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Archive for Juli 2012

Brandnooz Box Juli

Hui, ich bin ganz hibbelig – meine erste Brandnooz Box ist angekommen. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem momentanen Boxenwahnsinn, bin ich meiner eigenen Neugier nun doch erlegen. Vorerst zumindest auf Probe, denn ich habe mich erstmal nur an das Brandnooz-Box-Schnupperabo (3 Monate für 25€) herangewagt. Wie der Name bereits vermuten lässt, verspricht die Box brandneue oder bald erscheinende Lebensmittel. Für einen Produktneuheitenjunkie wie mich also genau das Richtige.

Beim Öffnen der Box fühlte ich mich gleich fast wie unter dem Weihnachtsbaum … Hochspannung pur! Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Ich finde den Inhalt meiner ersten Box ziemlich super! Sie enthält einige Produkte, über die ich vorab schon gelesen hatte und die ich ohnehin probieren wollte :-)

Nun zum Inhalt:

“Gerolsteiner Linée Guave-Rhabarber” (UVP 0,99€ / Launchdatum Juli):

Mit 18,4 kcal pro 100 ml kommt das Gerolsteiner Fruchtwasser nicht gerade kalorienarm daher, dafür aber fruchtig erfrischend. Ohne den Hinweis auf der Flasche hätte ich Guave und Rhabarber jedoch niemals erkannt, der Geschmack erinnert eher an die Tropenfrüchte von Katjes, aber die sind ja auch lecker.

3er-Packung “Mentos Mintensity” (UVP 0,70€ / Launchtermin März):

Vier verschiedene Minzintensitäten in einer Packung, von Mint Soft über Spearmint Fresh, Strong Mint bis Air Action Extra Strong – an sich eine ganz witzige Idee, komisch ist allerdings, dass von jeder Sorte eine unterschiedliche Anzahl an Drops enthalten ist. Die beiden schwächeren Sorten finde ich persönlich besser, aber ich stehe ohnehin eher auf die fruchtigeren Sorten von Mentos.

“Gaea Snack Pack schwarze Kalamata Oliven” (UVP 1,49€ / Launchtermin Juni):

Huch, ist das ölig! Schon beim vorsichtigen Hineingreifen besudelt man sich ziemlich mit Öl, wenn man dann noch etwas tiefer in die Tüte eintaucht, ist alles nur noch glibberig. Geschmacklich natürlich olivig, allerdings ziemlich bitter, was keinen so angenehmen Geschmack hinterlässt. Die Oliven sind überraschend fleischig, irgendwie hatte ich getrocknete Oliven erwartet. Obwohl ich Oliven eigentlich sehr mag, würde ich das “Gaea Snack Pack” nicht nachkaufen, da mich der Geschmack zum einen nicht überzeugt und sich mir zum anderen Sinn und Zweck nicht richtig erschließen – für unterwegs definitiv zu ölig, für zu Hause brauche ich keinen Snack Pack, sondern würde frische Oliven vorziehen.

Je ein 4er-Pack “Corny nussvoll” der Sorten “Nuss-Quartett & Traube” und “Dreierlei Nuss & Karamell” (UVP je 1,69€ / Launchtermin Juni):

Die schicken schwarzen Packungen enthalten vier relativ kleine Riegel, vollgepackt mit verschiedenen Nussvarationen und Karamelstückchen bzw. Trauben. Einen großen Unterschied kann ich zwischen den beiden Sorten nicht ausmachen – beide sind süß, klebrig, mega nussig und unheimlich lecker! Trauben und Karamell halten sich ziemlich im Hintergrund, gerade beim Karamellriegel hätte ich mir einen dominanteren Geschmack gewünscht. Trotzdem sehr lecker und wird bestimmt wieder gekauft.

3er-Packung “Kluth Mikrowellen Popcorn karamell” (UVP 2,49€ / Launchtermin Januar):

Klingt sehr spannend – bei Popcorn und Karamell alleine werde ich schon hellhörig -, doch leider besitzen wir keine Mikrowelle, daher muss der Test wohl noch warten, bis mir jemand Mikrowellenasyl gewährt.

“Sulá Lakritz” (UVP 1,29€ / Launchtermin Juli):

Lakritze geht immer, egal in welcher Form! Auf das Fleur de Sel war ich sehr gespannt, man schmeckt es allerdings gar nicht heraus. Die Lakritzintensität der leicht klebrigen Bonbons ist dagegen genau richtig – nicht zu stark, nicht zu schwach, ich hätte sie mir eben nur noch etwas salziger gewünscht.

Je eine “Livio” Würzsauce der Sorten “BBQ” und “Knoblauch” (UVP je 0,99€ / Launchtermin April):

Eigentlich bin ich gar kein Fan von BBQ-Saucen – als Vegetarierin stört mich meistens der rauchige Grillgeschmack, was so eine BBQ-Sauce natürlich im Wesentlichen ausmacht. Daher war ich ganz überrascht, dass die Livio-Sauce gar nicht so grillig schmeckt, sondern eher an Gewürzketchup erinnert. Mir ist das ganz recht, so kann ich die Sauce auch gut zu Gemüse essen, aber Leute, die sich die Sauce extra kaufen, weil sie eine richtige BBQ-Sauce erwarten, werden sicherlich enttäuscht sein. Die Knoblauchsauce inklusive kleiner Zwiebelstückchen ist ebenfalls lecker, aber auch sie gleicht eher einer Remouladensauce mit Knoblauchgeschmack als einer klassischen Knoblauchsauce. Beide Saucen also eigentlich ganz lecker, nur zweimal irgendwie am Thema vorbei.

Etwas irritiert hat mich an der Boxauswahl, dass drei der Produkte mittlerweile doch schon etwas länger auf dem Markt sind. Ich hatte eigentlich angenommen, die Boxen würden nur Lebensmittel enthalten, die erst seit Kurzem oder noch gar nicht im Supermarkt erhältlich sind. Da ich bisher aber noch keines der Produkte probiert hatte, ist das zu verschmerzen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die August-Box, die angeblich unter dem Motto “italienische Spezialitäten” stehen soll.

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Draußen brennt die Sonne und ich muss am Schreibtisch sitzen und mich mit sevillanischer Erinnerungskultur beschäftigen. Kein Wunder, dass ich beim Überlegen, was es denn zum Abendessen geben soll, ratzfatz beim Thema Tapas lande. Bei Salmorejo, um genau zu sein, einer kalten andalusischen Suppe. Und was könnte dazu passen? Tortilla española natürlich – von der Lieblings-Aioli ist ja auch noch was im Kühlschrank – und frisches Baguette. Also auf in den Supermarkt, 1 Kilo Tomaten eingekauft (bitte nicht die billigsten, hier braucht man die volle Tomatendröhnung), Nueva Volcano auf den Plattenteller geworfen, die Kochschürze umgebunden und ab in die Küche.

Frisch aus der spanischen Markthalle … äääh, dem Supermarkt um die Ecke

Salmorejo ist quasi der dicke Bruder der Gazpacho, aber ohne Gurken und mit ordentlich Weißbrot auf den Hüften. Dadurch bekommt man weniger eine Suppe, sondern fast schon ein Mus. Gerade in Sevilla findet man diese Spezialität in jeder Bar und dort habe ich sie auch kennengelernt. Bei meinem ersten Forschungsaufenthalt in Sevilla hat mich ein junger Geschichtsstudent namens Pablo auf seiner Couch surfen lassen und mich gleich am ersten Abend mit dieser Köstlichkeit bekannt gemacht. Er hatte noch Spitzpaprika in den Mixer geworfen, aber ich habe mich hier für die ganz klassische Variante entschieden. Das Besondere an der Salmorejo ist, dass man sie beliebig mit Einlagen pimpen kann. Ganz typisch sind hart gekochte Eier und eingelegter Thunfisch. Aber da sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt; rein kommt, was schmeckt und satt macht!

Von der spanischen Tortilla gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es Tapasbars in Spanien gibt. Bei mir müssen auf jeden Fall immer Zwiebeln mit rein, in Spanien findet man sie oft auch mit Spinat, Schinken, Tomaten oder roter Paprika. Auch bei der Zubereitungsart scheiden sich die Geister. Kartoffeln vorkochen? Wie groß sollen die Stücke sein? In der Pfanne oder im Ofen garen? Meine Variante eignet sich vor allem für kleinere Mengen und ich mag die Röstaromen der in der Pfanne gegarten Kartoffel- und Zwiebelwürfel.

Die Kartoffeln so lange anbraten, bis sie von allen Seiten gebräunt sind

Mit diesen beiden Gerichten hat man eine solide Grundlage für einen spanischen Abend auf dem Balkon und kann nun beliebig ergänzen: Manchego, Serrano, Oliven, Chorizo, Pimientos de Padron

Salmorejo für 4 Portionen

1 kg Tomaten
3-4 Knoblauchzehen
2 EL Weißweinessig
1 halbes Baguette (ruhig vom Vortrag)
6-8 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Die Tomaten grob würfeln, den Knoblauch schälen und grob zerteilen. Beides zusammen mit  Salz und Essig im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer feinen Soße pürieren.

2. Das Baguette in Stücke reißen und fünf Minuten in der Tomatensoße einweichen lassen. Danach noch einmal pürieren und gegebenenfalls etwas mehr Weißbrot hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

3. Das Olivenöl nach und nach dazugeben und untermixen. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Essig abschmecken.

4. Bis zum Servieren im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Servieren in kleine Schüsseln füllen und mit den Einlagen zusammen auf den Tisch stellen. Die Salmorejo eignet sich auch hervorragend, um Tortilla oder Käse zu tunken.

Tortilla española con cebolla (2 Stück)

500 g geschälte Kartoffeln
1 große Zwiebel
4 Eier
Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Kartoffeln und Zwiebel in ca. 1 x 1 cm große Würfel schneiden und mit reichlich Olivenöl in eine große Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze und unter regelmäßigem Wenden 15-20 Minuten braten, bis die Kartoffeln gar sind. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und die Kartoffel-Zwiebel-Mischung dazugeben, gut vermischen und dann die Hälfte der Masse in eine kleinere geölte Pfanne (16-18 cm) geben.

3. Wenn die Eiermasse auf der Oberseite zu stocken beginnt, die Tortilla auf einen Teller oder einen Tortillawender gleiten lassen und umdrehen. Fertig braten, bis die Eiermasse komplett fest ist.

Die Tortilla kann sofort heiß gegessen, aber auch im Kühlschrank aufbewahrt oder mit zum Picknick genommen werden. Aus den Resten kann man sich ein herrliches Bocadillo de Tortilla machen. Dafür einfach ein Stück Baguette beidseitig mit Aioli bestreichen und mit kalter Tortilla belegen. Definitiv nichts für Leute, die gerade auf Diät sind, aber absolut köstlich.

Sommer, Sonne, Salmorejo

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Von den himmlischen Kreationen des “Wir machen Cupcakes“-Teams habe ich hier ja schon vor einiger Zeit berichtet. Letztes Wochenende war es mal wieder Zeit für einen Abstecher in die Utzschneiderstraße. Nach unserer letzten, zugegebenermaßen sehr umfangreichen, Testserie, waren wir uns einig, dass die Cupcakes mit hellem Teig eindeutig leckerer schmecken als die dunklen. Um auch neue Sorten zu erschmecken, entschieden wir uns diesmal für einen Blueberry- und einen Passionfruit-Cupcake, jeweils mit hellem Teig.

Blueberry- und Passionfruit-Cupcakes

Der Teig war gewohnt fluffig und angenehm zurückhaltend, die eigentliche Geschmacksrichtung kam durch das Frosting gut zur Geltung. Vor allem der Passionsfrucht-Cupcake hat es mir angetan – super cremig, total fruchtig und mega lecker. Ein definitives “must-buy” beim nächsten Besuch! Der Blueberry-Kuchen kam natürlich optisch schon als kleines Highlight daher, geschmacklich auch lecker, mir persönlich aber nicht blaubeerig genug.

Wie fast schon zu erwarten, überzeugten auch diesmal die kleinen “Wir machen Cupcakes”-Bomben, allerdings gab es deutliche Abzüge in Sachen Kundenfreundlichkeit. Ein Grund, wieso wir uns für den Passionfruit-Cupcake entschieden, war ein Schildchen, das ihn als “Angebot der Woche” zu einem günstigeren Preis bewarb. Auf den Hinweis, dass sich die Verkäuferin wohl vertan habe, als sie uns den vollen Preis berechnete, erhielten wir von ihr nur die gleichgültige Bemerkung “Ach so, hab vergessen, das Schild wegzunehmen. Das Angebot gilt nicht mehr”. Hmmm … da hätte man jetzt auch einfach mal aus Kundenfreundlichkeit den günstigeren Preis berechnen können, zumal wir vorher schon 10 Minuten vor verschlossener Tür warten mussten, weil sie gerade unterwegs war, um sich ein Mittagessen zu besorgen.

Fazit: Lecker wie eh und je (5 von 5 Sahnehäubchen für den Passionsfrucht-Cupcake) mit leichten Abzügen in der Kundenfreundlichkeits-B-Note.

Wir machen Cupcakes
Utzschneiderstr. 12
80469 München

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Was schenkt man einem Foodblogger, in dessen Küche kein Platz für weitere Geräte, Messer, Pfannen und Töpfe zu finden ist und dessen Kochbuchregal auch schon kurz vorm Zusammenbruch steht (ca. 100 Stück nach gestriger Zählung o_o)? Natürlich etwas Essbares und in diesem Fall hat Frau Wu einen besonderen Fund gemacht: eine Food Tour durch South Beach, Miami. Drei Stunden zu Fuß die Stadt erkunden und dabei immer mal anhalten, um die verbrannten Kalorien mit Südfloridas Leckereien wieder reinzuholen – das hörte sich für mich nach der perfekten Stadtführung an.

Ausgangspunkt war ein Café in der Lincoln Road, der Fußgängerzone von South Beach. Dort trafen wir auf Kelly, Gründerin von Miami Food Tours und unsere Expertin für die kulinarischen Geheimnisse der Stadt. Kelly ist eigentlich Architektin, wie sie uns erzählte, hatte aber irgendwann genug von ihrem Bürojob und beschloss, ihre zwei Vorlieben – Architektur und gutes Essen – mit der Möglichkeit zu verbinden, an der frischen Luft zu arbeiten. Diese Kombination hat die Führung dann auch zu weit mehr als nur einem Fressmarathon gemacht, denn Kelly ist ein wandelndes Lexikon zur architektonischen Geschichte von South Beach und konnte uns in den drei Stunden einen tiefen Einblick in die Art Déco-Landschaft Miamis vermitteln.

Dreierlei Dip: Fisch mit Koriander, Black-Bean-Humus und Mais-Avocado-Salsa

Aber natürlich startete die Tour erst einmal mit etwas zum Essen. Beim Café at Books and Books handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um einen tollen unabhängigen Buchladen mit eigenem Bistro, dessen Fokus auf vegetarischen/veganen Gerichten liegt. Seit 2005 kreiert der Koch Bernie Matz hier seine Interpretation von moderner, frischer “Florida cuisine”, die man in netter Atmosphäre zwischen Zeitschriften, Büchern und Pflanzen am nördlichen Ende der Lincoln Road genießen kann. Für uns gab es zwei riesige Platten mit kalten Dips: eine mexikanisch angehauchte Mais-Avocado-Chili-Salsa, Black-Bean-Humus und Fisch mit Koriander. Dazu Tacos und geröstete Bagelscheiben. Alles seeehr lecker und fein mit Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt. Die anderen Gerichte auf der Karte hörten sich ebenfalls toll an und so wird das Café ein definitiver Pflichttermin für den nächsten Besuch in Miami.

Cuban Lunch

Danach ging es weiter in den Melting Mot von Miami – in das kubanische David’s Cafe II, das 24 Stunden geöffnet hat. Was ursprünglich einmal als Maßnahme gegen Einbrüche begann (Miami muss in den 80ern wirklich so schlimm gewesen sein, wie Miami Vice vermuten lässt), ist inzwischen zu einer städtischen Institution geworden. Polizisten, Arbeiter, Krankenschwestern und normale Büroangestellte kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit her, um sich mit kubanischem Frühstück oder Sandwiches zu versorgen. Leider schlägt auch in South Beach die Gentrifizierung zu. Gegenüber hat ein H&M eröffnet, die Mieten sind gestiegen und in Kürze werden die Besitzer des Cafés sich einen neuen Standort suchen müssen. Hoffentlich ändert das nichts an der Qualität der Speisen. Wir bekamen Cuban coffee – sehr, sehr stark und unglaublich süß – und Cuban sandwiches. Eine gegrillte Geschmacksexplosion mit Schinken, Käse, Gurken und Senf. Für Frau Wu gab es als vegetarische Alternative gefüllte Teigtaschen mit Ziegenkäse und Marmelade. Dazu von Kelly wieder massig Infos zur kubanischen Küche, der Geschichte der kubanischen Einwanderer in Florida und den Hinweis auf J.Los lustige 80er Frise an der “Hall of fame” des Cafés.

Sich fühlen wie ein Künstler in Frankreich? In Miami kein Problem!

Der nächste Stopp führte uns nach Frankreich. Zumindest im kulinarischen Sinne. In ein französisches Bistro, um genau zu sein. Im A la Folie gab es hauchdünne, knusprige Crêpes, gefüllt mit Käse, karamelisierten Birnen und Walnüssen. Himmlisch ist gar kein Ausdruck und beim Blick aus dem Fenster glaubte ich fast, den Montmartre vor mir aufsteigen zu sehen. Weiter durch die spanische Straße, den Española Way, rollten wir zur nächsten Station. Jetzt stand Brasilien auf der Speisekarte und wer an riesige Fleischspieße dachte, lag falsch. Im Boteco Copacabana servierte man uns zunächst einen leckeren, erfrischenden und nussigen Cashewsaft, dann folgten Coxinha de Frango, Hühnerkroketten mit Frischkäse, die zwar geschmacklich super, allerdings etwas trocken waren.

Öfter mal was Neues: brasilianischer Cashewsaft

Vor der letzten Station führte uns Kelly zum legendären Ocean Drive, wo sich ein Art Déco-Gebäude an das andere reiht. In Anbetracht dessen, was wir bis zu diesem Zeitpunkt schon verdrückt hatten, war die längere Laufstrecke, die wir danach zur Frieze Ice Cream Factory zurücklegen mussten, dringend notwendig, um etwas Platz im Magen zu schaffen. Aufgrund der Hitze an diesem Tag, war das auch genau der richtige Abschluss. Eine große Kugel Vanilla Toffee Crunch oder S’mores (aka roasted marshmallow) verschaffte Abkühlung und ließ uns glücklich schleckend auf eine Bank sinken.

Koscheres Eis zum Abschluss

Fazit: Die Tour kostet 55$ p.P. und kann ohne Einschränkungen empfohlen werden. Vegetarier erhalten nach Voranmeldung bei jeder Station eine fleisch- und fischlose Variante. Neben tiefen Einblicken in Küche und Architektur der Stadt bekommt man ein reichliches (Mittag-)Essen und von netten Stadtführerinnen jede Menge Insidertipps zu Miami.

Mehr Infos: www.miamifoodtours.com

In ice cream we trust!

The Café at Books & Books
 927 Lincoln Road
Miami Beach, FL 33139
http://www.booksandbooks.com/storeinfo/304265
 
David’s Cafe II
1654 Meridian Avenue
Miami Beach, FL 33139
http://www.davidscafe.com
 
A La Folie
516 Espanola Way
Miami Beach, FL 33139
http://www.alafoliecafe.com
 
Boteco Copacabana
437 Espanola Way
Miami Beach, FL 33139
https://www.facebook.com/pages/Boteco-Copacabana-Restaurante/114069991957667
 
The Frieze Ice Cream Factory
1626 Michigan Ave
Miami Beach, FL 33139
http://www.thefrieze.com

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Unfassbar – es ist Mitte Juli und weit und breit kein Sonnenschein, stattdessen überall bloß trübe Wolken und sogar meine Jacke musste ich wieder hervorkramen. Wenn der Sommer also nicht zu mir kommt, rühre ich ihn mir eben selbst zusammen! Pah! Und was schmeckt schon mehr nach sommerlichen Temperaturen, als frische, eisgekühlte Zitronenlimonade?! Also schnell ein paar Zitronen gepresst, ein bisschen Minze gezupft, etwas Zuckersirup aufgekocht und alles mit Wasser aufgegossen – so fix kann man den Sommer heraufbeschwören. Und mächtig lecker ist er auch noch! Voilà!

Für eine 1-Liter-Karaffe ca.:

den Saft von 4-5 Zitronen
eine Handvoll Minze
700 ml Wasser
Zuckersirup je nach Geschmack (dafür einfach 1 Teil Zucker in 1 Teil Wasser so lange erhitzen, bis sich der Zucker darin aufgelöst hat, dann abkühlen lassen)

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Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms “Debby” (aka “Debby-the-bitch”) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Foodfotos und -eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Shake it, baby!

Als eifriger Leser von A Hamburger Today (ja, das ist eine Seite, die sich ausschließlich mit Hamburgern beschäftigt) hatte ich schon oft Lobeshymnen auf die aus New York stammende Kette “Shake Shack” gelesen. Neben den kalifornischen “In-N-Out”-Läden sollte dies der Heilige Gral des Fast-Food-Burgers sein. Zum Glück expandiert Shake Shack gerade unaufhaltsam und hat auch Miami schon erreicht (die Filiale in South Beach hatte ich bereits Wochen vor dem Urlaub auf Google Maps markiert). Schon der erste Eindruck macht klar, dass man es nicht mit einem Burger-King-Abklatsch zu tun hat. Die ganze Einrichtung ist liebevoll und detailverliebt, es gibt viel Holz, eine übersichtliche Karte und auf Bestellung frisch zubereitete Burger. Ich entschied mich für den Single ShackBurger mit Salat, Tomate, Käse und der berühmten Shacksoße (4,80$). Dazu eine Portion French Fries (2,70$) für Frau Wu und zwei riesige Becher Zitronenlimonade mit viel Eis (3,05$). Nach einem halben Tag Art-Deco-Gebäude bewundern in South Beach, war das auch dringend notwendig.

Ich kriege schon wieder Hunger…

Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, bekommt man einen “Shaker” in die Hand gedrückt, der zu vibrieren anfängt, wenn man seinen Burger an der Theke abholen kann. Schließlich vibrierte und zitterte es in unseren Händen und wir konnten das Tablett frisch zubereiteter Köstlichkeiten in Empfang nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der Burger war sehr gut, aber am Ende eben auch nur ein Fast-Food-Burger. Aber wahrscheinlich der beste, den ich je gegessen habe. Das Brötchen war schön knatschig, die Zutaten reichlich und frisch und die Soße (erinnert etwas an Thousand Island Dressing) super lecker. Das Fleisch kam mit einer ordentlichen Kruste, war aber leider zu gar für meinen Geschmack und dadurch etwas trocken. Es hat leider bis zum Ende des Urlaubs gedauert, bis ich raus hatte, dass ich meine Burger wirklich “rare” bestellen muss, damit das Patty in der Mitte noch etwas rosa ist. Die Pommes kamen geriffelt, heiß und knusprig. Die Limo kalt, riesig, nicht zu süß, value for money sagt man wohl dazu. Lustig ist außerdem, dass es auf der Speisekarte eine Rubrik “For Dogs” gibt und als Merchandise Babystrampler mit der Aufschrift “If crying … insert Burger” angeboten werden. Mein Fazit? Gäbe es in München qualitativ ähnlich hochwertige Fast-Food-Burger, würde es um meine Figur wohl endgültig düster bestellt sein!

In der Folge habe ich zahlreiche Burger gegessen oder zumindest bei anderen probiert. Aber meine hohen Erwartungen konnten ehrlich gesagt nie so richtig erfüllt werden. Der Burger, dessen Resten ich mich bei “Bubba Gump” erbarmt hatte, war eigentlich ganz gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Dagegen war ich dort von meinem Salat mit Himbeeren, Schafskäse und Gambas ziemlich überrascht. Der war richtig gut und eine willkommenen Abwechslung zur sonst recht fleischlastigen Ernährung während dieser zwei Wochen. Im schon von der New York Times gefeaturten “Red Light Little River” in Miami dagegen saß man auf einer bezaubernden Terrasse, konnte vorbeischwimmende Manatees beobachten, sich von der hauseigenen Katze die Beine umschmusen lassen und sich wie am Mississippi fühlen. Der Burger (9$) war jedoch etwas enttäuschend. Zu trocken, ein komisches Brötchen, zu wenig Soße. Dafür aber sehr leckere Beilagen (Bratkartoffeln, Pilze mit Speck sowie leicht säuerliche Linsen) und herrlich erfrischende Apfel-Ingwer-Limonade. Solange man nicht den Burger bestellt, ist dieses kleine Restaurant also eine absolute Empfehlung, denn die River Smoked Ribs (12 Stück für 21$), die einer meiner Mitesser bestellt hatte, waren zum Dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fleisch war so zart, dass es fast von den Kochen fiel, und auch die das Fleisch umhüllende Marinade war himmlisch. Zum Glück war die Portion riesig und ich durfte mehr als nur probieren.

Ein leider nicht ganz so perfekter Burger in umso tollerer Atmosphäre (“Red Light Little River”, Miami)

Ich musste trotzdem bis Orlando warten, um einen richtig tollen Burger essen zu können. Und dann ausgerechnet noch bei einer Kette in Downtown Disney. Wobei, eigentlich geht es ja schon gar nicht amerikanischer. Gelandet sind wir im “House of Blues“, in dem die Hamburger zu den “Signature Dishes” gehören und man laut Karte seinen eigenen Burger zusammenstellen konnte. Das habe ich allerdings nicht gemacht, denn der Smoked BBQ Bacon Burger hörte sich so schon gut genug an. Neben dem Bacon waren noch geschmorte Zwiebeln, Käse und natürlich viel Soße auf dem Patty, das ich diesmal “rare” bestellt hatte, verteilt. Das 15$ teure Monster kam zusätzlich mit reichlich frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken und noch mehr Soße, sodass man selbst den Burger nach Belieben aufpimpen konnte. Das Fleisch war genau auf dem Punkt gebraten, innen noch saftig, von guter Qualität und köstlich bis zum letzten Bissen. Auch der Bacon war schön knusprig und hatte ein tolles Raucharoma. Dank free refill habe ich bestimmt einen Liter Cola dazu getrunken, und es dauerte am nächsten Tag eine ganze Weile, bis sich mein Hungergefühl wieder meldete. Fazit: Der Preis ist zwar happig, aber ich habe einen perfekt gegarten Burger mit tollen Zutaten bekommen. Was will man mehr?

Leider nur ein Handyfoto, das den positiven Eindruck nicht ganz korrekt vermitteln kann

Shake Shack Miami
1111 Lincoln Rd.
Miami Beach, FL 33139
www.shakeshack.com/location/south-beach
 
Red Light Little River
7700 Biscayne Blvd,
Miami, FL 33138
www.redlightmiami.com
 
House Of Blues Orlando
1490 E. Buena Vista Dr.
Lake Buena Vista, FL 32830
www.houseofblues.com/venues/clubvenues/orlando

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