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Archive for März 2012

Pimp your Ramen

Nein, der Titel ist kein Hinweis auf meine leichte Rechtschreibschwäche, sondern auf koreanische Nudelsuppen. In diesem Fall Instantnudelsuppen. Während man im Supermarkt normalerweise nur die Auswahl zwischen verschiedenen winzigen YumYum-Tüten hat, gibt es in den Asiaspezialitätenläden (in München z. B. rund um den Rosenheimer Platz und den Gasteig) immer ganze Regale von unterschiedlichen Sorten. Da es sich üblicherweise um Importe handelt, kann ich beim Einkaufen nur nach den Bildern auf der Packung gehen und habe so im Laufe der letzten Jahre einige Favoriten gefunden. Auf keinen Fall empfehlen kann ich jedenfalls alle Sorten mit Meeresfrüchten, alleine der Geruch verdirbt mir den Appetit. Meine Lieblingssuppe Jin Ramyon von Ottogi (ein wenig scharf, mit Rindfleischgeschmack und Pilzaroma, glaube ich, zumindest sieht man das auf dem Bild) habe ich bisher in München nur selten gesehen und war um so glücklicher, als ich sie vor ein paar Wochen im Regal eines bisher noch nicht besuchten Ladens entdeckte. Da landeten natürlich gleich mehrere Packungen im Korb.

So kann auch die Glutamatbombe Instant-Ramensuppe schmackhaft aussehen

Inzwischen habe ich zudem begonnen, meine Suppen mit allem aufzubessern, was sich so an Resten im Haus befindet. Immer dazu kommt am Ende ein ordentlicher Schuss Sweet-Chili-Soße und oft auch 1-2 Möhren. Zusammen mit den 120g Nudeln, die in den Packungen enthalten sind, ergibt das eine ganz ordentliche und schnelle Mahlzeit. Diesmal war noch ein halber Block Tofu übrig, den ich in der Pfanne knusprig angebraten und mit Sojasoße und Limettensaft abgelöscht habe. Die Möhren wurden währenddessen in Stifte geschnitten und dann zusammen mit den Nudeln und den Gewürz- und Trockengemüsemischungen (ich will gar nicht wissen, wie viel Glutamat da drin ist …) gekocht. Als Nudeln und Möhren gar waren, kamen Chilisoße und Tofu dazu.

Der Porsche unter den Instantnudelsuppen!

Auf der Suche nach anderen Einträgen zu Ramensuppen, tat sich erstaunlicherweise eine ganze Welt auf. In der deutschsprachigen Blogwelt ist das Thema noch etwas unterrepräsentiert und die Nudeln tauchen außer auf spezialisierten Testblogs wie Asian-Instant-Noodelsoups oder Happy Souper (die aber beide auch meine Lieblingssuppe ganz lecker fanden) nur mal auf Blogs rund um asiatisches Essen auf. Dagegen gibt es im englischsprachigen Web eine ganze Heerschar von Seiten, die sich nichts anderem widmen. Da habe ich zum Beispiel einen Nudelautomaten entdeckt, über den Ramenrater gestaunt, der akribisch über 600 Sorten getestet hat und bin neidisch gewesen, dass ich nicht in den USA wohne und so wohl nie eine Kiste Nudeln beim Ramenblog gewinnen werde. Am meisten geflasht hat mich aber eine japanische Seite, die anscheinend die Nudelsuppenernährung eines Mannes seit 1997 dokumentiert und der anscheinend bei fast 5000 Packungen angelangt ist. Ich weiß nicht, ob ich das beeindruckend oder ganz furchtbar finden soll …

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Wie angekündigt, mussten nach den ersten beiden Backerfolgen dank Marthas Hilfe nun auch das neue Mini-Muffin-Blech ausgepackt und die Chai-Tea-Mini-Cupcakes -probiert werden. Dies war außerdem die perfekte Gelegenheit, sich bei seinen ArbeitskollegInnen einzuschleimen, die daraufhin gleich nach dem Rezept fragten. Also, here we go …

Yummy Chai-Tea-Cupcakes

Martha Stewarts “Chai-Tea-Mini-Cupcakes” (ergibt ca. 46 Stück)

200 ml Milch
2 Beutel schwarzen Tee (Chaitee-Sirup geht auch)
210 g Mehl
2 EL Speisestärke
1 ½ TL Backpulver
½ TL grobes Salz
¼ TL gemahlener Pfeffer
¼ TL gemahlener Zimt
¼ TL gemahlener Ingwer
¼ TL gemahlener Kardamom
1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise gemahlener Muskat
57 g Butter
135 g brauner Zucker
2 Eier

Für die Glasur (die Mengenangabe ist sehr großzügig, die Hälfte reicht eigentlich auch):

57 g Butter
200 ml gesüßte Kondensmilch
1 Prise grobes Salz
135 g Puderzucker

1. Den Ofen auf 180°C vorheizen, Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Milch aufkochen, vom Herd nehmen und 2 Beutel Tee abgedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen. Teebeutel entfernen und Milch komplett abkühlen lassen. Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz, Pfeffer und Gewürze vermischen.

2. Butter und braunen Zucker verrühren bis eine cremige Masse entsteht. Eier nacheinander unterrühren. Mehlmischung abwechselnd mit Milchmischung hinzufügen bis alles gut vermischt ist.

3. Teig zu ⅔ in die Förmchen füllen, ca. 10-12 Minuten backen bis die Cupcakes goldbraun sind, dann abkühlen lassen.

4. Für die Glasur Butter, Kondensmilch und Salz verrühren bis eine glatte Masse entsteht. Puderzucker unterrühren bis die Masse angedickt ist. Die Cupcakes kopfüber in die Glasur tunken und im Kühlschrank lagern.

Der Suchteffekt von Marthas Backbuch dürfte wohl mittlerweile ersichtlich sein, daher folgte schon schnell Cupcaketest #4:

“Yellow Buttermilk Cupcakes” (auch gleich mit Rezept für ca. 36 Stück)

Marthas Yellow Buttermilk Cupcakes

460 g Mehl
60 g Stärke
¾ TL Natron
2 ¼ TL Backpulver
1 ½ TL grobes Salz
255 g Butter (Raumtemperatur)
225 g Zucker
5 Eier
3 Eigelb
550 ml Buttermilch
2 TL Vanillearoma

Statt des von Martha vorgeschlagenen Vanilla Frosting habe ich mich für das etwas fluffigere und sehr leckere Cream-Cheese Frosting entschieden:

230 g Butter (Raumtemperatur)
340 g Frischkäse
500 g Puderzucker
¾ TL Vanillearoma

Und aus den übrigen 3 Eiweiß gab’s schnelle easy-peasy Vanille-Meringue. Dazu einfach das Eiweiß mit 150g Zucker und ½ TL Vanillearoma verrühren, portionsweise aufs Backblech geben und ca. 90 Minuten bei 100°C backen.

OK, nicht gerade formschön, aber dafür lecker: Vanille-Meringue

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Spätestens seit Proust und den Madeleines wissen wir, dass Essen und Erinnerung untrennbar miteinander verbunden sind. Bestimmte Gerichte oder auch nur ihr Geschmack oder der Geruch rufen vermeintlich vergessene Episoden aus den Tiefen unseres Gedächtnisses ab. Manches Essen ist für mich deswegen für immer mit bestimmten Orten oder Zeiten in meinem Leben verbunden. Bei Käsenudeln muss ich zum Beispiel sofort an die erste Wanderfahrt mit meiner Pfadfindergruppe denken.

Ein solch erinnerungsträchtiges Gericht sind auch die Spaghetti mit Tomaten, Rucola und Pinienkernen, die Frau Wu und ich das erste Mal vor gut vier Jahren in Spanien, während einer wunderbaren Woche in Barcelona, gegessen habe. Wir hatten zu sechst ein Apartment in der Altstadt gemietet und neben einem Besuch im Stadtmuseum ist mir vor allem das Essen in Erinnerung geblieben: Baguette mit Aioli am Strand, Bagels zum Frühstück, feinste Kakaospezialitäten nahe der Sagrada Familia, Tapas und Eis mit Dulce de leche am letzten Abend und die Dinge, die wir in unserer mager ausgestatteten Küche zubereitet haben. Neben gebratener Dorade mit olivenölgetränktem Ofengemüse waren es vor allem die einfachen, aber wirkungsvollen Nudeln, die auf einen Vorschlag von Herrn E. zurückgingen und deren Zutaten wir im benachbarten Mercado frisch und günstig erwarben. Nach Längerem haben wir das Ganze gestern Abend mal wieder gemacht und ich wollte sofort wieder zurück nach Spanien.

Nudeln mit Tomaten, Rucola und Pinienkernen

für zwei Personen

260 g Spaghetti
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400-500 g Kirschtomaten
30-40 g Pinienkerne
3-4 Handvoll Rucola
Parmesan
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Spaghetti in Salzwasser kochen. Die Zwiebel und den Knoblauch würfeln und zusammen mit den Pinienkernen in reichlich Olivenöl anbraten. Die halbierten Tomaten dazugeben und alles eine Weile köcheln lassen. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken und mit den fertigen Nudeln mischen. Alles auf einen Teller geben und nach Belieben mit Rucola und Parmesan vermischen. Mehr braucht es nicht, um mich glücklich zu machen.

Fazit: Verlangt eigentlich nach Tinto de verano, San Miguel oder Sangría.

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Backen mit Martha

Martha Stewart, der Inbegriff der American Housewife, hat offensichtlich ihren Gefängnisaufenthalt sehr sinnvoll genutzt! Aus dem Knast kam sie mit vielen schönen Backideen – einige davon hat sie in dem grandiosen Buch “Martha Stewart’s Cupcakes” versammelt. Der beste Mensch der Welt hat mir kürzlich dieses kleine Wunderwerk geschenkt, das mein Cupcake-Herz im Sturm eroberte. Allein beim Durchblättern steigt mit jeder Seite der Speichelfluss, und man kann sich gar nicht entscheiden, welche man zuerst backen soll. Vom unkomplizierten Basic-Cupcake bis zum Profi-Themen-Törtchen findet man einfach alles darin! Das Buch ist allerdings bisher nicht auf Deutsch erschienen, daher müssen die Maßeinheiten vom amerikanischen Chaos  ins metrische System umgerechnet werden. Das ist anfangs etwas nervig, man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran.

Gleich zweimal habe ich in letzter Zeit Marthas Cupcakes nachgebacken. Als bekennende Möhren-Liebhaberin fiel die Wahl zunächst auf die “Carrot Cupcakes”, gestern gabs dann nach stundenlangem Betteln des Mannes die “Raspberry Marble Cheesecakes”. Hier ein paar Fotos …

Lecker Möhrchen à la Martha; etwas weniger Zucker tuts allerdings auch, denn die Rezepte sind offensichtlich auf amerikanische “sweet teeth” ausgerichtet!

Ofenfrisch und bereit fürs Frosting.

Die Möhren-Armada – natürlich handgefärbt und -geknetet aus Marzipan!

Die fertigen Cakes mit Vanilla-Cream-Cheese-Frosting – YUM!

Fazit: Super Rezept, das leicht gelingt und Bombe schmeckt!

Nach dem überaus leckeren Ergebnis des ersten Backgangs, folgten gestern die “Raspberry Marble Cheesecakes” mit Butterkeksboden.

Die Cupcakes erhalten vor dem Backen einen “Swirl” aus frischem Himbeermark.
 
Das Blech mit den Küchlein wird dann 20-30min im Wasserbad gebacken

Fazit: Locker cremige Käseküchlein, die leider etwas einfallen, aber geschmacklich top sind!

 

Das Martha-Experiment wird in den nächsten Wochen auf jeden Fall fortgesetzt – auf der To-bake-Liste stehen schon die “Chai-Tea-Mini-Cupcakes” und im Amazon-Warenkorb befindet sich bereits das nächste vielversprechende Backbuch aus Marthas Reihe: Martha Stewart’s New Pies and Tarts.

Martha Stewart’s Cupcakes: 175 Inspired Ideas for Everyone’s Favorite Treat. Clarkson Potter, New York 2009. 14,95€

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Eigentlich backe ich ja nicht so gerne, aber in unserem neuen Backbuch waren ein paar Rezepte drin, die mir das Wasser schneller aus dem Mund laufen ließen, als ich “mussichprobieren” sagen konnte. Gestern Abend habe ich mich deswegen an den Ricottakuchen mit getrockneten Aprikosen und Honig gewagt und heute damit meine Kolleginnen (und die zwei Kollegen) beglückt. Alle waren begeistert, ich selbst fand ihn einen kleinen Tick zu trocken, 10 Min. weniger im Ofen hätten es wohl auch getan. Statt des Rezepts gibt es allerdings nur ein paar Bilder, da ich nach einem ziemlich anstrengenden Tag nicht mehr die Muse habe, das alles abzutippen. Davon abgesehen kann man das Backbuch “30 Kuchen – 1 Form”, inkl. einer Backform, auch noch kaufen, obwohl es nicht mehr produziert wird. Da man darin nicht die üblichen Verdächtigen von Mamor- bis Rotweinkuchen findet, sondern viele ziemlich ausgefallene Rezepturen, lohnt sich der Kauf des schmalen Bandes. Als nächstes mache ich mich mal an den Schmandkuchen mit Mango und Vanille *sabber*.

Ach ja, eine Karamellpinienkernmasse kam auch noch drauf

30 Kuchen – 1 Form. Zabert Sandmann Verlag, München 2009. 9,95€

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