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Archive for Mai 2012

Passend zum Frühsommer gibt es heute eine kalte Suppe, für die man nicht einmal den Herd anschmeißen muss. Sobald das Wetter wieder besser wird und diese furchtbaren Wolkenbrüche aufhören, eignet sich das hier ganz hervorragend als Vorspeise für ein Abendessen auf dem Balkon. Wir haben die Suppe an Ostern bei meiner Mutter kennengelernt, die damit den Sonntagsbruch bereichert hat. Durch Tomaten- und Gurkenstückchen erinnert sie ein bisschen an die spanische Gazpacho, die ja ebenfalls ein exzellentes Sommergericht ist. Damit die Suppe auch richtig intensiv schmeckt, sollte man nur sehr reife Avocados kaufen oder notfalls zu Hause eingewickelt in Zeitungspapier noch ein wenig nachreifen lassen. Dies ist gleichzeitig unser Beitrag zum Blogevent Cookbook of Colors bei High Foodality, wo jeden Monat eine andere Farbe auf dem Speiseplan steht. Gerade noch rechtzeitig schafft es unser Rezept in den Monat Mai, der der Farbe Hellgrün gewidmet ist.

Avocado-Kokos-Suppe für vier Personen

2 Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Knoblauchzehe
2 reife Avocados
500 ml Brühe
200 ml Kokosmilch
Saft von 2 Zitronen
Salz, Pfeffer

1. Die Tomaten einritzen und mit kochendem Wasser übergießen, dann schälen. Die Tomaten entkernen und fein würfeln. Die Gurken ebenfalls schälen, entkernen und würfeln und alles in eine Schüssel geben.

2. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Avocados schälen und in grobe Stücke schneiden. Beides mit Brühe, Kokosmilch und Zitronensaft fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die Suppe auf Teller oder – wie hier -  in kleine Gläser verteilen und mit den Gemüsewürfeln dekorieren. Nach Belieben mit Petersilie oder Koriander dekorieren.

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Das folgende Rezept habe ich, wie vieles in letzter Zeit, aus dem tollen goldenen vegetarischen GU Kochbuch, das Frau Wu im vergangenen Jahr zu Weihnachten bekommen hat. Ich entdecke bei jedem Blättern neue leckere Rezepte, die mich sofort ekstatische Geräusche ausstoßen lassen – bei über 500 Seiten wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben. Dieses Rezept hatte ich rausgesucht, weil ich etwas haben wollte, das schnell geht und für das ich nur wenige Zutaten einkaufen muss. Die Zubereitung ging dann auch wirklich ratzfatz und nach weniger als 20 Min. standen zwei dampfende Teller mit super leckerer Pasta auf dem Tisch. So haben wir dann auch noch die S-Bahn erwischt und kamen rechtzeitig ins Kino, um uns – den zugegebenermaßen eher durchschnittlichen – “Dark Shadows” anzuschauen. Thematisch war das auf jeden Fall passend, denn die Knoblauchnote des Gerichts ist nicht zu unterschätzen, hält aber zumindest Vampire fern …

Für zwei Personen

250-280 g Nudeln
50 g + einige Blätter Rucola
1 Knoblauchzehe
100 g Ricotta
50 g Parmesan
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

1. Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen.

2. Rucola waschen und bis auf eine kleine Portion mit dem Messer fein hacken, Knoblauch ebenfalls fein hacken oder einfach beides kurz in den Kräuterhäcksler geben. Parmesan fein reiben.

3. Ricotta in einer Schüssel mit den anderen Zutaten vermischen und mit Öl, Salz und Pfeffer abschmecken. Ich hatte zudem noch angebrochene Saure Sahne im Kühlschrank, die kam kurzerhand auch noch mit rein.

4.  Die Nudeln auf einen Teller geben, Ricottamasse darauf verteilen und mit dem restlichen Rucola dekorieren.

5. Vor dem Kinobesuch noch einmal Zähne putzen!

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Manche Gerichte und Lebensmittel assoziiere ich unweigerlich mit meiner Kindheit. Oft sind es Gerichte, die bei meinen Großeltern oder Eltern ab und zu auf den Tisch kamen, die ich aber selbst, obwohl sie damals so lecker waren, noch nie nachgekocht oder -gebacken habe. Das liegt weniger daran, dass ich keinen Appetit darauf hätte oder diese Rezepte besonders aufwendig wären – ganz im Gegenteil sind es eigentlich gerade die besonders einfachen Gerichte, die mir in Erinnerung geblieben sind -, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ich sie im Laufe der Zeit einfach vergessen oder verdrängt habe. Scheinbar tummelt sich in der hintersten Ecke meines Gehirns eine Blase mit solchen Essenserinnerungen, die erst durch ein bestimmtes Erlebnis zum Platzen gebracht werden muss und dann eine Vielzahl von fast vergessenen Leckereien wieder ins Gedächtnis ruft. Diese Blase ist gestern geplatzt und evozierte bei mir einen plötzlichen Heißhunger auf Schokokussbrötchen.

Mhhh, ewig nicht gegessen, aber immer noch so gut wie früher!

Eigentlich kaum zu glauben, dass mal irgendjemand auf die Idee kam, einen Schokokuss zwischen zwei Brötchenhälften zu quetschen, etwas abartig ist das ja schon. Aber lecker! Neben den Schokokussbrötchen, die ich irgendwie mit meiner Mutter (ich glaube, die Vorliebe dafür habe ich von ihr) und der Schulcafeteria, die die Brötchen in der Pause vertickte, in Verbindung bringe, holte die geplatzte Food-Blase aber auch noch andere Speisen meiner Kindheit in meine Erinnerung zurück: die unglaublich leckeren (und auch wieder etwas merkwürdig klingenden) Nudeln mit Krumen (Nudeln mit angebratenen Semmelbröseln und Apfelmus), das “Pop Orange”-Eis mit dem roten Stiel und dem unverwechselbar orangig-sahnigen Geschmack, die Markklößchensuppe meiner Oma (für mich heute eigentlich unfassbar, dass ich früher so darauf abgefahren bin), den Mattekuchen (Käsekuchen vom Blech) meiner anderen Oma sowie den Lohplatz (Schmandkuchen mit Mohn), mit dem sie immer das halbe Dorf versorgte. Mhhh, davon wird sicherlich bald mal was nachgekocht/-gebacken. Mal sehen, ob meine Erinnerungen mit meinen heutigen Geschmacksnerven übereinstimmen …

Welche Gerichte Eurer Kindheit sind Euch denn besonders in Erinnerung geblieben?

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Burgermeister, Burgeramt, Marienburger, Kreuzburger, Burgerium … liebe Berliner Jungunternehmer, ein bisschen mehr Einfallsreichtum wäre schön! Das hier erinnert an die schreckliche Unsitte seinem Lokal einen lustigen Namen zu geben, der mit dem Wort “Bar” spielt … Kostbar, Wunderbar, Unsichtbar – das ist in erster Linie furchtBAR und nein, nicht im Geringsten kreativ.

Warum ich mich über so etwas echauffiere? Ich war während meines Berlinaufenthalts vor zwei Wochen zu Besuch bei Freunden, die zu meiner großen Freude vorschlugen, Hamburger essen zu gehen. Glücklicherweise schaltet mein Körper bei der Erwähnung des Wortes Hamburger auf Autopilot, da kann mich dann auch kein noch so dämlicher Name aufhalten; ich wurde wie magisch hin zum Boxhagener Platz gezogen. Gut, dass ich nachmittags den Kuchen ausgelassen hatte und somit trotz des reichlichen Mittagessens (Spargel, Kartoffeln, Putenschnitzel und Sauce Hollandaise) wieder Platz für ein ganzes Menü war.

Ziel war das Burgeramt in Friedrichshain, das sowohl ein Lokal zum Sitzen als auch einen Imbiss zum Mitnehmen bietet. Wir hatten einen Tisch drinnen bekommen, der sogar genügend Platz für den Kinderwagen bot, aber leider direkt unter den Lautsprecherboxen stand. Zusammen mit den Geräuschen aus der Küche, dem Mixer an der Bar und den anderen Gästen ergab das eine eindrucksvolle Geräuschkulisse, die gegen Ende der Mahlzeit aber zumindest übertönte, dass unsere 9 Monate alte Begleitung lieber ins Bett als ins Burgeramt wollte.

Die Karte im Burgeramt bietet auch für den verwöhnten Burgerliebhaber eine breite Palette, man kann aus etwa 20 verschiedenen Varianten wählen. Sowohl mit Fleisch, als auch vegetarisch, z. B. mit Halloumi. Ich entschied mich für den Teriyakiburger, bei dem das Fleisch in der japanischen Soße mariniert sein sollte, zusammen mit Pommes und Krautsalat (ca. 7€). Dazu ein großes Radler, dessen Preis von unter 3€ mir wieder einmal schmerzhaft deutlich machte, wie billig Berlin im Vergleich zu München doch ist. Bis die Hamburger zu uns an den Tisch kamen, verging kaum eine Viertelstunde und angesichts der Portion war ich dann doch nicht mehr so sicher, ob das mit den Pommes eine so gute Idee gewesen war.

Wenn die Pommes fast vom Teller fallen, hat die Portion die richtige Größe!

Nun aber zum Burger: Leider wird man in Deutschland fast nie gefragt, wie man sein Fleisch gebraten haben möchte und ich habe auch vergessen von mir aus etwas zu sagen. Ich, zum Beispiel, hätte meine Frikadelle gerne noch etwas rosa gehabt, wohingegen das Fleisch auf diesem Burger komplett durch und deswegen logischerweise leicht trocken war. Zum Glück hielt die Soße kräftig dagegen und gab dem Burger die verlorene Saftigkeit zurück. Als Brötchen dienten durchschnittliche Hamburgerbuns, die aber kross genug waren, um der Soßenflut standzuhalten. Die restlichen Zutaten (Salat, Zwiebeln, Tomaten) waren frisch und passten gut zur Würze der Teriyakisoße. Die Pommes kamen leicht gesalzen und schön knusprig auf den Tisch. Die Krautsalatbeilage wirkte dagegen etwas lächerlich und bestand aus etwa drei Gabeln. Das Kraut hatte die Küche mit getrockneten Cranberries und Erdnüssen gepimpt, was sich zunächst einmal toll anhörte, aber im Mund ziemlich unspektakulär rüberkam. Dann doch lieber eine große Portion triefenden Salats ohne fancy Beilagen. Mein besonderer Dank gilt übrigens der Familie R., die mich an diesem Abend eingeladen hat! :-)

Mit genügend Donuts lassen sich auch sechs Stunden Zugfahrt überleben

Für Nachtisch war nach diesem lukullischen Tag natürlich kein Platz mehr, ich musste sogar die Schokolade von Herrn und Frau R. ablehnen (wirklich!). Aber am nächsten Tag hatte sich mein Magen wieder erholt und glücklicherweise gibt es in Berlin am Hauptbahnhof eine Filiale von Dunkin Donuts. In weiser Voraussicht hatte ich genügend Zeit für den Wechsel von der S-Bahn in den ICE eingeplant. Auch wenn ich inzwischen die Münchner Boogie Donuts besser finde, sind die klebrigen Varianten von Dunkin Donuts immer noch lecker genug, um mich bei jedem Berlinbesuch sabbernd zur nächsten Filiale rennen zu lassen. Diesmal hatte ich mir allerdings einen fiesen Fehlgriff geleistet, denn die Füllung des neuen “Flower Power: Blue Passion”-Donuts (im Bild an den Marshmallows zu erkennen) schmeckte nach einer Mischung aus künstlichem Kaugummi und dem Inhalt eines ganzen Apothekerschranks. Nicht lecker und auf keinen Fall zu empfehlen! Boston Cream, Blueberry und Frosted Coconut dagegen umso mehr!

Fazit: Auch wenn das Fleisch zu lange auf dem Grill lag, war die Kombination mit Teriyakisoße eine tolle Idee, die ich mit Sicherheit zu Hause mal nachkochen werde. 4 von 5 Burgerpatties.

Burgeramt
Krossener Straße 22
10245 Berlin
http://www.burgeramt.com

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Pin me up before you go-go

Das Feed-me-up-Imperium expandiert und ab sofort sind wir auch bei Facebook und Pinterest vertreten. Bei Facebook werden auch immer mal wieder Fotos oder Tipps veröffentlicht, für die sich kein ganzer Blogpost lohnen würde und bei Pinterest sammeln wir neben unseren eigenen Bildern auch Neues, Kurioses und Leckeres aus der Welt der (Food)Blogs.

Also bitte Fan und Follower werden und sich von uns mit noch mehr Informationen füttern lassen! :D

http://www.pinterest.com/feedmeupb4ugogo
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Seid ihr mit euren Blogs auch auf Facebook oder Pinterest vertreten? Hinterlasst doch eure Links.

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Ich kann wirklich nicht verstehen, warum sich viele Leute immer beschweren, dass es beispielsweise in den USA kein vernünftiges Brot zum Frühstück gäbe und sie sich nach dem Urlaub als Erstes ein “ordentliches deutsches” Schwarzbrot besorgen müssen. Ich liebe nämlich amerikanisches Frühstück: Bagels, Rührei, Breakfastmuffins und natürlich Pancakes! Über meine Liebe zur deutschen Variante habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausgelassen und die kleineren amerikanischen Geschwister mag ich ebenso gerne. Der Teig ist eine Mischung aus deutschen Pfannkuchen und französischen Crêpes, und zudem wird noch Backpulver untergerührt. Man bekommt die kleinen Teigfladen in den USA ganz klassisch mit Blaubeeren oder einfach pur in Ahornsirup ertränkt. Ich dagegen habe mich heute morgen für die Restverwertung entschieden und so eine Verwendung für die überreife Banane (ich bin da sehr empfindlich und esse Bananen pur eigentlich nur, wenn sie noch grün sind) gefunden. Ahornsirup war leider keins im Haus, deswegen mussten Dulce de Leche sowie Zucker und Zimt herhalten. Das Ergebnis war dennoch so lecker, dass ich mich nicht beherrschen konnte und mich ganz schön überfressen habe. Das Mittagessen kann muss ich heute wohl ausfallen lassen …

Pancakes mit Banane und Walnüssen

Für 4 Personen

175 g Mehl
1 Prise Salz
4 EL (Puder)Zucker
1-2 TL Backpulver
4 EL Butter
2 Eier
200 ml Milch
1 sehr reife Banane
70 g Walnüsse
Pflanzenöl

Leider werden sie bei mir nie so schön rund wie in einem amerikanischen Diner

1. Das Mehl mit Salz, Backpulver und Zucker in einer Rührschüssel vermischen. Butter zerlassen, leicht abkühlen lassen und zusammen mit den Eiern und der Milch aufschlagen. Die Milchmischung zum Mehl geben und alles glattrühren. Den Teig im Kühlschrank mindestens 15 Minuten, ruhig auch länger, ruhen lassen. Er sollte am Ende ziemlich dickflüssig sein.

2. Die Walnüsse grob hacken, die Banane mit einer Gabel zerdrücken und beides unter den Teig rühren.

3. In einer Pfanne etwas Öl bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Mit einer Schöpfkelle drei Teigportionen in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun backen. Die fertigen Pfannkuchen ggf. im Backofen warm halten.

4. Wer am Tag vorher zum Beispiel einen Marathon gelaufen ist, kann es sich jetzt richtig dreckig geben und jeweils drei Pfannkuchen auf einen Teller stapeln und Butterflöckchen zwischen die einzelnen Pfannkuchen geben. Alle anderen greifen einfach nur nach dem Ahornsirup.

Das Grundrezept kann natürlich beliebig variiert werden, beispielsweise mit anderen Früchten.

Hemingway hätte das bestimmt auch für ein gutes Frühstück nach einer durchsoffenen Nacht gehalten

Dieses leckere Frühstück ist gleichzeitig auch unser Beitrag zur Initiative Sonntagssüß.

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Völlig genervt und gelangweilt vom üblichen Mittagsangebot der in der unmittelbaren Umgebung meines Arbeitsplatzes liegenden Imbisse, Restaurants und Bäckereien, bin ich in meiner Mittagspause immer auf der Suche nach etwas Neuem und Abwechslungsreichem. Wenn ich – wie leider viel zu selten – mal die Muße habe, 5 Schritte weiter als sonst zu gehen, um mein Mittagessen einzufangen, entdecke ich hin und wieder kleine Highlights.

Ähnlich ging es mir mit der Kaimug-Filiale in den Münchner Fünf Höfen. Die Restaurantkette, von der es in München mittlerweile 7 Filialen gibt, bietet “thailändische Garküche” mit frischen Zutaten und behauptet, “unverfälschte und echte thailändische” Speisen zu servieren. Neben einer festen Auswahl an verschiedenen Thai-Gerichten (auch einigen vegetarischen) gibt es zusätzlich wechselnde Tagesspecials. Manche Gerichte sind als kleine oder große Portion erhältlich und alle lassen sich optional als Menu wählen, bei dem man für einen Aufpreis von 70c bzw. 1€ 2 oder 4 Mini-Frühlingsröllchen als Vorspeise dazu bekommt.

Ich war mittlerweile einige Male zum Mittagessen hier, aber da um diese Zeit meist sehr viel los ist, habe ich immer To-go bestellt. Gemeinsam mit Steffen war ich vor einiger Zeit nun auch mal abends hier und tatsächlich war längst nicht so viel los wie um die Mittagszeit. Die Einrichtung finde ich, zumindest für ein Schnellrestaurant, ganz nett – alles ist asiatisch angehaucht in Rot-, Gold- und Mahagonitönen.

Steffen entschied sich für PAD THAI, gebratene Reisnudeln mit Pad Thai Soße, Tofu, Erdnüssen, Ei, Sojasprossen und Lauch (6,90€). Die Portion war für gefräßige Menschen wie ihn nicht riesig, für normale Esser aber mehr als ausreichend. Die bestimmende Geschmacksnote war definitiv Erdnuss, wer damit nichts anfangen kann, sollte besser die Finger von diesem Gericht lassen. Steffen fand es aber sehr lecker und war insbesondere von den Tofustücken sehr angetan, die vorher wohl kräftig mariniert worden waren und dementsprechend auch ordentlich Geschmack hatten.

Pad Thai, nichts für Erdnussallergiker!

Ich bestellte eine kleine Portion GEMÜSECURRY mit rotem Thaicurry, Kokosmilch, Brokkoli, Karotten, Champignons, Zuckerschoten und Duftreis (5,50 €), und war mit meiner Wahl eigentlich auch ganz zufrieden. Gut, die Portion war recht übersichtlich, aber das Gemüse war knackig und die Schärfe der Soße für mich genau richtig: nicht gerade mild, aber auch noch nicht höllenscharf. Einzig die Konsistenz der Soße hätte etwas cremiger und kokosmilchiger sein können, so war sie mir zu wässrig. Dazu gab’s ein leckeres Ananas-Kokos-Lassi für 2,90€.

Scharfes Gemüsecurry mit Erste-Hilfe-Lassi

Fazit: Zwar kein super hochwertiges thailändisches Restaurantessen, aber für mich zumindest eine nette und schnelle Alternative zur Mittagszeit! 4 von 5 Sojasprossen.

Kaimug
in den Fünf Höfen
Theatinerstr. 15
80333 München
www.kaimug.de

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Einer der Vorteile des temporären Heimarbeitsplatzes ist, dass ich an diesen Tagen immer mehr Zeit zum Kochen habe, als an den Abenden, an denen ich fix und fertig aus der S-Bahn wanke. Dem Wetter entsprechend habe ich mich für ein frisches Nudelgericht entschieden. Das Grundrezept habe ich in der Lecker 05/2012 gefunden, aber etwas abgeändert. Zum einen habe ich deutlich weniger Sahne genommen, ich wollte ja nach dem Mittagessen noch weiter an meinem Vortrag schreiben und nicht ins Wachkoma fallen. Außerdem habe ich noch Tomaten hinzugefügt, die auch wirklich sehr schön mit dem Zitronengeschmack und den Linsen harmonieren. Herausgekommen ist ein sehr schnelles und leckeres vegetarisches Gericht, dass ich wohl auch noch nach einem Tag im Büro hinkriegen würde.

Da muss ich gleich an Urlaub denken

Rigatoni mit Linsen-Zitronen-Soße (für 3-4 Personen):

400 g Nudeln
1 Bio-Zitrone
1 Zwiebel
2 mittelgroße Tomaten
150 g rote Linsen
250 ml Milch
200 ml Sahne
Öl, Salz, Pfeffer

1. Nudeln in Salzwasser gar kochen.

2. Zitrone waschen und mit einem Zestenreißer (oder wie ich, mit der Parmesanreibe) dünne Streifen produzieren. Zitrone danach halbieren und auspressen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und würfeln.

3. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln glasig braten und dann die Linsen kurz mitdünsten. Die Tomatenwürfel hinzufügen, alles mit Milch und Sahne ablöschen und so lange köcheln, bis die Linsen den gewünschten Weichheitsgrad erreicht haben. Alles mit Zitronensaft und Zitronenschale mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die fertigen Nudeln untermischen und alles anrichten.

Lentils in the sun

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Ich liebe dazs

Manchmal ist es eigentlich ganz schön, krank im Bett zu liegen, zumindest wenn der Lieblingsmann einem dann einen Invalidenbonus vom Einkaufen mitbringt. Noch schöner ist es, wenn es sich dabei um so etwas tolles wie das neue “Häagen-Dazs Secret Sensations Crème Brûlée” handelt. Die beiden Sorten der Secret Sensations-Reihe (Crème Brûlée & Chocolat Fondant) versprechen neben dem ohnehin schon aufregenden Häagen-Dazs-Geschmackserlebnis einen versteckten flüssigen Kern aus Karamell- bzw. Schokoladensauce in der Eismitte. Als ich davon kürzlich gleich in zwei Zeitschriften las, wollte ich am liebsten sofort zum nächsten Supermarkttiefkühlregal losrennen. Bei den nächsten Einkäufen allerdings weit und breit keine Spur von den neuen Sorten. Glücklicherweise muss ich aber nicht weitersuchen, denn ich wurde gestern mit einer Packung überrascht und somit kurzzeitig von meiner Malaise abgelenkt. Stolze 3,69€ kostet der kleine Doppelpack mit zwei 100 ml-Mini-Bechern, doch für die kranke Frau zu Hause war dem Herrn zum Glück nichts zu teuer :-)

Vor dem ersten Löffel werden ungeduldige Menschen wie ich von Häagen-Dazs jedoch ganz schön auf die Probe gestellt, denn laut Packungshinweis soll das Eis 10 Minuten vor Verzehr bei Zimmertemperatur antauen. Das hat natürlich zur Folge, dass die Erwartungshaltung ins Unermessliche steigt. So, jetzt aber … Folie ab, Löffel rein und … auf den ersten Biss zwar cremig, aber geschmacklich etwas unspektakulär, dann lutscht man sich zu den kleinen knusprigen, leicht bitteren Karamellstückchen vor, die das Ganze schon viel interessanter machen, und erreicht schließlich das flüssige Herz des kleinen Bechers: einen Klecks (leider ist es tatsächlich nicht mehr) samtweiche Karamellsauce. Dann ist aber alles auch schon wieder vorbei, denn mehr als ein paar Löffel gibt die Miniverpackung nun wirklich nicht her. Trotzdem: lecker war’s!

Fazit: Definitiv zu wenig Sauce in der Mitte und das Eis an sich könnte etwas geschmackvoller sein. Würde ich zwar noch mal essen, aber für diesen Preis nicht selbst kaufen. 4 von 5 Karamellstückchen.

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N. A! Nature Addicts

Meine Schwäche für neue und absurde Lebensmittel lässt mich manchmal schon merkwürdige Dinge in den Einkaufswagen legen. Ganz nach dem Motto “es ist neu, es ist ekelig, ich muss es haben!” greife ich wie ferngesteuert ins Supermarktregal und wundere mich dann zu Hause, dass ich tatsächlich wieder einmal auf die Marketingstrategien der Lebensmittelundustrie reingefallen bin. Bei einem unserer letzten Einkäufe landete schließlich eine Tüte N. A! Nature Addicts “Schwarze Johannisbeere” im Einkaufswagen. Schon öfter hatte ich die merkwürdigen Tütchen im Regal gesehen, konnte mich aber nie wirklich dazu durchringen, sie auch zu kaufen … irgendwie waren sie mir zu ekelig, obwohl es sich um ein 100% natürliches Produkt handeln soll. Mein erster Instinkt hätte mich misstrauisch werden lassen sollen, aber als ich dann ein Päckchen “Schwarze Johannisbeere” auf einem Supermarktwühltisch für heruntergesetzte 0,78€ entdeckte, konnte ich doch nicht anders.

Irgendwann traute ich mich dann auch mal, die Tüte zu öffnen. Mir strömte ein Geruch von Trockenobst entgegen, naja, ist ja eigentlich auch nichts anderes. Die kleinen flachen Quadrate aus zusammengepressten Fruchtsaft und -mus sehen nicht unbedingt appetitlich aus, dafür sollen sie jedoch ohne künstliche Zusatzstoffe sein, also 100% purer Fruchtgenuss. Fragt sich nur, wieso man dann nicht gleich zu richtigem Obst greift, aber offensichtlich soll der “gesunde Snack” eine unkomplizierte Alternative zu Gummibären, Chips & Co. darstellen. Die “soften Stückchen” sind tatsächlich sehr fruchtig und süß und lassen den Geschmack von Johannisbeere trotz der unverhältnismäßigen Mischung mit Äpfeln (7g Johannisbeeren auf 2 Äpfel) gut hervortreten. Was mich allerdings ziemlich stört, ist die gelleeartige Konsistenz, die dem eigentlich natürlichen Produkt etwas sehr Künstliches verleiht. Geschmacklich sind die kleinen Dinger zwar ok, aber nicht so überzeugend, dass ich noch große Lust hätte, eine der anderen Geschmacksrichtungen zu probieren. Auch wenn es neben Himbeer und Erdbeer neuerdings auch den bisher am spannendsten klingenden “Crispy Fuit”-Mix aus Erdbeere, Brombeere, rote Johannisbeere, Apfel und Cerealien gibt.

Fazit: Ich bleibe dabei, wenn ich Obst essen will, greife ich lieber zum Original! N.A. steht bei mir wohl eher für “not addicted”! 2 von 5 trockenen Johannisbeeren.

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Die Spargelsaison hat ja vor Kurzem begonnen und auch jetzt liegt schon wieder ein Bund grüner Spargel (den mag ich irgendwie noch lieber als den weißen) in der Küche und wartet darauf, heute Abend zusammen mit Schupfnudeln in die Pfanne zu kommen. Das erste Spargelgericht des Jahres war allerdings ein Salat, den wir in der Zeitschrift Lecker gefunden und ein wenig an unseren Geschmack angepasst haben. Darin finden sich fast nur Zutaten, die Frau Wu und mir sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen: Ziegenkäse, Walnüsse, karamellisierte Zwiebeln … Das Ergebnis bestätigte unsere Vorahnung und der Salat wird dieses Jahr bestimmt noch einmal auf dem Teller landen.

Stillleben mit Nüssen

Spargelsalat mit Ziegenkäse und karamellisierten Balsamicozwiebeln

Für vier Personen

1 kg weißer Spargel
1 kg grüner Spargel
Salz, Pfeffer
1 TL + 1-2 EL Zucker
Honig
100 g Walnusskerne
4 rote Zwiebeln
6EL Olivenöl
150 ml +  4EL dunkler Balsamico-Essig
125-150 g Salat (Rucola, Feldsalat, Salatmix etc.)
300 g Ziegenfrischkäse

1. Spargel waschen und weißen Spargel schälen. Spargel in Stücke schneiden und zunächst den weißen Spargel in Salzwasser mit 1 TL Zucker 10-12 Min. kochen. Grünen Spargel 5 Min. später dazugeben.

2. Die Zwiebeln nicht zu fein würfeln. Nüsse in Öl anrösten und dann Zwiebeln dazugeben und glasig werden lassen. 1-2 EL Zucker drüberstreuen und warten bis der Zucker karamellisiert. Die Masse mit Essig ablöschen und bei schwacher Hitze ca. 8 Min. einkochen lassen. Abschmecken und etwas abkühlen lassen.

3. Den Salat waschen und trocken schleudern. Essig mit Salz, Pfeffer, Zucker und ein wenig Honig verrühren. 2-3 EL Öl dazugeben und verquirlen.

4. Spargel, Salat und Vinaigrette mischen. Ziegenkäse drüberbröckeln und zum Schluss die Zwiebel-Nussmischung darauf verteilen.

Dazu schmeckt frisches Baguette oder Ciabatta

Dies ist auch unser Beitrag zum Spargelblogevent bei aus-meinem-kochtopf.de

Blogevent Duell der Köpfe

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Der Versuch, sich im urbanen Essensdschungel abzuheben und von anderen Imbissen zu unterscheiden, trägt manchmal schon merkwürdige Blüten. Ganz vorne dabei sind für mich auf jeden Fall die Sushi-Wrap-Buden, die es seit einiger Zeit in München gibt. Ich hatte mich bisher nicht näher mit deren Konzept beschäftigt und mir deswegen vor unserem ersten Besuch in der Filiale im Tal einen Wrap mit sushiüblichen Komponenten vorgestellt. Mexiko meets Japan, oder so ähnlich. Letzendlich handelt es sich bei den Wraps aber doch nur um lange Sushirollen, die man eben – wie einen Wrap – aus der Hand essen kann.

Viel Sushi – wenig Wrap

In der Füllung unterscheiden sich die Rollen dann allerdings doch noch etwas vom normalen Sushi, traditionell sind die Zusammenstellungen zumindest nicht gerade. Erfreulich ist das recht große Angebot an vegetarischen Rollen und ungewöhnlichen Kombinationen. Wir entschieden uns für das drei-Rollen-für-5€-Paket und die Sorten “Erdnuss, Wasabi, Gurke”, “Mango, Frischkäse, Rucola” und “Feta, Minze, Spinat”. Dazu gab’s noch ein paar kleine Plastikflaschen in Fischform mit Sojasoße. Wenn man sich allerdings wie wir an einen der vier Tische setzt, kann man auch auf Sojasoße aus Flaschen zurückgreifen. Ingwer gehört nicht zum Paket, kann aber – wie auch eine Extraportion Wasabi – für 20 Cent dazugekauft werden.

Links mit Feta und Spinat, rechts Mango und Frischkäse. Im Vordergrund piscis sojasaucus.

Geschmacklich waren die Rollen ganz in Ordnung, aufgrund des Preises darf man da aber auch nicht zu viel erwarten. Insgesamt waren alle Sorten etwas zu fad und brauchten vor dem Verzehr ein ordentliches Bad in der Sojasoße. Die einzelnen Bestandteile waren leider auch nicht immer gut rauszuschmecken. Der Reis war ok, wenn auch etwas zu kühl, was wohl daran liegt, dass die Rollen in der Kühltheke aufbewahrt und nicht für jeden Gast frisch zubereitet werden. Aber es ist ja auch Fast Food und keine Sterneküche. Ich hatte nach 1 ½ Rollen noch Hunger und habe mir für 2€ noch eine einzelne Rolle mit Garnele geholt, die sich auf dem gleichen Niveau wie die anderen “Wraps” bewegte. Für Menschen mit ordentlichem Appetit ist also das drei-Rollen-Angebot zu empfehlen, womit man auch nicht viel teurer wegkommt als bei einem Döner.

Fazit: Der Unterschied zum normalen Sushi ist geringer als erwartet und aufgrund des günstigen Preises und trotz der kleinen Abstriche bei der Qualität der Zutaten eine nette Alternative zum üblichen Fast Food. “Richtiges” Sushi können die Wraps aber natürlich nicht ersetzen. 3 von 5 Makiröllchen.

Sushi Wrap
Im Tal 32
80331 München
http://www.sushi-wrap.de

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