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Archive for November 2011

Tea Time

Die „Szene Kolumne“ in der Süddeutschen berichtete kürzlich, dass nun die Bubble-Tea-Welle auch München erreicht hätte. Schon drei Bubble-Tea-Läden in München und ich habe nichts davon mitbekommen? Unfassbar! Aber was zur Hölle ist Bubble Tea?? Ein Blick in die Google-Bildersuche lässt Schlimmes vermuten, mein Unterbewusstsein sendet mir aber schon nach dem zweiten Bild unüberhörbare Signale: MUSS probiert werden!

Ein Wochenende später kann ich meinen Besuch aus der hessischen Provinz schnell davon überzeugen, das vermeintliche In-Getränk zu testen. Auf geht’s zum Meito Bubble Tea am Rindermarkt 6. Der Laden ist klein, die Schlange davor lang. Leicht beschämt, aber auch irgendwie erleichtert stellen wir fest, dass wir nicht ganz der Zielgruppe entsprechen, die den asiatischen Trendtee bereits lange Zeit vor uns für sich entdeckt hat. Um uns herum hauptsächlich 15-19-Jährige, die routiniert und ohne den fragenden Blick, den wir der Bedienung entgegenwerfen, ihre Teas-to-go bestellen. Und so geht’s: Man wählt eine Basic-Teesorte (schwarz, grün oder Jasmin) und die gewünschte Temperatur (heiß, kalt oder frappé). Dann wird es kompliziert – eine Fülle an unterschiedlichsten  “Flavours” und “Toppings” löst spontane Überforderungszustände bei mir aus; sämtliche Geschmacksrichtungen und “Kugeln” können miteinander kombiniert werden. Im Grundpreis (3,20€ klein / 4,20€ groß) enthalten sind je ein Flavour und ein Topping. Ich entscheide mich nach 10 Minuten spontan für einen warmen Jasmintee mit Coconut-Flavour und Passion-Fruit-Boba (kleine Kugeln mit sirupartiger Füllung). Hinter der Theke wirbeln fünf junge, hippe Menschen mit Bechern, Flaschen und glibbrigen Inhalten umher, fünf Minuten später erhalte ich meine Teekreation samt extra-dickem Strohhalm (damit die Kugeln auch durchpassen). Schnell die zugeschweißte Plastikhaube des Bechers mit dem Strohhalm deflorieren und bereit machen für ein neues Geschmackserlebnis!

Der Tee ist sehr süß, der Kokosgeschmack intensiv, die Konsistenz der kleinen Kugeln – ähm – interessant. Die Passionsfrucht-Bobas, die sich am Boden des Bechers abgesetzt haben, zerplatzen tatsächlich erst im Mund und lassen eine sirupartige Flüssigkeit austreten. Übrig bleibt eine klebrige Hülse, die sich zwar nach ein paar Sekunden auflöst, aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Bis zum letzten Schluck schwanke ich zwischen “ganz lecker” und “irgendwie abartig”, entschließe dann aber doch, dem Bubble Tea in ferner Zukunft noch mal eine Chance zu geben …falls der Trend es bis dahin überlebt.

meito
Rindermarkt 6
80331 München

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Steffen im Glück im Hans im Glück

Das Hans im Glück ist ein “Burgergrill”, der diesen Herbst in der Nymphenburger (sic!) Straße aufgemacht hat. Es handelt sich offensichtlich um eine Kette, eine weitere Filiale gibt es auch in Köln. Die Nachricht von der Eröffnung sorgte bei mir als Burgerenthusiasten natürlich für homerartige Zustände und letzte Woche kam ich dann endlich einmal dazu, dort zu essen. Ich kam leider 45min später als meine Mitesser, aber laut ihnen war der Service sehr aufmerksam und besorgte uns sogar trotz fehlender Reservierung einen Tisch. Wir waren übrigens an einem Sonntagabend um halb sieben da und der Laden war voll. Da scheint sich der nächste München-Hipsterspot anzukündigen.

Der Appetit war zu groß, um vorher an ein Foto zu denken

Ich hatte (leider) einen Tag mit Pizza und viel Kuchen hinter mir, so dass nur noch Platz für einen Burger war (siehe auch First World Problems). Ich versuchte mich schon in der S-Bahn anhand der Karte auf der Homepage zu entscheiden, welcher es denn sein sollte – was habe ich eigentlich ohne mein Smartphone gemacht??? Ich habe mich dann für einen Aioli-Burger entschieden mit – man kann es sich denken – Knoblauchsoße und Rucola. Die anderen zwangen (!) mich noch zu einer gemeinsamen Portion Pommes mit Chilisoße, aber die hätte ich nicht mehr wirklich gebraucht. Der Burger war sehr gut, großes Brötchen, viel Soße, saftiges Fleisch (man kann alle Burger mit Fleisch oder Gemüsebratling bekommen), auch wenn die Frikadelle ruhig etwas größer hätte sein könnte. Immerhin kosten die Dinger zwischen 6 und 7€ (ohne Beilagen wohlgemerkt). Aber dafür gibt es bis 20 Uhr alle Cocktails für 5€ und diese sind nicht gerade klein. Die Pommes waren auch super, schön dick und knusprig, aber die Chilisoße war selbst mir etwas zu scharf. Da es aber auf jedem Tisch Mayonnaise und Ketchup gibt, war das nicht weiter schlimm.

FAZIT: Ich würde werde wieder hingehen, am besten verbunden mit einem Film im benachbarten Cinema.

Hans im Glück
Nymphenburger Strasse 69
80335 München

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Frühstück in Spanien

Das schöne an Spanien ist, dass man dort für wenig Geld und sehr unkompliziert außer Haus frühstücken kann. Den frischen Kaffee aus der Profimaschine gibt es normalerweise schon für 1,20€ und was Schnelles zum Beißen ist auch nicht viel teurer.

Normalerweise gibt es überall auch eine Auswahl an Stückchen, aber ich würde immer zur Tostada greifen. Das ist einfach ein getoastetes Stück Baguette oder ein Brötchen, das man mit verschiedenen Belägen bekommen kann. Olivenöl und Knoblauchzehen zum Einreiben sind zwar keine angenehme Wahl für meine Mitmenschen, aber schweinelecker. Normalerweise greife ich aber zur “Tostada con tomate y aceite”, also mit kleingeschnittenen Tomaten und Olivenöl. Daneben habe ich aber während meines letzten Aufenthaltes in Andalusien auch noch viel tollere Dinge gegessen, wie zum Beispiel diese unglaublich gute Variante mit Tomate und einem Omelett mit Schinkenwürfeln.

Tostada in Almeria (irgendwo an der Rambla del Obisbo Obrera)

Noch viel toller und fettiger ist allerdings die süße Variante des spanischen Frühstücks: chocolate con churros! Es handelt sich dabei um lange Stücke frittierten Brandteigs, die in dickflüssige, heiße Schokolade getaucht oder auch einfach nur mit Zucker bestreut gegessen werden. Nebenbei auch der perfekte Hangoverkiller! Während meiner Studienzeit in Madrid bin ich mehr als einmal nach einer langen Nacht in die berühmte Chocolatería San Ginés gegangen und nie habe ich den Laden so voll erlebt, wie samstags oder sonntags zwischen 5 und 7 Uhr morgens. In Sevilla habe ich ganz in der Nähe meiner Wohnung einen zwar nicht ganz so schönen, dafür aber um so spanischeren Laden entdeckt, der hervorragende selbst gemachte Churros anbietet. Alutische, diese furchtbaren dünnen Plastikservietten und jeden Morgen und Abend frische Churros. Zusammen mit Orangensaft, Kaffee und einer Zeitung die perfekte Frühstücksvariante für einen warmem Sonntagmorgen. Die Churros in der Cafeteria Imagen (Calle Imagen, Sevilla) sind zwar nicht sternförmig, aber dafür immer frisch aus dem Frittierfett, yummy! Die Schokolade wird im Glas serviert, was sich gegen Ende als etwas unpraktisch erwies: schmales Glas, fast leer + dicke Finger mit kurzen Churros = Sauerei. Aber ich hatte ja einen schier unerschöpflichen Vorrat an Plastikservietten…

Churros in der Cafeteria Imagen (Sevilla)

FAZIT:  Ich brauche einen kleinen Ofen, um die Tostada auch hier so knusprig zu bekommen und muss dringend mal selber Churros machen!

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