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Archive for April 2012

Das aktuelle Zeitmagazin widmet sich diesmal zu großen Teilen dem Thema “Süßes”. Von Kuchen bis Cocktails gibt es jede Menge Rezepte und Bilder zu entdecken, die mich schon beim Lesen zum Sabbern bringen. Unter anderem findet sich dort auch ein zweiseitiger Artikel von Christian Stolz über Käsekuchen. Um genau zu sein, über seine Suche nach dem perfekten Käsekuchen. Offensichtlich fehlt mir ein ähnliches Erweckungserlebnis, wie dem in jungen Jahren von seinem Großvater zu diesem Backwerk bekehrten Autor, aber ich konnte mit dem deutschen Käsekuchen (der ja aus Quark besteht) noch nie etwas anfangen. Ich habe Käsekuchen erst mit dem Auftauchen der amerikanischen Variante (die aus Frischkäse besteht) für mich entdeckt. Laut dem Artikel aus dem Zeitmagazin scheine ich nicht der Einzige zu sein, dem es so geht, denn so würden z.B. von einem Konditor wöchentlich “150 amerikanische und 80 klassische Käsekuchen [...] an Berliner Cafés” ausgeliefert. Ich kann das gut verstehen, mir ist die deutsche Variante einfach zu trocken. Aber vielleicht habe ich ja auch einfach noch nicht den richtigen, den wahren deutschen Käsekuchen gegessen.

Understatement liegt den Inhabern wohl nicht gerade

Bis es soweit ist, werde ich mich auf jeden Fall weiter dem Genuss des American Cheesecake widmen, zum Beispiel bei Muffins ‘n’ More in der Nähe des Rotkreuzplatzes. Man sollte sich nicht vom unscheinbaren Äußeren und dem dunklen, mit Absurditäten vollgestopften Innenraum abschrecken lassen. Gäbe es einen Preis für die merkwürdigste Ladeneinrichtung, der erste Platz würde in die Volkartstraße gehen. Nach eigener Aussage gibt es dort jedoch den besten Cheesecake jenseits von Brooklyn und bisher muss ich ihnen voll und ganz zustimmen. Es gibt ein Dutzend verschiedener Sorten (2,50-3,00€ pro Stück), von denen wir bisher Weiße Schokolade und Kokos probiert haben. Beide unglaublich mächtig und unglaublich gut. Cremig, süß, sahnig – dafür lohnt sich auch der Weg ans andere Ende der Stadt! Man sollte sich den Kuchen allerdings unbedingt zum Mitnehmen einpacken lassen – länger als die 3 Minuten, die es zum Bestellen des Cheesecakes braucht, will man hier wirklich nicht verweilen.

Der Kuchen schmeckt so gut, dass ich ihn schon fast aufgegessen hatte, als ich auf die Idee mit dem Foto kam …

Muffins ‘n’ More
Volkartstraße 25
80634 München
http://www.muffins-n-more.de

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Pfannkuchen gehörten zu den frühesten Gerichten, die ich selber zubereiten konnte, und kamen in meiner Kindheit ständig auf den Tisch. Ich habe mich bis heute nicht daran sattgegessen und bin jederzeit bereit, mich mit Pfannkuchen und einem Glas Preiselbeeren ins Fresskoma zu befördern. Diesmal stand allerdings eine salzige Version auf dem Speiseplan, wobei sich das Grundrezept nur durch Salz/Pfeffer in der einen bzw. Zucker/Vanille in der anderen Variante unterscheidet. Das Gemüse für die Füllung lässt sich natürlich beliebig variieren, ich habe einfach das einkauft, was gut aussah und worauf ich gerade Lust hatte. Ein Glas selbstgemachtes Bärlauchpesto von meiner Mutter fand sich zufällig noch im Kühlschrank. Es passte aber super zu dem Gericht, mit anderen Pestosorten lässt sich der Geschmack natürlich beliebig verändern.

Eierpfannkuchen mit Sauerrahm-Bärlauch-Ragout

für 8-10 dünne Pfannkuchen

250g Mehl
3 Eier
Milch
Salz
Pfeffer

1 Zucchini
1 Aubergine
3 Möhren
1 Paprika
1 Zwiebel

Bärlauchpesto
Schmand
Parmesan
Olivenöl
Das Gemüse schön klein würfeln

1. Mehl mit genügend Milch verrühren, bis der Teig eine halbflüssige Konsistenz erreicht hat und danach 10 min. quellen lassen. Dann die Eier in den Teig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Das Gemüse würfeln, Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse bis zur gewünschten Bissfestigkeit anbraten. Dann mit einigen EL Schmand und etwa 4-5 TL Bärlauchpesto vermischen, abschmecken und warm stellen.

3. Den Teig Portionsweise mit reichlich Öl in eine Pfanne geben und nach Belieben mit Parmesan bestreuen. Fertige Pfannkuchen im auf  70°C vorgeheizten Backofen warmhalten. Wenn der ganze Teig verbraucht ist, das Gemüse noch einmal kurz erwärmen. Jeweils eine Hälfte der Pfannkuchen mit der Gemüsemasse bestreichen und zusammenklappen.

Eigentlich gehört das Gemüse ja in den Pfannkuchen, aber dann würde man es auf dem Foto nicht mehr sehen …

Fazit: Pesto ins Gemüse zu mischen war eine hervorragende Idee. Und fürs Samstagsfrühstück waren auch noch zwei Pfannkuchen übrig!

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Frau Wu und ich stehen ja ziemlich auf Karamell. Karamellbonbons, Karamellkuchen, Karamelleis, Karamellaufstrich – die Liste könnte noch ewig weitergeführt werden. Kein Wunder, dass mir der letzte selbstgebackene Kuchen mit dem Pinienkernkaramellüberzug so gut geschmeckt hat…

Logischerweise war es also nicht meine Schuld, dass vor zwei Wochen eine Packung Mövenpick Feine Pâtisserie Caramel Kekse im Einkaufwagen landete. Ich konnte einfach nicht anders, von freiem Willen war da nichts zu spüren, irgendwas muss in meinem Hirn falsch gepolt sein. Regulär kostet die Packung 2€, zu meinem Glück lag sie in der “mich-will-keiner-und-ich-laufe-bald-ab-Kiste” für 1,40€. Die Inhaltsmenge ist allerdings SEHR übersichtlich – läppische 85g Kekse, das ergibt dann die schier unglaubliche Menge von 14 Stück.

Man könnte auch einfach Karamell schreiben, aber damit verführt man vermutlich keinen Connaisseur

Gestern Abend haben wir sie dann mal geöffnet und ich ärgerte mich gleich, nicht noch die anderen Packungen aus dem Resteregal gerafft zu haben. Zwischen zwei Lagen Buttergebäck befindet sich eine Karamellfüllung, beides ist sehr luftig und zerschmilzt geradezu im Mund. Der Karamellgeschmack ist schön buttrig/sahnig und die zusätzliche weiße und dunkle Schokolade harmoniert auch super mit dem Rest des Produkts. Einzige Minuspunkte: Wenn ich nicht so eine unmenschliche Selbstbeherrschung an den Tag legen würde, wäre die winzige Menge schneller leer, als unser Kater sein Trockenfutter inhaliert. Außerdem ist die Verpackung für den geringen Inhalt ziemlich überdimensioniert, und weniger goldenes Plastik im Inneren hätte es auch getan.

Die Nahaufnahme täuscht. Der Durchmesser der Kekse beträgt gerade einmal 2 cm

Fazit: Eigentlich zu teuer für diese Mini-Menge, aber jeden Krümel wert. 5 von 5 Zwergkeksen!

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Neulich im Supermarkt

Ein besonderes Highlight eines jeden Urlaubs ist für mich der Besuch ausländischer Supermärkte Mit großen Augen und debilem Grinsen stehe ich dann vor den Regalen und bestaune voller Freude die Absurditäten und Delikatessen, dich sich vor mir türmen. Angesichts des bevorstehenden Florida-Trips bin ich schon ganz hibbelig und freue mich auf neue aufregende Supermarktbegegnungen.

Ein kleines Highlight dieser Art konnte ich am letzten Wochenende sogar hier in München erleben. Ich war zwar nicht in einem ausländischen Supermarkt (wobei der Einkauf beim großartigen italospanischen Lebensmittelmarkt Mitte Meer vor einiger Zeit durchaus auch einen eigenen Post verdient hätte), aber zumindest in einem, dem ich bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte: dem Kaufland. Klingt jetzt wahrscheinlich eher unspektakulär und auch der etwas schmuddelige “Used-Look” des Marktes lädt auf den ersten Blick nicht unbedingt zum Einkauf ein, aber überraschenderweise ist das Warenangebot ziemlich gut und vor allem abwechslungsreicher als in den “normalen” Supermärkten der Umgebung. So konnten wir tatsächlich einige Neuentdeckungen machen und manch langersehnte Rarität landete endlich im Einkaufswagen. Hier ein kleiner Ausschnitt unseres Einkaufs:

  • Indisches Naan Brot, Sorte “Natur”, 1,69€ (gibt’s auch mit Knoblauch, die letzte Packung lag aber schon zerbröselt im Supermarktregal, daher dann doch Natur)
  • Fritt “Lakritz”, 0,59€ (darüber habe ich mich besonders gefreut. Nachdem ich schon mehrfach darüber gelesen hatte – z. B. hier -, musste ich wie irre sämtliche Münchner Geschäfte danach absuchen, bislang jedoch erfolglos)
  • RUF “Grieß Mandel Pudding”, 0,79€ (obwohl uns eigentlich seit Langem kein anderes Puddingpulver außer Dr. Oetker Gala Bourbon Vanille in den Topf kommt, zog uns diese Kombination magisch an)
  • Schwartau Coffee Shop “Indian Moments” mit Kardamom und Zimt, 2,29€ (als totaler Chaitee-Fan sprach mich diese Limited Edition der neuen Coffee Shop Collection besonders an – weitere Sorten gibt es in den Geschmacksrichtungen Caramel, Vanille und Haselnuss.)
  • Arizona “Original Green Tea with Honey”, 1,49€ (ok, nicht gerade neu und rar, aber irgendwie bisher trotzdem noch nicht probiert. Und da wir ohnehin gerade im Kaufrausch waren … )
  • N. A! Nature Addicts “Schwarze Johannisbeere” (auch schon öfter gesehen, aber ich schwankte immer zwischen Interesse und Ekel. Bei heruntergesetzten 0,78€ hat dann doch das Interesse gesiegt)
  • Whole Earth Organic “Choc Chip Peanut Sensation”, 2,89€ (Erdnussbutter? Mit Schokolade? Und Sensation? Zwar nicht elvisburger-, aber dafür hoffentlich brötchen-, croissant und was-auch-immer-backwarenkompatibel)
  • Exquisa Quark Genuss “Himbeer Rhabarber”, 1,59€ (hm, fand ich, ehrlich gesagt, nicht so spannend, der Mann hat’s heimlich in den Wagen geschmuggelt … )
  • Müller Ecke de Luxe (sic!) “Salzburger Synfonie”, 0,69€ (die logische Fortführung unseres Salzburger Mozartmarathons)

Ob das alles wirklich schmeckt, bleibt abzuwarten. Wir werden sicherlich berichten …

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Nachdem ich gerade das hervorragende, 30 Jahre umspannende War-on-Drugs-Epos “Tage der Toten” von Don Winslow gelesen hatte, in dem Mexiko zur Hauptsache aus Machismo, Korruption und Leichen besteht, war der Besuch in Münchens vermutlich jüngstem mexikanischen Imbiss eine willkommene Horizonterweiterung. Condesa heißt der kleine Laden und schon der Untertitel Gourmet Tacos & Burritos verspricht qualitativ hochwertiges Fastfood.

Das kleine Geschäft liegt direkt an der Münchner Freiheit und ist mit seinem pinken Ladenschild eigentlich nicht zu verfehlen.

Im Inneren setzt sich die grelle pinke Farbgestaltung des Logos (s.o.) fort und man bekommt im ganzen Lokal über Fotos, Bücher etc. die volle Dröhnung mexikanische Popkultur geboten. Alles ist sehr nett, liebevoll und mit einem Auge fürs Detail (z.B. Reiseführer zu Mexiko City oder Bildbände zur WM 1970 zum Schmökern) eingerichtet. Obwohl Wandfarbe und Dekoration ein bisschen an ein Wohnzimmer erinnern, laden die etwas kahlen Sitzgelegenheiten nicht gerade zum stundenlangen Herumsitzen ein, sondern bieten eher eine Option für den schnellen Hunger zwischendurch (konsequenterweise gibt es alles auch to-go). Die Auswahl an Hauptgerichten ist überschaubar und setzt sich aus Burritos, Tacos, Quesadillas und Salaten zusammen, die man jeweils mit fünf verschiedenen Füllungen kombinieren kann. Für VegetarierInnen wie Frau Wu ist die Auswahl besonders einfach, es gibt nämlich nur eine vegetarische Füllung: Flaco, wohinter sich eine mexikanisch gewürzte Gemüsemischung verbirgt. Ich dagegen entschied mich für Pastor, ein mariniertes und knusprig gebratenes Schweinefleisch. Beides jeweils als Burrito (5-5,90€). Zusätzlich bestellten wir fürs echte Mexiko-Klischee-Feeling noch eine Portion Tortilla Chips mit Guacamole (lecker, aber etwas lasch gewürzt) für 2,90€.

Man glaubt in einem (hippen) mexikanischen WG-Wohnzimmer zu sitzen

Die Burritos kamen nach nicht einmal fünf Minuten auf schönen, bunten Rice-Tellern an den Tisch und erinnerten vom Format an ein übergewichtiges Lahmacun. Ich hatte mich für die scharfe Variante entschieden, die für meinen Geschmack aber noch sehr harmlos daher kam und ohne größere Schweißausbrüche essbar war. Im Inneren der warmen Teigfladen befand sich neben dem marinierten Fleisch eine wilde Mischung aus Salat, Reis, Bohnen, Gemüse und Käse, garniert mit würziger Soße und Kräutern (ich glaube Koriander und Rucola rausgeschmeckt zu haben). Die Zutaten waren alle sehr frisch und passten super zusammen. Insgesamt sehr lecker und aufgrund der Füllung auch ordentlich sättigend. Wenn ich richtig Hunger gehabt hätte, wäre allerdings doch noch eine Quesadilla oder ein Taco im Bauch gelandet. An diesem Abend war es aber zusammen mit den Tortillachips genau die richtige Portion. Laut Karte gibt es auch immer wechselnde Dessertangebote, wobei wir aber in der Vitrine nur einen Kuchen gesehen haben.

Tortillachips mit sehr cremiger Guacamole und ein frischer Burrito im Hintergrund

Fazit: Angeblich der authentischste aller Mexikaner in München und definitiv der bunteste. Beim nächsten Mal probiere ich dann Taco und Quesadilla, am besten zum Mitnehmen für ein Picknick im nahegelegenden Englischen Garten. 4,5 von 5 Lucha Libre Masken!

 
Condesa Mexican Food – Gourmet Tacos & Burritos
Münchner Freiheit 6
80802 München
condesa-gourmet-tacos.de

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Sushi to go

Nachdem ich in vor ein paar Tagen meine Mittagspause damit verbrachte im Turbotempo letzte Ostergeschenke einzukaufen und mich ohnehin schon in der Münchner Innenstadt befand, beschloss ich, auf dem Rückweg zur Arbeit einen kurzen Zwischenstopp bei Sasou einzulegen. Sehr zentral am Marienplatz und neben dem Apple Store gelegen, bietet das kleine panasiatische Schnellrestaurant eine ganz gute Auswahl an Ramen- und Udonsuppen, Salaten, Fingerfood und Sushi. Schön ist hier vor allem das Angebot an fischlosem Sushi, es gibt Röllchen mit Avocado, Gurke, getrockneten Tomaten, Rettich, Kürbis und Tofu – da freut sich das Veggie-Herz und eine Packung mit sechs Inside-out Maki (Tofu, Gurke, Avocado und Dill) landete in meiner Tasche. Seit Kurzem bin ich größter Fan von Hourensou Goma-ae, einem japanischen Spinatsalat mit Sesamsoße, und für den von Sansaro könnte ich sterben (sabber)! Umso größer war die Freude, dass auch Sasou diesen Salat zum Mitnehmen anbietet. Ganz billig ist das Essen hier allerdings nicht. Die vegetarische 6er Sushi-Box gibt es für 5€, den Spinatsalat für 3,30€ – naja, für ein etwas abwechslungsreicheres Mittagessen schon ok, denke ich.

Lecker Mittagessen stilecht am Schreibtisch

Zurück im Büro wurde der Arbeitsplatz schnell zur Sushibar umfunktioniert und das mit Spannung erwartete Goma-ae hastig ausgepackt. Erstaunlicherweise kam die Sesamsoße fast ans “sansarische” Niveau heran und überzeugte ab dem ersten Löffel Stäbchen: cremig, nussig, sesamig … lecker! Die Erwartungen an das Sushi stiegen nun rapide, aber so richtig toll war es irgendwie nicht. Gut gerollt, schön anzusehen und mit offensichtlich frischen Zutaten – nur leider wollte der Tofu nicht so recht mit der restlichen Sushikonsistenz harmonieren. Irgendwie zu hart, zu zäh und zu würzig mariniert, störte er in den Röllchen mehr als dass er schmeckte. Beim nächsten Mal wird auf jeden Fall lieber wieder ganz auf Gemüse vertraut und eine andere der insgesamt drei vegetarischen Sushi-Boxen gewählt!

Fazit:

4,5 von 5 Sesamkörnern für das Hourensou Goma-ae und

3 von 5 Makiröllchen für das Sushi

Sasou
Marienplatz 28
80331 München

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