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Archive for September 2012

Sonntag ist Kuchenzeit. Erst recht, wenn Besuch naht! Aufgrund eines spontanen Verlangens nach Käsekuchen fiel die Auswahl nicht allzu schwer. Bei der Suche nach einem passenden Rezept wurde mir dann schlagartig bewusst, dass ich tatsächlich noch nie einen Käsekuchen gebacken habe – von dieser leckeren Miniversion einmal abgesehen. Unfassbar eigentlich, wo ich doch gerade die amerikanische Variante mit Frischkäse so liebe. Noch immer erinnern sich meine Geschmacksknospen an die gigantische Auswahl in der Cheesecake Factory, die wir während unseres Florida-Urlaubs zweimal besucht haben. Wer schon einmal dort war, weiß, in welchen Dimensionen die Cheesecakes auf den Tellern landen (umso erschreckender, dass es Wagemutige gibt, die sich durch alle 33 (!) Sorten futtern). Wir haben uns im Sommer zu zweit gerade einmal durch ein großes monströses Stück Red Velvet Cheesecake gekämpft und beim zweiten Mal mit Mühe eine noch dekadentere Portion White Chocolate Caramel Macadamia Nut bezwungen. Puuuh, allein beim Gedanken daran, stellt sich ein spontanes Sättigungsgefühl ein, aber diese cremig-süßen Cheesecake-Kreationen gehören wirklich zu den leckersten Desserts, die wir bisher probiert haben!

Eine nicht ganz so üppige (aber zugegebenermaßen auch nicht gerade kalorienarme) Variante landete schließlich in unserem Ofen. Um dem Kuchen einen Hauch von “Vitaminen” zu verleihen, kamen noch ein paar Alibi-Beeren zum Einsatz, die mit ihrer Säure einen tollen Kontrast zur Süße der Frischkäsemasse bilden. Im Mund landet schließlich eine Geschmacksexplosion, die auf der Zunge zergeht und einen trotz spontanem Magenverschluss nach einem zweiten Stück betteln lässt. So gut? Ja, definitiv!

Gestatten: “Berry White” – White Chocolate Cheesecake mit Beerenhaube (für eine ⌀ 26 cm Springform):

Für den Boden:
200g Vollkornbutterkekse
100g geschmolzene Butter

Für die Käsemasse:
375g Frischkäse
80g Zucker
3 große Eier
200g weiße Schokolade
225g Crème fraîche
½ TL Vanillearoma

Außerdem:
125g Himbeeren
50g Blaubeeren
etwas geraspelte weiße Schokolade

1. Den Ofen auf 160°C (Elektro) vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder einfetten.

2. Die Butterkekse in einer Küchenmaschine klein mahlen. In einer Schüssel die gemahlenen Kekse mit der geschmolzenen Butter vermengen, dann auf dem Boden der Springform verteilen und fest andrücken. Kalt stellen.

3. Die Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Vom Herd nehmen und die Crème fraîche zügig unterrühren.

4. Mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine den Frischkäse mit dem Zucker vermischen, dann die Eier einzeln unterrühren. Die Schokoladen-Crème-fraîche-Masse zusammen mit dem Vanillearoma zur Frischkäsemischung geben und gut verrühren.

5. Die Füllung auf dem Keksboden gleichmäßig verteilen und für ca. 1 Stunde im Ofen backen. Damit die Oberfläche des Kuchens beim Abkühlen keine Risse bekommt, den Kuchen langsam im Backofen auskühlen lassen. Danach für einige Stunden in den Kühlschrank stellen und kurz vorm Verzehr mit Himbeeren, Blaubeeren und geraspelter Schokolade verzieren.

Endlich hatte auch die neue hübsche Kuchenplatte von Rice ihren großen Auftritt (an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an den Schwiegervater!)

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In Sachen Hamburgerkultur hat sich in den letzten Jahren in Deutschland einiges getan, sowohl im Netz als auch in den Küchen der hiesigen Metropolen. Gerade in München kann man sich vor guten Hamburgerrestaurants kaum noch retten und der Aufsteiger des letzten Jahres, das Hans im Glück, hat kürzlich eine zweite Filiale in der Türkenstraße eröffnet. Eine mir bis vor Kurzem noch unbekannte Perle der Burgerkultur verbirgt sich dagegen im Lehel. Das Ca-Ba-Lu, zwischen Englischem Garten und Maximilianstraße gelegen, ist ein kleines Lokal, in dem Burger ganz oben auf der Speisekarte stehen. Mike und Beate Petersen kümmern sich dort um das Wohl der Gäste und bieten jeden Montagmittag ein Burger-all-you-can-eat an. Frische Hamburger? So viel ich will?? Das musste ich natürlich ausprobieren und habe letzte Woche meinen Besuch dorthin geschleppt. Widerstand zwecklos!

Wir hatten reserviert (da das Ca-Ba-Lu selbst mit Außenbereich sehr klein ist, sollte man das auf jeden Fall machen) und saßen in der Septembersonne auf der Terrasse am Thierschplatz. Es standen drei Burger zur Auswahl (Normal, Cheeseburger & Hawaiburger [sic!]) und ein großes alkoholfreies Getränk ist auch im Preis (11,10€) inbegriffen. Alle Burger werden frisch zubereitet und sind von der Größe her so bemessen, dass man sich ohne Probleme durch alle drei Sorten durchprobieren kann. Um genau zu sein, sind sie sogar so klein, dass ich mich bei den ersten beiden Portionen ziemlich zurücknehmen musste, um sie nicht mit zwei-drei Happen zu verschlingen. Ich wollte ja nicht sofort als burgervernichtendes Monster entlarft werden.

Oft bekommt man bei solchen Angeboten ja minderwertige Qualität aufgetischt, nicht aber so im Ca-Ba-Lu. Alle Zutaten waren frisch (Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Japaleños), der Salat kein 08/15 Eisbergsalat und das Fleisch von guter Konsistenz. Ich mag es ja normalerweise eher rosa gebraten, aber da die Patties hier ziemlich dünn sind, ist das vermutlich schwer machbar. Hat dem Geschmack aber auch keinen Abbruch getan. Die Brötchen waren richtig knusprig geröstet und somit in der Lage, die Welle aus leckerer Spezialsoße und Fleischsaft aufzuhalten. Überhaupt war die Komposition der Burger sehr ausgewogen, nicht zu überladen, sodass alle Zutaten ihre Aromen entfalten konnten. Mein Favorit war der Hawai(i)burger, garniert mit einer dünnen Scheibe Ananas und Käse. Ich liebe Ananas im Essen! Am Ende sind es bei mir fünf Hamburger geworden, mein Mitesser, Herr K., hat schon nach vier Portionen kapituliert. Ich hätte mit genügend Zeit auch noch einen sechsten Burger geschafft, aber dann wohl den Nachmittag stöhnend und auf dem Rücken liegend im Englischen Garten verbringen müssen und wäre bestimmt nicht mehr in der Lage gewesen, bis sieben Uhr in der Staatsbibliothek an meinen Texten zu arbeiten.

Herr K. kämpft mit Hamburger Nr. 4

Fazit: Ein Lokal, das mit dem Spruch “Best Burgers in Town” wirbt, legt die Latte natürlich hoch. Allerdings wurde die Höhe im ersten Versuch ohne Probleme genommen und ich werde bestimmt noch einmal zurückkehren und die reguläre Hamburgerkarte auf die Probe stellen. 5 von 5 Burgerpatties!

CA-BA-LU
Thierschplatz 5
80538 München
http://www.ca-ba-lu.de

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Ich weiß, der Sommer ist endgültig vorbei und damit eigentlich auch die Eissaison. Aber manche Dinge sind einfach zu gut, die kann man nicht nur sechs Monate in Jahr zu sich nehmen. Dazu zählt ein unglaublich leckerer Milchshake mit Vanilleeis und Oreo-Keksen. Als wir das Rezept bei Julie von Table for Two entdeckt haben, saßen wir sofort sabbernd vor dem Bildschirm. Dank unserem neuen Mixer geht die Zubereitung ratzfatz, funktioniert aber bestimmt auch mit einem Pürierstab.

Seit den Blueberrymilchshakes haben wir übrigens aufgerüstet und uns zwei Milchshakepokale besorgt. Die heben das authentische “American Diner”-Gefühl natürlich enorm.

Oreo-Milkshake (für 2-3 Personen)

400 ml Vanilleeis
225 ml Milch
4-5 Oreos
1 TL Vanilleextrakt (z.B. von Dr. Oetker)

1. In einem Mixer alle Zutaten gut verrühren. Wer es lieber etwas dickflüssiger mag, nimmt weniger Milch, sonst einfach etwas mehr dazugeben

2. Auf zwei bis drei Gläser verteilen, genießen und nach mehr verlangen!

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Auberginenauflauf rot-weiß

Bei manchen Lebensmitteln dauert es irgendwie seine Zeit, bis man sie mag. Auberginen fand ich früher ziemlich ungenießbar und heute koche ich ständig damit. So zum Beispiel diesen schnellen Auflauf, den man auch gut zubereiten kann, wenn man unter der Woche den ganzen Tag arbeiten war. Während erst die Auberginen und dann der Auflauf im Ofen garen, kann man schon einmal ein Radler/Wein/etc. aufmachen und die letzten Septembersonnenstrahlen auf dem Balkon genießen. Wichtig für dieses Rezept ist, dass die Auberginen lange genug im Ofen gegrillt werden, denn Frau Wu und ich mögen es nicht, wenn sie nicht ganz durch sind. Also lieber ein paar Minuten länger im Ofen lassen.

Der Ricotta, den wir für dieses Gericht verwendet haben, ist übrigens von Galbani, da wir über brandnooz fünf Packungen zum Testen erhalten haben. Ich gebe zu, dass ich keinen großen Unterschied zu anderen Sorten feststellen kann und viel Auswahl hat man hier im Supermarkt ja normalerweise eh nicht. Es schmeckt aber sehr lecker und das ist ja die Hauptsache! Einen kleinen Teil des restlichen Ricottas haben wir am Dienstag schon auf einer Pizza mit Rucola, frischen Tomaten und Champignons verteilt (ebenfalls sehr zu empfehlen!) und am Wochenende wird wohl irgendein Nachtisch mit Ricotta und Feigen auf den Tisch kommen. Ich freu mich schon!

Lecker gebräunte Auberginenscheiben

Auberginenauflauf mit Ricotta & Tomatensoße (für 2 Personen):

2 große Auberginen (ca. 750 g)
1 Knoblauchzehe
1 Dose gestückelte Tomaten
150 g Ricotta
100 ml fettarme Milch
3 EL geriebener Parmesan
Rosmarin
Salz, Pfeffer

1. Backofen auf 200°C vorheizen. Die Auberginen in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen ca. 10-15 Min. bräunen. Die Scheiben sollten ordentlich weich sein. Herausnehmen und abkühlen lassen.

2. Knoblauch schälen, hacken und zusammen mit den Tomaten in einer Schüssel verrühren. Mit Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Den Ricotta in einer zweiten Schüssel mit Milch und Parmesan vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

3. Eine größere Auflaufform nehmen und den Boden mit einem Drittel der Tomatensoße bedecken. Ein Drittel der Auberginen darauf verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Drittel der Ricottamasse bestreichen. Wiederholen bis alle Zutaten aufgebraucht sind.

4. Den Auflauf im 200°C heißen Ofen (Elektro) ca. 30 Min. garen. Die obere Schicht sollte leicht gebräunt sein und die Flüssigkeit blubbern.

Und wieder kam die neue Auflaufform zum Einsatz

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Hello, nice to sweet you!

“Hello, my name is …” – so freundlich stellen sich die vier Sorten der neuen Lindt-Produktlinie ihren potenziellen Käufern vor. Die Schokoladenkollektion, die Lindt unter dem Motto “Take me, taste me, love me” präsentiert, richtet sich sowohl optisch als auch inhaltlich offensichtlich an ein jüngeres, moderneres Publikum. Und es klappt: Die kleinen schwarzen Tafeln mit den liebevoll gestalteten bunten Schriftzügen fallen sofort ins Auge und kurz darauf auch ins Einkaufskörbchen. Die Sorten “Caramel Brownie”, “Cookies & Cream”, “Strawberry Cheesecake” und “Nougat Crunch” hören sich aber auch wirklich verlockend an und so mussten zwei der 100g-Tafeln natürlich sofort probiert werden.

Pleased to meet you, “Caramel Brownie”! Bei dieser Sorte trifft leckere Vollmilchschoki auf flüssigen Karamellkern. Aber wo versteckt sich eigentlich der Brownie? Den kann ich irgendwie nicht erschmecken (Steffen meint, ihn im Abgang erahnen zu können, aber vielleicht ist das auch nur Einbildung …). Sollen es vielleicht die kleinen knuspernden Stückchen sein, auf die man ab und zu beißt? Die erinnern eher an zerbröselte Kekse. Ganz schön mächtig, aber trotzdem sehr lecker!

Die Sorte “Cookies & Cream” (nicht im Bild – da waren die Münder schneller als der Fotoapparat) kommt mit einem süßen Versprechen daher: I’ll make your tummy yummy. Jo, stimmt, ist auch lecker. Neben einer süßen Milchcreme trifft man auch hier die knuspernden Kekstückchen wieder, diesmal haben sie jedoch ihre volle Daseinsberechtigung. Der Geschmack kommt einem aber sehr bekannt vor: Die Milka “Oreo” schmeckt ähnlich gut, kostet aber weniger als die Hälfte. Dann greif ich doch lieber zur lila Alternative.

Neben den Schokoladentafeln umfasst das neue Sortiment noch weitere Produkte: Pralinien, Minischokolädchen, Schoko-Sticks und Chocolate Balls – zum Verschenken sicherlich ganz nett, sprechen mich aber persönlich nicht besonders an.

Fazit: Auf jeden Fall lecker und schön anzusehen, mit 2,20€ pro Tafel aber ganz schön teuer. Für “Caramel Brownie” gibt’s 4 von 5, für “Cookies & Cream” 3 von 5 yummy tummies!

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Auf unserer Facebook-Seite hatte ich letzte Woche schon ein Foto von diesem Salat gepostet. Eigentlich hatte ich ja nicht geplant, dazu einen eigenen Post zu schreiben, aber da er sooo lecker war, will ich ihn euch nicht vorenthalten. Fruchtig, scharf, salzig, knackig, süß – dieser Salat ist so viel auf einmal und auch noch schnell zubereitet. Da wir gerade 2 kg Sojaschnetzel von “Alles Vegetarisch” ins Haus geliefert bekommen haben, lag eine vegetarische Variante natürlich auf der Hand und ich sehe wirklich keinen Grund, stattdessen jemals wieder Huhn in meinen Salat zu packen. Das Rezept für die Soße stammt von Pinch of Yum (die übrigens im August unglaubliche 4102,16$ mit ihrem Blog verdient hat) und ich habe die Zusammensetzung ein wenig an meine eigenen Vorlieben angepasst.

So ist zum Beispiel unser dunkles Sesamöl sehr stark im Geschmack und würde die Soße zu sehr dominieren, wenn ich nicht noch zusätzlich ein neutrales Pflanzenöl genommen hätte. Bei der Wasabipaste habe ich mich auch etwas zurückgehalten, musste aber trotzdem ganz schön keuchen. Bei den Zutaten unten habe ich die Menge deswegen noch einmal ein wenig reduziert, wer es gerne schärfer mag, kann ja nachwürzen.

Fusion-Salat mit Sojaschnetzeln und süß-scharfer Soße (für 2 Personen):

Für die Sojaschnetzel:
100 g getrocknete Sojaschnetzel
Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Chilipulver für den Sud
Öl für die Pfanne

Für die Salatsoße:
125 ml Sweet Chili Soße
6 EL Honig
2 EL Sesamöl
3 EL Pflanzenöl
3 EL Weißweinessig
4 EL Limetten- oder Zitronensaft
1-2 TL Wasabipaste

Außerdem:
3 EL Sesamsamen
150 g kernlose Trauben
100 g Feta
1 Kopf/Packung Salat (z.B. Feldsalat)

1. In einem Topf 1 Liter Gemüsebrühe aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen. Lieber etwas zu salzig werden lassen, die Sojaschnetzel sollen ja ordentlich Geschmack annehmen. Die getrockneten Schnetzel für 10-15 Min. köcheln lassen, bis sie den gewünschten Weichheitsgrad erreicht haben. Abgießen, gut ausdrücken und zur Seite stellen.

2. Für die Salatsoße alle Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und mit Salz, Pfeffer und Wasabipaste abschmecken.

3. Den Salat waschen, die Trauben halbieren und den Feta würfeln. Alles auf zwei großen Tellern anrichten.

4. In einer Pfanne die Sesamsamen leicht anrösten und zur Seite stellen.

5. In der gleichen Pfanne die gekochten Sojaschnetzel in Öl bei hoher Hitze von allen Seiten knusprig anbraten. Herausnehmen und mit der Soße vermischen. Einen Moment lang ziehen lassen und dann auf die beiden Teller aufteilen. Die übrige Soße über den Salat träufeln. Mit den Sesamsamen bestreuen. Dazu passt frisches Baguette.

Europa meets Asien und dann auch noch vegetarisch!

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Seit letztem Wochenende ist sie im Haus, die langersehnte August-Box von Brandnooz, die in diesem Monat unter dem Motto “Bella Italia” läuft. Erstaunlicherweise kam die Box ganz ohne Pasta aus, dafür aber mit einigen anderen italienischen Klassikern im Gepäck. Nach der sehr gelungenen Juli-Box waren meine Erwartungen ziemlich hoch, doch die Italo-Box konnte sie leider nicht so richtig erfüllen. Während die neue Box auf der Brandnooz-Seite ziemlich abgefeiert wird, finde ich sie zwar nicht schlecht, aber doch irgendwie eher mittelmäßig – für mich sind es einfach zu klassische, “normale” Lebensmittel, die auch nicht soo wahnsinnig neu sind. Bei gleich drei Produkten handelt es sich sogar “nur” um Design-Relaunches und nicht um eigentliche Neuheiten.

Und das war drin:

“Mazzetti Aceto Balsamico di Modena” (UVP 3,49€ / Design-Relaunch Januar): Ist in unserer Küche schon seit einigen Monaten im Einsatz, mild und fruchtig im Geschmack, Nachschub kann man ja immer gebrauchen …

“Granforno Grissini Tradizionali” (UVP 0,99€ / Relaunch Juli): Ich finde Grissini an sich eher lahm und unnötig, daher gehe ich ihnen meistens aus dem Weg. Diese Sorte kommt traditionell und pur daher, nur eine leichter Olivenölnote ist herauszuschmecken. Hm, geschmacklich ok, denke ich, macht mich jetzt aber auch nicht plötzlich zum größten Grissini-Fan.

“Gallo Risotto Expresso” der Sorte “Funghi” (UVP 2,45€ / Launchtermin Juli): Puh, es muss eine Ewigkeit her sein, dass ich zuletzt so ein Fertigtütenprodukt gekocht aufgewärmt habe. Risotto mit Pilzen, frei von künstlichen Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und gehärteten Fetten klingt zumindest nicht so schlecht. Wird demnächst getestet.

Je eine Dose “Sanpellegrino” der Sorten “Limonata” & “Aranciata” (UVP je 0,99€ / Launchtermin Juli): Über diese beiden Dosen habe ich mich sehr gefreut, da sie ohnehin ganz oben auf meiner “to-try”-Liste standen. Erfrischend limonadig und nicht zu süß schmecken sie, jeweils mit einer leckeren Zitronen- bzw. Orangennote. Gerade “Limonata” hat es mir angetan, sehr zitronig, sehr sauer, sehr lecker! Die fruchtig-orangige “Aranciata” erinnert dagegen ziemlich an Fanta, ist aber nicht ganz so süß. Beide Sorten landen bestimmt bald mal wieder im Einkaufskörbchen!

“Bertolli Olio di Oliva” der Sorte “Cucina” (UVP 3,49€ / Launchtermin September): Olivenöl geht immer, aber auch hier gibt es geschmacklich keine neue Offenbarung. Aber dafür ist es bis zu 220°C erhitzbar.

“S. Pellegrino” Mineralwasser (UVP 0,65€ / Verpackungs-Relaunch Mai): Eine Flasche Mineralwasser? Das es schon seit Ewigkeiten gibt?? Echt jetzt??? Ok, die Neuheit ist, dass es das noble italienische Wasser nun auch in der PET-Flasche to-go gibt. Schmeckt ansonsten aber eben wie “normales” Mineralwasser. Für mich das Lowlight der Kiste.

“Sanpellegrino Sanbittèr” (UVP 3,29 je 6er-Pack / Design-Relaunch August): Das kleine rote, elegante Fläschchen hat sofort mein Interesse geweckt. Man vermutet direkt, dass es sich um ein alkoholisches Getränk à la Campari handelt, stimmt auch fast, denn es sieht nicht nur so aus, sondern riecht auch so und schmeckt auch so ähnlich, nur etwas süßer. Der kohlensäurehaltige Aperitif ist jedoch alkoholfrei und ein bitter-süßer Mix aus Zitrusfrüchten und Alpenkräutern. Gekühlt echt lecker!

“Oro di Parma Tomaten Sugo Kräuter” (UVP 1,49€ / Launchtermin Juli): Eine Tomatensauce mit Kräutern, ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe. Die kommt bestimmt mal irgendwann unter der Woche zum Einsatz, wenn keine Zeit zum Einkaufen ist und die Kochlust fehlt.

Ich hoffe, dass die nächste Box wieder ein paar außergewöhnlichere und kreativere Lebensmittel beinhaltet. Falls nicht, könnte man sich den Inhalt immerhin schöntrinken – eine Flasche Wein wurde bereits angekündigt.

Habt ihr auch die Brandnooz-Box im Abo? Wie findet ihr die aktuelle Zusammenstellung?

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Zorras Kochtopf-Blog wird im nächsten Monat acht Jahre alt und dürfte damit wohl zu den ältesten deutschen Foodblogs gehören. Anlässlich dieses Geburtstages hat sie ein Blogevent gestartet, welches die Welt der Foodblogger in helle Aufregung versetzt hat. Überall tauchen Rezepte zum Motto “Knacken & Backen” auf und alle haben sie nur ein Ziel: die leuchtend rote KitchenAid zu gewinnen, welche Zorra für diesen feierlichen Anlass aufgetan hat. Hinter Knacken & Backen verbirgt sich übrigens die Vorgabe, ein Rezept zu kreieren, das Walnüsse beinhaltet und irgendwann im Laufe seiner Zubereitung den Ofen von innen gesehen haben muss. Gesponsert wird die Aktion von California Walnuts, die uns netterweise ein Päckchen Walnüsse zur Verfügung gestellt haben (vielen Dank dafür!).

Also haben auch wir überlegt, mit was wir die Geburtstagstafel bereichern könnten. Schließlich erinnerten wir uns an unsere Foodtour durch Miami und die gefüllten Galettes, die wir dort in dem kleinen französischen Café A la Folie gegessen haben. Das können wir auch, dachten wir uns und haben eine eigene Variante der gefüllten Crêpes kreiert. Ein karamellisiertes, zimtig angehauchtes Birnenkompott trifft auf knusprig geröstete Walnüsse, und bevor es gar zu süß wird, kommt der geschmolzene Gorgonzola um die Ecke. Herauskommen herrlich leckere Crêpepäckchen, die man sowohl als herzhaft-süße Nachspeise als auch als Hauptgang genießen kann.

Gefüllte Crêpes mit Birnen-Karamell-Kompott, Walnüssen und Gorgonzola (für ca. 10 Crêpes ⌀ 22 cm):

Für den Crêpeteig:
4 Eier
250 g Mehl
200 ml Milch
50 g Zucker
50 g geschmolzene Butter

Für das Kompott:
4 große Birnen
Saft einer halben Zitronen
1 Zimtstange
2-4 EL Wasser
2 EL brauner Zucker
1-2 EL Butter

Außerdem:
100 g Walnüsse
150 g Gorgonzola
Butter für Pfanne und Auflaufform

1. Für den Crêpeteig das Mehl mit den Eiern verrühren, dann Milch, Butter und Zucker dazugeben. Alles gut mit dem Rührgerät vermengen und mind. 10 Min. quellen lassen.

2. Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne leicht anrösten. Zur Seite stellen.

3. Die Birnen schälen und würfeln. Die Hälfte der Früchte in kleine Würfel (ca. ½ x ½ cm) schneiden, die restlichen Birnen etwa in doppelt so große Stücke. So entsteht beim Kochen zum einen ein Mus und es bleiben auch noch ein paar festere Stücke übrig.

4. In einem Topf den Zucker erhitzen, bis er leicht karamellisiert. Die Butter dazugeben und verrühren. Zitronensaft und Wasser aufschütten, dann die Birnenwürfel und die Zimtstange untermischen. Bei kleiner Hitze etwa 10-15 Min. einkochen lassen. Die großen Birnenstücke sollten weich sein, aber nicht zerfallen. Die Zimtstange entfernen. Gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit dazugeben oder, wenn man eine festere Konsistenz möchte, mit etwas Stärke binden.

5. Während die Birnen einkochen, in einer Pfanne etwas Butter zerlassen und die Crêpes nacheinander dünn ausbacken und zur Seite stellen. Den Backofen auf 170°C vorheizen. Gorgonzola würfeln.

6. In die Mitte jedes Crêpes jeweils etwas Birnenkompott, einige Walnüsse und 3-4 Würfel Gorgonzola geben. Alle vier Seiten zur Mitte einklappen und die Crêpetaschen in eine gebutterte Auflaufform legen.

7. Die Crêpes im Ofen etwa 10-15 Min. backen, bis der Käse geschmolzen ist (nur nicht zu lange, sonst wird der Teig am Rand etwas zu hart). Bon Appétit!

Diese hübsche neue Auflaufform von Costa Nova habe ich übrigens in dem wunderbaren französischen Küchenladen Bazar de Cuisine (Balanstraße 8, München) entdeckt und mich sofort in sie verliebt. Ist sie nicht toll???

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Gerade rechtzeitig zum Wochenende feiert der Sommer sein Comeback. Das trifft sich gut, denn hier haben sich mittlerweile einige Sommersalatrezepte angesammelt, die bisher vergeblich auf ihren Einsatz warteten. Den Anfang macht ein unkomplizierter Himbeer-Melonen-Salat mit Minz-Limetten-Quark. Erfrischend fruchtig passt er perfekt zu den spätsommerlichen Temperaturen. Entdeckt habe ich ihn in dem großartigen goldenen „Vegetarisch!“-Buch von GU, das ich nur immer wieder empfehlen kann.

Für 4 Portionen:

1 Cantaloup- oder Galiamelone
1 Schale Himbeeren (ca. 125 g)
2 Limetten
250 g Magerquark
50 ml Milch
50 g Zucker
einige Minzblätter

1. Für den Limettenquark die Schale der (Bio-)Limetten abreiben und den Saft auspressen. Die Minzblätter klein hacken. Die Limettenschale mit den Minzblättern und dem Zucker in einem Mörser zermahlen.

2. Das Fruchtfleisch der Melone in Würfel schneiden, mit 2 EL Limettensaft beträufeln und 1 EL des Limettenzuckers unterrühren. Die Himbeeren mit den Melonenstückchen vorsichtig vermischen.

3. Den Quark mit der Milch glatt rühren und mit dem restlichen Limettenzucker vermischen. Den Quark zusammen mit dem Obst servieren und in der Sonne genießen.

Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht der letzte Auftritt des Sommers war und auch die anderen frischen Salatrezepte bald ausprobiert werden können.

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Prag vegetarisch: Clear Head

Wenn ich an tschechische Küche denke, kommen mir zuerst Knödel, Palatschinken, Bier und vor allem viel, viel Fleisch in den Sinn. Gut, dass es in Prag einige wackere Inseln der vegetarischen Küche gibt, die den extremst fleischlastigen Speisekarten der Touristenlokale etwas entgegenzusetzen haben. Auf meiner Konferenz in der tschechischen Hauptstadt wurde ich zwar fast rund um die Uhr verpflegt, für meinen einzigen freien Abend suchte ich mir jedoch ein kleines Restaurant aus, über das ich vorher nur Gutes gelesen hatte. Das Clear Head oder Lehká Hlava, wie es auf Tschechisch heißt, bietet seit 2005 vegetarische und vegane Küche, die im Vergleich mit deutschen Preisen auch noch unschlagbar billig ist.

Impressionen aus dem Inneren.

Das Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und liegt versteckt in einer Seitenstraße. Etwas heruntergekommen sieht es von außen aus, aber sobald man eintritt, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Gedämpftes Licht, leise Musik und eine Einrichtung, die als Mischung aus Ethno-Indien-Style und niederländischem Coffeeshop (ich sag nur Pilzlampen!) daherkommt. Die Bedienungen waren super freundlich und nach kurzer Wartezeit bekam ich auch ohne Reservierung einen Tisch. Wer aber sichergehen will, sollte wohl auch unter der Woche reservieren, besonders groß ist das Clear Head nämlich nicht.

Ob man das wirklich in Persien getrunken hat, weiß ich nicht, geschmeckt hat es aber!

Ich entschied mich schweren Herzens (es gab sooo viele leckere Dinge auf der Karte!!!) für Gnocchi aus Polenta in einer Schafsmilchkäsesoße. Dazu gab es Räuchertofu, geschmorte Zwiebeln und einen kleinen Salat. Eigentlich hätte es in Prag dazu ja Bier sein müssen, aber auf dem Tisch lockte eine Sonderkarte mit einem Fruchtgetränk aus Minze, Ingwer und Balsamico, dem konnte ich einfach nicht widerstehen. Die Gnocchi kamen schnell, hübsch angerichtet neben dem nicht zu verachtenden Beilagensalat. Dieser war mit einer leicht süßlichen Soße und Sesamsamen angemacht und hätte gerne noch größer sein dürfen. Das eigentliche Hauptgericht war ebenfalls 1a, die Soße sehr sämig, sehr käsig und der Tofu eine tolle Ergänzung. Allein die Gnocchi hätten etwas mehr Salz vertragen können, da kam der Geschmack zur Hauptsache aus der Soße. Macht aber gar nichts, denn die war ja total lecker und viel zu bald hatte ich die Schüssel restlos geleert. Der “persische Fruchtsaft” passte toll dazu, durch Ingwer und Essig hatte er eine gute Schärfe ohne aber den Fruchtgeschmack zu übertünchen. Bezahlt habe ich am Ende umgerechnet 9€ inkl. Trinkgeld, in Münchens hippen Vegetarierschuppen wäre ich da mindestens das Doppelte losgeworden.

Was hier nach riesigen Fetastücken aussieht, sind eigenwillig geformte Polentagnocchi.

Fazit: Für den nächsten Pragbesuch unbedingt dieses Kleinod vormerken, egal ob Vegetarier/in oder nicht. Es lohnt sich! 5 von 5 Tofuwürfeln.


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Der Sommer ist bald vorbei und der Florida-Urlaub ist schon viel zu lange her. Letzte Woche ging es zwar noch einmal für vier Tage nach Prag, aber da musste ich einen Vortrag halten und vielen anderen Menschen bei ihren Überlegungen zu Urban History zuhören. Das ist zwar auch eine Art von Abwechslung, kommt einem richtigen Urlaub jedoch nicht wirklich nahe. So muss der Urlaub eben im Kopf bzw. auf dem Teller stattfinden. Sandra von From-Snuggs-Kitchen hat passenderweise dazu aufgerufen, Gerichte zu kochen, die man mit Urlaub verbindet.

Die Anregung für diese Nudeln hat Frau Wu vor ein paar Wochen aus der Mittagspause mitgebracht, als sie begeistert von den dort gegessenen pinken Nudeln mit Roter Bete erzählte. Kurz darauf landete dann eine Packung des Gemüses im Einkaufswagen und wartete seitdem auf den passenden Moment. Eigentlich sollten daraus Rote-Bete-Ravioli werden, aber mal eben unter der Woche Ravioli selbst zu machen, war uns bisher doch etwas zu zeitaufwendig. Deswegen also als Ragout zu Rigatoni. Ich habe zunächst ein bisschen in unseren Kochbüchern geblättert, konnte aber kein passendes Rezept finden (dafür aber bestimmt ein halbes Dutzend Vorschläge für Salat mit Roter Bete und Äpfeln). Das Internet war da schon hilfreicher und hat mich zumindest auf die Idee mit der Haselnussbutter gebracht. Ziegenkäse war auch noch im Kühlschrank und irgendwie dachte ich mir, dass auch etwas süßes, knuspriges gut dazu passen würde. Also fix vorher ein paar Walnüsse karamellisiert und dem Gericht damit eine besondere Note verpasst.

Und was hat das alles jetzt mit Urlaub zu tun? Ganz einfach: Gerade hat mich eine Freundin nach Urlaubstipps für Ligurien gefragt und sofort musste ich an diesen Sommer im Jahr 1999 denken, als ich dort mit meiner Pfadfindergruppe wandern war. Zehn Tage in den italienischen Bergen und jeden Abend gab es frischen Thymian zum Abendessen, den wir direkt am Wegesrand sammelten. Als ich mich dann an die Nudeln machte, war klar: Da muss Thymian rein. Den ganzen Abend denke ich jetzt schon an diesen Sommer zurück. Der Geruch von frischem Kaffee am Morgen, eiskalte Bergbäche, Anstiege bei 40°C und über allem der Duft von Thymian, Minze und Rosmarin. Eine Ligurien-Gedächtnis-Pasta also.

Für 3-4 Personen:

400 g Nudeln
500 g gekochte rote Bete
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
75 g Walnüsse
2 TL Zucker
3 EL weiche Butter
2 EL gemahlene Haselnüsse
150 ml Gemüsebrühe
Ein guter Schuss Balsamicoessig
50-100 g Ziegenkäse
Thymian, Petersilie
Salz, Pfeffer

1. Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne leicht anrösten. 2 TL Zucker drüber streuen und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Zur Seite stellen.

2. Die weiche Butter mit den gemahlenen Haselnüssen vermischen. Eine Zwiebel würfeln und den Knoblauch hacken. Die Rote Bete ebenfalls würfeln. Salzwasser aufsetzen und die Nudeln kochen.

Handschuhe nicht vergessen, sonst gibt es rote Finger!

3. Eine Pfanne auf den Herd stellen und ein wenig von der Haselnussbutter darin schmelzen lassen. Die Zwiebeln und den Knoblauch kurz glasig anbraten. Noch etwas mehr Butter in die Pfanne geben und die Rote-Bete-Würfel 5 Min. braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, einen guten Schuss Balsamico dazu geben und bei leichter Hitze köcheln lassen bis die Rote Bete die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Die restliche Butter einrühren und ein paar Löffel vom Nudelwasser dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. Die gehackten Kräuter untermischen.

4. Die Nudeln auf einem Teller anrichten, das Rote-Bete-Ragout über die Nudeln geben, Ziegenkäse in Flocken darauf verteilen und zum Schluss die gezuckerten Walnüsse drüberstreuen.

5. Im Sonnenuntergang mit einem Glas Wein genießen und an den letzten Urlaub denken.

Ein Urlaubsgedicht

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