 10 Min. (bis das Gemüse gut gebräunt ist) garen. Bis zur Verarbeitung im Ofen warm halten.

2. Salat und Kräuter waschen, trocken schütteln. Salatblätter grob zerpflücken und mit den Kräutern vermischen. Die Zwiebel in Ringe schneiden. Den Feta längs teilen und dann vierteln.

3. Für den vegetarischen Burger aus der gekühlten Couscous-Masse vier Patties formen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Patties von beiden Seiten knusprig anbraten. Für die fleischige Variante die Hühnchen-Patties aus dem Kühlschrank holen und in einer Pfanne mit Olivenöl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten. Währenddessen die Buns aufschneiden (wer mag, toastet sie vorher noch kurz an) und auf beiden Seiten mit der Harissasoße bestreichen.

4. Die Burger mit Zwiebelringen, Patty, Feta, gegrilltem Gemüse und Salat belegen. Reinbeißen und debil grinsend in den Burgerhimmel abheben!

Nordafrikanischer Burger mit Couscous- und Hühnchen-Patty Rezept Feed me up before you go-go-3

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Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-1

Als wir am Ende des letzten Restaurant Days nach über fünf Stunden Flammkuchenteig ausrollen (wusstet ihr, dass man Muskelkater in den Fingern bekommen kann?), Schmand verstreichen und sich die Finger am heißen Ofen verbrennen, erschöpft an den nun leeren Tischen saßen, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir uns bei der Kalkulation des Belags wohl etwas vertan hatten. Warenwirtschaft scheint nicht unsere Stärke zu sein, denn obwohl die 7-8 Kilo Teig restlos verbraucht waren, stapelten sich noch immer beutelweise geschnittene Zwiebeln, gewürfelter Speck und unzählige Becher Crème Fraîche in der Küche. Trotz unserer Bemühungen, die letzten Gäste mit “Abschiedsgeschenken” (hier, ein Becher Schmand für die Kinder!) zu beschenken, blieben wir dennoch auf einigen Zutaten sitzen. In der Woche nach dem Restaurant Day wurden dementsprechend die KollegInnen mit Birnen-Schmand-Walnuss-Kuchen beglückt, Blaubeeren zu Marmelade verarbeitet, Apfelkompott eingekocht und für die Mittagspause im Büro eine Zucchinisuppe angerührt. Nach diesen Anstrengungen leerten sich langsam Keller und Kühlschränke, bis es plötzlich nur noch einige Rollen Ziegenkäse und ein paar hartnäckige Birnen waren, die ganz dringend auf ihre Verarbeitung warteten.

Zum Glück haben wir eine passende Inspiration gefunden, deren Interpretation wir euch nicht vorenthalten möchten. Die Kombination aus Karamell und Käse mag zunächst ungewöhnlich klingen, aber wir garantieren euch: das funktioniert geschmacklich wunderbar! Die Würze des Ziegenkäses und das Bittere des Radicchios werden durch den süßen und knackigen Karamell in Schach gehalten und ergeben eine köstliche Vorspeise (oder mit etwas Brot auch ein Abendessen für zwei).

Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-2

Ziegenkäsetaler mit Kürbiskernkaramell und Radicchio-Birnen-Salat (für 4-6 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise):

60 g Zucker
40 g + 10 g geröstete Kürbiskerne
1 halber Kopf Radicchio
1 große Birne
2 EL Balsamicoessig
3 EL Birnensaft
1 EL Walnussöl
2 EL Olivenöl
½ TL Senf
½ TL Honig
1 Rolle Ziegenkäse
Salz, Pfeffer

1. Für das Kürbiskernkaramell den Zucker in einer beschichteten Pfanne hellbraun karamellisieren lassen, sofort 40 g Kürbiskerne hinzufügen, vermischen und die Masse auf einem Blatt Backpapier dünn verstreichen. Vollständig abkühlen lassen und in acht Stücke brechen, die etwa dem Durchmesser der Ziegenkäserolle entsprechen.

2. Den Radicchio in Streifen schneiden, waschen und trocknen. Die Birne waschen, entkernen und in lange Spalten schneiden.

3. Für das Dressing Balsamicoessig, Birnensaft, Walnuss- und Olivenöl, Senf und Honig mit etwas Salz und Pfeffer verrühren.

4. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Ziegenkäse in acht Scheiben schneiden und nebeneinander auf ein mit Backpapier augelegtes Backblech setzen. Jeweils ein Stück Kürbiskernkaramell auf die Käsescheiben legen. Auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 8-10 Min. backen, bis der Karamell flüssig geworden ist. Währenddessen den Salat und die Birnen auf Tellern anrichten. Sobald die Ziegenkäsetaler fertig sind, diese aus dem Ofen direkt auf die Teller geben, das Dressing über Salat und Birnen verteilen, die restlichen Kürbiskerne darüberstreuen und sofort servieren.

Ziegenkäserollen mit Kürbiskaramell und Radicchio-Birnen-Salat Rezept2-3

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Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-3-2

VegetarierInnen und die spanische Küche haben es manchmal nicht leicht miteinander. Klingen ausgedehnte Tapas-Abende in Madrid, Sevilla oder San Sebastián aus der Ferne noch so verführerisch, holt einen vor Ort schnell die spanische Realität in Form von Ibérico-Schinken, Chorizo, Hähnchen in Mandelsoße, Fisch und Meeresfrüchten ein. Für Fisch- und Fleischesser ein kulinarisches Paradies, doch für den vegetarischen Gaumen bleiben auf den ersten Blick oft nicht mehr als Patatas bravas, Tortilla oder Piminetos de padrón (auch wenn ich mich allein davon wochenlang ernähren könnte …). Grundkenntnisse der spanischen Sprache helfen da jedoch weiter, lassen sich so zumindest ein paar vegetarische Alternativen abseits der Karte erfragen. Doch auch im Gespräch wird schnell klar, dass “vegetarisch” im Land der Pata Negra oftmals Auslegungssache ist: manche gießen das “vegetarische Risotto” mit Geflügelfond auf, für andere bedeutet “streng vegetarisch” lediglich den Verzicht auf rotes Fleisch. Dennoch sollte man sich als VegetarierIn mit kulinarischen Ansprüchen nicht von der zunächst undurchdringbar scheinenden spanischen Fleischfront einschüchtern lassen. Taucht man etwas tiefer in die spanische Tapas-Kultur ein, lassen sich durchaus einige fisch- und fleischlose Perlen wie Berenjenas con miel (frittierte Auberginen mit Honig), Queso de cabra con cerezas (überbackener Ziegenkäse mit geschmorten Kirschen) oder eine der unzähligen Kreationen mit Artischocken, Oliven, Sherry und jeder Menge Knoblauch entdecken.

Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-4-2

Genau solche Perlen hat Margit Kunzke in ihrem Buch “Tapas vegetarisch” zusammengestellt, das 2014 im Hädecke Verlag erschienen ist. Anhand von rund 50 Rezepten beweist die seit 30 Jahren in Spanien lebende Autorin, dass der Tapas-Genuss auch VegetarierInnen vergönnt sein kann. Nach einer Einführung in typisch spanische Spezialitäten folgen Kapitel über Süppchen und zu einzelnen Zutaten wie Auberginen, Käse, Kartoffeln oder Pilzen. Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und werden in den meisten Fällen durch hilfreiche Tipps zur Vor- und Zubereitung oder zu alternativen Zutaten ergänzt. Auch die Anzahl der veganen Rezepte, die zusätzlich mit einem kleinen “v” gekennzeichnet sind, ist erfreulich hoch. Die ansprechenden Food-Fotos machen Lust, sich sofort in die Küche zu stellen und loszubrutzeln.

Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten-1

Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten-2

Gleich beim ersten Durchblättern entdecke ich in jedem Kapitel mehrere Gerichte, die ich unbedingt ausprobieren möchte. So kommt es, dass das Silvestermenü diesmal ganz im Zeichen der vegetarischen Tapas steht: gebratene Auberginen mit Ziegenkäseschaum und Lavendel, Hummus aus Süßkartoffeln und Basilikum sowie Tomatentarte mit Lavendel, Ziegenkäse und schwarzen Oliven können überzeugen und sind relativ schnell und einfach zubereitet. Allein die Datteln mit Frischkäse gefüllt erweisen sich als etwas öde und fad. Eine Einladung zum Tapas-Abend bei den Wallygustos (noch einmal vielen Dank an dieser Stelle! ) bietet darüber hinaus Gelegenheit, weitere Gerichte aus “Tapas vegetarisch” zu probieren, denn auch dort wird bereits eifrig aus dem kleinen Büchlein gekocht: die Tomaten auf Blätterteigquadraten, die Champignons in Sherry und die gefüllten Datteln mit Blauschimmelkäse erweisen sich ebenfalls als köstlich. Für den Sommer vorgemerkt sind jedenfalls bereits marinierte Artischocken mit Balsamico-Erdbeeren und die Pinienkernsuppe mit Zuckerschoten.

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Tapas vegetarisch Kochbuch Innenseiten 2-2

Am besten geschmeckt hat uns jedoch eine Tapas-Kreation, die in die Höhe schießt: Kartoffel-Spinat-Türmchen, die mit getrockneten Tomaten und in Sherry eingelegten Rosinen garniert werden. Spontan haben wir in unsere Variante noch einen Apfel eingeschmuggelt, der im Turm wunderbar mit den gebackenen Kartoffelscheiben sowie den anderen Zutaten harmoniert. Statt in der Pfanne haben wir die Kartoffelscheiben zudem im Ofen gebacken, was ebenso gut funktioniert.

Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-2-2

Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen (für 4 Tapas-Portionen):

1-2 EL Rosinen
4 getrocknete Tomaten
1 kleine Knoblauchzehe
3 Kartoffeln (möglichst rund, je 200-220 g)
1-2 EL Pinienkerne
300 g frischer Spinat
1 EL Balsamico
1 Apfel
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Optional: Sherry, Zimt

1. Die Rosinen für 20-30 Min. in etwas Sherry (oder lauwarmem Wasser) einweichen. Die getrockneten Tomaten fein würfeln. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.

2. Die Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden (ca. 2-3 mm). Den Ofen auf 230°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Kartoffelscheiben nebeneinander legen und mit Olivenöl bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen für ca. 15-20 Min. backen, bis sie leicht knusprig sind.

3. Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie leicht gebräunt sind. Den Spinat waschen, ggf. die Stiele entfernen. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und zunächst den Knoblauch etwa 1 Min. anbraten. Den Spinat und die abgetropften Rosinen hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze etwa 5 Min. andünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit 1 TL Balsamico ablöschen und getrocknete Tomaten und Pinienkerne unterheben. Wer mag, schmeckt die Mischung noch mit etwas Zimt ab.

4. Den Apfel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden (2-3 mm). Das Kerngehäuse aus der Mitte herausschneiden. Die Apfelscheiben anschließend in einer Pfanne in etwas Öl 2-3 Min. bei mittlerer Hitze leicht weich braten.

5. Zum Servieren zunächst die Kartoffel- und Apfelscheiben abwechselnd auf 4 Tellern zu 4 Türmchen aufschichten. Anschließend vorsichtig die Spinatmischung darauf verteilen und sofort servieren.

Kartoffel-Apfel-Spinat-Türmchen mit getrockneten Tomaten und Sherry-Rosinen Rezept-1-2

Fazit: Ein kleines kompaktes 90-Seiten-Büchlein, das sicher jeden (vegetarischen und fleischliebenden) Spanien-Fan glücklich stimmt. Das eine oder andere Rezept hätten wir uns noch etwas raffinierter, abwechslungsreicher oder klassischer spanisch gewünscht, dennoch kann die Auswahl der versammelten Gerichte überzeugen. Wer sich nach weiteren Kreationen mit spanischem Einschlag sehnt, dem sei zudem der Blog der Autorin ans Herz gelegt: Kochbuch für Max und Moritz. 4,5 von 5 Pimientos.

 

Cover_Tapas_vegetarischMargit Kunzke

“Tapas vegetarisch”

Hädecke Verlag, Weil der Stadt 2014

12,95 € / ISBN: 978-3-7750-0666-8

Vielen Dank an den Hädecke Verlag, der uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Pasta mit gegrillter Paprika und Spiegelei Rezept-1

Ich bin ja überhaupt kein Wintermensch. Ich fahre kein Ski, finde es nervig, tausend Schichten Kleidung anziehen zu müssen, wenn ich vor die Tür gehe, hasse die schmerzenden Finger beim Fahrradfahren, und die Verspätungen der S-Bahn aufgrund von vereisten Weichen machen es auch nicht besser. Im T-Shirt rumlaufen und in der Abendsonne Gin Tonics schlürfen ist doch viel schöner, oder? Aber solange es draußen weiterhin schneit und stürmt (die letzte Nacht hat München wieder in ein Winter Wonderland verwandelt), muss man wohl nach Möglichkeiten suchen, diese Jahreszeit etwas erträglicher zu gestalten. Eine Option ist es, sich mit neuen Büchern unter der Bettdecke zu verkriechen, z.B. mit unserem gewichtigsten Neuzugang, dem Essential New York Times Cookbook. Darin sind in überarbeiteter Form die besten, interessantesten und beliebtesten Rezepte aus 150 Jahren Zeitungsgeschichte versammelt. Damit ist dieser Wälzer nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Beitrag zur “Culinary & Food History” der Vereinigten Staaten. Wer also nicht nur wissen will, wie Kartoffelchips zubereitet werden, sondern auch erfahren möchte, wie und wann sie erfunden wurden, liegt hiermit genau richtig. Das alles ist so spannend geschrieben, dass es auch gar nicht stört, dass es keine Fotos zu den Rezepten gibt. Stattdessen erfährt man beim Durchblättern, wie sich die Essgewohnheiten immer wieder verändert haben, wie bestimmte Zutaten en vogue wurden und wieder von den Tellern verschwanden und vor allem auch, wie stark die Küche der USA von den verschiedenen Einwanderergruppen beeinflusst und bereichert wurde.

Rezepte markieren macht bei diesem Monster gar keinen Sinn, denn bei 1400 Einträgen stolpere ich gefühlt auf jeder zweiten Seite über etwas, das ich sofort nachkochen oder -backen möchte. Passend zum Wetter hat es schließlich die Adaption einer einfachen, aber wirksamen Pasta zuerst auf den Teller geschafft. Die Idee, gegrillte Paprika mit Spiegeleiern zu kombinieren, klang einfach zu verführerisch und nach einigen Anpassungen an unseren persönlichen Geschmack ist ein Gericht herausgekommen, gegen das auch der fieseste Winterblues keine Chance hat.

Pasta mit gegrillter Paprika und Spiegelei Rezept-2

Spaghetti mit Ofenpaprika und Spiegelei (für 2 Personen):

250 g Spaghetti
3 rote Paprika
1 fein gehackte Knoblauchzehe
½ TL fein gehackte rote Chili
2 EL fein gehackte Petersilie
2 EL Pinienkerne
2 EL Semmelbrösel
2 Eier
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Den Ofen auf Grillfunktion oder höchste Temperatur vorheizen. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und mit der Schale nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. In der oberen Hälfte des Ofens so lange grillen, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Mit einer Zange aus dem Ofen holen und für 10 Min. in einen Gefrierbeutel geben und verschließen. Anschließend sollte sich die Haut ganz einfach abziehen lassen. Die geschälte Paprika in Streifen schneiden.

2. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Paprikastreifen zusammen mit Knoblauch, Petersilie und Chili in eine kleine Auflaufform geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Semmelbröseln und Pinienkernen bestreuen und alles mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln. 10 Min. im Ofen überbacken.

3. Währenddessen die Spaghetti ins kochende Wasser geben und gar kochen. Ca. 4-5 Min. vor Ende der Garzeit ein wenig Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin zwei Spiegeleier braten. Die Spiegeleier mit Salz und Pfeffer würzen und vom Herd nehmen, wenn das Eiweiß gerade fest geworden, das Eigelb aber noch richtig flüssig ist.

4. Die Kunst bei diesem Gericht besteht eigentlich darin, am Ende alle drei Komponenten gleichzeitig fertig zu bekommen. Zum Servieren die Nudeln abgießen und in eine große Schüssel geben. Die Paprikamischung aus dem Ofen hinzufügen und gut vermengen. Anschließend die Spiegeleier hinzufügen und mit zwei Gabeln zerreißen und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Eigelb sorgt zusammen mit den Säften aus der Auflaufform für eine cremige Soße. Wer will, kann die Nudeln auch zunächst ohne Ei auf Tellern verteilen und jeweils mit einem Spiegelei garnieren. Dann kann man das Ei selbst am Tisch zerrupfen.

Pasta mit gegrillter Paprika und Spiegelei Rezept-3

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Klebereisbällchen Banh Troi Feed me up before you go-go-2

Ich glaube, wir haben es hier schon mehrmals erwähnt, aber man kann es nicht oft genug betonen: Eines der wirklich tollen Dinge an einem Foodblog ist, dass man stets aufs Neue gefordert wird. Man wagt sich immer wieder in unbekanntes kulinarisches Terrain, bekämpft tief in der Kindheit verwurzelte Abneigungen (ich sage nur Fenchel!) und probiert merkwürdige Zutaten und Kombinationen aus. Außerdem kommt man immer wieder an den Punkt, an dem einem bestimmte Fertigprodukte nicht mehr ausreichen. Da schmeckt das Pesto aus dem Supermarkt plötzlich muffig und der gekaufte Eierlikör einfach fad. Also stellt man sich in die Küche und beginnt selbst zu experimentieren. Man rührt, knetet, schnippelt und am Ende ist es fast unvorstellbar, dass man irgendwann einmal tatsächlich auf die Fertigvariante zurückgegriffen hat. Ganz ähnlich erging es uns mit Klebreisebällchen. Bánh trôi, die typisch vietnamesische Süßspeise, hatten wir schon vor langer Zeit in asiatischen Supermärkten oder Restaurants kennen- und lieben gelernt und waren dementsprechend Feuer und Flamme, als wir in Vietnam Street Food über ein passendes Rezept gestolpert sind. Noch begeisterter waren wir, als wir feststellten, dass die Zubereitung wirklich kinderleicht ist und das Ergebnis alle gekauften Varianten um Längen übertrifft. Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis wir unseren eigenen Gin destillieren …

Klebereisbällchen Banh Troi Feed me up before you go-go-1

Die traditionelle Füllung für diese Leckerei ist Palmzucker, aber natürlich kann man die kleinen Bällchen mit so ziemlich allem füllen, was einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Wir haben uns deswegen für eine Bananen-Kokos-Füllung sowie Erdnussbutter entschieden und waren begeistert. Die beiden Mehlsorten solltet ihr übrigens in jedem gut sortierten Asia-Supermarkt bekommen.

Klebereisbällchen Banh Troi Feed me up before you go-go-5

Bánh trôi: vietnamesische Klebreisbällchen (für ca. 20 Bällchen):

400 ml Kokosmilch
3 EL brauner Zucker
180 g Klebreismehl
20 g Reismehl
180 ml warmes Wasser
½ reife Banane
5 EL geröstete Kokosflocken
5 TL Erdnussbutter
2 EL geröstete Sesamsamen

1. Die Kokosmilch mit dem Zucker in einem Topf verrühren, auf dem Herd erhitzen, dann zur Seite stellen.

2. Die beiden Mehlsorten in einer Schüssel vermischen, das Wasser hinzufügen und mit den Händen zu einem festen Teig verkneten. Falls der Teig zum Formen zu flüssig sein sollte, einfach noch etwas Klebreismehl dazugeben, bis eine formbare Konsistenz erreicht ist. In einer zweiten kleinen Schüssel die Banane mit einer Gabel zermatschen und mit 3 EL gerösteten Kokosflocken vermischen.

3. Den Teig in ca. 20 Stücke teilen (etwa mit dem Durchmesser einer großen Murmel). Jeweils eine Kugel flach drücken, in die Mitte eine kleine Kuhle drücken und etwa ½ TL Füllung hineingeben. Die Ränder zusammenklappen und vorsichtig zu einer geschlossenen Kugel rollen. 10 Kugeln mit der Bananen-Kokos-Mischung und 10 mit Erdnussbutter füllen.

4. In einem Topf Wasser zum Köcheln bringen und die Kugeln darin portionsweise garen. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, können sie herausgenommen werden. Dann noch schnell in eiskaltem Wasser abschrecken.

5. Die Bananen-Kokos-Kugeln in den restlichen 2 EL Kokosflocken wälzen und die Erdnussbutterkugeln mit Sesamsamen bestreuen.

6. Zum Servieren jeweils einige Bällchen in eine kleine Schüssel geben und mit der warmen Kokosmilch übergießen.

Klebereisbällchen Banh Troi Feed me up before you go-go-3

Wie erwähnt haben wir das Rezept in dem im Hädecke Verlag erschienenen Buch Vietnam Street Food: Kulinarische Reiseskizzen aus Hanoi und Vietnam gefunden. Ähnlich wie das hier bereits vorgestellte Buch New York Street Food ist es eine wahre Fundgrube für reisebegeisterte Food-LiebhaberInnen. Tom Vandenberghe und Luk Thys haben in den Garküchen Vietnams unzählige simple, aber köstliche Rezepte kennengelernt, die zusammen mit den atmosphärischen Fotos einen tollen Einblick in die Küche des asiatischen Landes geben. Ich fürchte, den dritten Band der Reihe – Thai Street Food – müssen wir uns jetzt auch noch besorgen.

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Berge Schnee Bayern-1

Das Jahr endet in Weiß. Doch bevor wir in München gänzlich im Schnee versacken (viel fehlt ja nicht mehr …), folgt hier ein schneller Blick zurück. Für einen ausführlicheren Jahresrückblick wie es ihn im letzten und auch vorletzten Jahr an dieser Stelle gab, fehlt leider – wie so oft in den letzten Monaten – die Zeit. Doch ganz darauf zu verzichten, wäre zu schade, lesen wir doch selbst die Rückblicke auf anderen Blogs so gerne. Sabines Idee, einen Fragebogen zur #Foodblogbilanz14 zusammenzustellen, kommt da wie gerufen. Wenn ihr ähnlich neugierig seid wie wir, lohnt sich ein Blick auf Sabines Blog Schmeckt nach mehr, denn dort findet man nicht nur ihre eigene Bilanz, sondern auch Verlinkungen auf weitere Rückblicke.

1. Was war 2014 dein erfolgreichster Blogartikel?

Das beliebteste Rezept aus diesem Jahr ist die Zucchini-Pizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse. Das Rezept stammt aus dem schönen Kochbuch “Ducasse Nature“, das in diesem Jahr auf Deutschlandreise ging und auch Station bei uns in München machen durfte. Die meisten Klicks erzielte in diesem Jahr allerdings ein Beitrag, der bereits 2012 erschienen ist: unsere Willy-Wonka-Spiralkekse.

Ducasse_Zucchinipizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse-1

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Besonders gefreut hat uns dieses Jahr, dass unser Blog-Event “Blogg den Suchbegriff” so rege Teilnahme erhielt und im Zuge dessen so unglaublich tolle und kreative Beiträge entstanden sind. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure Teilnahme an unserer ersten und zweiten Runde. Wer weiß, vielleicht hält 2015 ja eine dritte Runde bereit …

Unser Artikel No eat till Brooklyn: New York kulinarisch I {Brooklyn} steht stellvertretend für die kulinarischen Reiseberichte, die wir hier immer mal wieder veröffentlichen. So ein Artikel ist wie ein Tagebuch der Reise und wir sind uns sicher, dass wir uns dank dieser Liste auch in einigen Jahren noch gut an unsere Tage in New York erinnern werden.

Da Burger seit den ersten Artikeln hier eine wichtige Rolle spielen, darf dieser Post natürlich nicht fehlen: der vegetarische Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa. Zum einen handelt es sich um ein Rezept, an dem wir recht lange getüftelt haben, zum anderen ist es eng mit der Burger-Session beim großartigen Foodbloggercamp verbunden.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Die Aktion “Tierfreitag” verdient vollste Aufmerksamkeit. Die Idee dazu stammt von Katharina Seiser, die den Tierfreitag nach ihrem veganen Selbstversuch (im Übrigen auch sehr lesenswert!) ins Leben gerufen hat. Auf der Website www.tierfreitag.com sammelt sie alle eingereichten Beiträge zu tierfreien (sprich veganen) Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte auskommen, sowie vorbildliche Tierhaltungsprojekte und Bauernhöfe vorstellen.

Der nächste Blogbeitrag, der uns in diesem Jahr besonders in Erinnerung geblieben ist, ist eigentlich eine Beitragsserie. In ihrer sechsteiligen Reihe “Wie ein Kochbuch entsteht” gewährt Sabine Schlimm (ja, das ist auch die, die sich diesen Fragebogen ausgedacht hat) spannende Einblicke in das Making-of ihres Kochbuchs “Seelenfutter vegetarisch”. Da die Hälfte von uns tagtäglich selbst mit der Entstehung von Büchern beschäftigt ist, wurde die Serie natürlich mit besonderer Freude verfolgt.

Zu guter Letzt hat uns ein Beitrag von Claudia begeistert (und zum Backen animiert). Mit der Aktion Cookies 4 Care hatte sie im Dezember dazu aufgerufen, für jugendliche Flüchtlinge in München Plätzchen zu backen. Am Ende sind über 2000 Stück zusammengekommen, die bei einer Weihnachtsfeier in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung verteilt werden konnten.

4. Welches der Rezepte, die du 2014 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Ha, diese Frage lässt sich ohne großes Überlegen beantworten, denn das Bananen-Dattel-Porridge mit Honig und gerösteten Mandeln hat es uns wirklich angetan. Unzählige Male landete es auf dem Frühstückstisch und in unseren Mägen.

Bananen_Dattel_Porridge_Rezept-1

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2014 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Ein Blog-Problem, das eigentlich schon vor Monaten Jahren hätte gelöst werden müssen, aber konstant von uns verschleppt wird, ist die dringliche Notwendigkeit eines neuen Blog-Designs. Mal sehen, ob 2015 endlich kreative Impulse (und Zeit) mit sich bringt. Was uns außerdem beschäftigt hat? Die krampfhafte Verbissenheit, mit der manche BloggerInnen ans Werk gehen. Es tut manchmal durchaus ganz gut, sich selbst (und andere) nicht allzu ernst zu nehmen, nicht jedem vorgegebenen Trend hinterherzuhechten und sich von jeglichen Blogzwängen und -verpflichtungen freizumachen! Wir wären jedenfalls froh, wenn es in der “Szene” 2015 wieder etwas entspannter zugehen würde.

Ein Koch-Problem, das sich pünktlich zum Jahresende ankündigte, ist unser kränkelnder Backofen, der wohl beschlossen hat, dass wir ihn zu viel beanspruchen. Überall brechen Plastikteile ab und die Tür hält inzwischen nur noch dank einer Mutter, die dort eigentlich nichts zu suchen hat. Nachdem wir gerade dabei sind, den ebenfalls zickenden Kühlschrank auszutauschen, wird bald also auch ein neuer Backofen einziehen müssen. Falls ihr einen ultimativen Tipp habt (oder uns irgendjemand sponsern möchte …), immer her damit! ;-)

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Das lässt sich nicht so einfach beantworten, denn wenn ein Foodblog eine Sache mit sich bringt, ist es das Eintauchen in unzählige neue kulinarische Welten. Ganz vorne mit dabei war dieses Jahr alles, was mit Cocktails und Spirituosen zu tun hat. Wir haben uns intensiv mit Whisky, Gin und Bier beschäftigt, die Hausbar ist ums Doppelte gewachsen und wir nennen inzwischen drei Cocktailshaker unser Eigen (von Barlöffeln, Handzitruspressen und speziellen Zangen ganz zu schweigen). Steffen durfte sogar bei einer Buchvorstellung unzählige BesucherInnen mit Rum-Cocktails abfüllen – die berufliche Zukunft abseits der Geschichtswissenschaft scheint also gesichert. Auch 2015 werden uns diese Themen sicher noch beschäftigen, haltet einfach mal nach #Alkoblogger Ausschau.

Was feste Nahrung angeht, haben wir erstmals mit Barba di frate gekocht, haben mit etwas Verspätung Chia-Samen entdeckt (und inzwischen mehrere Packungen verbraucht) und wie bereits erwähnt, ist Porridge von unserem Frühstückstisch nicht mehr wegzudenken. Wir haben Eierlikör vom Ruf des Omagesöffs befreit und Sabrina hat gelernt, dass Artischocken nicht nur sauer, sondern auch ziemlich lecker sein können.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Na, wenn das mal keine Frage für uns ist! Über mangelnde lustige und skurrile Suchbegriffe können wir uns tatsächlich nicht beklagen, was letztendlich sogar dazu geführt hat, unser Blog-Event “Blogg den Suchbegriff” ins Leben zu rufen. Unser Highlight aus diesem Jahr bleibt jedoch “wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen”.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?

Für 2015 wünschen wir uns in jedem Fall ein neues Layout. Das muss einfach passieren. Darüber hinaus natürlich weiterhin so tolle LeserInnen und den Austausch mit anderen BloggerInnen, auch wenn wir es leider nicht zum nächsten Foodbloggercamp nach Reutlingen schaffen werden. Ach ja, Sabrina möchte endlich mal ein Rezept mit Lakritz veröffentlichen. Am besten dann, wenn Steffen gerade mal nicht hinschaut.

Und was wünscht ihr euch für 2015? Gibt es irgendwas, was ihr auf dem Blog häufiger sehen möchtet (oder eher weniger)? Wir wünschen euch einen fulminanten Start ins neue Jahr und sagen DANKE für ein wunderbares 2014 mit euch!

Sabrina & Steffen

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Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die “KnödelexpertInnen” bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-4

Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! ;-)

Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
Speiseöl
1 Apfel
½ Kopf Radicchio
4 EL Gorgonzola
360 g Rinderhack
4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-4

Gibt es eigentlich Menschen, die Kokos nicht mögen? Für uns zwei riesige Kokosfans fast undenkbar! Egal, ob im Essen, im Drink oder im Duschgel – Kokosgeschmack oder -duft geht bei uns wirklich immer. Dementsprechend gespannt waren wir, als uns eine Kiste mit Kokos-Produkten von Tropicai ins Haus flatterte. Denn die Produktpalette verspricht nicht nur die volle Kokosdröhnung, sondern auch beste Bio- und Fair-Trade-Qualität: Kokosöl, Kokosmus, Kokosmehl, Kokosblütenzucker – erstaunlich, was man aus der Frucht alles herausholen kann. Unweigerlich muss man dabei an Christian Krachts Romanhelden August Engelhardt denken, der sich ausschließlich von Kokosnüssen ernähren will.

Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-1

Wir waren also gespannt, ob es uns nach dem Durchprobieren der Tropicai-Produkte vielleicht genauso ergehen würde. Tagelang wurden die verschiedensten Kokoskonsistenzen in unterschiedlichste süße und salzige Gerichte gemogelt. Das Kokosnussmus – das aus fein gemahlenem Kokosnussfleisch besteht – landete nicht nur im Curry, sondern auch in einem Smoothie und machte dort eine hervorragende Figur. Das reine Kokosöl ist zwar etwas unpraktischer zu handhaben als normales Öl (es ist bei Raumtemperatur nicht flüssig), stellt sich aber als tolle und aromatische Alternative zu anderen Sorten heraus, die wir nicht mehr missen möchten. Das sanfte Kokosaroma eignet sich z.B. zum Anbraten von Pfannkuchen oder in exotischen Gerichten ganz wunderbar. Nicht ganz warm geworden sind wir dagegen mit dem Kokosmehl. Eigentlich war an dieser Stelle ein Rezept für Kokospfannkuchen geplant, doch leider konnten wir keine Mischung finden, die uns wirklich zufriedengestellt hat. Auch wenn die ganzen Low-Carb-/Paleo-Blogs auf Kokosmehl schwören, eine ernst zu nehmende Alternative zu herkömmlichen Mehl ist es für uns leider nicht. Zu groß sind uns die Einbußen bei Geschmack und Konsistenz. Oder haben wir einfach nicht DAS Rezept gefunden? Wenn ihr Tipps zum Backen mit Kokosmehl habt, hinterlasst uns doch bitte einen Kommentar!

Die Kokosnusschips („Hot Chili“ und „Indian Curry“), die in Kokosblütenzucker knusprig geröstet und danach mit Gewürzen veredelt wurden, trafen dagegen wieder unseren Geschmack und eignen sich prima, um damit Currys oder asiatischen Nudelgerichten einen knusprigen Kick zu verleihen.

Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-5

Gleich drei der hier vorgestellten Kokosspezialitäten haben wir in unserem veganen Süßkartoffel-Curry untergebracht, das dadurch einen ordentlichen Kokoswumms erhält. Und damit ihr euch selbst von der tollen Qualität der Tropicai-Produkte überzeugen könnt und schon mal ein paar der Zutaten für unser Curry im Haus habt, haben wir gemeinsam mit Tropicai drei schöne Produktpäckchen geschnürt, die ihr gewinnen könnt. Jedes Paket enthält je eine Packung Kokosnussmus, natives Kokosöl und Kokoschips “Indian Curry”. Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr nach dem Rezept.

Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-3

Grünes Süßkartoffel-Kokos-Curry mit Koriander (für 2-3 Personen. Die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Produkte stammen von Tropicai):

750 g Süßkartoffeln
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
50 g Ingwer
1 Topf Koriander
80 g Kokosnussmus*
1 EL Currypulver
2 rote Paprika
1 Bund Frühlingszwiebeln
Kokosöl*
250 ml Kokosmilch
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Kokoschips “Indian Curry”*

1. Die Süßkartoffeln schälen und in einem Topf mit kochendem Wasser je nach Größe etwa 15-20 Min. garen. Sie sollten gerade so durch und nicht zu weich sein. Die Kartoffeln abgießen und in ca. 1 x 2 cm große Stücke schneiden.

2. Währenddessen die Knoblauchzehen schälen und grob hacken. Die Chilischote ebenfalls grob hacken, evtl. vorher die Kerne entfernen, wenn ihr es nicht so scharf mögt. Den Ingwer schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Koriander samt Stielen waschen und trocken schütteln. Einige Blätter für die Deko zurückbehalten, den Rest zusammen mit Knoblauch, Chili, Ingwer, dem Kokosnussmus und Currypulver in einen Zerkleinerer geben. Gut durchmixen, bis eine homogene Massen entstanden ist.

3. Die Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in schmale Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, das Grün für die Deko zur Seite stellen.

4. In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen und die Frühlingszwiebeln (ohne Grün) kurz anschwitzen. Dann die Koriander-Kokos-Paste hinzufügen und ebenfalls eine Weile unter Rühren anbraten. Wenn die Masse am Boden der Pfanne anzubacken beginnt, Kokosmilch und Gemüsebrühe hinzugeben und aufkochen lassen. Paprika und Süßkartoffeln in die Pfanne geben und alles bei kleiner Hitze einige Min. köcheln lassen. Die Paprika sollten noch Biss haben, also nicht zu lange auf dem Herd lassen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Curry auf Teller verteilen und mit Frühlingszwiebelgrün, Koriander und Kokoschips garnieren.

Und so könnt ihr eines von drei Tropicai-Produktpaketen gewinnen:

Hinterlasst einfach bis Samstag, 6.12.2014, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr uns euer liebstes Kokosgericht verratet.

[Edit 7.12.2014] Vielen Dank für eure vielen Kommentare! Schön, dass wir mit unserer Kokosliebe nicht alleine sind. Die Kokosglücksfee hat uns drei Gewinnerinnen der Tropicai-Pakete ausgespuckt. Gewonnen haben:

Lena (ohne Blog), die folgenden Kommentar hinterlassen hat:

ich liebe alle currys auf kokosmilchbasis. mmhhhhhm. mein favorit davon ist das kambodschanische curry genannt amok! das ist unglaublich frisch und lecker!

Maximiliane Werther (ohne Blog):

Mein liebstes Gericht sind die leckeren Kokos-Amaretto-Bällchen mit Biskuitteig. Passt immer :)

Und Angelina vom Blog Teigfabrik:

Hallo ihr beiden,

das trifft sich perfekt, denn mein geliebtes Kokosöl geht gerade zur Neige ;) Ich verwende es sehr gern anstatt anderem Öl zum Kochen, auch gerade weil es so gesund ist und weil es super mit Curry-Pfannen harmoniert :)

Liebe Grüße,
Angelina

Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Schickt uns doch bitte eure Adressen, damit sich die Kokospakete auf den Weg zu euch machen können. Allen anderen TeilnehmerInnen vielen Dank fürs Mitmachen!

Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 7.12.2014 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass eure Adresse im Falle des Gewinns an die Agentur storykitchen weitergegeben wird, damit euer Tropicai-Paket auch verschickt werden kann.

Wir wünschen euch viel Glück und sind sehr gespannt auf eure Kokosideen!

Süßkartoffel-Kokos-Curry_Tropicai_Rezept-2

Vielen Dank an Tropicai und storykitchen, die uns die Produkte zum Probieren und Verlosen zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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Frühstücksburritos mit Korianderrühreri, Tomatensalsa und Avocado Rezept-1

Wie sehen denn eure Frühstücksgewohnheiten aus? Süß oder salzig? Warm oder kalt? Reichhaltig oder lieber gar nichts? Ich selbst bin eigentlich ein großer Fan von süßen Brotaufstrichen. Marmelade, Schoko-Nuss-Creme, Honig etc. sind bei mir die erste Wahl. Wurst oder Schinken kriege ich dagegen am Morgen fast nicht runter. Entgegen den Vorlieben der Frau kann ich in der Früh auch keinerlei Begeisterung für kräftigen Bergkäse & Co. aufbringen. Unter der Woche findet das Frühstück außerdem eher hektisch irgendwo zwischen Küche und Bad statt, ich schlafe lieber 10 Minuten länger, als in Ruhe am Frühstückstisch zu sitzen (an dem ich ohnehin alleine sitzen müsste, denn auch die Frau frühstückt während sie sich die Haare föhnt).

Frühstücksburritos mit Korianderrühreri, Tomatensalsa und Avocado Rezept-3

Am Wochenende sehen unsere Frühstücksgewohnheiten allerdings ganz anders aus. Da legen wir uns etwas mehr ins Zeug, backen Brötchen, mixen Smoothies, rühren Porridge zusammen und brutzeln Stapelweise Pfannkuchen. Mit ausgeschlafenem Magen kann ich mich auch durchaus für Herzhafteres begeistern, wie z.B. köstliche Frühstücksburritos. Diese Frühstücksoption haben wir im letzten USA-Urlaub kennen- und lieben gelernt und mussten sie deswegen auch ganz dringend nach Hause holen. Wer es also zum Frühstück gerne etwas deftiger, aber dennoch frisch mag, sollte den gefüllten Teigfladen unbedingt eine Chance geben. Kräuteriges Rührei, eine würzige Salsa und frische Avocado – der Start in den Tag könnte (fast) nicht besser sein!

Frühstücksburritos mit Korianderrühreri, Tomatensalsa und Avocado Rezept-2

Frühstücksburritos mit Korianderrührei, Tomatensalsa und Avocado (für 6-8 Burritos):

Für die Tortillafladen
180 g Mehl
½ TL Salz
½ TL Backpulver
40 ml Pflanzenöl
120 ml Wasser

1. Trockene Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann Öl und Wasser hinzugeben und mit den Knethaken des Handrührers etwa 2 Minuten verrühren, bis der Teig eine glatte Konsistenz angenommen hat und gut zusammenhält. Den Teig in 6-8 gleichgroße Bälle teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu runden Fladen ausrollen (je nach Größe eurer Pfanne). Die ausgerollten Fladen nicht übereinander stapeln, sie kleben sonst aneinander.

2. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die Teigfladen darin etwa 40-60 Sekunden von jeder Seite anbraten. Die Tortillafladen sollten kleine braune Flecken erhalten, aber immer noch weich sein. Die Fladen bis zur Verwendung am besten in einem feuchten Küchentuch einwickeln, damit sie weich bleiben.

Für die Füllung
200 g Tomaten
1 kleine rote Zwiebel
Saft einer halben Limette
1 Spritzer Tabasco
1 Avocado
1 Büschel Koriander
6 Eier
Öl zum Anbraten
6-8 EL Schmand oder saure Sahne
Salz, Pfeffer

1. Für die Salsa die Tomaten waschen und zusammen mit der Zwiebel fein würfeln, dann mit dem Limettensaft in einer Schüssel vermischen. Nach Geschmack mit Tabasco, Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Die Avocado schälen und in dünne Spalten schneiden. Von der Hälfte des Korianders die Blätter abzupfen. Die andere Hälfte des Korianders unterhalb der Blätter mit einer Schere abschneiden und inkl. der oberen Stiele fein hacken.

3. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und mit dem gehackten Koriander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, die Eiermischung hinzufügen, warten bis die Masse zu stocken beginnt und dann mit dem Pfannenwender zerrupfen. Unter Rühren weiterbraten, bis das Eis vollständig gestockt, aber nicht zu trocken ist.

4. Um die Burritos zu füllen, die Fladen mit je einem EL Schmand oder saurer Sahne bestreichen, Salsa und Rührei darauf verteilen, mit Avocado belegen und zum Schluss die Korianderblätter darüberstreuen. Nach Belieben noch mit Tabasco, Salz und Pfeffer würzen, die Seiten des Fladens einklappen und zu einem Burrito aufrollen.

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Mezze vegetarisch Quinoa Taboulé eingelegter Feta Pita-3

Wie letzte Woche bereits angekündigt, kommt hier der zweite Teil unserer vegetarischen Mezze-Tafel (hier gehts zu Teil 1 mit Rezepten für Baba Ghanoush, Artischocken-Walnuss-Aufstrich und Zucchinirollen). Da sich der Sommer und seine Ausläufer nun endgültig verabschiedet haben, bieten die kleinen Mezze-Gerichte eine schöne Gelegenheit, sich noch mal eben ein bisschen Mittelmeerfeeling nach Hause zu holen. Mit dabei sind diesmal ein Quinoa-Taboulé mit Granatapfelkernen, eingelegter Feta mit jeder Menge frischen Kräutern und ein Pita-Brot aus der Pfanne. Riecht ihr nicht auch schon die Pinienwälder, hört das Rauschen der Wellen und schmeckt das frische Olivenöl? Nein? Dann aber ab in die Küche und losgelegt! Das hier vorgestellte Taboulé ist ein Klassiker der Mezze-Küche und wird normalerweise mit Bulgur oder Couscous zubereitet. Wir haben zur Abwechslung Quinoa verwendet, was auch ganz hervorragend passt. Wichtig ist, nicht an der Petersilie zu sparen, die Mischung sollte so richtig schön kräuterig sein! Ebenso wie der eingelegte Feta ist auch das Taboulé ein perfekter Begleiter zum Fladenbrot, das am besten schmeckt, wenn es ganz frisch und warm aus der Pfanne kommt.

Zusammen mit den Gerichten aus dem ersten Teil ergibt das übrigens eine Menge, die locker 4-6 hungrige Mezze-LiebhaberInnen glücklich macht.

Mezze vegetarisch Quinoa Taboulé eingelegter Feta Pita-1

Quinoa-Taboulé mit Granatapfelkernen:

100 g Quinoa
1 großer Bund frische Petersilie
300 g Tomaten
2 kleine Zwiebeln
2 Zitronen
80 ml Olivenöl
1 halber Granatapfel
Salz, Pfeffer

1. Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen. Die Blätter mittelfein hacken. Tomaten waschen und zusammen mit den Zwiebeln fein würfeln. Die Granatapfelkerne auslösen. Die Zitronen auspressen.

2. Olivenöl und Zitronensaft in einer Schüssel verrühren. Quinoa, Petersilie, Tomaten und Zwiebeln hinzufügen, gut vermischen, Granatapfelkerne unterheben und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Mezze vegetarisch Quinoa Taboulé eingelegter Feta Pita-2

Eingelegter Feta mit Kräutern, Knoblauch und Granatapfelkernen:

15o g Feta
2 Handvoll gemischte Kräuter (Minze, Koriander, Rosmarin, Petersilie, Thymian)
1 rote Chili (Größe nach gewünschtem Schärfegrad)
1 Knoblauchzehe
Schale von 1 Bio-Zitrone
2 EL Granatapfelkerne
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Den Feta würfeln. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Chili ggf. entkernen und ebenfalls fein hacken. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken.

2. Kräuter, Knoblauch und Chili zusammen mit der Zitronenschale und den Granatapfelkernen in einer Schüssel vermischen und mit ordentlich Olivenöl übergießen. Den Käse vorsichtig unterheben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Dann alles mind. 1 Stunde durchziehen lassen.

Pita-Brot aus der Pfanne (für 8 Brote):

12 g frische Hefe
140 ml lauwarmes Wasser
250 g Mehl
½ TL Zucker
½ TL Salz

1. Die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen und kurz quellen lassen. Währenddessen in einer Schüssel Mehl, Zucker und Salz vermischen. Dann das Hefewasser hinzufügen und alles miteinander verkneten. Zugedeckt 1 Std. an einem warmen Ort stellen und gehen lassen.

2. Den Teig noch einmal gründlich durchkneten und anschließend in ca. 8 Kugeln aufteilen. Die Teigkugeln ausrollen (je nach Größe der eigenen Pfanne).

3. Eine beschichtete Pfanne stark erhitzen und die Fladen darin von jeder Seite 1-2 Min. backen. Sie sollten leicht gebräunt sein und etwas aufgehen. Sofort servieren oder bis zum Essen in ein feuchtes Küchentuch einwickeln, damit sie weich bleiben.

Für den Feta haben wir uns von einem Rezept von The Closet Chef inspirieren lassen und das Fladenbrot haben wir bei Claudia von Fool for Food gefunden.

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Vegetarische Mezze_Baba Ganoush_Artischockencreme_Zucchiniröllchen-1

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist es hier auf dem Blog gerade etwas ruhiger geworden. Der Oktober zeigt sich uns bisher von seiner stressigen Seite, mit wissenschaftlichen Vorträgen, die gehalten werden wollen, Buchmessen, die nicht nur zum Spaß besucht werden müssen, Veröffentlichungsterminen, die laut an die Tür klopfen und nervigen Erkältungen, die einen einige Tage ans Bett fesseln. Das Kochen ist dabei etwas zu kurz gekommen, wir haben uns oft auf Standards beschränkt oder auch mal auf schnelle Döner oder Burritos zurückgegriffen. Glücklicherweise befinden sich noch ein paar nicht verbloggte Rezepte in unserem Fotoarchiv. Den Anfang macht der erste von zwei Posts zu einem ganzen Tisch voller köstlicher Mezze. Wer uns schon länger folgt, weiß um unsere Vorliebe für spanische Tapas und Pintxos. Mezze sind im Grunde genommen das Äquivalent des östlichen Mittelmeerraums: kleine Speisen, die mit möglichst vielen Freunden und Familienmitgliedern geteilt werden. Ein ganz hervorragendes Mezze-Erlebnis hatten wir kürzlich einige tausend Kilometer entfernt von den Ursprüngen, nämlich in Washington DC. In der US-Hauptstadt durften wir mit einigen Bekannten einen ganz tollen Abend im Zaytinya verbringen und uns gleich Inspirationen für die nächste Mezze-Schlacht holen.

Vegetarische Mezze_Baba Ganoush_Artischockencreme_Zucchiniröllchen-4

Für unseren Mezze-Abend haben wir uns einmal quer durch die Küche des östlichen Mittelmeerraums gekocht und ein abwechslungsreiches vegetarisches Menü zusammengestellt, das locker 4-6 hungrige Mezze-LiebhaberInnen glücklich macht. Den Anfang machen drei Rezepte für Baba Ghanoush mit gerösteten Sesam und Granatapfelkernen, Artischocken-Walnuss-Aufstrich sowie Zucchinirollen mit Ziegenkäse, gegrillter Paprika, Minze und Rucola. Wir wünschen guten Appetit bzw. Sachtehn, wie man im Libanon sagt!

Vegetarische Mezze_Baba Ganoush_Artischockencreme_Zucchiniröllchen-5

Baba Ghanoush mit geröstetem Sesam und Granatapfelkernen:

1 große Aubergine
1 Knoblauchzehe
1 EL Sesamkörner (hell, dunkel oder gemischt)
50 g Tahini (Sesampaste)
30-40 ml frisch gepresster Zitronensaft
2 EL Granatapfelkerne
Salz, Pfeffer, Olivenöl

1. Den Ofen auf Höchsttemperatur (max. 250°C) vorheizen. Die Aubergine waschen, abtrocknen und rundherum mit einem Messer einstechen. Die Aubergine im Ofen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 15-20 Min. rösten. Das Fruchtfleisch sollte richtig weich sein und die Schale leicht geschwärzt. Wer einen Gasherd hat, kann die Aubergine auch mithilfe einer Zange über der offenen Flamme grillen.

2. Die Aubergine anschließend ca. 15 Min. auskühlen lassen. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Sesamkörner in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und zu duften beginnen.

3. Die Aubergine schälen (eventuell anhaftendes Fruchtfleisch mit einem Löffel abkratzen) und zusammen mit Tahini, Zitronensaft und Knoblauch fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Zum Servieren in eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Granatapfelkernen sowie Sesamkörnern bestreuen.

Vegetarische Mezze_Baba Ganoush_Artischockencreme_Zucchiniröllchen-3

Artischocken-Walnuss-Aufstrich:

1 kleine Dose Artischocken
60 g Walnüsse
1 EL Sesamkörner (hell, dunkel oder gemischt)
1 Handvoll frische Petersilie
1 Knoblauchzehe
125 ml Olivenöl
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Ein paar Scheiben frisches Brot

1. Die Artischocken abtropfen lassen. Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten lassen, bis sie zu duften beginnen. Danach die Sesamkörner ebenfalls kurz anrösten. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls grob hacken.

2. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zusammen mit frischem Brot servieren, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit gerösteten Sesamkörnern garnieren.

Vegetarische Mezze_Baba Ganoush_Artischockencreme_Zucchiniröllchen-2

Zucchinirollen gefüllt mit Ziegenkäse, gegrillter Paprika, Minze und Rucola

1 rote Paprika
1 Zucchini
1 kleine Chilischote (nach gewünschtem Schärfegrad)
1 Handvoll Minze + einige Blätter zum Garnieren
1 Handvoll Rucola + einige Blätter zum Garnieren
125 g Ziegenfrischkäse
Salz, Pfeffer

1. Den Ofen auf Grillstufe vorheizen. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen und im oberen Drittel des Ofens grillen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Die Paprika aus dem Ofen nehmen und in einem verschlossenen Frischhaltebeutel abkühlen lassen, damit sich die Schale später besser ablösen lässt. Anschließend schälen und fein hacken.

2. Währenddessen die Zucchini mit einem Sparschäler in breite Streifen schneiden. Etwas Öl in einer (Grill-)Pfanne erhitzen und die Zucchinistreifen portionsweise von beiden Seiten leicht anbräunen lassen. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

3. Die Chilischote fein hacken, Minze und Rucola waschen und ebenfalls hacken. Alles in einer Schüssel mit dem Ziegenkäse und der Paprika vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Jeweils einen Zucchinistreifen mit etwas Ziegenkäsecreme bestreichen und ein paar Minz- oder Rucolablätter einlegen, dann alles vorsichtig aufrollen.

Hinweis: In Kürze folgt ein zweiter Post mit den restlichen Rezepten, die auf dem ersten Foto zu sehen sind. Wer alle sechs Mezze-Gerichte nachkocht, braucht insgesamt einen ganzen Granatapfel.

Für das Baba Ghanoush haben wir uns von Chef Ramzis Arabischem Kochbuchinspirieren lassen (das wir hier auch schon mal vorgestellt haben), während wir die Idee für den Artischockenaufstrich bei The Year in Food gefunden haben.

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Hoppla. wie schnell rennt denn gerade die Zeit davon? Gerade war doch noch August und wir haben zur zweiten Ausgabe von “Blogg den Suchbegriff” aufgerufen und jetzt befinden wir uns schon Mitten im Oktober, sitzen im warmen Wohnzimmer und schlürfen selbst gemachten Pumpkin Spice Latte. Allerdings waren unsere BloggerkollegInnen in der Zwischenzeit ziemlich fleißig, haben in den Tiefen ihrer Blogstatistiken gewühlt und aus den nicht immer ganz eindeutig zu entziffernden Suchanfragen ganz großartige Artikel gebastelt. Wir freuen uns sehr über die vielen schönen Beiträge, die uns erreicht haben. Wie schon bei der Zusammenfassung der ersten Runde haben wir herzlich gelacht, während wir all die tollen Beiträge zusammengestellt haben. Wir (und viele verzweifelte LeserInnen) freuen uns, dass in Zukunft auch obskure Suchanfragen nicht ins Nirwana führen, sondern auf diesen Blogs eine digitale Heimat gefunden haben.

Allen TeilnehmerInnen herzlichen Dank für die wunderbaren Beiträge und die neuen Lachfältchen, die sich auch in dieser Runde wieder in unsere Gesichter geschlichen haben! Wir wünschen euch allen natürlich viel Spaß beim Lesen und Durchklicken! Und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja irgendwann in Runde 3 wieder …

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

Zusammenfassung “Blogg den Suchbegriff II”

 DDR-Kuchen “DDR-Kuchen” & “Ossi-Kuchen”: Alice von Alice im kulinarischen Wunderland hat nicht nur zwei ihrer häufigsten Suchbegriffe verbloggt, sondern laut eigener Aussage auch den besten Kuchen, den sie je aus dem Backofen geholt hat, gezaubert: gefüllter Steuselkuchen mit Pudding.
„DIY Postkarte Wimpelkette“: Wir freuen uns sehr, dass auch diesmal wieder ein paar DIY-Suchbegriffe verbloggt wurden, wie diese schicken Wimpelkettenpostkarten in 3 Varianten von Sternenwind.
Fenchel mit Rucola | chestnutandsage.de “Hilft Rucola gegen Bronchitis?”: dieser Frage geht Julia von Chestnut & Sage auf den Grund. Unser Fazit: Nach ihrem Fenchel-Rucola-Salat mit Ziegenkäse kann es einem nur besser gehen!
“Hübsch geformtes Hefegebäck”: diesen Suchbegriff nimmt Ninive von Ninive Loves Life zum Anlass, um ein vom Aussterben bedrohtes Gebäck wiederzubeleben: Flachswickel.
Welchen Suchbegriff Geri von Lecker mit Geri verbloggt hat, verrät sie uns leider nicht, aber wer nach Weißkohl mit Hähnchen im Ofen auf bulgarische Art sucht, wird ab sofort bei ihr fündig.
Vietnam, Streetfood, Suppe, Pho “Vietnam Plastikstuhl”: “Öh, was bitte?”, war unsere erste Reaktion auf diesen Suchbegriff. Doch wieso ein Plastikstuhl tatsächlich etwas mit einer vietnamesischen Nudelsuppe zu tun hat, erklärt uns Carina von … like a piece of New York Cheesecake.
Peanutbutter Chocolate Chip Cookies-2 “Wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen”: Hm, ob wir uns dieser Herausforderung wirklich stellen möchten? Aber das “Baken” von Peanut Butter Chocolate Chip Cookies klappt schon mal ganz gut. Ein Rezept dafür findet ihr daher ab sofort auf Feed me up before you go-go.
“Klopapierrollen an die Wand kleben”: Warum man so etwas tun sollte? Na ganz einfach, weil es hübsch aussieht! Zumindest wenn man Vanessas Anleitung DIY-Küchenwanddeko aus Klopapierrollen auf Sternenwind folgt.
Flammkuchen vegan von Freude am Kochen - Blogg den Suchbegriff - Essen in Herzform “Essen in Herzform”: so lautet Wonnis herzallerliebster Suchbegriff. Auf ihrem Blog Freude am Kochen hat sie gleich ein ganzes “Best-of” ihrer herzigen Gerichte zusammengestellt und einen veganen Flammkuchen mit roten Rüben und Zwiebel in romantische Form gebracht.
“Nachos Burger”: Mexikanisch meets Burger – das klingt genau nach unserem Geschmack! Nach eurem auch? Dann solltet ihr euch Sandras Nacho Burger keinesfalls entgehen lassen! Das Rezept findet ihr natürlich auf From-Snuggs-Kitchen.
“Foodblog leckere Nachspeise”: wer danach sucht, wird ganz sicher auf Danielas Foodblog fündig, denn ihr Vanille-Beeren-Dessert sieht einfach umwerfend gut aus!
“Bodega Bjælkestuen”: Sabine von Hamburg kocht! erweitert unseren Geschmackshorizont um Biksemad, einem dänischen Klassiker der Resteverwertung.
“Pizzakuchen” & “Pfannkuchen”: Wieso nicht einfach zwei Suchbegriffe kombinieren?, dachte sich Daniela von Leberkassemmel und mehr und geboren war der Pizza-Pfannkuchen.
mandalay-nudeln “Glutenfrei Leben in Burma”: AnhängerInnen der burmesischen Küche werden sich ab sofort freuen, bei Susanne von Magentratzerl köstliche Mandalay-Nudeln mit Hühnchencurry anzutreffen.
kroketten-selbstgemacht “Ölspiele für sie und ihn”: Definitiv einer unserer liebsten Suchbegriffe in dieser Runde wurde von Annkathrin auf Kochblog Action perfekt in Szene gesetzt: selbst gemachte Kroketten.
“Coq au vin”: Für viele unaussprechlich, aber sicher köstlich: Coq au vin à la Lecker mit Geri.
Blogparade: Blogg den Suchbegriff: Banenen Gesichter Muffins - vegan! “Banane Gesicht”: Na, das schreit doch förmlich nach veganen Bananen-Gesichter-Muffins! Zu finden sind diese witzigen Kreationen bei Christine von Keks & Karotte.
Riesling_Muscheln_vom_Grill_ (4) “Miesmuscheln vom Grill”: Wie? Das geht? Katha von Katha-kocht! hat es ausprobiert und es funktioniert ganz wunderbar: Rieslingmuscheln vom Grill.
Gin Fizz Gin Fies Drink Rezept-1 “Gin fies”: fies, fieser, Gin Fizz! Was diesen fiesen Gin Fizz so gemein macht, erfahrt ihr bei uns auf Feed me up before you go-go.
Oreo - Cake Pops, Viktoria's [Kitchen] Secrets “Dinger am Stiel”: Viktoria von Viktoria’s [Kitchen] Secrets gewährt nicht nur Einblicke in ihre brüllend komische Suchbegriffsstatisik, sondern präsentiert auch noch ein paar leckere Dinger, äh, Oreo-Cake-Pops.
Gugl_vorn “Erbsen Nachtisch”: Caro von CaroKocht hat ein paar Erbsen in ihrem Kuchen versteckt, und das klingt ganz wunderbar: Mini-Erbsen-Gugls mit Vanille-Frosting.
“Schöne männliche Eier”: Besser als Cathrin von Berlin Tidbits könnte man diesen Suchbegriff wohl nicht umsetzen: Eggs Benedict.
“Schlonze”: Bei Sabine von Wos zum Essn gibts Schlonze ganz nach unserem Geschmack: Weiße Mousse au Chocolat mit Himbeersauce.

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Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, befinden wir uns gerade in den USA auf großer Ostküstentour. Gestern sind wir in Boston angekommen, haben ein tolles Konzert besucht und jetzt noch zwei Tage Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor es weiter durch Neuengland geht. Während uns Carina letzte Woche ein wenig New York auf den Teller holte, hält diese Woche die liebe Ylva hier die Stellung, deren großartiger Blog Der Klang von Zuckerwatte hier ja schön öfter zur Sprache kam. Von ihr haben wir nicht nur die Sache mit den pochierten Eiern gelernt, sondern auch mehr als nur ein japanisches Rezept stibitzt. Während des Foodbloggercamps im vergangenen März durften wir bei ihr übernachten und freuen uns immer wieder, wenn wir sie auch außerhalb von Twitter, Instagram und Co. persönlich treffen dürfen. Im Sommer waren Ylva und ihr Mann auf der anderen Seite des Globus unterwegs, und dank des beneidenswerten Reiseziels Hawaii passt sie perfekt in unser amerikanisches Themen-Special. Denn auch wenn man es leicht vergisst, die Inseln sind ein Bundesstaat der USA. Allerdings mit einer ganz eigenen kulinarischen Tradition, die stark vom lokalen Nahrungsangebot beeinflusst wurde. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut euch unbedingt mal Ylvas tolle Artikel zur Reise an! Wir freuen uns auf jeden Fall, euch durch Ylvas Beitrag eine ganz andere Seite der amerikanischen Küche präsentieren zu können und Steffen ist schon ganz heiß darauf, das Loco Moco nach unserer Rückkehr auszuprobieren.

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Aloha! Heute freue ich mich riesig bei zweien meiner Lieblingsblogger Gast sein zu dürfen! Sabrina und Steffen von feed me up before you go-go machen gerade die USA unsicher und ich soll die beiden heute würdig vertreten. „USA kulinarisch“ lautet derzeit das Motto auf ihrem Blog. Tja … die vereinigten Staaten sind groß! Es ist ein weiter Weg von der kalifornischen Westküste bis zur Ostküste, vom Norden Alaskas bis in den Süden runter nach Alabama, über die Rocky Mountains und den Mississippi … Und nochmals sechs Stunden mit dem Flugzeug muss man auf sich nehmen, um von der Westküste zum südlichsten Punkt der USA zu gelangen: den hawaiianischen Inseln. Und die haben kulinarisch einiges drauf!

Der Reiseführer warnt sagt: “Es ist unmöglich nach Hawaii zu reisen und dort nicht zuzunehmen.” Recht hat er, bietet das Land doch so unglaublich viel an kulinarischen Köstlichkeiten: rauchiges Barbecue, fangfrisches Seafood und tropische Früchte ziehen in ihren Bann und lassen fast zu schnell vergessen, dass man vor dem Urlaub noch wie im Wahn versucht hat, seinen Waschbrettbauch zu optimieren. Neben dem konstanten Mix aus westlicher und südostasiatischer Küche bezaubert Hawaii auch mit ein paar Traditionsgerichten, wie zum Beispiel Poke (roher, gewürfelter Fisch in Marinade), Kalua Pork (eine Art pulled Pork, traditionell in der Erdgrube gegart) oder Laulau (in Taroblättern gedämpftes Fleisch).

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Und dann wäre da noch Loco Moco. Das hawaiianische „Plate Lunch“ schlechthin könnte man als Abwandlung eines Burgers bezeichnen, nur dass die Basis kein Brötchen ist, sondern aus zwei Kellen Reis besteht und der leckere Patty mit einem Spiegelei getoppt wird. Obendrauf kommt schlussendlich noch eine gute Kelle Bratensauce und macht das Ganze zum wohl (Achtung, Untertreibung!) hässlichsten Burger der Welt. Überwindet man aber den ersten Schockmoment in Anbetracht dieses einfarbigen Etwas auf dem Teller und nimmt einen Happen, weiß man wieder, warum Hawaii für seine Kochkünste bekannt ist. Soulfood der Meisterklasse! Und wer trotz alledem immer noch der Meinung ist, dass das Auge mitessen muss, der kann seinen Blick in der Zwischenzeit ja auf den Strand mit dem kristallklaren, türkisblauen Wasser, den rauschenden Palmen und den lecker aussehenden Surfer(inne)n richten, während man den bezaubernden Klängen einer Ukulele lauscht.

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Meine Version des Loco Moco habe ich mit einem selbst gewolften Rinder-Patty gemacht und in Ermangelung einer Bratensauce mit einer frisch einreduzierten Rotweinsauce mit Johannisbeergelee übergossen. Letzteres ist zwar nicht unbedingt typisch hawaiianisch, aber deshalb nicht weniger lecker. Und apropos hawaiianisch: Mit das beste Loco Moco von Hawaii gibt es übrigens bei Ted’s Bakery am Sunset Beach an der Nordküste von Oahu. Wer davon auf wundersame Weise nicht satt werden sollte, kann sich danach noch ein Stück der köstlichen Chocolate Haupia Cream Pie gönnen und auf die Foodiewolke Nummer sieben schweben … Sagt mir aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, wenn die Badehose danach nicht mehr passt!

Liebe Sabrina, lieber Steffen, ich wünsche Euch eine ganz tolle Zeit auf Eurer Reise und hoffe, die hawaiianische Version des Burgers ist genau nach Eurem Geschmack! Aloha und bis hoffentlich ganz bald!

Loco Moco (für 2 Portionen):

250 g Rindfleisch aus der Querrippe, entweder direkt beim Fleischer gewolft oder am Stück zum
selber wolfen
2,5 g Salz
150 g Klebereis
1 EL Reisessig
2 Eier
Für die Sauce:
1 kleine Zwiebel oder Schalotte, geschält und gehackt
1 EL Butter
2 EL Zucker
50 ml Madeira
4-5 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeermarmelade
400 ml fruchtiger Rotwein (ich: Cabernet Sauvignon)
kalte Butter zum Abbinden
eventuell 1 EL Mehl zum Eindicken

Zubereitung:

Für die Sauce die Zwiebel in der Butter auf niedriger bis mittlerer Stufe glasig dünsten, bis es angenehm süßlich aus dem Topf duftet. Den Zucker und den Madeira dazugeben und warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat. Das Gelee bzw. die Marmelade unterrühren und mit dem Rotwein aufgießen. Aufkochen und dann auf niedriger bis mittlerer Temperatur langsam mindestens auf die Hälfte, wenn nicht gar auf ein Drittel einreduzieren lassen.

Pürieren, durch ein Sieb streichen und in kleinen Stückchen kalte Butter nach und nach einrühren, bis die Sauce leicht andickt. Abschmecken. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann mit Mehl weiterhelfen und sie damit nach Belieben eindicken. Die Sauce bei niedriger Hitzezufuhr warm halten. Wer noch kein fertiges Hackfleisch hat, verfährt wie hier (auf die Salzmenge achten und anpassen!) und beginnt damit am besten vor der Sauce. Wer schon fertiges Hackfleisch hat, vermischt es mit dem Salz. Aus dem Hack zwei Pattys formen. Den Reis nach Packungsanweisung (noch besser im Reiskocher) garen. Mit Salz und, wer mag, mit dem Reisessig würzen.

Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl hineingeben und die Pattys von beiden Seiten bis zum gewünschten Gargrad braten. Die Pattys herausnehmen, auf einem Teller beiseitestellen und die Eier in die Pfanne schlagen. Bei nicht zu heißer Temperatur zu Spiegeleiern mit flüssigem Eigelb braten. Den Reis auf zwei Tellern verteilen, je einen Patty darauf setzen und diesen mit einem Spiegelei krönen. Je ein bis zwei Kellen Sauce darübergießen und heiß servieren.

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Die restliche Sauce kann man übrigens gut in Gläsern im Kühlschrank lagern, sollte sie aber dennoch rasch aufbrauchen. Sie passt auch gut zu einer Portion Bandnudeln, pochierten Eiern oder einem Sonntagsbraten.

Liebe Ylva, herzlichen Dank, dass du uns auf einen kleinen Ausflug nach Hawaii mitgenommen hast und für das tolle Rezept! Wir sehen schon, Hawaii muss wohl auch ganz dringend von uns bereist werden …

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Bananen_Dattel_Porridge_Rezept-1

Was meine Frühstücksgewohnheiten betrifft, bin ich (leider) ziemlich langweilig und unkreativ. Ich liebe zwar ausgedehnte Frühstücksszenarien am Wochenende, die sich auch gerne mal bis in den späten Nachmittag hineinziehen dürfen, doch was die morgendliche Nahrungssversorgung unter der Woche angeht, bin ich wirklich kein tolles Vorbild. Schnell muss es gehen; da wird fix ein Joghurt aus dem Kühlschrank geschnappt, der dann beim ersten E-Mail-Check im Büro gelöffelt wird, oder mal eben zwischen dem Haareföhnen und Jackeanziehen in eine Scheibe Käsebrot gebissen. Dementsprechend ehrfürchtig blicke ich dann auf die Frühstückszeremonien von Frl. Moonstruck, LeckerBox und anderen BloggerInnen. Ich wünschte, ich wäre in der Lage, morgens schon eine derartige Energie aufzubringen, um dann mit solchen kleinen Wunderwerken in den Tag zu starten!

Eine kleine Oase am Ende der Frühstückswüste ist jedoch in Sicht, denn vor Kurzem habe ich für mich selbst gemachtes Porridge (wieder)entdeckt. Zwar habe ich bereits als Kind gerne Haferflocken zum Frühstück gegessen, aber damals hieß das irgendwie noch anders und einem Trend folgte ich damit sicher auch nicht. Vor zwei Jahren freundete ich mich dann im Florida-Urlaub mit der amerikanischen Variante des Haferschleims an, die fast jedes Frühstückscafé mit einer ordentlichen Portion Obst on top im Angebot hatte.

Am Ende war es aber ein Australier, dem ich die Sucht nach homemade Porridge zu verdanken habe: Pete Evans, um genau zu sein. Denn sein schönes Buch Casual Cooking hält ein Rezept für Bananen-Dattel-Porridge bereit, das ungelogen das wohl tollste Porridge-Rezept überhaupt ist! Denn erstens lässt es sich ziemlich schnell zusammenrühren – selbst unter der Woche in meinem transuseligen Halbschlaf – und schmeckt zweitens bombastisch gut! Datteln, Bananen, Mandeln, Zimt, Haferflocken, Milch und ein bisschen Honig – das sind die Zutaten für einen absoluten Frühstückskracher, nach dem ich seit Wochen süchtig bin. In unserer Variante landen noch ein wenig Vanille und etwas gröbere Haferflocken.

Bananen_Dattel_Porridge_Rezept-3

Bananen-Dattel-Porridge mit Honig und gerösteten Mandeln (für 4 Personen):

2 Bananen
100 g getrocknete Datteln
250 g kernige Haferflocken
ca. 600 ml Milch oder Mandelmilch
1-2 TL Honig
½ TL gemahlener Zimt
1 Msp. gemahlene Vanille
30 g Mandelkerne

1. Die Bananen schälen, davon 1 ½ würfeln und den Rest in Scheiben schneiden. Die Datteln ggf. entsteinen und in Streifen schneiden. Die Haferflocken zusammen mit den Bananenwürfeln, den Datteln, der Milch, dem Honig, dem Zimt und der Vanille in einem kleinen Topf mischen und aufkochen. Sobald es kocht, die Temperatur reduzieren und ca. 5 Min. köcheln lassen, bis die Haferflocken weich sind.

2. In der Zwischenzeit die Mandelkerne in einer Pfanne anrösten, danach grob hacken. Das Porridge warm zusammen mit den Bananenscheiben und den gerösteten Mandeln servieren. Wer es süß mag, träufelt sich noch etwas Honig darüber.

Bananen_Dattel_Porridge_Rezept-2

Da wir gerade an den letzten Wochenenden das Frühstück dazu genutzt haben, um Urlaubspläne zu schmieden, möchten wir jetzt auch die Gelegenheit nutzen, um ein kleines Themen-Special anzukündigen, das hier in den nächsten Wochen den Blog bestimmen wird. Denn am Dienstag ist es endlich so weit: Wir verabschieden uns in den Urlaub und nehmen euch mit auf eine kulinarische Reise in die USA. Während wir uns an der Ostküste vergnügen, werdet ihr hier bestens von unseren fachkundigen und äußerst sympathischen Urlaubsvertretungen versorgt und bei Laune gehalten. Wir durften bereits in die Beiträge linsen und freuen uns wahnsinnig auf die tollen amerikanischen Rezepte, die hier in den nächsten Wochen aufgetischt werden! Also, klickt mal rein – es lohnt sich! Wenn ihr uns auf unserer Reise begleiten wollt, schaut doch mal auf unseren Twitter- und Instagram-Accounts vorbei.

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