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Archive for Februar 2012

Slider selbstgemacht

Unter einem Slider versteht man einen Hamburger, der bei relativ niedriger Temperatur auf einem Zwiebelbett gegart wird. Idealerweise benötigt man dafür eine Grillplatte, aber eine normale Pfanne tut es auch. Die Zubereitung ist denkbar simpel. Aus Hackfleisch (oder irgendeiner vegetarischen Masse) einen Burger formen, Zwiebeln in dünne Ringe oder Würfel schneiden, Pfanne vorheizen und den Bratling von einer Seite kurz anbraten. Währenddessen auf die Oberseite die Zwiebeln türmen und etwas in die Masse eindrücken. Dann den Burger wenden, eine Scheibe Käse drauf und ein kleines Hamburgerbrötchen aufgeschnitten auflegen. Dabei die untere Hälfte mit der Schnittfläche auf den Käse legen (ich habe noch einen Klecks Hunts BBQ Soße drauf verteilt)  und die obere Hälfte auch noch auf den Burgerturm. Der Dampf der Zwiebeln durchdringt jetzt den Burger und die Brötchen und sorgt für ein herrliches Aroma (in der ganzen Wohnung…). Ich habe die Pfanne zudem mit Küchentuch abgedeckt, damit der Dampf besser erhalten bleibt. Eine Zwiebelsauna für den Burger. Ein Geschirrhandtuch geht bestimmt auch, aber das würde ich danach nicht mehr für irgendwas anderes benutzen wollen. Wenn die Zwiebeln weich geschmort sind, nimmt man die obere Brötchenhälfte ab, und versucht die Brötchen/Zwiebel/Burger-Masse mit einem Pfannenwender aus der Pfanne zu holen und ohne größere Sauerei darauf zu legen. Ich habe zudem noch Tomaten hinzugefügt. Schmeckt original wie in einem siffigen Diner irgendwo im Mittleren Westen.

Die Zwiebelringe ruhig dünner schneiden, als hier bei mir geschehen

120g Patties, mit der Hamburgerpresse geformt

Noch ohne Käse

Idealerweise sollte das Fleisch in der Mitte noch leicht rosa sein

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Bento in the Box

Ich bin ja inzwischen einiges gewohnt, was die Preise in München angeht und freue mich schon tierisch, wenn das Stück Kuchen unter 3,50€ kostet. Aber 4,10€ für ein 0,5l Helles? Bei einem Franchiseunternehmen? Das ist ja fast auf Oktoberfestniveau! Traurig aber wahr und im Bento Box leider die Regel. Noch ärgerlicher ist es, wenn auf die Getränkepreise, die auf der Bento-Box-Website angegeben sind, im Lokal noch einmal ein Drittel draufgeschlagen wird.

Wie schon einmal erwähnt, haben wir uns in das Sushi von Sansaro verliebt, aber zum Glück führen wir eine offene Beziehung. Am letzten Samstag machten wir uns deswegen auf den Weg, das Bento Box an der U-Bahn Haltestelle Giselastraße zu testen, wo es nicht nur Sushi, sondern eine breite Palette an japanischen Gerichten gibt. Der zweistöckige Laden ist ziemlich düster, was wohl der (missglückte) Versuch sein soll, etwas Gemütlichkeit in den Laden zu bringen, aber dagegen sprechen allein schon die Spiegeldecken. Ähnlich wie im Hans im Glück ist alles recht eng und man sitzt auf Bänken und Hockern. Glücklicherweise konnten wir die Bedienung davon überzeugen, uns noch einen anderen Tisch zu geben, bei dem wir wenigstens nicht nur 10cm Abstand zu den Tischnachbarn hatten. Aber leider war auch ein halber Meter nicht ausreichend, zumindest nicht, wenn sich am Nebentisch zwei junge Marketingfuzzis lautstark über utopische Einstiegsgehälter und ähnliche “Münchner Themen” unterhalten.

Nachdem wir dann den Getränkepreisschock und die Verwunderung darüber, dass an einem Samstagabend sämtliche Colasorten bereits aus waren, überwunden hatten, konnten wir uns dem Essen zuwenden. Als Vorspeise gab es “Horenso gomaae”, kalten Spinatsalat mit Sesamsoße (übrigens unglaublich gut im Sansaro!), für 2,60€, der allerdings so kalt war, dass er vermutlich gerade aus dem TK-Fach kam. Frau Wu entschied sich für verschiedene Sushivariationen (zwischen 3,60€ und 4,90€) und ich bestellte eine “Vegetarische Tempura Udonsuppe”. 9,70€ ist für eine Suppe zwar kein Schnäppchen (aber hey, für München …), aber die Portion war mehr als ordentlich und auch für mich ausreichend. Das frittierte Tempuragemüse kam in einer Extraschale und konnte nach Belieben in die Suppe getunkt werden. Die Bestand aus einer klaren, sehr gut abgeschmeckten und würzigen Brühe mit Gemüseeinlage und dicken Udonnudeln. Kann man machen!

Die Sesamsoße war zwar nicht schlecht, aber leider auch viel zu kalt zum ohnehin schon unterkühlten Spinat.

Udonsuppe kann man auch selber machen

Das Sushi war eigentlich ganz gut und die Karte bietet neben den Klassikern auch ein paar ausgefallenere Sorten an, geschmacklich kann es aber absolut nicht mit den Sansaro-Rollen mithalten. Leider waren die Rollen auch nicht sehr gut gerollt, fielen leicht auseinander und schmeckten insgesamt etwas fad. Nicht schlecht, aber deswegen würde ich nicht noch einmal dorthin gehen.

Brazilian Maki mit Avocado, Limette und Chili und Ume Maki mit Gurke und Pflaumenpaste.

Fazit: Die Suppe war lecker, aber die kriegt man in München inzwischen an jeder Ecke, dafür lohnt sich der Weg also nicht und fürs Sushi geht man auch besser woanders hin. 6 von 10 Makiröllchen.

Bento Box
Leopoldstr. 42
80802 München

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Ehemalige Kommilitonen von uns waren in der bayrischen Provinz zu einem Geburtstag eingeladen und die Gelegenheit haben wir gleich genutzt, um uns mit ihnen am Ammersee zum Kaffeetrinken zu treffen. Dort ist es im Sommer eigentlich sehr schön und ich muss da in diesem Jahr definitiv mal baden gehen, um meine 5-Seen-Tour zu vervollständigen. Jetzt im Winter ist es dort allerdings ganz schön trostlos und das Aufregendste sind die ausgehungerten Wasservögel, die am Ufer auf verirrte Besucher lauern. Ein Blick bei Qype hatte ergeben, dass es in Schondorf am Ammersee nicht viel Auswahl geben würde, aber das Cafe Panini hörte sich zumindest ganz gut an. Bioessen und frische Kuchen, da fühlt man sich gleich wie im Glockenbachviertel.

Pflaumenstreuselkuchen

Frau Wu und ich entschieden uns zielsicher für das wohl klebrigste Getränk auf der Karte, einen Latte Macchiato mit Weißer Crisp (3,70€). Darin war dann wirklich weiße Schokolade aufgelöst, deren knusprige Inhalte sich am Boden des Glases sammelten. Kalorisch ganz schön fies und ich hätte nicht unbedingt noch extra Zucker reinschütten sollen. Die Kuchenstücke lagen mit 2,90 – 3,10€ etwa auf Münchner Preisniveau oder knapp darunter, aber waren dafür sicher doppelt so groß. Ich entschied mich für ein Stück Pflaumenstreuselkuchen und Frau Wu für einen Apfelschmandkuchen, wobei ich da mehr Sahne als Schmand rausgeschmeckt habe. Insgesamt schon lecker, aber auch nichts, wofür man extra hierhin fahren müsste.

Süß und klebrig – genau mein Ding!

Für den anschließenden Verdauungsspaziergang haben wir uns vom Kaffee der Tischnachbarin einen Amerettini-Keks geben lassen, um die Enten und Schwäne zu beglücken. Die schienen definitiv noch verfressener als ich zu sein und kamen sogar schon in Scharen angerannt/ -geschwommen/ -geflogen, als ich nur einen trockenen Grashalm ins Wasser geworfen habe. Nachdem wir den Keks in vielen kleinen Krümeln ins Wasser geworfen hatten, versammelten sich auf jeden Fall gefühlte 200 Tiere vor uns, die schwer enttäuscht von dieser Pseudofütterung waren. Zu Recht wurden wir vom Schwan angefaucht :-(

Ich habe immer noch nicht rausbekommen, was das in der Mitte für Vögel sind. Vielleicht mal Jonathan Franzen fragen …

Fazit: Der Ammersee ist im Sommer deutlich schöner und nach einer Runde mit dem Tretboot schmeckt der Kuchen bestimmt noch besser.

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Extra Dessert Delights

Ein netter Mensch, wohl wissend, dass ich eine Schwäche für Kaugummi, Minze und die Farbe Türkis habe, brachte mir kürzlich von seinem Einkaufstrip in den Norden Münchens zum neu eröffneten amerikanischen Lebensmittelladen USA World ein Päckchen Kaugummi aus der Reihe “Extra Dessert Delights” mit. Offensichtlich versucht sich Wrigley’s nun daran, beliebte amerikanische Desserts in Kaugummiform zu pressen – hört sich etwas ekelig an, trifft aber leider genau meinen verkorksten Konsumnerv. Zu meiner großen Freude erhielt ich eine Packung der Sorte “Mint Chocolate Chip”, die an die gleichnamige Eissorte erinnern soll. Klang schon mal spannend, aber ich war skeptisch.

Als totaler Kaugummijunkie habe ich mich schon durch so einige Sorten probiert, ärgere mich aber immer, dass gerade bei den Gums mit ausgefallenen Geschmacksrichtungen oftmals schon nach wenigen Minuten jegliches Aroma flöten geht und sich der Kaugummi viel zu schnell in sämtliche Bestandteile auflöst. Ist es denn tatsächlich so schwer, Kaugummis mit beständigem Geschmack und anhaltender Konsistenz herzustellen? Die einzigen Kaugummis, die das meiner Meinung nach vereinen, sind Airwaves, aber die könnten auch langsam mal wieder eine neue Geschmacksrichtung auf den Markt bringen.

Erstaunlicherweise können die “Extra Dessert Delights” in dieser Hinsicht absolut punkten. Schon beim Öffnen der Packung kommt mir ein angenehm minziger Geruch entgegen, sofort entfaltet sich auch im Mund ein kräftiger minzig-schokoladiger Geschmack, der stark an After Eight erinnert. Lecker! Die Stärke des Geschmacks lässt zwar nach mehrmaligem Kauen etwas nach, dennoch bleibt der Kaugummi überraschend frisch und hält ziemlich lange. Hätte ich nicht gedacht.

Ein Blick auf die Wrigley’s Website offenbart weitere Geschmacksrichtungen der “Dessert Delights”-Reihe: Strawberry Shortcake, Orange Crème Pop, Apple Pie und Key Lime Pie. Ich sollte auf jeden Fall bald selbst mal dem amerikanischen Shop einen Besuch abstatten. Apple und Key Lime Pie MÜSSEN probiert werden!

USA World
Korbinianstr. 50
80807 München

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Tofu-Süßkartoffel-Pfanne

Eigentlich finde ich ja Kochen recht entspannend und ich kann beim Arbeiten in der Küche ganz gut abschalten und den Stress des Tages vergessen. Allerdings bin ich nach 9-10 Stunden Arbeit oftmals doch ziemlich erschöpft und dann fehlt mir die Motivation noch aufwendig zu kochen. Oder ich bin einfach zu unkreativ und mir fällt nichts ein, das ich kochen könnte. Und dann gibt es Nudeln mit Pesto …

Aber für genau solche Kochblockaden gibt es ja Kochbücher und bei uns im Regal stehen nicht gerade wenige. Inklusive der Kochzeitschriften sind wir inzwischen bei vier sich biegenden Regalbrettern angelangt und Frau Wus Job in einem Verlag lässt das Problem nicht gerade kleiner werden … Zu Weihnachten hat sie zudem von einer Kollegin ein neues, sehr dickes Kochbuch bekommen, von dem ich ziemlich begeistert bin. Auf 500 Seiten präsentiert GU darin vegetarische Rezepte, die oftmals etwas ausgefallener sind und über Vokü-Pampe und Nudeln mit Soße hinausgehen. Wir haben inzwischen schon mehrmals den Salat mit gebratenen Pfirsichen und Halloumi gemacht und dank Heimarbeitsplatz hatte ich am Freitagabend auch nach mehreren Stunden spanischer Stadtgeschichte noch genug Elan, mich in die Küche zu stellen und an den Tofu mit Süßkartoffeln zu wagen. Ich muss gestehen, dass ich trotz meiner Vorliebe für die amerikanische Küche bisher noch nie mit Süßkartoffeln gekocht hatte, bin jetzt aber ziemlich angetan. Die gegarten Würfel erinnern an eine Mischung aus Kürbis und Kartoffel, und da es sie beim Rewe um die Ecke eigentlich immer gibt, werde ich da wohl in Zukunft mal nach weiteren Rezepten schauen.

Das Foto im Buch macht immerhin Lust aufs Gericht, hat aber (leider) nichts mit dem Endergebnis zu tun

Tofu mit Süßkartoffeln und Reis (für 4 Personen):

1 große Aubergine
2 große Süßkartoffeln
300 g fester Tofu
2 EL Sojasoße
Saft einer halben Zitrone
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 ordentlicher TL Ingwer aus dem Glas (oder ein Stückchen frischen)
¼ TL eingelegte und gehackte Chilis (oder 1 frische rote Chili)
40 g gemahlene Mandeln
300 g Joghurt
1 EL Garam Masala
Öl, Salz, Pfeffer

1. Ofen auf 200°C vorheizen. Die Aubergine mehrmals mit einem Messer einstechen und 15-20 Min. auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech im Ofen backen.

2. Die Süßkartoffeln schälen, würfeln und in einer Pfanne mit Öl leicht braun anbraten, dann auf einem Teller abkühlen lassen. Währenddessen den Tofu würfeln und in der gleichen Pfanne ebenfalls leicht kross anbraten. Mit Sojasoße und Zitronensaft ablöschen, salzen und ebenfalls zur Seite stellen.

3. Die Zwiebeln grob schneiden, Knoblauch schälen und beides zusammen mit Ingwer, Chili und Mandeln zu einem schönen Brei pürieren. Den Joghurt mit 200 ml Wasser verrühren. Die Aubergine  halbieren und würfeln.

4. Öl in der Pfanne erhitzen und die pürierte Masse unter Rühren anbraten. Wenn sie am Boden anbackt, Garam Masala dazugeben, mit dem Joghurtwasser ablöschen und weiterrühren. Die Süßkartoffeln dazugeben und noch etwas mitköcheln lassen. Wenn die Süßkartoffeln komplett gar sind, auch den Tofu und die Aubergine in die Pfanne geben. Alles noch einmal kurz schmoren lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Reis oder Brot servieren.

Mit einer Hand die Pfanne schwenken und mit der anderen fotografieren, yeah!

Die Zubereitung ist zwar etwas aufwendiger, da man die verschiedenen Zutaten nacheinander anbrät, aber ich habe immer die gleiche Pfanne benutzt, damit reduzierte sich der Abwaschberg schon einmal erheblich. Der Geschmack ist durch Ingwer und Joghurt ein bisschen säuerlich und harmoniert perfekt mit den Süßkartoffeln. Der Tofu hat durch das Ablöschen mit Sojasoße und Zitronensaft auch eine ordentlich Geschmacksnote bekommen, obwohl es die Naturvariante war. Das hier wandert auf jedem Fall auf unsere Rezepteliste.

Das fertige Gericht. Schmeckt viel besser als es aussieht!

Vegetarisch! Das Goldene von GU: Rezepte zum Glänzen und Genießen. München 2011. 20€

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Wir essen Cupcakes

Nach der Salzburger Cupcake-Katastrophe war es an der Zeit, mal wieder jenen magischen Ort aufzusuchen, der die wohl leckersten und hübschesten Cupcakes Münchens im Angebot hat: Wir machen Cupcakes in der Utzschneiderstraße. Noch schöner ist der Weg dorthin mit einem Groupon-Gutschein in der Tasche, der eine 6er-Box Cupcakes im Wert von 21 € für nur 10€ verspricht. Yum!

Von außen fast unscheinbar liegt das kleine Café in der Nähe des Viktualienmarktes. Drinnen erwartet einen dann jedoch das reinste Cupcake-Wonderland: Pastellfarbene Etageren, zuckersüßer Deko-Kitsch, Cake-Pops, Cookies und natürlich jede Menge Cupcakes in sämtlichen Farb- und Geschmacksvarianten.

Vom “Vanilla Wölkchen” bis zum “Fat Elvis”… eigentlich möchte man hier alles probieren!

Ganz billig sind die Mini-Törtchen allerdings nicht, 2,70€ bis 3,50€ muss man pro Cupcake investieren – bei diesen liebevoll gestalteten Kunstwerken geht das aber in Ordnung, denke ich. In unserer vorbestellten 6er-Box landeten schließlich “Vanilla Wölkchen”, “Chocolate Decadence”, “Erdbeer Küsschen”,”Disco”, “Karamell” und “Baileys Cream”. Das Wochenende war also gerettet!

Im Uhrzeigersinn ab links vorne: “Karamell”, “Chocolate Decadence”, “Baileys Cream”, “Disco”, “Erdbeer Küsschen” und in der Mitte “Vanilla Wölkchen”.

Zuhause ging’s dann ans Probieren:

“Baileys Cream”: Ein saftiger, fluffiger Schokokuchen, der in seiner Mitte einen leicht flüssigen Baileys-Kern versteckt, dazu eine dezent karamellig schmeckende Creme on top.

“Erdbeer Küsschen”: Super-saftiger, fruchtiger, heller Teig mit Erdbeermark, dazu ein Topping, das zwar an sich nur einen leichten Erdbeergeschmack aufweist, aber in der Kombi mit dem Kuchen perfekt harmoniert. Hmmm, mehr davon!

“Disco”: Optisch schon ein glitzerndes Highlight, lässt der süße, vanillige Teig auch geschmacklich keine Wünsche offen und die Discokügelchen knuspern lustig im Mund.

“Chocolate Decadence”: Die pure Schokobombe – allerdings für meinen Geschmack schon etwas zu kakaolastig und bitter. Der Teig ist leider nicht ganz so fluffig wie bei den anderen Küchlein. Hm, muss nicht noch mal sein.

“Karamell”: Ein Schokokuchen mit einem flüssigen Karamell-Sirup-Kern in der Mitte. Lecker, aber mit hellem Teig bestimmt noch besser.

“Vanilla Wölkchen”: Sehr fluffiger, süßer Teig mit Kokos und Vanille, noch dazu mit schicker Marshmallow-Deko.

Die Platzierungen:

Nach langen Diskussionen mit meinem Mitesser wurde “Erdbeer Küsschen” als eindeutiger Favorit gekürt,  Platz zwei müssen sich “Vanilla Wölkchen” und “Disco” teilen. Insgesamt konnten die Cupcakes mit hellem Teig besser punkten, die schokoladigen Kuchen war meist etwas bitter, aber das ist wohl Geschmackssache. Sicher ist, der Shop “Wir machen Cupcakes” wird jetzt noch öfter frequentiert!

Wir machen Cupcakes
Utzschneiderstrasse 12
80469 München
 

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Ich gebe es ja zu, eine gewisse Skepsis gegenüber München war vor dem Umzug durchaus vorhanden, aber nach fast zwei Jahren habe ich mich doch irgendwie mit der Stadt angefreundet. Einen guten Anteil daran haben natürlich die kulinarischen Schmanklern, wie z. B. Boogie Donuts, das tolle Sushi bei Sansaro oder zuletzt die Burger bei Hans im Glück. Mit Fasching dagegen konnte ich mich bis heute nicht anfreunden und habe das aufgrund dessen, was man in Faschingskreisen als Humor versteht, auch nicht vor. Aber die Kombination München+Fasching hat dann doch ihre guten Seiten. Schon seit 3-4 Wochen gibt es an jeder Ecke Kreppel (hier sagt man Krapfen…) und zwar immer in mindestens 6-8 verschiedenen Varianten. Bisher habe ich bestimmt schon ein Dutzend Füllungen durch und von den normalen Kreppeln hat mir besonders der Schokokrapfen von Kistenpfennig zugesagt, auch wenn dieser mit Füllung und dickem Überzug mehr als schwer im Magen liegt.

Noch viel toller als die normalen Füllungen sind allerdings die Kreationen, die es bei Rischart gibt und die mehr mit Torten als mit Kreppeln zu tun haben. Die Teiglinge sind alle aufgeschnitten und mit verschiedenen Füllungen und Toppings versehen. Unter anderem Tiramisu, Bienenstich, Him-burger und ………… das absolute Meisterwerk: der Germknödelkrapfen. Das ist ungelogen der beste Kreppel, den ich jemals gegessen habe (und wahrscheinlich auch der kalorienreichste). Zwischen den sehr leckeren Teighälften befindet sich eine süße Sahne-/Mohncreme mit einem dicken Klecks Pflaumenmus und obendrauf eine Zucker-Mohnpanade. Das hört sich zwar erstmal unspektakulär an, aber ich könnte von den Dingern wirklich 3-4 Stück essen, naja, zumindest würde ich es gerne können wollen. Ich hoffe mal, dass Rischart nicht sofort nach der Faschingszeit die Kreppelproduktion einstellt und ich die restlichen Sorten auch noch probieren kann. Zum Beispiel den Schoko-Bananen-Krapfen, zu dem man auf der Facebookseite eine appetitanregende Fotostrecke bewundern kann.

Ich könnte schon wieder einen essen….

Das Innere des Meisterwerks

Fazit: mit 2,40€ sind die Krapfen zwar kein Schnäppchen, aber zumindest der Germknödelkrapfen ist es mehr als wert. 10 von 10 Kreppeln!

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Noch ein Nachtrag zu unserer Salzburgreise. Natürlich haben wir uns dort auch mit Mozartkugeln eingedeckt und die Gelegenheit genutzt, eine Testreihe zu dieser Leckerei, die einem dort an jeder Straßenecke begegnet, zu dokumentieren. Es handelt sich hier allerdings eher um qualitative Forschung, die empirische Basis des Tests ist äußerst dünn. Man könnte es als Feldforschung auf dem Gebiet der kulinarischen Anthropologie (ja, das gibt es wirklich und eine eigene Zeitschrift sogar auch:  Anthropology of Food) verorten. Oder vielleicht auch als Beitrag für Galileo einreichen.

Zum Versuchsablauf: Die beiden hoch qualifizierten Testpersonen haben jeweils die Hälfte einer Mozartkugel verkostet und ihre Eindrücke sofort niedergeschrieben. Gewünscht waren subjektive Beschreibungen zum Aussehen, zur Konsistenz, dem Geschmack und der Ausgewogenheit der Zutaten.

Getestet wurden die “Original Salzburger Mozartkugeln” der Konditorei Fürst, die “Echten Salzburger Mozartkugeln” von Mirabell und die “Constanze Mozart-Kugeln” von Reber.

Reber, Fürst und Mirabell

Die Kugel von Fürst beruht auf dem Originalrezept von 1890 und wird bis heute handgefertigt, was auch an der unregelmäßigen Form und Füllung erkennbar ist. Die beiden anderen Pralinen werden dagegen industriell gefertigt. Beim Probieren der “Original Salzburger Mozartkugel” -  der größten der drei Kugeln – fällt sofort ihr sehr schokoladiger und nougatlastiger Geschmack auf. Die Zutaten sind hochwertig und das schmeckt man gerade auch bei der Umhüllung. Der Pistazienkern kommt dagegen nicht so stark raus, farblich fehlt er völlig. Angenehm ist die weiche Konsistenz.

Die Kugel von Mirabell ist deutlich härter, die Kouvertüre offensichtlich von minderer Qualität als bei der Umhüllung von Fürst. Der Querschnitt enthüllt mehr Zutaten als bei der vorherigen Praline, aber die Komposition ist nicht besonders ausgewogen. Vom Marzipan merkt man nur wenig, was dagegen bleibt ist ein muffiger Nachgeschmack im Mund.

Die letzte (Halb-)Kugel in der Testreihe von Reber ist eigentlich keine echte Mozartkugel (ich habe im Supermarkt nicht besonders gut hingeschaut), sondern die Constanze-Variation, die sich aber ledigich durch die Vollmilchumhüllung von der Original Reber-Mozartkugel unterscheidet. Die Reber-Praline ist die einzige nicht runde in der Testreihe, denn sie hat eine abgeflachte Seite. Sie ist ebenso weich wie die Praline von Fürst und enthält von allen Kugeln die größte Portion Marzipan, dafür aber weniger Nougat. Dadurch und durch die Zugabe von Alkohol schmeckt sie deutlich weniger schokoladig als die anderen Kugeln.

Reber, Fürst und Mirabell

Beim Fazit waren sich Frau Wu und ich zwar einig, dass Mirabell auf dem letzten Platz landen muss (und definitiv nicht wieder gekauft wird), aber danach schieden sich die Geister. Nach endlosen Debatten, zerbrochenem Geschirr und Beschwerden der Nachbarn einigten wir uns schließlich darauf, dass sich die Kugeln von Reber und Fürst  den ersten Platz teilen müssen. Scheidung noch einmal abgewendet, puuh.

Fazit: 2 von 3 Mozartkugeln haben den Test bestanden

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